Militärforschung
  US-Truppenaufmarsch Iran
 

U.S. Truppenaufmarsch: Diesmal Iran

Gerhard Piper

19. Januar 2026

Das politische Elend im Weißen Haus setzt sich fort – mit stillschweigender Duldung des amerikanischen Offizierskorps. Angesichts der Wirtschaftskrise im Iran kam es zu heftigen Protesten, die vom Mullah-Regime brutal niedergeschlagen wurden. Der idiotische Popanz in Washington ermunterte die Iraner erst, sie sollten weiterhin ihren lebensgefährlichen Protest auf die Straße tragen und versprach „Hilfe“ (im Original: „rescue“), dann taten die Amerikaner nichts dergleichen. Zunächst wolle er mit der iranischen Führung reden, doch dann blies er auch dies ab. Nun fühlen sich die Iraner von dem menschenverachtenden Zyniker Trump verarscht. Der wollte dann doch lieber militärisch intervenieren, bis ihm seine Generäle erklärten, dass sein Militärpotential vor Ort dafür gar nicht ausreicht. Nun will diese kriegerische Marionette seiner selbst erstmal seine Truppen im Nahen Osten verstärken. Ob er einen „regime change“ anstrebt oder nicht, weiß Trump noch nicht, allerdings ist dies wenig wahrscheinlich, weil zu aufwendig.

Die Mullah-Spitze

Nicht erst seit dem Machtantritt der schmarotzenden Ajatollahs befindet sich der Iran mit seinen 91,5 Millionen Einwohnern (Stand: 2024) in einer Dauerkrise. An der Spitze des schiitischen Terrorregimes steht seit Juni 1989 der „Religionsführer“ Ali Chamenei, dem allerdings die Beförderung zum „Großayatollah“ („Ajatollah al-Ozma“) aufgrund seiner nur rudimentären theologischen Bildung verweigert wurde. Er wohnt mit seiner Familie (Ehefrau Mansoureh Khojasteh Bagherzadeh, vier Söhnen und zwei Töchter) im Komplex „Beit-e Rahbari“ in Teheran. Am 23. Juni 1981 wurde ein Attentat auf Chamenei verübt. Eine Bombe, die in einem Tonbandgerät versteckt war, detonierte in der Moschee. Seitdem kann Chamenei seinen rechten Arm nicht mehr bewegen.

Als Präsident und Regierungschef amtiert seit Juli 2024 der frühere Mediziner und Gesundheitsminister Massud Peseschkian. Als Präsident leitet Peseschkian die Sitzungen des „Nationalen Sicherheitsrates“ („Schorā-ye āli-ye amniyat-e mellī“). Am 15. Juni 2025 überlebte er nur knapp einen Mordanschlag des israelischen Mossad. Bei einer Explosion während einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Teheran wurde er am Bein verletzt.

Als „3. Sekretär“ und Vorsitzender des Sicherheitsrates agiert der frühere Verteidigungsminister Ali Schamchani. Durch eine Explosion während eines Angriffs der israelischen Streitkräfte wurde er im Juni 2025 schwer verletzt.

Verantwortllich für die Massaker sind der darüber hinaus der amtierende Innenminister Eskandar Momeni, der Verteidigungsminister Generalmajor Aziz Nasirzadeh (seit August 2024), der Leiter der Justizbehörde und Hodschatoleslam Gholam-Hussein Mohseni-Edschehi (seit Juli 2021) sowie die Kommandeure der ausführenden Staatsorgane Ahmad-Reza Radan (Polizei), Mohammad Pakpour (Pasdaran, seit Sommer 2025) und Amir Hatami (Militär).

Aktuelle Systemkrise

Im April 2024 waren die U.S. Streitkräfte an der Abwehr eines iranischen Raketen- und Drohnenangriffs auf Israel – nach einem israelischen Angriff auf das iranische Konsulat in Damaskus - beteiligt. Am 22. Juni 2025 unternahm die U.S. Air Force ihren letzten Luftangriff „Operation MIDNIGHT HAMMER“ auf Atomanlagen des Irans in Fordo, Natanz und Isfahan. Darüber hinaus waren die U.S. Streitkräfte in den letzten Jahren in den Kampf gegen die Huthis, die mit dem Iran verbündet sind, im Jemen bzw. dem Roten Meer involviert (Operation PROSPERITY GUARDIAN).

Das schiitische Mullah-Regime hat seit Ende Dezember 2025 unter der iranischen Zivilbevölkerung mehrere Massaker anrichtet. Nach jüngsten Schätzungen iranischer Ärzte kamen bei den Unruhen innerhalb von knapp drei Wochen 16.500 bis 18.000 Menschen ums Leben, ca. 330.000 bis 360.000 Einwohner verletzt und Tausende gefangen genommen. Tausende Verletzte werden ihr Augenlicht oder ihre Extremitäten verlieren. (1) Demgegenüber wurde von Seiten des Staates die Zahl der Todesopfer mit mindestens 5.000 angegeben, darunter 500 Mann der Sicherheitskräfte. Das blasphemische Regime wirft seinem Volk „Krieg gegen Gott“ („moharebeh“) (§ 279 der iranischen Sharia), „Verbrechen gegen den Staat“ („ta´zirat“) und „Verbrechen gegen die islamische Gemeinschaft“ („houdod“) vor. Nach der Sharia droht den vermeintlichen „Delinquenten“ die Todesstrafe.

Der U.S. Präsident Donald Trump ermunterte die Systemgegner im Iran am 2. Januar 2026 und versprach auf “Truth Social”, er werde “come to your rescue“. Am 16. Januar wiederholte er sein Versprechen: „Iranian Patriots, KEEP PROTESTING - TAKE OVER YOUR INSTITUTIONS!!!... HELP IS ON ITS WAY."

So drohte der U.S. Präsident angesichts der fortschreitenden Ereignisse wiederholt mit einer Militärintervention: Am 8. Januar 2026 erklärte er: „Ich habe ihnen mitgeteilt, dass wir sie hart bestrafen werden, falls sie anfangen, Menschen zu töten, was sie während ihrer Unruhen, die ja häufig vorkommen, gerne tun.“ (2) Die alberne Lageeinschätzung musste überraschen, da zum damaligen Zeitpunkt die Massaker schon zehn Tage andauerten.

Am 10. Januar erklärte Trump: „Fangt besser nicht an zu schießen, denn dann werden wir auch anfangen zu schießen. (…) Wenn sie anfangen, Menschen zu töten, wie sie es in der Vergangenheit getan haben, werden wir uns einmischen. (…), dass wir sie dort, wo es weh tut, sehr, sehr hart treffen“. (3)

Am 13. Januar tönte Trump in Detroit, das Regime werde einen hohen Preis zahlen:“Save the names of the killers and abusers. They will pay a big price. I have cancelled all meetings with Iranian Officials until the senseless killing of protesters STOPS. HELP IS ON ITS WAY.” (4)

Während Trump sich zunächst gegen die Erschießung der Bevölkerung wandte, ruderte er seit dem 14. Januar zurück und drohte nur noch mit einer Intervention, wenn das Regime Protestler hinrichten sollte. Daraufhin erklärte Staatsanwalt Ali Salehi in Teheran einfach, Hinrichtungen von Inhaftierten wie Erfan Soltani seien gar nicht vorgesehen und entzog so den U.S. Kriegsplänen ihre scheinbare Legitimation. (5) Nun fühlen sich die Iraner – wieder üblich – von den Amerikanern verarscht. So haben die Proteste erstmal abgenommen, weil die Bevölkerung abwartet, was Trump tatsächlich unternehmen wird, wenn er was unternehmen will, wenn er das tatsächlich möchte – vielleicht.

Dessen ungeachtet lässt Trump seinen Gewaltphantasien freien Lauf und erklärte am 18. Januar 2026, Ali Chamenei sei zu stürzen. Wie im Fall Venezuela strebt Trump dabei einen Führungs- aber keinen Regimewechsel an:

„Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen. (…) Womit er sich schuldig gemacht hat, als Anführer eines Landes, ist die vollständige Zerstörung des Landes und die Anwendung von Gewalt in einem Ausmaß, das es noch nie gegeben hat. (…) Um das Land funktionstüchtig zu halten - auch wenn dies auf einem sehr niedrigen Niveau geschieht -, sollte sich die Führung darauf konzentrieren, das Land ordentlich zu regieren, so wie ich es mit den Vereinigten Staaten tue, und nicht Tausende Menschen zu töten, um die Kontrolle zu behalten." (6)

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, bekannte am 14. Januar unfreiwillig zweideutig: „Nur Präsident Trump weiß, was er unternehmen wird.“ (7)

Truppenaufmarsch

Das regional zuständige U.S. Central Command (CENTCOM) hat seit seiner Gründung 1983 sein Hauptquartier auf der MacDill AFB in Tampa (Florida, USA). Das Kommando wird seit dem 8. August 2025 geführt durch Admiral Charles Bradford „Brad“ Cooper II. Als Chef des Stabes amtiert seit Juni 2023 Generalmajor Brandon R. Tegtmeier von den Rangern der U.S. Army.

Dem Kommando untersteht eine fluktuierende Zahl von Soldaten: 43.000 (Oktober 2024) oder 40.000 Soldaten (Stand: 13. Juni 2025). Seit Oktober 2025 werden die Kampfverbände des CENTCOM im vor Ort im Nahen Osten massiv verstärkt. So beträgt die regionale Personalstärke schätzungsweise bis zu 50.000 Soldaten – Tendenz steigend. Der Großteil der unterstellten Truppenverbände ist – wie das Hauptquartier – in den USA disloziert und müsste im Kriegsfall erst herangeführt werden, was angesichts des notwendigen Aufwandes – wie beim Golfkrieg – Monate in Anspruch nehmen würde. Dennoch: Die aus den USA und Europa eintreffenden Verstärkungseinheiten werden dann vor Ort in „Task Forces“ zusammengestellt.

Aber nur in Einzelfällen wird bekannt, welche Einheit wann, wohin verlegt wurde, so dass das Bild unverständig und von Informationszufällen abhängig ist. Außerdem sind die Angaben in Pressemeldungen oftmals veraltet, lückenhaft oder ungenau.

Zu den Heeresverbänden, die im Laufe des Jahres 2025 in den Zuständigkeitsbereich von CENTCOM verlegt wurden, gehört die 4th Division Sustainment Brigade der 4th Infantry Division aus Fort Carson (Colorado).

Am 22. Dezember 2025 verlegte die 3rd Squadron des 278th Armored Cavalry Regiment der Army National Guard an den Golf und ist nun Teil der Task Force Reaper. Die Einheit ist ausgerüstet mit Kampfpanzern M1 ABRAMS und Schützenpanzer M2A3 BRADLEY. Der Lufttransport wurde durch die C-17 der 16th Expeditionary Airlift Squadron (16th EAS) von der Charleston AFB in North Charleston (South Carolina) durchgeführt.

Auch das 83rd Chemical, Biological, Radiological, and Nuclear (CBRN) Battalion, das normalerweise in Fort Stewart (Georgia) beheimatet ist, verlegte in den Nahen Osten.

Ende Dezember/Anfang Januar wurde die 34th Military Police Company der Army National Guard Minnesota an den Golf verlegt. Im Januar 2026 wurde bekannt, dass auch das Detachment 3 der 294th Quartermaster Company in der “Area of Responsibility” (AOR) des CENTCOM disloziert wurde.

Schwere Transportflugzeuge (C-5M SUPER GALAXY, C17 GLOBEMASTER II) haben in den letzten Wochen etliche Tonnen Militärmaterial eingeflogen. Ein Teil des Kriegsmaterials stammt aus U.S. Depots in Deutschland bzw. wird über die Ramstein AB abgewickelt. (8)

Die U.S. Air Force hat eigentlich keine Jagdbomberverbände im Nahen Osten dauerhaft disloziert, allerdings wurden mehrere Verbände hierhin verlegt. Zur Zeit sind in der Region Jagdbomber F-15E STRIKE EAGLE, F-16 FIGHTING FALCON, F-22 RAPTOR und F-35 LIGHTNING II und Erdkampfunterstützungsflugzeuge A-10C THUNDERBOLT II im Einsatz.

Mehrere strategische Bomber B-52H STRATOFORTRESS der 96th Expeditionary Bomb Squadron (996th EBS) wurden am 17. November 2025 als Teil der Bomb Task Force 26-1 (BTF 26-1) von der Barksdale AFB (Louisiana) im Nahen Osten stationiert. Im Kriegsfall könnten B-1B LANCER und B-2A SPIRIT auf einer Flugroute über Spanien direkt eingeflogen werden.

Tankflugzeuge der Typen KC-46A PEGASUS (u. a. 916th Air Refueling Wing, Seymour Johnson AFB bei Goldsboro) und KC-135R/T STRATOTANKER stehen bereit, um die Luftoperationen zu unterstützen.

Das Special Operations Command Central (SOCCENT) stellte im November 2025 eine erste Einheit mit Kamikaze-Drohnen (One-Way-Attack – OWA) auf. Es handelt sich um die Task Force 59 im Rahmen der Task Force Scorpion Strike, die mit Drohnen des amerikanischen Typs „LOW-COST UNMANNED COMBAT ATTACK SYSTEM“ (LUCAS) ausgerüstet ist. Die Einheit operiert u. a. vom Küstenschutzschiff USS SANTA BARBARA.

Operationspläne

Seit dem Machtantritt der Mullahs hat das Pentagon zahlreiche Pläne für einen Militärschlag gegen den Iran ausgearbeitet. Der Stab des CENTCOM ist gegenwärtig mit der Ausarbeitung bzw. Aktualisierung der vorhandenen Operationspläne (Operational Plans – OPLANs) und Notfallpläne (Contingency Plans – CONPLANs) beschäftigt. Das Einsatzspektrum reicht von kleineren Operationen der Special Forces bis hin zu einem „major regional war“.

Der amerikanische Journalist Kenneth „Ken“ Klippenstein legte schon im März 2025 eine Übersicht über die verschiedenen Kriegsplanungen gegen den Iran vor:

The various planning documents being reworked include:

- Global Campaign Plan for Iran (GCP-I): “Addresses the most pressing trans-regional and multi-functional strategic challenges, across all domains,” including conventional and special operations forces; air, ground, sea, subsea, cyber and space warfare.

- CENTCOM Campaign Plan: Primary plan through which the CENTCOM commander “executes his day-to-day campaigning.”

- “Operational Plan up to a Level 4 detail for Iran.” OPLANs are now prepared at four levels of detail:
-- Level 1 involves a Commander’s Estimate of courses of action and military options to meet every potential contingency.
-- Level 2 is the Base Plan that lays out an approved course of action. 
-- Level 3 involves a full “concept plan.” 
-- Level 4 is a full operations plan with allocation of specific units and mobilization and deployment procedures.

- Decision Support Book to guide the President and senior decision makers in the first 96 hours of the execution of the Level 4 OPLAN.

- Multilateral Combined OPLAN, including “Multilateral Engagement Strategy to obtain access basing and over flight.”

- Discrete Strike Option Plan, prepared for specific “Target Sets” such as Iranian leadership or nuclear capabilities.” (https://www.kenklippenstein.com/p/the-iran-war-plan)

Am Ende der ersten Januarwoche bzw. am Anfang der zweiten Januarwoche 2026 legten die U.S. Militärs Trump ihre Einsatzoptionen vor:

„Wie die britische Zeitung The Telegraph schreibt, hat Trump eine Liste mit Zielen erhalten, darunter Teile der Sicherheitsdienste, die für die gewaltsame Niederschlagung von Demonstrationen verantwortlich sind. Zahlreiche Optionen seien ihm vorgestellt worden, so der Bericht, darunter Angriffe auf nichtmilitärische Ziele in Teheran oder auf den Sicherheitsapparat des Regimes. Ehemaligen Pentagon-Beamten zufolge gehören zu den Vorschlägen auch verdeckte CIA-Operationen zur Destabilisierung Teherans oder grünes Licht für Angriffe durch Israel.

Während eine Quelle angegeben habe, dass ein großangelegter Angriff diskutiert worden sei, habe eine andere erklärt, dass die Beamten keinen Konsens erzielt hätten. US-Kommandeure in der Region hätten zudem mitgeteilt, dass sie „die Positionen des US-Militärs konsolidieren und Verteidigungsmaßnahmen vorbereiten“ müssen, bevor sie Angriffe durchführen, oder Vergeltungsmaßnahmen auslösen könnten.“ (9)

Bereits am 14. Januar 2026 soll Präsident Trump einen amerikanischen Luftangriff befohlen haben, den er dann im letzten Moment abgeblasen haben. Angeblich waren die ersten Flugzeuge schon in der Luft. Mehrere europäische Staaten und vier arabische Staaten (Saudi-Arabien und Golfstaaten) sollen Trump – angesichts der einschlägigen Erfahrungen im Golfkrieg im Irak und in Afghanistan - von einem Angriff zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten haben. (10) Auch Israel hat seinen Verbrauch von Anti-Raketen-Raketen vom Sommer letzten Jahres noch nicht ausgeglichen.

Sowas kommt bei den Militärs nicht gut an. Dazu berichtete die „Bild“-Zeitung:

„Möglicherweise haben die USA geplante Angriffe auf Ziele im Iran erst im letzten Moment abgebrochen! Zuerst wurden US-Militärangehörige am Mittwoch in Sicherheit gebracht. Dann, um 21.15 Uhr (deutscher Zeit), wurde der Luftraum über dem Iran gesperrt. Radarbilder zeigten, dass keine Zivilflüge mehr über dem Iran unterwegs waren. Und gleichzeitig stiegen Tankflugzeuge von der US-Luftwaffenbasis in Katar in die Luft, wie jedermann bei Flugdaten-Diensten mitverfolgen konnte.

Hinzu kommt: Langstreckenbomber der Vereinigten Staaten waren in Alarmbereitschaft versetzt worden, um bei Bedarf Sekundärangriffe durchzuführen, berichtet die „New York Times“. Doch dies schien am späten Mittwochabend deutscher Zeit ausgesetzt worden zu sein, sagte ein anderer US-Beamter.

Doch dann passierte Unerwartetes: Trump sagte am Abend vor Journalisten, ihm scheine, dass die Mullahs das Töten gestoppt hätten. Das habe er aus „sehr wichtiger, zuverlässiger Quelle von der anderen Seite“ erfahren und fügte an: „Sie haben aufgehört, und es gibt keine Pläne für Hinrichtungen.“

Tatsächlich hatte zuvor der iranische Außenminister Abbas Araghtschi „Fox News“ gesagt, es werde „weder heute noch morgen“ Hinrichtungen durch Erhängen geben.“ (11)

Neben den konventionellen Kriegsplänen liegt in den Schubladen des Pentagon auch ein nuklearer Einsatzplan verborgen. So verabschiedete die Bush-Regierung bereits im Januar 2003 einen Nuklearplan „CONPLAN 8022-02“ zur atomaren Zerstörung des iranischen Atomwaffenprogramms. Über neuere Planungen berichtete Kenneth Klippenstein:

“The basic framework of OPLAN 1025 (die Version „CONPLAN 1025-03“ stammt vom August 2003, G. P.) persists, but behind the “C-Iran” strategy (counter-Iran) to attack Iran’s missile and drone capacity, and now to attack Iranian leadership, either with “kinetic” or “non-kinetic” means (including covert and cyber actions and special operation forces) lurked the nuclear options.” (12)

U.S. Übungen zu einem Angriff auf den Iran trugen früher die Code-Bezeichnung ARABIAN GAUNTLET. (13)

Für den Fall eines amerikanischen Angriffs hat das Mullah-Regime mit einem Mordanschlag auf Trump und mit Gegenangriffen auf die U.S. Basen im Nahen Osten und den Garnisonsstaat Israel gedroht. So erklärte der iranische Präsident Peseschkian am 18. Januar auf „X“: „Jede Aggression gegen den obersten Führer unseres Landes ist gleichbedeutend mit einem umfassenden Krieg gegen die iranische Nation." (14) Daraufhin hat Israel seine Streitkräfte in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt, das Personal auf den U.S. Basen wurde z. T. evakuiert. (15) Zur Durchführung solcher Luftangriffe verfügt der Iran über ein großes Arsenal von Boden-Boden-Raketen größerer Reichweite, die allerdings nicht sehr treffgenau sind (AL-ZAHRA, EMAD, FATTAH-1, GHADR-1, GHADR-110, KHAYBAR SHEKAN, SHAHEEN-2/HATF-6, etc.), sowie verschiedene Drohnen (ABABIL-5, ALMAS-1, ARASH-1, ARASH-3, etc.). Mit dschihadistischen Terroranschlägen im Nahen Osten und in Europa ist zu rechnen.

Türkei

Mit der Türkei sind die USA in der NATO verbündet. In dem Land sind insgesamt 1.465 U.S. Soldaten stationiert.

- Incirlik Air Base: Die Incirlik Air Base befindet sich in der Provinz Adana im Süden der Türkei. Hier befindet sich das einzige U.S. Atomwaffenlager in der Region. Allerdings hat die U.S. Air Force Europe (USAFE) kein entsprechendes Trägergeschwader mehr in dem Land disloziert.

- Kürecik: In der Kürecik Radar Station „Site 2“ bei Malaty betreiben die USA seit Februar 2012 ein Frühwarnradar AN/TPY-2. Hier sind rund 50 U.S.-Soldaten der 11th Missile Defense Battery der 52nd Air Defense Artillery Brigade des 10th Army Air and Missile Defense Command (10th AAMDC) stationiert. Ihre Operationszentrale befindet sich auf dem Fliegerhorst in Diyarbakır.

Israel

In den letzten Jahren und Monaten führten die kriegsgeilen Israelis zahlreiche Militäroperationen durch. Die israelischen Streitkräfte setzten ihre Angriffe gegen den Gaza-Streifen trotz Waffenstillstand fort (Operation IRON SWORDS). Am 1. April 2024 tötete die israelische Luftwaffe bei einem Luftschlag gegen das iranische Generalkonsulat in Damaskus mehrere hohe Offiziere der iranischen Pasdaran, darunter General Qasem Soleimani. Am 8. September 2024 bombardierten sie eine syrische Raketenfabrik bei Masyaf (Operation MANY ROADS); es war der achte Luftangriff auf Syrien in fünf Jahren. Am 27. September 2024 ermordeten die Israelis den Generalsekretär der pro-iranischen Hisbollah-Miliz Hassan Nasrallah in Beirut durch einen Luftschlag. Sie führten am 18. Dezember 2025 sowie am 2. und 9. Januar 2026 wiederholt Luftangriffe gegen die Hisbollah im Libanon durch. Außerdem töteten sie am 9. September 2025 zwei Funktionäre der Hamas in Qatar durch einen Luftschlag. (Operation SUMMIT OF FIRE).

So haben die Israelis in den letzten Jahren wiederholt Militäranschläge auf das iranische Flugkörper- und Atomprogramm durchgeführt: Nachdem am 1. April 2024 das syrische Generalkonsulat in Damaskus durch die israelische Luftwaffe zerstört und mehrere Generäle getötet worden waren, griff der Iran am 13. April 2024 Israel mit Flugkörpern an (Operation TRUE PROMISE I). Daraufhin bombardierte die israelische Luftwaffe am 19. April 2024 eine iranische Luftverteidigungsstellung bei Babaei in der Nähe von Isfahan. Daraufhin mussten die Iraner ihre Heeresflieger umgruppieren (Operation TARHE GOSTARESH). Nach dem Mord an Nasrallah griff der Iran Israel am 1. Oktober 2024 erneut mit Flugkörpern an (Operation TRUE PROMISE II). Am 26. Oktober 2024 folgte ein weiterer israelischer Angriff auf die iranischen Raketenstellungen (Operation DAYS OF REPENTANCE). Vom 13. bis 24. Juni 2025 griff die israelische Luftwaffe erneut die iranischen Stellungen an (Operation RISING LION). Diesmal beteiligte sich auch die U.S. Luftwaffe am 22. Juni 2025 an den Kampfhandlungen (Operation MIDNIGHT HAMMER). Daraufhin schlug der Iran am 13. Juni 2025 zurück (Operation TRUE PROMISE III).

- Keren: Auf dem Berg Keren im Naftali-Gebirge in Nord-Israel betreiben die USA seit 2021 die Radarstellung „Site 512“ mit einem Frühwarnradar AN/TPY-2 (Reichweite: 4700 km). In der Nähe befindet sich seit Oktober 2024 auch eine Stellung des TERMINAL HIGH ALTITIDE AREA DEFENSE SYSTEM (THAAD) der E-Battery des 62nd Air Defense Artillery Regiment (nach anderen Angaben handelt es sich um die 13th Missile Defense Battery, 52nd Air Defense Artillery Brigade des 10th AAMDC) mit Anti-Raketen-Raketen MIM-401B/C. Die Einheit besteht aus rund 100 U.S. Soldaten.

- Kiryat Gat: Hier sind seit dem 17. Oktober 2025 150 U.S. Soldaten im Civil Military Coordination Center (CMCC) beschäftigt, um den Waffenstillstand und den Wiederaufbau im Gaza-Streifen anzuleiten.

- Mashabim AFB: Auf dem Fliegerhorst Mashabim (and. Bez.: Mashabei Sadeh) in der Nähe von Dimona in der Negev-Wüste befindet sich seit September 2017 eine Luftverteidigungsstellung des 10th AAMDC.

Hinzu kommt seit 1973 der „War Reserve Stockpile Allies-Israel“ (WRSA-I) mit mehreren Außenlagern (Site 51, Site 53, Site 54 und auf sechs Flugstützpunkten). In diesen Kriegsreservelagern werden Waffensystemen, Bomben und Artilleriegranaten usw. bevorratet. Mit Beginn des aktuellen Gaza-Konfliktes werden auch die israelischen Streitkräfte aus dem U.S. Militärdepot beliefert. Über den Hafen Aschdod wird Nachschub angeliefert.

Jordanien

In Jordanien halten hielten sich rund 4.000 U.S. Soldaten (Stand: Dezember 2024) auf, davon befinden sich noch rund 3.000 Mann im Land. Gemäß dem Defence Cooperation Agreement (DCA) vom 21. März 2021 (Datum der Veröffentlichung) sind U.S. Soldaten und Militärausbilder/-Berater für die Jordan Armed Forces (JAF) an mindestens dreizehn jordanischen Stützpunkten präsent: Al Muwaqqar, Camp Titin südlich von Aqaba, JAF Training Base at Al Quwayrah, JAF Training Base at Humaymah, Joint Training Center Complex, King Abdullah Marka Air Base, King Abdullah II Air Base, King Abdullah Special Operations Training Center, King Faisal Air Base (and. Bez.: “Al Jafr"), Muwaffaq Salti Air Base in Azraq, Prince Hasan Air Base (and. Bez.: “H5"), Royal Jordanian Naval Base in the Port of Aqaba und der Stützpunkt Tower 22 in der Region Rukban im Nordosten des Landes an der Grenze zu Syrien. Zeitweise waren in Tower 22 mehrere tausend U.S. Soldaten stationiert. Wiederholt wurden U.S. Soldaten bei Guerillaangriffen getötet.

- Muwaffaq al Salti Air Base: Die Muwaffaq al Salti Air Base befindet sich in Azraq, rund 100 km nordöstlich der Landeshauptstadt Amman. Hier hat die U.S. Air Force Central das 332nd Air Expeditionary Wing (333nd AEW) mit einem gemischten Flugzeugbestand disloziert. Von hier aus werden Aufklärungs- und Drohneneinsätze durchgeführt.

Syrien

Seit dem 15. Juni 2014 führen die U.S. Streitkräfte zwecks Terrorismusbekämpfung in Irak und Syrien die Operation INHERENT RESOLVE durch. Im zweiten Halbjahr 2025 haben die U.S. Streitkräfte rund achtzig Operationen im Rahmen ihrer Terrorismusbekämpfung in Syrien durchgeführt.

Nach dem Regimewechsel in Syrien im Dezember 2024 konnten die U.S. Streitkräfte mehrere Anführer der Dschihadisten in Syrien getötet: Am 25. Juli 2025 verstarb in Aleppo Dhiya' Zawba Muslih al-Hardani (IS), am 19. August verstarb in Atme Abu Hafs al-Hashimi al-Qurashi (IS) und am 2. Oktober 2025 wurde Muhammad Abd-al-Wahhab al-Ahmad (Ansar al-Islam) getötet. Zuletzt starb im Dezember 2025 Bilal Hasan al-Jasim (Daesh). (16)

Nachdem bei einem „IS“-Angriff am 13. Dezember 2025 in Palmyra (Syrien) zwei U.S. Soldaten der 1st Squadron des 113th Cavalry Regiment (Reconnaissance Surveillance and Target Acquisition - RSTA) der Iowa National Guard getötet und drei verletzt wurden, begann eine erneute U.S. Angriffswelle am 19. Dezember 2025: Operation HAWKEYE STRIKE.

In Syrien waren früher 900 U.S. Soldaten (Stand: 2019) stationiert, ihre Zahl wurde angesichts des syrischen Regimewechsels und der damit einhergehenden Unruhen vorübergehend auf 2.000 Mann (Stand: Dezember 2024) erhöht. Im April 2025 wurde eine Reduzierung um 1.000 Mann angekündigt. Zur Zeit sollen sich noch 1.000 Mann in Syrien befinden. In den letzten Jahren waren U.S. Einheiten an folgenden Orten disloziert: Al-Baghuz Fawqani, Al-Busayrah, Al-Ezba, dem früheren Al-Omar Field und Al-Tanf. In Al-Tanf an der Grenze zu Jordanien sind gegenwärtig 200 U.S. Soldaten der Combined Joint Task Force – Operation Inherent Resolve (CJTF–OIR) stationiert.

Die U.S. Angriffe werden durch Special Forces, Artillerie, Heeresflieger oder Luftstreitkräfte ausgeübt. So setzt die U.S. Army Feldraketenwerfer M-142 HIGH MOBILTY ROCKET SYSTEM (HIMARS) ein. Dabei kommen u. a. folgende Flugtypen zum Einsatz: Jagdbomber F-15E STRIKE EAGLE des 366th Fighter Wing von der Mountain Home AFB (Idaho), Luftüberlegenheitsjäger F-16 FIGHTING FALCON, alte Erdkampfunterstützungsflugzeuge A-10C THUNDERBOLT II der 23rd Fighter Group von der Moody AFB in Valdosta (Georgia) und Kampfhubschrauber AH-64D APACHE. Eingesetzt werden u. a. Lenkbomben GBU-31 JOINT DIRECT ATTACK MUNITIONS (JDAMs).

Irak

Die U.S. Besatzungstruppen wurden in den letzten Jahren durch pro-iranische Guerillagruppen wie die Kataib Hezbollah und die Harakat al-Nujaba bedroht und herausgefordert.

Im September 2024 haben die USA mit der irakischen Regierung vereinbart, dass die U.S. Truppen im ersten Halbjahr 2026 – mehr als zwanzig Jahre nach dem „Golfkrieg“ - aus dem Irak abgezogen werden. So unterhielten die U.S. Streitkräfte im Irak mehrere Stützpunkte, wo zuletzt bis zu 2.500 amerikanische Soldaten untergebracht waren. Am 17. Januar 2026 sind die letzten U.S. Soldaten aus dem Irak abgezogen. Der Abzug markiert das endgültige Ende des „Golfkrieges“ nach 26 Jahren. Zuletzt hatten die Amerikaner noch folgende Basen genutzt:

- Ain Al Asad Air Base: Auf der Ain Al Asad Air Base (früh. Bez.: Qadisiyah Air Base) war eine Flugabwehrraketeneinheit mit MIM-104 PATRIOT disloziert. Im Oktober 2025 waren hier noch 250 bis 350 Mann stationiert.

- Harir Air Base: Die Harir Air Base bei Erbil wurde 2003 von den Amerikanern bezogen. Von hier starteten U.S. Spezialeinheiten ihre Einsätze im Nordirak. Im Oktober 2025 waren noch einige U.S. Soldaten auf dem Fliegerhorst disloziert.

Saudi-Arabien

In Saudi-Arabien waren 2.321 U.S. Soldaten (Stand: 2024) stationiert; ihre Zahl soll mittlerweile auf 2.700 gestiegen sein.

- Prince Sultan Air Base: Die Prince Sultan Air Base befindet sich rund 60 km südlich von der Landeshauptstadt Riyad. Hier hat die U.S. Army eine Flugabwehrraketeneinheit MIM-104 PATRIOT und eine Einheit des THAAD-Systems disloziert.

Kuwait

In Kuwait sind schätzungsweise 10.000 bis 13.500 Soldaten der U. S. Army positioniert. Hier unterhalten die U.S. Streitkräfte mindestens fünf Militäranlagen:

- Ali Al Salem Air Base (Spitzname: „The Rock“): Der Fliegerhorst Ali Al Salem befindet sich mitten in der Wüste, rund 40 km von der Grenze zum Irak entfernt.

- Camp Arifjan: Camp Arifjan liegt ungefähr 55 km südöstlich der Landeshauptstadt Kuwait City. Die Basis wurde erst 1999 errichtet. Hier befindet sich das Hauptquartier der US Army Central. Von hier aus wird die Operation SPARTAN SHIELD (OSS) geführt. Deren Stab wird seit Juli 2925 von der 42nd Infantry Division gestellt. Die Operation dient der militärischen Zusammenarbeit mit den Stationierungsländern. Zu den unterstellten Einheiten gehört seit Januar 2026 das 1937th Support Detachment der Ohio Army National Guard aus Columbus.

- Camp Buehring: Camp Buehring wurde 2003 während des Golfkrieges errichtet. Es fungiert als „staging post“ für Heereseinsätze in Syrien und Irak.

Bahrain

In Bahrain verfügen die U.S. Streitkräfte über zwei Militäranlagen mit schätzungsweise 8.600 bis 9.000 U.S. Soldaten.

- Naval Support Facility Manama: Auf der Naval Support Facility (NAS) in Bahrain, dem früheren britischen Kriegshafen HMS Jufair, befindet sich das Hauptquartier der amerikanischen 5th Fleet, die im Indo-Pazifik patrouilliert. Hier ist die Masse der 9.000 U.S. Soldaten disloziert.

- Ras al Bar Camp: Im Ras al Bar Camp wurde am 1. Dezember 2025 ein bilateraler Combined Command Post for Air Defense eingeweiht.

Qatar

- Al Udeid Air Base: Die Al Udeid Air Base in der Nähe der Landeshauptstadt Doha nimmt eine Fläche von ca. 24 Hektar ein. Hier sind normalerweise 10.000 bis 11.000 Soldaten stationiert. Mehrere hundert Mann und einzelne Flugzeuge wurden seit dem 14. Januar 2026 evakuiert. (17) Auf dem Fliegerhorst befindet sich eine vorgeschobene Führungsstelle des CENTCOM. Von hier werden u. a. die Einsätze des Special Operations Command Central (SOCCENT) geführt. Außerdem wurde hier zur Abwehr iranischen Boden-Boden-Raketen am 12. Januar 2026 eine neue Koordinierungszelle für integrierte Luft- und Raketenabwehr, das „Middle Eastern Air Defense – Combined Defense Operations Center“ (MEAD-CDOC), eingerichtet.

Bis zu hundert Flugzeuge kann der Fliegerhorst aufnehmen. Hier wurden mehrere Jagdbomber F-15C Strike EAGLE stationiert. Seit Herbst 2025 befinden sich dort mindestens sechs Tankflugzeuge vom Typ KC-135R/T STRATOTANKER. Al Udeid ist auch ein Luftstützpunkt, der immer wieder von Bombern B-52 genutzt wird.

- Camp As Sayliyah: Das Camp As Sayliyah befindet sich bei Doha. Hier unterhielt CENTCOM 2002 bis 2009 einen Ausweichgefechtsstand.

Vereinigte Arabische Emirate

In den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) sind rund 5.000 GIs disloziert.

- Al Dhafra Air Base: Die Al Dhafra Air Base liegt südlich der Hauptstadt Abu Dhabi. Hier sind AWACS-Aufklärungskräfte, Jagdbomberverbände mit F-22 RAPTOR und Aufklärungsdrohnen vom Typ MQ-4C TRITON disloziert.

- Jebel Ali Port (Dubai): Jebel Ali Port ist offiziell kein Marinestützpunkt, dennoch dient der Hafen als Anlegeplatz für amerikanische Kriegsschiffe, darunter auch Flugzeugträger.

Oman

Gemäß einem Militärabkommen vom August/September 2008 nutzen die Amerikaner drei Fliegerhorste in Oman: den früheren britischen Fliegerhorst auf der Insel Masirah, den Fliegerhorst Seeb und die Thumrait Air Base (seit 1981).

Diego Garcia

Diego Garcia ist das größte Atoll im Chargos Archipel. Es ist eine Inselgruppe aus der Hauptinsel „Diego Garcia“ (27,2 qkm) und drei kleineren Inseln mitten im Indik. Die einheimische Bevölkerung wurde vertrieben, heute hat die Inselgruppe noch ca. 4.240 Einwohner (Soldaten und Zivilbedienstete). Geographisch gehört die Insel zu den Malediven. Die Briten haben sich das Eiland widerrechtlich angeeignet und zu einem Militärstützpunkt mit Hafen (Naval Support Facility - NSF) und dem Fliegerhorst „Camp Thunder Cove“ ausgebaut.

Der Fliegerhorst „Camp Thunder Cove“ hat zwei Startbahnen mit einer maximalen Länge von 3659 m. Zur Unterbringung der Militärflugzeuge wurden in den Nullerjahren vier große Hangars, die sogenannten „Extra Large Deployable Aircraft Hangar Systems“ (XLDAHS), errichtet. Die U.S. Air Force nutzte den Luftstützpunkt in den vergangenen Konflikten im Nahen Osten wiederholt als Bomberbasis. Betrieben wird die Insel von der „Amentum Mitie Pacific LLC“ in Chantilly (Virginia).

Seegebiet

Anfang des Jahres 2026 befanden sich sechs Kriegsschiffe der U.S. Navy in dem fraglichen Seegebiet, darunter drei Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse (DDG 57 USS MITSCHER, DDG 74 USS MCFAUL und - seit dem 30. Dezember 2025 - DDG 80 USS ROOSEVELT). Die Zerstörer sind mit Marschflugkörpern THOMAHAWK LAND ATTACK MISSILEs (TLAM) ausgestattet. Hinzu kommen drei Küstenschutzschiffe („littoral combat ships“) der INDEPENDENCE-Klasse: LCS 16 USS TULSA, LCS 30 USS CANBERRA und LCS 32 USS SANTA BARBARA. Hinzu kommen möglicherweise auch Minenabwehrschiffe. Sogar die US Coast Guard ist mit dem USCGC CLARENCE SULPHIN JR. (SENTINEL-Klasse) vertreten. Der „Cutter“ gehört zu den Patrol Forces Southwest Asia der 5th Fleet. Außerdem wird das Seegebiet durch amerikanische Patrouillenflugzeuge P-8A POSEIDON und Aufklärungsdrohnen MQ-4C TRITON überwacht.

Der Flugzeugträger CVN 72 USS ABRAHAM LINCOLN (Callsign: UNION) wird Mitte Januar 2026 in der Arabischen See erwartet. Die USS LINCOLN ist das Flaggschiff der „Abraham Lincoln Strike Group“ (ALCSG) bzw. „Carrier Strike Group 3“ (CSG 3 oder CARSTRKGRU 3) unter dem Kommando von Konteradmiral Todd E. Whalen (Kommandoübernahme am 11. April 2025). Zu diesem Schiffsverband gehört ein Teil der „Destroyer Squadron 21“ (DESRON 21) mit derzeit drei bis vier Lenkwaffenzerstörern der ARLEIGH-BURKE-Klasse:

- DDG 111 USS SPRUANCE

- DDG 112 USS MICHAEL MURPHY

- DDG 121 USS FRANK E. PETERSEN JR.

An Bord der „Abe“ befindet sich das Flugzeugträgergeschwader „Carrier Air Wing 9“ (CAW-9 bzw. CVW-9) mit rund 65 bis 70 Flugzeugen und Hubschraubern. Der Funkrufname dieses Flugzeugverbandes lautet „SHOGUN“.

Das Geschwader verfügt über folgende Gliederung:
- Strike Fighter Squadron 14 (VFA-14) „Tophatters” mit F/A-18E SUPER HORNET
- Strike Fighter Squadron 41 (VFA-41) „Black Aces” mit F/A-18F SUPER HORNET
Strike Fighter Squadron 151 (VFA-151) „Vigilantes” mit F/A-18E SUPER HORNE
- Marine Fighter Attack Squadron 314 (VMFA-314) „Black Knights” mit F-35C LIGHTNING II
- Electronic Attack Squadron 133 (VAQ-133) „Wizards” mit EA-18G GROWLER
- Carrier Airborne Early Warning Squadron 117 (VAW-117) „Wallbangers” mit E-2D AWKEYE
- Helicopter Sea Combat Squadron 14 (HSC-14) „Chargers” mit MH-60S SEAHAWK
- Fleet Logistics Multi-Mission Squadron 30 (VRM-30) „Titans” mit CMW-22B OSPREYS

Nach einer einzelnen Pressemeldung verlegt möglicherweise auch noch die CVN 77 USS H. W. BUSH vom Atlantik an den Golf, sollte er in der Karibik nicht gebraucht werden. Das Schiff ist am 13. Januar 2026 aus seinem Heimathafen Norfolk ausgelaufen. (18)

Bündispartner?

Auf dem Fliegerhorst Al Udeid Air Base in Quatar betreiben die Briten mit den Quataris eine Joint Typhoon Squadron. Mindestens vier Kampfflugzeuge Typhoon und ein Tankflugzeug Airbus KC-2 VOYAGER der Royal Air Force flogen kürzlich vom Vereinigten Königreich an den Golf.

Mindestens eine Drohne vom Typ PROTECTOR RG Mk 1 (MQ-9B) operiert vom Flieger Muwaffaq al-Salti in Jordanien.

Der Blog „The War Zone“ berichtete am 16. Januar 2026: „France and Germany appear to be sending aerial assets to the region as well.” (19)

Allerdings weigern sich die Politiker von der Europäischen Union (EU) mit der Erbärmlichkeit von Politgangstern weiterhin, die „Iranische Revolutionsgarde“ (IRGC) als „terroristische Vereinigung“ zu klassifizieren.

Heute ist „Trump II“ seit einem Jahr im Amt, verbleiben drei weitere Jahre. Nachdem er die Iraner fürchterlich verarscht, (20), die Venezolaner bombardiert, die Grönländer drangsaliert, die Ukrainer im Stich lässt und die Europäer erpresst, während er den Russen in den Arsch kriecht, kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, irgendwie ist Donald Trump nicht wirklich beliebt. Immerhin ist schon jetzt absehbar, dass die möglichen „Erfolge“ seiner Präsidentschaft bald verblassen werden, während der Schaden, den er den USA und ihren Alliierten und Partnern zufügt, noch Jahrzehnte nachwirken wird. Danke Donald für garnichts!

Quellen:

(1) https://www.tagesspiegel.de/internationales/das-ist-volkermord-rund-16500-tote-
und-330000-verletzte--so-hoch-schatzen-iranische-arzte-die-opferzahlen-ein-
15150362.html

(2) https://www.stern.de/politik/ausland/donald-trump---der-iran-hat-angerufen--
sie-wollen-verhandeln--37031574.html

(3) https://www.tagesspiegel.de/internationales/massenproteste-im-iran-trump-
erwagt-offenbar-militarschlage--teheran-droht-mit-gegenangriff-auf-israel-
15124195.html

(4) https://eu.detroitnews.com/story/news/nation/2026/01/13/iran-
protests-trump/88157662007/

(5) https://www.n-tv.de/politik/Regime-widerspricht-Trump-Teheran-will-Todesurteile-vollziehen-id30252850.html

(6) https://www.n-tv.de/politik/Trump-dringt-auf-Machtwechsel-im-Iran-
id30253472.html

(7) https://www.focus.de/politik/ausland/usa-verlegen-medien-zufolge-flugzeug
traeger-nach-nahost_fc97b8e1-bb57-4568-82fb-e242d89a5fe2.html

(8) https://x.com/SimplyonWorld/status/2010015551280533621

(9) https://www.fr.de/politik/mullah-regime-droht-trump-riskiert-im-iran-regionale-
eskalation-zr-94117936.htm

(10) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-sorge-100.html

(11) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/us-flieger-waren-schon
-in-der-luft-hat-trump-iran-angriff-in-letzter-minute-abgesagt-69688ec4e954401861
ee11b0

(12) https://www.kenklippenstein.com/p/the-nuclear-war-plan-for-iran

(13) https://www.globalsecurity.org/military/ops/arabian-gauntlet.htm

(14) https://www.focus.de/politik/merz-mullah-regime-faktisch-am-ende-trump-
tendiert-zu-angriffen-auf-iran_79d47c75-b933-47fd-a0d2-4e7da6cb334b.html

(15) https://www.fr.de/politik/mullah-regime-droht-trump-riskiert-im-iran-regionale-
eskalation-zr-94117936.html

(16) https://www.stripes.com/theaters/middle_east/2026-01-17/us-launches-syria-
strike-ambush-20438401.html

(17) https://www.stripes.com/theaters/middle_east/2026-01-14/us-withdrawing-
some-personnel-from-major-middle-east-bases,-reuters-reports-20403859.html

(18) https://www.twz.com/news-features/signs-emerge-of-u-s-navy-air-force-push-
to-middle-east

(19) https://www.twz.com/news-features/signs-emerge-of-u-s-navy-air-force-push-
to-middle-east

(20) https://www.theguardian.com/world/2026/jan/18/why-protesters-iran-feel-betrayed-donald-trump

Update (20. Januar 2026):

Nach Grönland erhebt U.S. Präsident Donald Trump nun auch Besitzansprüche auf den Chagos Archipel mit der Hauptinsel Diego Garcia. Der Hintergrund: Am 22. Mai 2025 hatte die Regierung der britischen Ex-Kolonialmacht eingestanden, dass die Inselgruppe eigentlich zu den Malediven gehört. Zugleich einigten sich beide Seiten vertraglich darauf, dass das Vereinigte Königreich und seine Verbündeten die Insel Diego Garcia für die Dauer von 99 Jahren weiterhin militärisch nutzen darf. Dafür zahlt das Vereinigte Königreich den Malediven jährlich eine Pachtgebühr. Die Gesamtsumme über den gesamten Zeitraum beläuft sich auf 3,4 Milliarden Pfund.

Der Vertrag wurde von beiden Regierungen so unterzeichnet, aber noch nicht von den Parlamenten der beteiligten Staaten ratifiziert. (1)

Am 19. Januar 2026 wetterte Trump gegen die britischen Zugeständnisse an die Malediven. Der Vertrag sei ein "act of great stupidity" und ein "act of total weakness". Gegen das Abkommen gäbe es eine "very long line of National Security reasons".

Auf “Truth Social” tönte Trump am Dienstag: "Shockingly, our 'brilliant' NATO Ally, the United Kingdom, is currently planning to give away the Island of Diego Garcia, the site of a vital U.S. Military Base, to Mauritius, and to do so FOR NO REASON WHATSOEVER. There is no doubt that China and Russia have noticed this act of total weakness. (…) The UK giving away extremely important land is an act of GREAT STUPIDITY, and is another in a very long line of National Security reasons why Greenland has to be acquired."

Demgegenüber rechtfertigte die britische Regierung die beabsichtigte Rückgabe ihres (Ex-)Kolonialbesitzes, "because the base on Diego Garcia was under threat after court decisions undermined our position and would have prevented it operating as intended in future".

Außerdem sei die militärische Nutzung der Insel durch die Briten und Amerikaner garantiert, "for generations, with robust provisions for keeping its unique capabilities intact and our adversaries out".

Dazu erklärte der britische Oppositionspolitiker Nigel Farage auf “X”: "Thank goodness Trump has vetoed the surrender of the Chagos islands.” (2)

Quellen:
(1) https://de.wikipedia.org/wiki/Chagos-Archipel
(2) https://www.bbc.com/news/articles/c0mkp021rvro

Update (24. Januar 2026)

Entscheidungsfindung im Weißen Haus

Donald Trump gilt als ausgesprochen lese faul. CIA-Direktor John Ratcliffe versucht sich damit zu behelfen, dass er dem Präsidenten zahlreiche Fotos und Videos von den Demonstrationen und den Leichenfeldern zeigt, um auf seine Entscheidungsfindung Einfluss zu nehmen. Außerdem ist es Trump wichtig persönlich mit Leuten zu sprechen bzw. zu telefonieren, dann gilt er als sehr beeinflussbar. So kommen seine erratischen Entscheidungen zustande.

Zwar ist Trump kein ausgesprochener Bellizist, dennoch gibt es für einen baldigen U.S. Militärangriff mehrere Gründe:

- Das iranische Atomprogramm (PROJECT AMAD) dauert – trotz der israelisch/amerikanischen Angriffe im Juni 2025 an. Schon kurz nach seinem zweiten Amtsantritt erließ Trump am 4. Februar 2025 ein „National Security Presidential Memorandum“ mit dem Titel „Imposing Maximum Pressure on the Government of the Islamic Republic of Iran, Denying Iran All Paths to a Nuclear Weapon, and Countering Iran’s Malign Influence“ (NSPM 2). (https://www.whitehouse.gov/presidential-actions/2025/02/national-security-presidential-memorandum-nspm-2/) Kaum hatte er am 22. Juni 2025 die Atomanlagen im Iran bombardiert, verkündete er: „Jetzt ist die Zeit für Frieden.“ Dazu forderte Trump am 18. Juni 2025 auf „Truth Social“ vom Iran „unconditional surrender“. (1) So drohte Trump mit weiteren Angriffen, die bisher ausblieben: „Wenn der Frieden nicht schnell kommt, werden wir die anderen Ziele mit Präzision, Schnelligkeit und Geschick angreifen, die meisten von ihnen können in wenigen Minuten ausgeschaltet werden.“ (2) Dazu ist es zunächst nicht gekommen, jedoch könnte Trump die am 28. Dezember 2025 aufgeflammten Proteste gegen die Lebensmittelpreise zum Anlass nehmen, „die Arbeit zu beenden“, obwohl eine Mehrheit der Amerikaner gegen einen erneuten „Golfkrieg“ ist.

- Das amerikanisch-iranische Verhältnis ist seit der „Revolution“ im Jahr 1979 ausgesprochen konfliktbeladen. Alle paar Jahre kommt es zu einem Aufstand bzw. zu einer amerikanisch-iranischen Konfrontation (…, 2019, 2020, 2022, 2024, 2025, 2026). Trump gilt als ein unkonventioneller Politiker, der solche Endloskonflikte gerne einem Ende zu führen würde.

- Der Iran mit seinen Proxies gilt in der Region als „Störenfried“ und Trump möchte die Region – schon aus wirtschaftlichen Gründen – befrieden.

- Die Brutalität der iranischen Counterinsurgency-Taktik mit ihren „shoot-to-kill“-Einsätzen der Scharfschützen (iran.: tak tirandaz).

- Der Umfang und die Zusammenstellung des U.S. Truppenaufmarsches selbst sind sichtbares Zeichen der amerikanischen Kriegsabsichten.

Die Joint Chiefs of Staff (JCS) unter Führung von General John Daniel „Dan“ Caine haben Trump mehrere Optionen für das „Design“ eines Militärschlages vorgelegt. Anders als im Juni 2025 gilt der Angriff nicht allein dem gegnerischen Atompotential, sondern zielt auf die Spitzen und Säulen des herrschenden Regimes. Trump muss nun entscheiden, ob er Ali Chamenei killen oder gefangen nehmen will. Letzteres würde dazu führen würde, dass die „Quds Brigade“, die schlagkräftige Auslandsabteilung der Pasdaran (vollständiger Name: Sepāh-e Pāsdārān-e Enqelāb-e Eslāmī), durch Geiselnahmen und Terroranschläge seine Freilassung einfordern würde. Trump schwebt eine Operation im Stil der Maduro-Entführung in Venezuela vor: Die Task Force 160 „Night Stalker“ fliegt bis nach Teheran, setzt die „Delta Force“ ab, die mit ihren Ultraschall-/Mikrowellenwaffen die Bodyguards grillt, um dann die Zielperson quasi widerstandslos zu kidnappen.

Der Hauptstoß der bisherigen Planung scheint sich auf die Pasdaran zu fokussieren. Aber Trump hat von seinen Generälen eine Kriegsplanung verlangt, die anscheinend breiter angelegt und mehr „decisive“ ist. (3) Angesichts des iranischen Militärpotentials, insbesondere der Raketenstreitmacht und der Fähigkeit zu einer Untergrundkriegführung muss Trump eine Destabilisierung der gesamten Region mit entsprechenden politischen und wirtschaftlichen Folgen befürchten. Wie im Juni 2025 würden die Iraner die U.S. Basen und weitere U.S. Objekte, wie das „Sheraton“-Hotel in Doha, wo die hohen U.S. Offiziere vom Fliegerhorst Al-Udeid vornehm logieren, angreifen. Insgesamt verfügt CENTCOM über schätzungsweise mindestens 63 Stützpunkte in der Region. (4)

Während Vizepräsident James David Vance und CIA-Direktor John Ratcliffe zu den „Falken“ gehören, raten die Stabschefin im Weißen Haus Susan „Susie“ Wiles und der Präsidentenberater Steven Charles „Steve“ Witkoff zur Mäßigung. Innerhalb des Department of War ist der frühere CIA-Analyst Michael P. DiMino IV seit Januar 2025 als Deputy „Assistant Secretary of War for the Middle East“ für die Ausrichtung der Nahost-Politik zuständig. Die Position des „Assistant Secretary of State for Near Eastern Affairs“ im U.S. Außenministerium ist derzeit vakant. Innerhalb des State Department ist insbesondere das Bureau of Near Eastern Affairs (NEA) zuständig. Dieses wurde bis zum 1. Dezember 2025 von Mora Namdar als „Senior Bureau Official“ geleitet. Nachfolger wurde Robert J. Palladino. (5)

Über die Regierungsberatungen berichtete die „Washington Post“ am 17. Januar 2026:

„The president came face to face with the unpredictability of potentially destabilizing another Middle Eastern country and the limitations of even the vast American military machine, several of them said. Having deployed an aircraft carrier strike group and an accompanying armada to the Caribbean on Trump’s orders, Pentagon officials worried that there was less U.S. firepower in the Middle East than would be ideal to repulse what was expected to be a major Iranian counterstrike. (…)

Trump was given presentations by the Defense Department and U.S. intelligence agencies of his available attack options. But he determined that the benefit was not there and that the consequences were too great, an individual close to the Trump administration said.

“Would a strike have resulted in regime change? The answer is clearly ‘no,’” this individual said. “The negative impact of any attack outweighed any benefit in terms of punishing the regime. And I mean, at the end of the day it’s a cost-benefit analysis.” (…)

The diplomatic lobbying encouraged Trump to stand down, according to a Saudi diplomat, two European officials and an individual briefed on the matter.

At the Pentagon on Wednesday, aides to senior leaders were prepared to stay late into the night in anticipation of U.S. strikes. Around 3:30 p.m., they got word they could go home as normal. (…)

The president will have another opportunity to sign off on strikes against Iran in the next two to three weeks, when U.S. assets headed toward the region will be in place, helping allay Israel’s concerns about its own protection, officials said.

The threat level is not expected to subside soon: The U.S. military’s Central Command has been directed to plan staffing for 24/7 high-level support “for the next month,” a person monitoring the situation told The Washington Post.” (6)

Die Behauptung Trumps, er hätte Anfang Januar 2026 – wie schon am 20. Juni 2019 - einen Luftangriff abgesagt, weil ihm die iranische Justiz zugesagt hätte, dass keine Hinrichtungen vorgenommen werden würden, wurde von iranischer Seite zurückgewiesen. Generalstaatsanwalt Mohammad Movahedi erklärte in Teheran: „Diese Behauptung ist völlig falsch; eine solche Zahl existiert nicht, noch hat die Justiz eine solche Entscheidung getroffen. (…) Wir haben eine Gewaltenteilung, die Zuständigkeiten jeder Institution sind klar definiert, und wir nehmen unter keinen Umständen Anweisungen von ausländischen Mächten entgegen.“ Unklar blieb, ob unter den schätzungsweise 28.000 Gefangenen des Aufstandes Hinrichtungen stattfinden oder nicht. (7)

Nach dem (vorrübergehenden) Abflauen der Proteste stellt sich die Frage, ob sich die Massen von Demonstranten als Guerillabewegung reinstitutionalisieren, um die Repräsentanten des islamistischen Regimes zu meucheln.

Derweil versucht ex-„Prinz“ Reza Pahlavi sich zum Oppositionsführer aufzuspielen, obwohl er seit 1978 in Maryland (USA) im Exil lebt. Sein Vater, Schahanschah Mohammad Reza Pahlavi, kam 1941 an die Macht und etablierte im Iran mit Hilfe der Briten und Amerikaner ein autoritäres, grausames Regime, das seine Gegner auch im Ausland verfolgte. Unvergessen ist, was am 2. Juni 1967 in Berlin geschah. Nun bezeichnete sich der frühere Prinz als „Agent des Wandels“. Er versucht seit Juni 2025 die Soldaten der regulären Streitkräfte (iran.: „Artesch“) aufzustacheln. (8) In der ARD-„Tagesschau“ vom 23. Januar 2026 sprach er von einem „vollständigen Krieg“. Und: „Ich nenne das nicht mehr Protest, es ist eine richtige Revolution einer Nation, die 46 Jahre religiöser Diktatur und Tyrannei satthat. (…) Wir sind alle entschlossen, unser Land zu befreien, und wir hoffen nur, dass die freie Welt uns zur Hilfe kommt." (9)

Unklar ist, was er damit genau meint. Schon angesichts der israelischen Angriffe im Juni 2025 kam es zu einer erhöhten Zahl von Desertationen innerhalb der Streitkräfte, so dass dieser Appell seine Wirkung nicht verfehlen wird. (10) Die Frage ist allerdings, ob nur eine Selbstauflösung der Streitkräfte gemeint ist oder eine Aufforderung zu einem aktiven Putsch. Außerdem stellt sich die Frage, ob es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den regulären Streitkräften und den islamistischen Pasdaran und ihren Milizen kommt, die vom Regime als Gegengewicht zu den Streitkräften aufgebaut wurden. Angesichts der Aufmerksamkeit der iranischen Sicherheitsdienste „Vezarat-e Ettela'at Jomhuri-ye Eslami-ye Iran“ (VAJA) (früh. Bez.: SAWAMA und VEVAK) ist jedes illoyale Vorpreschen ein gewagtes Unternehmen. Der Sicherheitsdienst der Pasdaran warnte am 9. Januar 2026, ”defiance, desertion, or disobedience” hätten “trial and decisive action” zur Folge. (11)

Da nur in begrenztem Umfang Bodentruppen zur Verfügung stehen, ist an eine Besatzung des Iran nicht gedacht. Vielmehr plant man einen Luftkrieg der Heeresflieger, der Luftwaffe und der Marineflieger, die von landgestützten Fliegerhorsten und von den ein/zwei Flugzeugträgern aus angreifen. Neben Defensiveinsätzen zur Abwehr iranischer Flugkörper sind offensive Bodenangriffe gegen die iranischen Sicherheitsorgane und die Rüstungsindustrie geplant. Sondereinheiten des Heeres werden versuchen, durch Liquidierung der Repräsentanten des Regimes einen Machtwechsel herbei zu führen. Unklar bleibt, in welchem Umfang die Wühlarbeit der CIA innerhalb der Streitkräfte und Pasdaran erfolgreich war und ist. Ein amerikanischer Truppenaufmarsch bloß zur Abschreckung und Zersetzung des iranischen Regimes macht bestenfalls langfristig Sinn, allerdings könnte bis dahin die Situation angesichts der immer prekärer werdenden Versorgungslage im Iran völlig außer Kontrolle geraten. Der Internet-Ausfall hat der Mobilisierung der Protestbewegung sehr geschadet, aber er schädigt auch die Wirtschaft. Irgendwann müssen die Mullahs das Internet wieder in Betrieb setzen. Außerdem hat das Regime zur Lösung der durch den Klimawandel verursachten, beständig fortschreitenden Dürre keinerlei nationalen Kapazitäten. Hier droht unaufhaltsam ein sogenannter „green war“.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu hat am 14. Januar in einem Telefonat mit Trump diesem von einem Militärangriff zum jetzigen Zeitpunkt abgeraten. Die Israelis fürchten das erratische Verhalten von Trump, außerdem scheint das Raketen-Abwehrarsenal ihres IRON DOME-Systems nach dem Verbrauch im Juni 2025 z. Zt. noch nicht hinreichend zu sein. Während der Iran im Juni 2025 500 Raketen bzw. Drohnen eingesetzt hat, rechnet man mit einem iranischen Gegenangriff in der Größenordnung von 700 + x Flugkörpern.

Ein iranischer Regierungsvertreter drohte am 24. Januar, sie würden gegebenenfalls „einen Krieg mit allen Mitteln führen“. Mahmud Moradkhani, ein Neffe des „Revolutionsführers“ Ali Chamenei, der heute im Exil in Frankreich lebt, erklärte:

„Ich glaube nicht, dass er aufgibt. Ali Khamenei gehört zu den Diktatoren wie Ceausescu, die bis zur letzten Minute bleiben. Sie werden an ihre Wahrheit glauben, an ihre Worte. Sie können nichts anderes akzeptieren und sie werden bis zum letzten Blutstropfen Widerstand leisten." (12)

Schon Mitte Juli 2025 hatte Ayatollah Mansour Emami, Direktor der Da’wah-Organisation für die Provinz West-Aserbaidschan, auf Trump ein Kopfgeld von 100 Milliarden Toman ausgesetzt. Trump sei ein „Mohareb“ (dt.: „Kämpfender gegen Gott“). (13) Nun drohte der Pressesprecher des iranischen Militärs General Abolfazi Shekarchi: „Trump weiß, dass wir nicht nur jede Hand der Aggression abschlagen, die sich nach unserem Führer ausstreckt, sondern dass wir auch ihre Welt in Brand setzen werden.“ (14)

Mohsen Rezaei Mirgha'id, ex-General der Pasdaran und heute Mitglied des „Schlichtungsrates“ (iran.: Madschma-e Taschchis-e Maslehāt-e Nezām), drohte Trump: „Wir werden ihm die Hand und den Finger abhacken.“ (15)

Nuklearaspekt

Der präpotente U. S. Präsident erklärte nach den iranischen Morddrohungen gegen ihn:

„Wenn irgendetwas passiert, wird das ganze Land in die Luft gesprengt. (…) Ich habe sehr klare Anweisungen gegeben – sollte irgendetwas passieren, werden wir sie vom Erdboden tilgen. (16)

Im Original:

“Well, they shouldn’t be doing it, but I’ve left notification that anything ever happens, we’re going to blow them up. The whole country is going to get blown up. (…) I would absolutely hit them so hard, but I have very firm instructions anything happens, they’re going to wipe them off the face of this earth.” (17)

Angesichts der Tatsache, dass der Iran 4,6-mal so groß ist wie die BRD und 8 Millionen Einwohner mehr hat, ist dies schon eine destruktive Herausforderung. Was Präsident Trump damit genau gemeint hat, bleibt unklar. Vielleicht meint er damit, dass er im Rahmen der amerikanischen „nuclear release procedures“ den amtierenden Kommandeur des CENTCOMs bzw. den Kommandeur des Air Combat Commands (ACC), General Adrian L. Spain (Amtszeit: seit August 2025), frühzeitig mit einer „nuclear pre-delegation“ ausgestattet. Dies wäre eine überzogene Reaktion, da eine solche Prädelegation bisher nur erfolgte, wenn die Überlebenswahrscheinlichkeit des eigenen Nuklearpotentials gefährdet sein könnte, wie im Fall der früheren FURTHERANCE-Regelung für den europäischen Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) der NATO, aber eine solche Bedrohungslage liegt hier nicht vor. Dennoch: Seit 1999 befinden sich Ziele im Iran auf der nuklearen National Target Base (NTB) des Joint Strategic Targeting Planning Staff (JSTPS). So bleibt letztendlich offen, welche Nero-Gewaltphantasien dem Militärbanausen in Washington, der nie als Soldat gedient hat, vorschweben.

Aber vermutlich ist Trump zur „Führung“ eines Atomkrieges nicht in der Lage: Anfang 2016 debattierte Trump mit Experten über Atomwaffen. In dem privaten Gespräch fragte Trump dreimal: „Wenn wir atomare Waffen haben, warum können wir sie dann nicht einsetzen?“ Dass der Besitz und der Einsatz von Atomwaffen im Zeitalter der Abschreckung zwei völlig unterschiedliche Dimensionen sind, war ihm offensichtlich nicht klar. (18) Außerdem konnte er im Dezember 2016 die Frage eines Radioreporters, welche der drei Säulen der nuklearen Triade er bevorzugt ausbauen will, nicht beantworten. Offensichtich wusste er nicht, was die „nukleare Triade“ (= Bomber, Interkontinentalraketen und strategische Atom-U-Boote) überhaupt ist und schwafelte: „For me, nuclear, the power, the devastation, is very important to me.” (19) Nicht zuletzt behauptete er vor seiner versammelten Admiralität am 30. September 2016 in Quantico, die Russen könnten die amerikanischen Atom-U-Boote nicht orten und stellte damit die russischen Zweitschlagsfähigkeit (engl.: second strike capability) in Frage, die für das „strategische Gleichgewicht“ so entscheidend ist.

Dr. Bruce Gentry Blair vom „Woodrow Wilson School of Public and International Affairs“ der Universität Princeton, einer der wichtigsten zivilen Experten für atomare Führungssysteme, zeigte sich angesichts des Amtsantritts von Donald Trump 2017 äußerst besorgt. In einem Interview mit dem „Spiegel“ erklärte er:

„Trumps Finger auf dem Atomkoffer macht mir Angst. Ich habe keinerlei Vertrauen in Trumps Urteilskraft, was Krieg und Frieden angeht. Er ist impulsiv. Er ist aggressiv, schlecht oder falsch informiert. Er weiß praktisch nichts über Atomwaffen oder internationale Beziehungen. Er ist ein Hitzkopf. Er denkt nicht. Er will nicht lernen. Und ganz wichtig: Er hat gezeigt, dass er die Welt in Gewinner und Verlierer einteilt. Ganz ehrlich: Ich lebe in Angst. Ich fürchte, irgendwann trifft Trump eine schlechte Entscheidung, was Atomwaffen angeht. (…)

In der Nuklearfrage gibt es ein klar geregeltes Prozedere. Es ist dazu entworfen worden, im Zweifel schnell und effizient reagieren zu können. Es ist unglaublich: Der Präsident hat eine Entscheidungsmacht, die die Zivilisation beenden kann. Vollkommen ohne Hürden. (…)

Er hält nichts von Diplomatie. Er eskaliert Situationen gerne.“ (20)

Auch der Militärspitze im Pentagon bereitet die nicht existente Kompetenz des Commander-in-Chief (CinC) im besonderen Maße Sorgen. Nach einer Besprechung im Oval Office, bei der es eigentlich um Migrationspolitik ging, urteilte der damalige Stabschef im Weißen Haus General a. D. John Francis Kelly: „Ich habe Männer im Kampf befehligt, und ich habe niemals einen solchen Scheiß ertragen müssen. (…) Wenn wir eine wirkliche Krise haben, wie am 11. September, wie kommen wir damit zurecht, wie er entscheidet.“ Daraufhin sagte Außenminister Michael Richard „Mike“ Pompeo (Amtszeit als CIA-Direktor: 23.1.2017 – 26.4.2018, danach Außenminister bis 20.1.2021) zum damaligen U.S.-Sicherheitsberater John Bolton: „Mattis ist dauernd in Übersee, der Vizepräsident spricht in Mississippi über Religionsfreiheit, und das Einzige, woran Mnuchin (Steven Terner „Steve“ Mnuchin, damaliger Finanzminister, G. P.) denkt, ist, seinen Arsch zu retten. Dann bleiben nur Sie und ich übrig. (…) Aber am Ende könnte das Ganze die Donald-, Ivanka- und Jared-Show werden.“ (21)

Und William „Bob“ Woodward berichtete, dass Trump während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus einen „Nervenzusammenbruch“ erlitt: „Hochrangige Beamte entfernten Dokumente von seinem Schreibtisch, damit Trump keine Maßnahmen einleiten konnte, die das Land in tiefe wirtschaftliche oder sicherheitspolitische Krisen gestürzt hätten.“ (22)

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Beim CAOC auf dem Fliegerhorst Al Udeid (Qatar) sind Elemente des 4th Battlefield Coordination Detachment (4th BCD) stationiert, die dort Verbindungsfunktionen zwischen Army and Air Force ausüben.

In Jordanien ist eine Area Support Group disloziert. (23)

In Kuwait ist eine Area Support Group disloziert. (24)

In Camp Lemonnier in Djibouti ist die Combined Joint Task Force - Horn of Africa (CJTF-HOA) disloziert.

Demnächst werden zwanzig Soldaten der 105th Personel Company der Tennessee Army National Guard in Nashville nach Kuwait entsandt. Sie werden dort im Rahmen der Operation SPARTAN SHIELD eingesetzt.

Mitte Januar 2026 wurde im Bereich CENTCOM ein brandneues System zur Drohnenabwehr (Counter – Unmanned Aircraft Systems – C-AUS) eingeführt. Es handelt sich um das Electronic Advanced Ground Launcher System (EAGLS). Dieses verschießt lasergelenkte 70-mm Feldraketen vom Typ APKWS II, die mit einem Advanced Precision Kill System bestückt sind. Das System ist auf einem kleinen Geländewagen installiert. Es wurde Anfang Dezember 2025 bei einem Manöver in Kuwait erprobt und wird nun erstmals operativ eingesetzt. Über den Ort der Stationierung machte das Department of War keine Angaben.

Im Januar 2026 begannen Soldaten der 380th Expeditionary Logistics Readiness Squadron nur der Wartung und Instandsetzung der vor Ort eingesetzten Feldraketenwerfer HIMARS.

Nach amtlichen Angaben wurden alle U.S. Soldaten im Januar aus dem Irak abgezogen. Allerdings kam es zu Kämpfen zwischen der neue Armee Syriens und der kurdischen Syrian Defense Force (SDF) im Raum Aleppo. Während die Kurden im Kampf gegen den IS bisher von den USA unterstützt wurden, unterstützt die U.S. Regierung nun die neue syrische Regierung gegen die Kurden, was von Letzteren als Verrat empfunden wird. Eine Folge davon ist, dass die Bewachung der IS-Gefangenenlager (z. B. al-Hol) nicht mehr hinreichend gegeben ist. Daraufhin haben die USA ab dem 21. Januar damit begonnen, 7.000 gefangene Terroristen des IS von Syrien in den Irak zu verlegen. (25) Es ist hier nicht bekannt, welche amerikanischen Kräfte angesichts des vollständigen Abzugs der GIs als Bewachung eingesetzt werden.

Mit der veränderten politischen Lage in Syrien hat Trump - wie schon Ende 2018 / Anfang 2019 - die Absicht, alle U.S. Truppen aus dem Land abzuziehen. (26)

Entgegen dem Trend wurden mehrere Einheiten der Army National Guard (so die 17th Sustainment Brigade der Army National Guard in Nevada als Teil der Task Force Warrior) abgezogen. Über einen rotativen Ersatz wurde nichts berichtet.

Mitte Februar könnte der Truppenaufmarsch vollständig sein. Bis dahin begnügt sich das U.S. Regime mit Sanktionen gegen das Atomprogramm und die Rüstungsindustrie, gegen Unternehmen und Einzelpersonen. (27)

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die vor Ort dislozierten Luftwaffenverbände sind in der 9th Air Force mit Hauptquartier auf der al Udeid AB in Qatar zusammengefasst.

Das Combined Air Operations Center (CAOC) auf der al Udeid AB wird seit dem 1. März 2008 vom 609th Air Operations Center betrieben.

Das 380th Air Expeditionary Wing (380th AEW) hat ihr Hauptquartier auf der al Dhafra AB in den Vereinigten Arabische Emiraten.

Dazu heißt es bei „Wikipedia“:

“About 1,200 active duty military members, Reserve, and Air National Guard personnel make up the Wing. Aircraft assigned: McDonnell Douglas KC-10A Extenders, Lockheed U-2 Dragon Ladies, Boeing E-3 Sentry (AWACS) and Northrop Grumman RQ-4 Global Hawk. Its mission is aerial refueling and reconnaissance.“ (28)

In einer Pressemitteilung des CENTAF heißt es zu dessen Aufgabenbereich:

„The wing's mission is to conduct combat operations, directed by the President in support of Operations Inherent Resolve, Spartan Shield, Enduring Sentinel, Prosperity Guardian and Poseidon Archer, to protect national interests in U.S. Central Command's 21-country area of responsibility. The wing maintains unmanned aerial vehicle aircraft in order to provide combat air power, in joint and combined aerospace operations with Army, Marine Corps, Navy and Coalition forces.“ (29)

Am 17./18. Januar 2026 verlegte die USAFE zwei Staffeln mit jeweils zwölf F-15E STRIKE EAGLE des 48th Fighter Wing von der RAF Lakenheath (Vereinigte Königreich) zur Muwaffaq Salti Air Base in Azraq (Jordanien). Es handelt sich um die 492nd Fighter Squadron „The Madhatters“ (492nd FS) und die die 494th Expeditionary Fighter Squadron „Panthers“ (494th EFS). Eine Maschine musste – wohl wegen technischer Probleme – auf dem Zivilflughafen „Ioannis Daskalogiannis“ bei Chania auf Kreta (Griechenland) zwischenlanden. (30) So befinden sich jetzt insgesamt drei Staffeln mit F-15E auf dem jordanischen Fliegerhorst. Während des Überführungsfluges wurden die Jagdbomber durch vier KC-135 des 100th Air Refueling Wing „Bloody Hundreth“ (100th ARW), das auf der RAF Mildenhall (UK) untergebracht ist, in der Luft aufgetankt. Damit hat die U.S. Air Force nun anscheinend vier F-15-Staffeln im gesamten Nahen Osten disloziert: F-15E STRIKE EAGLE des 366th Fighter Wing von der Mountain Home AFB (Idaho), F-15E von der Seymour Johnson AFB (4th Fighter Wing oder 944th Fighter Wing) aus Goldsboro (North Carolina) und die beiden Staffel des 48th Fighter Wing aus Lakenheath. Die F-15 kann als Jagdbomber zur Bekämpfung von Bodenzielen eingesetzt werden oder mit ihren Jagdraketen AIM-9 SIDEWINDER und AIM-120 AMRAAM zur Drohnenabwehr.

Zur Zeit ist die 555th Expeditionary Fighter Squadron (555th EFS) von der Aviano AB (Italien) mit ihren F-16C FIGHTING FALCON im Bereich CENTCOM disloziert und nimmt dort an dem Manöver „Blue Sands 26.1“ teil. (31) Ein Staffel mit F-16 FIGHTING FALCON ist auf der Prince Sultan Air Base (PSAB) in Saudi-Arabien stationiert.

Die Erdkampfunterstützungsflugzeuge A-10C THUNDERBOLT II sind auf der Muwaffaq Salti AB in Jordanien disloziert.

Die Zahl der Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER auf dem Fliegerhorst al Udeid in Qatar hat sich zeitweise auf rund 20 Maschinen erhöht. (32)

Januar 2026 hat die U.S. Air Force damit begonnen, weitere Einheiten mit PATRIOT PAC 3 und THAAD in den Nahen Osten zu verlegen, um ihr Raketenabwehrpotential zu erhöhen. (33)

Der Fliegerhorst auf Diego Garcia wird derzeit anscheinend genutzt von SIGINT-Aufklärungsflugzeugen RC-135V RIVET JOINT und Aufklärungsdrohnen RQ-4 GLOBAL HAWK. Mehrere Transportflugzeuge C-17A GLOBEMASTER III brachten im Januar Militärmaterial.

Das Detachment 3 der 294th Quatermaster Company (294th QM DET 3) aus Camp Marpry bei Austin (Texas) war im Dezember 2025 im Nahen Osten disloziert, um dort einen Ausbildungskurs zur Verpackung von Lastenfallschirmen abzuhalten. (34)

Das 655th Quatermaster Detachment (Petroleum) des 1st Theater Sustainment Command der Army National Guard aus Red Rock (Arizona) wird ebenfalls an den Golf verlegt. (35)

Ergänzt wird der Aufmarsch an Personal und Einheiten durch zahlreiche Frachtflüge mittels der schweren Transportflugzeuge vom Typ C-17A. Zielflughäfen waren u. a. die Muwaffaq Salti Air Base in Azraq (Jordanien), Camp Thunder Cove auf Diego Garcia und die Balad AB (Irak). In Balad landete am 17. Januar eine C-17A, vermutlich um das letzte U.S. Material aus dem Irak abzuholen. Über den zivilen Flughafen in Amman (Jordanien) wird mittels C-17A GLOBEMASTER III ebenfalls Militärmaterial eingeflogen.

So starteten zahlreiche Transporter dieses Typs von der Ramstein AB: 16. Januar (2 Abflüge), 17. Januar (3x), 18. Januar (2x), 19. Januar (5x), 20. Januar (4x), etc..

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Die schwimmenden Einheiten sind in der U.S. Naval Forces Central Command/U.S. 5th Fleet (NAVCENT/C5F) zusammengefasst. Es handelt sich derzeit um insgesamt fünf Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse, darunter DDG 80 USS ROOSEVELT, der mittlerweile ins östliche Mittelmeer verlegt wurde, und drei Küstenschutzschiffe der INDEPENDENCE-Klasse mit Stützpunkt in Manama (Bahrain).

Am 22. Januar prahlte Trump an Bord der „Air Force One“ mit einem maritimen Aufmarsch:

"You know, we have a lot of ships going in that direction, just in case. (…) We have a big flotilla heading in that direction, and we'll see what happens. (…) We have a big force going toward Iran. I'd rather not see anything happen. (…) We have an armada. We have a massive fleet heading in that direction, and maybe we won't have to use it. We'll see." (36)

Es mehren sich die Meldungen, wonach der Flugzeugträger CVN 77 USS H.W. BUSH mit seinem Carrier Air Wing 7 (CAW-7) ins Mittelmeer verlegt werden soll. (37) Nachdem der Träger am 13. Januar 2026 seinen Heimathafen Norfolk verlassen hat, schippert das Schiff nun im Westatlantik herum, um seine Überprüfungen zur Fleet Replacement Squadron Carrier Qualifications (FRS-CQ) zu absolvieren. Dabei werden die Start- und Landefähigkeiten der Piloten für den Dienst an Bord von Flugzeugträgern getestet und trainiert, während das Schiff seine Fahrt zu seinem Zielgebiet fortsetzt. Im Februar 2026 könnte das Schiff nach erneuter Zertifizierung für einsatzfähig erklärt werden.

Zur Zeit ist noch nicht bekannt, welche Schiffe zu seiner Carrier Strike Group (CSG) gehören werden. Mit der Verlegung von USS LINCOLN und USS BUSH hätten die U.S. Streitkräfte zwei Flugzeugträgergruppen im Bereich des Nahen Ostens disloziert, dies entspricht der Zahl an Flugzeugträger, mit der die USA i. d. R. ihre Angriffe in der Region starten.

Eines der vier strategischen SSGN-Atom-U-Boote der OHIO-Klasse (SSGN 726 USS OHIO, SSGN 727 USS MICHIGAN, SSGN 728 FLORIDA oder SSGN 729 USS GEORGIA unter ihrem Kapitän Brad Bozin) befindet sich auf Patrouillenfahrt im Arabischen Golf. Eine solche Unterwasserfahrt kann zwei Jahre dauern. Diese U-Boot-Klasse ist mit jeweils maximal 154 Marschflugkörpern UGM-109 TOMAHAWK ausgerüstet und besitzt damit eine enorme Feuerkraft.

Welches U-Boot in den Arabischen Golf verlegt wurde, ist nicht bekannt: Die USS OHIO operierte zuletzt im September 2025 im Südchinesischen Meer und soll noch in diesem Jahr im Rahmen des Ship-Submarine Recycling Program (SRP) ausgemustert werden. Die USS MICHIGAN operiert i. d. R. im Südchinesischen Meer. Die USS FLORIDA operierte – soweit bekannt - zuletzt im Herbst 2023 im Arabischen Golf, sie soll ebenfalls noch 2026 ausgemustert werden. Die USS GEORGIA war im Juni 2025 an der Operation MIDNIGHT HAMMER beteiligt und feuerte mehrere Marschflugkörper auf die iranischen Atomanlagen ab.

Hinzu kommt mindestens ein Jagd-U-Boot der VIRGINIA-Klasse mit Nuklearantrieb. (38)

Auf dem Fliegerhorst Al Dhafra in Abu Dhabi sind drei HALE-Aufklärungsdrohnen MQ-4C TRITON der U.S. Navy disloziert.

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

Das Kommando hat eine vorgeschobene Kommandozentrale in al Udeid in Qatar: SOCCENT FORWARD (SOCCENT FWD). Kommandeur von SOCCENT ist seit dem 28. Oktober 2025 Generalmajor Darsie D. Rogers.

Über eine Verlegung von Sonderkommandos in den Nahen Osten wurde bisher nichts vermeldet, dies ist aber wahrscheinlich.

Central Intelligence Agency

Von 2017 bis Oktober 2021 betrieb die CIA ein „Iran Mission Center“, das vom „Prince of Darkness“ alias Michael D´Andrea geleitet wurde, um ihre Planungen und Einsätze zu koordinieren. (39) Im Jahr 2021 wurde es aufgelöst und re-integriert in das „Near East Mission Center“ (früh. Bez.: „Near East and South Asia Division“).

Nach einer Exklusivmeldung hat die CIA mit dem türkischen Geheimdienst Millî İstihbarat Teşkilâtı (MIT) Anfang Dezember 2025 vereinbart, in Nordzypern eine Geheimbasis zu errichten, um den Nahen Osten zu überwachen. Dabei setzt die CIA Flugzeuge auf Basis der C-130 HERCULES ein. (40)

National Security Agency

Für die SIGINT-Überwachung durch die National Security Agency (NSA) sind immer noch deren Basen in der BRD zuständig, insbesondere das „European Technical Center“ (ETC) (Codename: GODLIKELESION) in der „Storage Station“ in Mainz-Kastel (Ludwig-Wolker-Straße 10), einem Stadtteil von Wiesbaden. Dieses fungiert als "primary communications hub". (41)

US-Verbündete

Die israelischen Streitkräfte („Zahal“) wurde in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. (42)

Außerdem verlegte die britische Royal Air Force (RAF) die Staffel „UK-Qatar Joint Squadron 12“ mit zwölf TYPHOON (= EUROFIGHTER) in den Nahen Osten. Jeweils vier Maschinen wurden in al Udeid (Qatar), Saudi-Arabien und Akrotiri (Zypern) positioniert. (43)

Die Briten setzen außerdem Aufklärungsdrohnen ein, so überflog eine PROTECTOR GR Mk1, die britische Variante der amerikanischen MQ-9B SKY GUARDIAN, am 16. Januar 2026 den jordanischen Luftstützpunkt Muwaffaq Salti AB. (44)

Mehrere zivile Fluggesellschaften haben ab dem 24. Januar ihre Flüge in den Nahen Osten ausgesetzt bzw. ausschließlich auf Tagesflüge reduziert: „Air Canada“, „Air France“, „KLM“, „Lufthansa“, „Swiss“, „United Airlines“. (45)

Gegenüber seinem damaligen Sicherheitsberater John Robert Bolton (Amtszeit: 9.4.2018 - 10.9.2019) prahlte Trump: „Sie denken, ich bin nicht tough – ich bin tough. (…) Ich bin tougher, als Sie denken, tougher als Sie. Irgendwann merken Sie das vielleicht.“ (46) Na dann!

Quellen:

(1) https://www.n-tv.de/politik/US-Angriffe-gegen-Iran-moeglich-Trump-buegelt-
eigene-Geheimdienste-ab-und-sagt-seiner-Basis-ein-Basta-article25840904.html

(2) https://www.spiegel.de/ausland/israel-iran-krieg-usa-greifen-drei-ziele-in-iran-
an-alles-wichtige-im-ueberblick-a-5efd7c64-45ee-46b4-81b5-fd91e6af5708

(3) https://www.jns.org/inside-the-us-militarys-massive-buildup-ahead-of-possible-
iran-strike/

(4) https://www.merkur.de/politik/back-at-us-how-iran-could-strike-zr-94130917.htm/

(5) https://www.state.gov/leadership-bureau-of-near-eastern-affairs

(6) https://www.washingtonpost.com/national-security/2026/01/17/inside-trump-
iran-decision-attack/

(7) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/iran-weist-trumps-
hinrichtungs-behauptung-zurueck-69740b37707d4aa20757f70c

(8) https://www.iranintl.com/en/202507150372

(9) https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Kraeftemessen-Iran-und-USA-Trump-
schickt-Flugzeugtraeger-id30248971.html

(10) https://www.iranintl.com/en/202506243288

(11) https://www.fdd.org/analysis/2026/01/12/tehran-regime-fears-
defections-as-irans-nationwide-movement-defies-containment/

(12) https://de.euronews.com/2026/01/22/exklusiv-iran-ali-khameni-neffe

(13) https://de.nachrichten.yahoo.com/kopfgeld-ausgesetzt-iranischer-geistlicher-
verspricht-111448425.html?guccounter=1

(14) https://www.fr.de/politik/iran-richtet-duestere-drohung-an-donald-trump-wir-
werden-ihre-welt-in-brand-setzen-zr-94133805.htm

(15) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/donald-trump-droht-dem-iran-riesige-flotte-unterwegs-6973171a984ba86eab23afa4

(16) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-droht-usa-
koennten-iran-ausloeschen-6970727c0e35312f4965416e

(17) https://edition.cnn.com/politics/live-news/trump-administration-news-01-20-26

(18) https://www.cnbc.com/2016/08/03/trump-asks-why-us-cant-use-nukes-
msnbcs-joe-scarborough-reports.html

(19) https://edition.cnn.com/2015/12/17/politics/nuclear-triad-donald-trump-marco-
rubio-gop-debate/

(20) https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-das-problem-mit-den-
nuklear-codes-a-1130828.html

(21) Bolton, John: Der Raum, in dem alles geschah – Aufzeichnungen des ehemaligen Sicherheitsberaters
im Weißen Haus, Berlin, 2020, S. 285f

(22) Woodward, Bob: Krieg, München, 2024, S. 418

(23) https://www.usarcent.army.mil/About/Units/ASGJordan/

(24) https://www.usarcent.army.mil/About/Units/ASGKuwait/

(25) https://www.n-tv.de/politik/US-Militaer-will-Tausende-IS-Haeftlinge-in-den-
Irak-verlegen-id30268505.htm

(26) https://english.news.cn/northamerica/20260123/dc051e25c0b044e59fc83e
017d252968/c.html

(27) https://www.sueddeutsche.de/politik/massenproteste-usa-oel-sanktionen-
wegen-vorgehen-gegen-protestler-im-iran-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-
260123-930-588992

(28) https://en.wikipedia.org/wiki/380th_Air_Expeditionary_Wing

(29) https://www.afcent.af.mil/Units/380th-Air-Expeditionary-Wing/Fact-
Sheets/Article/445043/380th-air-expeditionary-wing/

(30) https://theaviationist.com/2026/01/21/strike-eagles-deploy-to-the-middle-east/

(31) https://www.afcent.af.mil/News/Article/4381313/blue-sands-261-fortifies-
integrated-air-defense-and-c-uas-capabilities-across-a/

(32) https://www.fw-mag.com/shownews/875/the-us-reinforces-its-military-posture-
in-the-middle-east

(33) https://www.armyrecognition.com/news/army-news/2026/u-s-deploys-
additional-thaad-and-patriot-pac-3-air-defense-systems-to-middle-east-as-iran-tensions-rise

(34) https://www.afcent.af.mil/News/Article/4373084/soldiers-airmen-increase-
sustainment-mission-capabilities/

(35) https://www.usar.army.mil/News/News-Display/Article/4370747/no-bench-
players-655th-quartermaster-detachment-prepares-for-centcom-fuel-inspe/

(36) https://www.trtworld.com/article/5b4ede7f81f2

(37) https://www.forbes.com/sites/petersuciu/2026/01/21/is-another-united-
states-navy-supercarrier-heading-to-the-middle-east/

(38) https://www.fw-mag.com/shownews/875/the-us-reinforces-its-military-
posture-in-the-middle-east

(39) https://mronline.org/2019/06/18/have-you-heard-of-the-cias-iran-mission-center/

(40) https://www.intelligenceonline.com/middle-east-and-africa/2025/12/08/
cia-and-turkey-s-mit-planning-secret-air-base-to-monitor-the-middle-east,110572334-eve

(41) https://en.wikipedia.org/wiki/European_Technical_Center#:~:text=The%20European
%20Technical%20Center%20(ETC,primary%20communications%20hub%22%20
in%20Europe.

(42) https://www.juedische-allgemeine.de/israel/israelis-verwirrt-wegen-trumps-iran-reden/

(43) https://www.fw-mag.com/shownews/875/the-us-reinforces-its-military-
posture-in-the-middle-east

(44) https://theaviationist.com/2026/01/21/strike-eagles-deploy-to-the-middle-east/

(45) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101097748/iran-krise-
airlines-streichen-fluege-in-den-nahen-osten.html

(46) Haberman, Maggie: Täuschung - Der Aufstieg Donald Trumps und der Untergang Amerikas, München,
2022, S. 550

 


Update (31. Januar 2026):

Die Wirtschaftskrise im Iran verschärft sich weiter:

„Die Internetblockade schädigt auch die Wirtschaft. Auf 20,6 Millionen US-Dollar pro Tag schätzt Ali Hakim-Javadi von der halbstaatlichen Computer-Ingenieurs-Vereinigung den Verlust gegenüber einer iranischen Zeitung. Aus der Industrie- und Handelskammer heißt es, 400.000 Unternehmen seien akut in ihrer Existenz bedroht. Die iranische Währung Rial fiel am Dienstag erneut auf ein historisches Tief.“ (1)

Die U.S. Militärspitze erklärte am 24. Januar gegenüber den israelischen Militärs, dass Präsident Trump noch keine endgültige Entscheidung getroffen habe, aber sie sicherten ihren israelischen Kollegen zu, bis Samstag, den 31. Januar, werde der U.S. Truppenaufmarsch für einen potentiellen Angriff abgeschlossen sein. (2)

Nachdem der U.S. Präsident in diesem Monat den Iranern schon zweimal – wortbrüchig – versprochen hatte, Hilfe sei unterwegs, erklärte nun auch der einflussreiche, republikanische Senator Lindsey Graham am 28. Januar:

„Wenn Donald Trump dir etwas verspricht, wird er es einhalten. (…) An das iranische Volk: Präsident Trump steht hinter euch. Hilfe ist auf dem Weg. (…) Mehr werde ich nicht sagen. (…) An den Ajatollah und seine Clique: Ihr unterschätzt Donald Trump auf eigene Gefahr.“ (3)

Die Krise zerrt an den Nerven. Benjamin Weber, Feldherrngenie der ARD-„Tagesschau“, fragte sich am 28. Januar ungeduldig, „Planen die USA doch noch einen Militärschlag“. (4) Und auch Sebastian Fischer von "Spiegel Online" , der immerhin Politologie und Geschichte und Kommunikationswissenschaft und Journalistik studiert hatte, stellte sich am 31. Januar die Frage, „Droht ein neuer Krieg in Nahost“. Die „Lage am Morgen“ beschrieb er folgendermaßen: „Heute geht es um die verstärkte US-Militärpräsenz gegen Iran, die Pläne des Kanzlers für ein souveränes Europa und das tödliche Drama am Großglockner, Österreichs höchstem Berg.“ (5)

Tja, Eis und Schnee im Winter am Großglockner, da könnte man schon verzweifeln!!! Jedenfalls ist die Lageführung des „Spiegel“ – wieder einmal -  atemberaubend.

Jedenfalls: U.S. Außenminister Marco Rubio drohte am 28. Januar in einer Anhörung des Kongresses bei Gefahr eines iranischen Präventivschlages mit einem amerikanischen Präemptivschlag:

“On the issue of our presence in the region, here’s the baseline I want to set for everybody. (…) The baseline is this: we have 30,000 to 40,000 American troops stationed across eight or nine facilities in that region. All are within the reach…of an array of thousands of Iranian one-way UAVs and Iranian short-range ballistic missiles that threaten our troop presence.

We have to have enough force and power in the region just on a baseline to defend against the possibility that at some point, as a result of something, the Iranian regime decides to strike at our troop presence in the region. (…) The president always reserves the preemptive defensive option. In essence, if we have indications that, in fact, they’re going to attack our troops in the region, to defend our personnel in the region.

And so I think it’s wise and prudent to have a force posture within the region that could respond and potentially, not necessarily what’s going to happen, but if necessary, preemptively, prevent the attack against thousands of American servicemen and other facilities in the region and our allies.” (6)

Das  iranische Marinemanöver in der Straße von Hormuz könnten zum konkreten Kriegsanlass werden. Jedenfalls warnte die U.S. Seite:

„Die Vereinigten Staaten haben die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) angesichts der geplanten Übung gewarnt. „Jegliches unsicheres und unprofessionelles Verhalten in der Nähe von US-Streitkräften, regionalen Partnern oder Handelsschiffen erhöht das Risiko von Kollisionen, Eskalation und Destabilisierung.“ (7)

So berichtete die „Frankfurter Rundschau“ am Samstag, den 31. Januar:

„Dass das US-Militär zu einem möglichen Schlag gegen das Iran-Regime ausholen könnte, bestätigten am Freitag ebenfalls hochrangige Offiziere. Wie das Nachrichtenportal Drop Site News von mehreren Quellen erfuhr, soll ein wichtiger Verbündeter der USA im Nahen Osten bereits über einen möglichen Angriff informiert worden sein. Dieser könne noch an diesem Wochenende stattfinden – sofern Trump die entsprechende Entscheidung trifft.

„Hier geht es nicht um Atomwaffen oder das Raketenprogramm. Hier geht es um einen Regimewechsel“, wird ein ehemaliger hochrangiger US-Geheimdienstmitarbeiter zitiert, der arabische Regierungen berät und als informeller Berater der Trump-Regierung in Nahostfragen fungiert. Die Angriffsplanungen würden nicht nur nukleare und militärische Einrichtungen ins Visier nehmen, sondern auch die iranische Regierung selbst.“ (8)

Allerdings gilt der amerikanische Oberbefehlshaber aufgrund seiner erratischen Entscheidungen und seines Abenteurertums als wenig berechenbar. So hat er schon zweimal einen Angriff auf den Iran (2019 und 2026) angeordnet und den Befehl wieder kassiert:

"Entweder kommt es zu einem Deal zwischen Trump und dem Iran oder die US-Streitkräfte nehmen das Land ins Visier. Unklar ist jedoch, ob Trump seiner Ankündigung auch Taten folgen lassen wird. Der US-Präsident ist bekannt dafür, immer mal wieder zu Rückziehern zu neigen. Das Akronym TACO – Trump always chickens out (dt. Trump kneift immer) – ist vor allem unter US-Demokraten ein viel genutzter Begriff." (9)

Am Samstagnachmittag kam es im Iran zu mehreren Explosionen (u. a. Bandar Abbas, bei Teheran und möglicherweise Ahwas). Bei der Explosion in Bandar Abbas könnte es sich um einen Bombenanschlag auf Alireza Tangsiri, den Kommandeur der Marinestreitkrärfte der Revolutionsgarden, gehandelt haben. (10)

Derweil schreitet der Truppenaufmarsch auf den U.S. Basen in Nahost weiter voran. (Satellitenbilder: https://www.globaltimes.cn/page/202601/1354537.shtml)

Die iranischen Streitkräfte wurden am 31. Januar in höchste Alarmbereitschaft versetzt. (11)

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

-

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Am 22. Januar 2026 hatten die USA u. a. folgende Flugzeugtypen am Golf stationiert: F-15E (36 Stück), KC-135 (19x), KC-46 (1x) C-17 (5x), C-130 (5x).

Spezielle Flugzeuge: Vom 26. bis 28. Januar 2026 verlegte ein SIGINT-Aufklärungsflugzeug RC-135V RIVET JOINT (Serial: 64-14848) des 55th Wing von der Offutt Air Force Base (Nebraska) über die RAF Mildenhall (UK) nach al Udeid (Qatar). Die Maschine ist für „theater-level intelligence“ zuständig und wird das iranische Luftverteidigungssystem telemetrisch vermessen und die „Radar Order of Battle“ feststellen, um den eigenen (Jagd-)Bombern eine Penetration des iranischen Luftraums zu ermöglichen. (12)

Hinzu kommt eine TC-135 STRATOLIFTER, eine Trainingsversion der RC-135, die von der Offutt AB (Nebraska) kommend in al Udeid untergebracht wurde.

Am 25. Januar 2026 landete ein hochmodernes Störflugzeug vom Typ EA-37B COMPASS CALL auf dem Fliegerhorst Ramstein. Es ist mit dem EloKa-System SABER ausgerüstet. Es ist eines von fünf Flugzeugen der 43rd Electronic Combat Squadron auf der Offutt AFB in Nebraska. Es wird vermutet, dass das Flugzeug auf dem Weg in den Nahen Osten in Ramstein nur eine Zwischenlandung einlegte. (13) Nach Angaben von "The Aviationist" kehrte die Maschine allerdings in die USA zurück. (14)

Ein Fernmeldeverbindungsflugzeug vom Typ E-11A Battlefield Airborne Communications Node (BACN) (Seriennummer: 12-9506) wird Ende Januar/Anfang Februar in al Kharj (Saudi Arabien) oder al Udeid (Qatar) eintreffen. (15) Seine Funktion beschreibt „Wikipedia“ so:

“Because of its flexible deployment options and ability to operate at high altitudes, BACN can enable air and surface forces to overcome communications difficulties caused by mountains, other rough terrain, or distance. BACN provides critical information to all operational echelons and increases situational awareness by converging tactical and operational air and ground pictures. For example, an Army unit on the ground currently sees a different picture than an aircrew, but with BACN, both can see the same picture.” (16)

Möglicherweise dient das Flugzeug dazu, die Fernmeldeverbindungen zu den TRITON-Drohnen aufrechtzuerhalten, die in al Dhafra (VAE) disloziert wurden und derzeit über der "Straße von Hormus" patrouillieren. Durch diese Meerenge werden fast 30 Prozent des globalen Ölbedarfs transportiert.

Ende Januar verlegte eines von zwei vorhandenen Aufklärungsflugzeugen vom Typ WC-135R CONSTANT PHOENIX der 45th Reconnaissance Squadron der Offutt AFB (Nebraska) in den Nahen Osten. Bei der WC-135R handelt es sich um einen sogenannten „sniffer“. Das Flugzeug durchfliegt einen bestimmten Luftraum und sammelt über einen Sensor Luftproben ein, die dann auf eine radioaktive Kontamination untersucht werden. Dieses „Nuclear Detecting“ (NUDET) dient normalerweise der Überwachung des Atomtestabkommens und dem Umweltschutz. Dass das Flugzeug hier eingesetzt werden soll, muss überraschen. Der Grund ist einfach: Die USA planen offenbar einen so massiven und nachhaltigen Angriff auf die iranischen Atomanlagen, dass mit der Freisetzung der dort vorhandenen Radionuklide (Uran-235, Uran-238, Uranhexafluorid, etc.) gerechnet werden muss. Auch eine Zerstörung des israelischen Atomreaktors in Dimona durch einen iranischen Raketenbeschuss erscheint möglich. Dadurch kommt es zu einem regionalen, radioaktiven Fallout, der durch das Spezialflugzeug gemessen und lokalisiert werden soll. Die entsprechenden Daten dann an das Detachment 1 des Air Force Technical Applications Center (AFTAC) auf der Patrick Space Force Base (Florida). Eine entsprechende Erkenntnismeldung geht als „Operational Report“ mit der Kopfzeile „OPREP-3 PINNACLE BENT SPEAR Top Secret SCI“ direkt an den U.S. Präsidenten als Commander-in-Chief (CinC).

Gemäß der Bodentopographie bilden sich „hotspots“ erhöhter Strahlung, die die Gesundheit der lokalen Bevölkerung bedrohen wird. In den Wochen und Monaten nach dem Konflikt breitet sich der Fallout immer weiter aus, wobei seine Strahlungswerte stark abnehmen. Am Ende wären auch solch unterschiedlichen Länder wie die BRD, Russland oder Pakistan betroffen. Die hochsensiblen Sensoren der radiologischen Messstationen in diesen Ländern (z. B. die Messstation des Bundesamtes für Strahlenschutz auf dem Schauinsland im Schwarzwald) würden diese leichte Erhöhung der Strahlungswerte der natürlichen Hintergrundstrahlung registrieren, die Bevölkerung würde davon aber nichts mitbekommen.

Zwei Rettungsflugzeuge vom Typ HC-130J COMBAT KING II (u. a. die 18-5906) von der Patrick Space Force Base wurden am 27. Januar auf der Muwaffaq Salti AB (Jordanien) disloziert. Dabei machten sie eine Zwischenlandung auf der Base Naval in Rota (Spanien). Sie sollen abgeschossene Flugzeugbesatzungen aus dem Meer fischen.

Bomber: Im Kriegsfall könnten strategische Bomber B-1B LANCER des 7th Bomb Wing und der 77th Bomb Squadron (Dyess AFB, Texas), B-2A SPIRIT (509th Bomb Wing, Whiteman AFB, Missouri) oder B-52H STRATOFORTRESS (2nd Bomb Wing auf der Barksdale AFB in Louisiana und 5th Bomb Wing, Minot AFB in North Dakota) von ihren Bomberbasen in den USA im Direktflug Ziele im Iran angreifen.

Kampfflugzeuge: Auf dem Fliegerhorst al Udeid in Qatar wurden angeblich F-35 LIGHTNING II stationiert. (17) Der Flugzeugbestand wurde Ende Januar um 6 Kampfflugzeuge F-35A LIGHTNING II des 158th Fighter Wing der Vermont Air National Guard vergrößert. Die F-35A kamen aus Puerto Rico und legten in Lajes (Azoren) eine Zwischenlandung ein. Sie wurden durch zwei Tankflugzeuge KC-46A PEGASUS von der Homestead Air Reserve Base begleitet, die schließlich in Morón de la Frontera (Spanien) landeten.

Auf dem jordanischen Fliegerhorst Muwaffaq al Salti Air Base wurde eine Staffel mit 17 F-15E STRIKE EAGLE stationiert. (18)

Transportflugzeuge: In den letzten Tagen hat das Frachtaufkommen enorm zugenommen, wie sich an der Zahl der dislozierten Transportflugzeuge und Flüge ablesen lässt. So war vor wenigen Tagen noch von 30 C-17 GLOBEMASTER III die Rede. (19) Mittlerweile wird die Zahl der Maschinen dieses Typs auf 41 taxiert. Die Maschinen kamen aus Djibouti oder dem Robart Gray Army Airfield auf dem Gelände der Fort Hood Army Reservation bei Killeen (Texas) und landeten vor allem auf der Muwaffaq Salti AB, der al Udeid AB und in Diego Garcia, das achtmal von Djibouti aus beliefert wurde.

Seit dem 25. Januar flogen zwei riesige C-5M SUPER GALAXY von der MacDill AFB nach al Udeid. (20) Sie sollen ein THAAD-System eingeflogen haben.

Hinzu kommen mehrere C-130 HERCULES.

Tankflugzeuge: In den letzten zehn Januartagen wurden mindestens zwanzig Flüge der Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER registriert, was für eine erhöhte Flugaufkommen durch Kampfflugzeuge etc. spricht. Die Maschinen starteten in al Udeid, MacDill AFB, Bangor Air National Guard Base oder der March AFB und flogen vor allem die Luftstützpunkte al Udeid und Morón an.

Vier Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER waren zeitweise auf den Fliegerhorst Morón de la Frontera in Spanien stationiert, um Flugzeuge beim Transatlantikflug zu betanken.

Mindestens sechs Tankflugzeuge KC-46 PEGASUS von der Joint Base McGuire-Dix-Lakehurst (New Jersey) sind an den Luftbetankungen beteiligt und wurden dementsprechend auf die Homestead Air Reserve Base (Florida) verlegt.

Abwehrraketen: In al Udeid wurde auch eine Flugabwehrraketeneinheit mit MIM-104 PATRIOT disloziert, wie auf der Aufnahme eines chinesischen Satelliten vom 26. Januar zu erkennen ist. (21)

Die Batterien B und E des 62nd Air Defense Artillery Regiment wurden mit ihren THAAD-Systemen vom Robert Gray Army Airfield (Texas) mit C-17A nach in den Nahen Osten transportiert. Die Transportflugzeuge legten auf der Spangdahlem AB (BRD) eine Zwischenlandung ein. Der Zielflughafen war - nach unterschiedlichen Angaben - entweder die Muwaffaq Salti AB (Jordanien) oder die Ali al Salem AB (Kuwait), wo das 338th Air Expeditionary Wing disloziert ist.

Seit dem 25. Januar sollen flogen zwei C-5M SUPER GALAXY ein weiteres THAAD-System von der MacDill AFB nach al Udeid geflogen habe. (22)

Manöver: Das AFCENT-Kommando unter dem Kommando von Generalleutnant Derek Charles France kündigte am 26. Januar den Beginn einer mehrtägigen Bereitschaftsübung an:

“Ninth Air Force (Air Forces Central) will be conducting a multi-day readiness exercise to demonstrate the ability to deploy, disperse, and sustain combat airpower across the U.S. Central Command area of responsibility.

This exercise is designed to enhance asset and personnel dispersal capability, strengthen regional partnerships and prepare for flexible response execution throughout CENTCOM. It will serve as a way for AFCENT to validate procedures for rapid movement of personnel and aircraft; dispersed operations at contingency locations; logistics sustainment with a minimal footprint; and integrated, multi-national command and control over a large area of operations.” (23)

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Der Flugzeugträger CVN 72 USS ABRAHAM LINCOLN hat am 25. Januar 2026 sein Einsatzgebiet im Mittleren Osten erreicht.

U.S.-Präsident Donald Trump erklärte am 28. Januar in Iowa: „Und übrigens, da ist noch eine andere schöne Armada, die gerade schon in Richtung Iran segelt.“ Möglicherweise bezog er sich damit auf Gerüchte, wonach der Flugzeugträger USS George H, W. BUSH auf dem Weg sei. Allerding „segeln“ Flugzeugträger eigentlich nicht. (24) Demgegenüber hieß es, die USS BUSH würde derzeit rund 100 km vor der Küste Kubas schippern, um möglicherweise dort die USS FORD abzulösen. (25)

Präsident Trump hat mittlerweile bestätigt, dass es sich bei dieser "armada" um eine weitere Carrier Strike Group handelt. (26)

Wichtigste Bedrohung des/der U.S. Flugzeugträger sind die mobilen, iranischen Anti-Schiffs-Marschflugkörper „SHAHID ABU-MAHDI AL-MUHANDIS-RAKETE“ (iran.: MOOSHK SHEHID ABOMEHADI OLMEHANDES) der „Aerospace Industries Organization“ (AIO) mit einer Reichweite von 1.000 km. Die Stärke des Gefechtskopfes wird mit 410 kg hochbrisantem Sprengstoff angegeben. (27)

Der Lenkwaffenzerstörer DDG 119 USS DELBERT D. BLACK (ARLEIGH-BURKE-Klasse Flight IIA) verließ am 9. Januar 2026 seinen Heimathafen Norfolk (Virginia). Nun hat das Schiff im israelischen Hafen Eilat im Golf von Acaba festgemacht.

Nach Angaben der „Bild“-Zeitung patrouilliert vor der Küste Griechenlands ein U-Boot mit Marschflugkörpern TOMAHAWK. (28)

Die „Bild“-Zeitung verbreitete am 26. Januar die Falschmeldung, zu den Begleitschiffen des Trägers gehöre auch der Lenkwaffenkreuzer CG 53 USS MOBILE BAY (TICONDEROGA-Klasse). Das Schiff wurde bereits im August 2023 ausgemustert. (29)

Die Dislozierung der Überwasserschiffe sieht folgender Maßen aus:
Mittelmeer:
Rotes Meer: USS DELBERT D. BLACK
Arabischer Golf: USS ABRAHAM LINCOLN, USS SPRUANCE
Persischer Golf: USS SANTA BARBARA, USS TULSA, USS CANBERRA
Straße von Hormus: USS McFaul, USS MITSCHER
(30)

Marineflieger: Sechs Störflugzeuge vom Typ E/A-18G GROWLER der VAQ-132 verlegen ab dem 27. Januar vom Fliegerhorst José Aponte de la Torre (früh. Bez.: Roosevelt Roads) bei Ceiba auf Puerto Rico an den Persischen Golf. Sie wurden durch vier Tankflugzeuge KC-46A PEGASUS begleitet, die in NAS Rota (Spanien) Station machten.

Patrouillenflugzeuge vom Typ P-8A POSEIDON wurden in Awali (Bahrain) disloziert.

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

Verbündete

Bei den TYPHOON, die die britische Regierung an den Arabischen Golf verlegt hat, handelt es sich um Maschinen der Version TYPHOON FGR Mk..4.2 der No. 12 Squadron vom Fliegerhorst RAF Coningsby. Sie wurden in al Udeid disloziert. Weitere Flugzeuge kamen von der RAF Lossiemouth.

In Akrotiri (Zypern) wurden mittlerweile insgesamt 5 TYPHOON FGR Mk.4.2 disloziert.

Auf dem Fliegerhorst Akrotiri wurde ein Tankflugzeug Airbus KC.2 VOYAGER stationiert, um Kampfflugzeuge bei der Verlegung vom Vereinigten Königreich in den Nahen Osten in der Luft aufzutanken. Die Maschine ist eigentlich auf dem Fliegerhorst RAF Brize Norton (UK) beheimatet.

Die türkischen Behörden haben sechs Personen in fünf Provinzen wegen des Verdachts auf Spionage für den Iran verhaftet. Ihnen werde „politische und militärische Spionage“ vorgeworfen. (31)

Saudi-Arabien hat aus Angst vor einem iranischen Vergeltungsschlag verfügt, dass die U.S. Militärbasen auf seinem Territorium nicht für einen Angriff auf den Iran genutzt werden dürfen. (32)

Ebenso haben die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeschlossen, dass ihr Territorium für einen amerikanischen Angriff auf den Iran genutzt werden dürfen. So sperrten die VAE ihren Luftraum. Somit reduziert sich das Aufmarschgebiet auf Kuwait, Qatar, Bahrain, das entfernte Jordanien und ein paar Schiffsplanken. Das ist flächenmäßig keine allzu große Offensivbasis, wenn es bei der Haltung der arabischen Regierungen bleibt.

Derweil bereitet man in Israel die Evakuierung der rund 42.000 ausländischen Touristen bereits seit Anfang des Monats, also seit Beginn der Irankrise, vor.

"Die Vorbereitungen laufen demnach bereits seit etwa einem Monat. Hintergrund seien die Erfahrungen aus früheren Eskalationen, insbesondere aus dem zwölftägigen Krieg mit Iran im vergangenen Jahr. Damals habe sich gezeigt, wie wichtig klare Abläufe und eindeutige Zuständigkeiten seien, erklärte der Leiter des Ministeriums. Ziel sei es, im Ernstfall keine improvisierten Lösungen finden zu müssen." (33)

Operationsplanung

Eigentlich scheint ein „regime change“ im Moment kaum in Frage zu kommen, da die USA dafür das Land besetzen müssten. Dieses Potential können und wollen sie derzeit nicht aufbieten. Als Alternative können die USA darauf spekulieren, einen Machtwechsel zu erzwingen, indem sie die politische und militärische Führungsspitze des Landes ausschalten und den repressiven Staatsapparat zerschlagen, sodass die Bevölkerung erneut massenhaft und spontan auf die Straße geht, um das angeschlagene Regime restlos zu beseitigen. Gemäß dieser gewagten Strategie dient ein U.S. (Luft-)Angriff nur als Katalysator, um die iranischen Massen zu einem Sturz des Regimes anzuleiten. Dies setzt allerdings eine organisierte Führung, eine massenweise Bewaffnung der Zivilbevölkerung und eine Zersetzung der iranischen Sicherheitsorgane durch eine erfolgreiche CIA-Wüharlbeit voraus. Andernfalls drohen erneute Massaker in noch größerem Ausmaß. Tatsächlich setzt die U.S. Regierung darauf, dass sie in den Gebieten, wo der Widerstand besonders ausgeprägt ist, die Bevölkerung durch selektive Angriffe der in begrenzter Zahl verfügbaren U.S. Bodentruppen unterstützt. Diese könnten kurzfristig durch Fallschirmjäger aus den USA (z. B. 82nd Airborne Division) im Direktflug verstärkt werden. Dies wäre auch eine Aufgabe für die Special Forces der Green Berets.

So berichtete der "Tagesspiegel":

"Zugleich sprachen Mitglieder der US-Regierung mit US-Medien über mögliche Szenarien eines Angriffs. In den vergangenen Tagen sei Trump mit einer größeren Liste möglicher Militäroperationen gegen den Iran gebrieft worden, berichtet die „New York Times“. Demnach würden sogar Razzien amerikanischer Streitkräfte an Orten innerhalb des Irans erwogen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mehrere Regierungsbeamte. Noch sei aber nichts entschieden. Der Präsident hoffe auf eine diplomatische Lösung." (34)

Außerdem stehen auf der Zielliste der USA die Atomanlagen (Ardakan, Fordow, Isfahan, Natanz,...), die Raketen- und Drohnenstellungen (Lorestan, Kermanshah, Hormozgan,…), die Luftstützpunkte (Doshan Tappeh, Hamadan, Oghab 44, Omidiyeh, Tabriz,…) sowie die Radar- und Raketenstellungen des iranischen Luftverteidigungstruppen (Niruye Pədâfənde Həvâyiye Ərteše Jomhuriye Eslâmiye Irân).

Verhandlungen?

Am 11. Januar erklärte U.S. Präsident Trump, die Iraner hätten angerufen, sie wollten verhandeln. (35) Der amerikanische Präsidentenberater Steve Witkoff bestritt am 21. Januar in Davos (Schweiz), dass es Konfliktgespräche mit den Iranern gab. (36) Dann hieß es, es gäbe zwar keine offiziellen Verhandlungen aber informelle Kontakte zwischen dem amerikanischen Präsidentenberater Steve Witkoff und dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi. Trump sprach am 26. Januar erneut davon, die Iraner wollten verhandeln. (37) Nur zwei Tage später ließ Außenminister Araqchi jedwede Kontakte dementieren. (38) Am 30. Januar erklärte er im Kennedy-Center in Washington: „Wir haben viele sehr große, sehr mächtige Schiffe, die gerade in Richtung Iran unterwegs sind, und es wäre großartig, wenn wir sie nicht einsetzen müssten.“ (39)

Am 28. Januar drohte Trump erneut mit einem Vernichtungsschlag, für den Fall, dass es zu keiner Einigung im „Atomstreit“ im Sinne der USA kommen sollte:

„Hopefully Iran will quickly „Come to the Table” and negotiate a fair and equitable deal – NO NUCLEAR WEAPONS – one that is good for all parties. Time is running out, it is truly of the essence” As I told Iran once before, MAKE A DEAL! They didn´t, and there was „Operation Midnight Hammer“ a major destruction of Iran. The next attack will be far worse” Don´t make that happen again. Thank you for your attention to this matter!” (40)

Es stellt sich die Frage, ob beide Seiten tatsächlich an einer friedlichen Lösung im letzten Moment interessiert sind. Zu lange dauern die Auseinandersetzungen über das iranische Atomprogramm schon an, zu verschieden sind die Positionen. Auch kann sich die U.S. Regierung über die Massaker der iranischen Regierung an der iranischen Bevölkerung nicht einfach hinwegsetzen. Es besteht die Gefahr, dass beide Seiten nur ein Verhandlungsangebot unterbreiten, um - post-conflictum - behaupten zu können, man selbst hätte ja vor dem Krieg alles versucht, um einen Waffengang zu vermeiden.

Am letzten Januarwochenende wollte die U.S. Regierung in Washington auch noch einmal mit einer saudischen und einer israelischen Delegation aus Militärs und Geheimdienstlern sprechen. Nachdem der Iran im Juni 2025 mit rund 550 Raketen und über 1.000 Drohnen angegriffen hatte, rechnet man jetzt mit einem noch größeren Gegenangriff, der sich insbesondere gegen Israel richten wird. Es ist daher anzunehmen, dass Amerikaner und Israelis auch über den Einsatzstatus der israelischen Atomstreitkräfte gesprochen haben.

Die Iraner erklärten, sie hätten über 2.000 Boden-Boden-Raketen und 80.000 Drohnen. (41) Der iranische Präsidentenberater Ali Shamkhani lehnte die Vorstellung, ein Krieg zwischen USA und Iran könne „begrenzt“ werden ab:

„The limited strike is an illusion. (…) Any military action by America, from any source and at any level, will be considered the beginning of war, and the response to it will be immediate, comprehensive, and unprecedented, targeting the aggressor, the heart of Tel Aviv, and everyone who supports the aggressor.” (42)

Derweil wartet ein Großteil der Iraner im Iran auf „Hilfe“.

Quellen:

(1) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lage-iran-proteste-100.html

(2) https://de.euronews.com/2026/01/26/iran-usa-israel

(3) https://www.fr.de/politik/trump-vertrauter-kuendigt-us-massnahmen-
gegen-mullahs-im-iran-an-zr-94143469.html

(4) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/lage-iran-proteste-100.html

(5) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-us-aufmarsch-gegen-
iran-evp-treffen-mit-friedrich-merz-bergsteigerdrama-am-grossglockner-a-
b4ac02b2-a4c9-4282-b6ef-d015338a1e4a

(6) https://www.twz.com/news-features/destroyer-electronic-surveillance-
jet-joins-u-s-forces-massing-in-middle-east

(7) https://www.fr.de/politik/trump-droht-dem-iran-us-armada-groesser-
als-bei-einsatz-in-venezuela-zr-94148311.html

(8) https://www.fr.de/politik/trump-droht-dem-iran-us-armada-groesser-
als-bei-einsatz-in-venezuela-zr-94148311.html

(9) https://www.fr.de/politik/trump-droht-dem-iran-us-armada-groesser-
als-bei-einsatz-in-venezuela-zr-94148311.htm

(10) https://de.euronews.com/2026/01/31/explosionen-iran

(11) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-spannungen-100.html

(12) https://x.com/BrennpunktUA/status/2016499210313461798

(13) https://defence-network.com/ea-37b-ramstein-baldiger-us-angriff-iran/

(14) https://theaviationist.com/2026/01/30/f-35as-puerto-rico-moving-
across-the-atlantic/

(15) https://www.twz.com/news-features/destroyer-electronic-surveillance-
jet-joins-u-s-forces-massing-in-middle-east

(16) https://en.wikipedia.org/wiki/Battlefield_Airborne_Communications_Node

(17) https://www.wionews.com/photos/why-al-udeid-air-base-matters-
now-us-deploys-f-35s-bombers-and-tankers-amid-rising-iran-tensions-
1768301707508/1768301707509

(18) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/us-flug
zeugtraeger-angekommen-laeuft-trumps-angriffs-countdown-gegen
-iran-6974ca80cce444431011db70

(19) https://grokipedia.com/page/2026_US_Air_Force_deployment_to_the_Middle_East

(20) https://defence-blog.com/u-s-air-force-sends-dozens-of-cargo-aircraft-
to-middle-east/

(21) https://militarnyi.com/en/news/usa-deploys-additional-patriot-system-
at-its-base-in-qatar-satellite-image/#:~:text=A%20Chinese%20satellite%20image%20taken,key%20
role%20in%20regional%20security.

(22) https://defence-blog.com/u-s-air-force-sends-dozens-of-cargo-aircraft-
to-middle-east/

(23) https://www.afcent.af.mil/News/Article/4389589/afcent-to-conduct-
readiness-exercise-generate-combat-airpower/

(24) https://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-ex-premier-
maliki-vor-comeback-im-irak/100136895.html

(25) https://www.msn.com/de-ch/nachrichten/other/uss-george-hw-bush-
wird-96-km-vor-kuba-w%C3%A4hrend-marine%C3%BCbungen-in-der-
karibik-entdeckt/ar-AA1UXE0c

(26) https://www.tagesschau.de/video/video-1550520.html

(27) https://english.iswnews.com/29559/military-knowledge-abu-mahdi-cruise-missile/

(28) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/us-flugzeug
traeger-angekommen-laeuft-trumps-angriffs-countdown-gegen-iran-
6974ca80cce444431011db70

(29) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/iran-experten-
warnen-trump-vor-angriff-69734eed029492de1675a2d6

(30) https://edition.cnn.com/2026/01/30/politics/us-military-equipment-
middle-east-iran

(31) https://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-ex-premier-
maliki-vor-comeback-im-irak/100136895.html

(32) https://edition.cnn.com/2026/01/28/politics/trump-threats-iran-nuclear-
program-military-strike

(33) https://www.juedische-allgemeine.de/israel/israel-bereitet-eva
kuierung-zehntausender-touristen-fuer-ernstfall-vor/

(34) https://www.tagesspiegel.de/internationales/razzien-mit-us-boden
truppen-nicht-ausgeschlossen-trump-team-streut-mogliche-angriffs
szenarien-fur-den-iran-15199824.html

(35) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/donald-trump-iran-pro
teste-verhandlungen-100.htm/

(36) https://reporteri.net/de/Botschaft/Boot/Witkoff--wir-f%C3%BChren-
keine-Gespr%C3%A4che-mit-dem-Iran./

(37) https://www.axios.com/2026/01/26/trump-iran-deal-strike-protests

(38) https://www.reuters.com/world/middle-east/iran-says-it-didnt-
request-negotiations-with-us-foreign-minister-says-2026-01-28/

(39) https://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-usa-
drohen-mit-militaerschlag-iran-kuendigt-schiessuebung-der-
marine-an/100136895.html

(40) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-droht-
mullahs-die-zeit-laeuft-ab-us-praesident-will-einen-iran-deal-697
a010e55dd99352277a98d

(41) https://www.palestinechronicle.com/iran-declares-hormuz-airspace-
hazardous-as-us-military-buildup-raises-war-fears

(42) https://www.twz.com/news-features/destroyer-electronic-surveillance-jet-
joins-u-s-forces-massing-in-middle-east


Update: 7. Februar 2026

Truppenaufmarsch

Am Persischen Golf ist „relative Ruhe“ eingekehrt, vielleicht die „Ruhe vor dem Sturm“. Die U.S. Regierung hatte angekündigt, sie wolle bis zum 31. Januar den Truppenaufmarsch abschließen, und so ist es auch gekommen. Es gab im Verlauf der letzten Woche kaum noch Truppenverstärkungen.

„Wikipedia“ hat mittlerweile eine eigene Webseite „2026 United States military buildup in the Middle East“ (7 Seiten) zusammengestellt:
https://en.wikipedia.org/wiki/2026_United_States_
military_buildup_in_
the_Middle_East

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Das 2nd Infantry Brigade Combat Team der 34th Infantry Division der Iowa National Guard, das an der Operation INHERENT RESOLVE beteiligt war, wird in die USA zurückgezogen.

Obwohl die U.S. Regierung angekündigt hatte, dass sie ihre Truppen aus Syrien und Irak abzieht, werden stattdessen rund 1.900 Soldaten der 2nd Mobile Brigade Combat Team (2MBCT) der 10th Mountain Division aus Fort Drum (U.S. Bundesstaat New York) in den Nahen Osten verlegt. (1)

Gleichfalls will die U.S. Regierung mehrere hundert Mann der 36rd Infantry Division der Texas Army National Guard ab März 2026 vom  Camp Mabry an den Golf verlegen. Wie schon 2020 sollen sich die Soldaten an der Operation SPARTAN SHIELD (OSS) in Jordanien, Saudi-Arabien und Kuwait beteiligen. (2)

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die U.S. Luftwaffe ist jetzt vor Ort mit drei „Air Expeditionary Wings“ (AEWs) vertreten: 379th AEW (al Udein AB in Qatar), 380th AEW (Al Dhafra AB in den VAE) und der 386th AEW (Ali al-Salem AB in Kuwait) sowie weiteren Verbänden vertreten.

Mindestens drei Propellerflugzeuge MV-22 OSPREY wurden am 30. Januar 2026 auf dem Luftstützpunkt Dqum (Oman) stationiert. (3)

Abwehrraketenstellungen mit MIM-104 PATRIOT wurden mittlerweile in Jordanien, Saudi-Arabien, Irak (?), Kuwait, Qatar und VAE aufgestellt.

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Der amerikanische Flugzeugträger CVN 77 USS GEORGE BUSH setzt seine Composite Training Unit Exercise (COMPTUEX) zwecks Einsatzzertifizierung fort. Ob und wann der Träger in die Karibik oder ins Mittelmeer bzw. den Nahen Osten verlegt, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls hat der Flugzeugträger CVN 78 USS FORD seinen Einsatz vor der Küste Venezuelas beendet und ist in seinen Heimathafen Norfolk zurückgekehrt.

Der Lenkwaffenzerstörer DDG 84 USS BULKELEY (ARLEIGH-BURKE-Klasse Flight II A) legte am 15. Januar 2026 in NAS Rota (Spanien) an und patrouilliert derzeit – zusammen mit der DDG 80 USS ROOSEVELT – im Mittelmeer.

Die USS DELBERT D. BLACK hat den israelischen Hafen Eilat verlassen und patrouilliert durch das Rote Meer.

Nach einer viermonatigen Werftzeit hat der Lenkwaffenzerstörer DDG 103 USS TRUXTUN (ARLEIGH-BURKE-Klasse) am 3. Februar seinen Heimathafen NS Norfolk verlassen. Noch ist nicht bekannt, ob er zum amerikanischen Flottenverband in der Karibik oder im Mittelmeer stoßen wird. (4)

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

Auf dem Fliegerhorst in Diego Garcia befanden sich am 4. Februar zwei Transportflugzeuge für die Special Forces MC-130J COMMANDO II und drei Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER. Mit der MC-130J werden Sonderkommandos hinter den feindlichen Linien abgesetzt oder aufgenommen. Jede Maschine kann über 70 Fallschirmjäger aufnehmen. (5)

Auf dem Fliegerhorst RAF Mildenhall Im Vereinigten Königreich warten zwei Schlachtflugzeuge AC-130J GHOSTRIDER auf ihre Verlegung an den Golf. Sollten die Maschinen dort starten, wäre dies ein möglicher Indikator dafür, dass ein paar Stunden später der Krieg beginnt.

Man darf erwarten, dass die U.S. Militärs aus dem Scheitern der Operation EAGLE CLAW der Delta Force zur Befreiung der Geiseln in der Teheraner U.S. Botschaft am 24./25. April 1980 die notwendigen Schlüsse gezogen haben.

Verbündete:

Da sich durch die iranischen Drohungen gegen amerikanische Militärstützpunkte im Nahen Osten eine „mittelbare Gefährdung“ ergibt, hat das Operative Führungskommando (OpFüKdoBw) der Bundeswehr unter dem Kommando von Generalleutnant Alexander Sollfrank in Schwielowsee (Henning-von-Treskow-Kaserne) angeordnet, einen Großteil seiner Soldaten aus der Region abgezogen: Bisher waren in Jordanien (Feldlager und Tankflugzeuge auf dem Fliegerhorst Al-Asraq) und Irak (Militärmission in Bagdad und „Kurdistan Training Coordination Center“ [KTCC] in Erbil) rund 300 Soldaten stationiert. Nur einzelne Militärberater sollen weiterhin in Bagdad verbleiben. (6)

Aus Qatar wurden am 14. Januar 2026 alle deutschen Soldaten abgezogen, die dort im Rahmen der Anti-Terror-Operation gegen die Gruppierung Daesh (Operation INHERENT RESOLVE) im Einsatz waren. Sie hatten bisher Lufteinsätze organisiert. (7) So werden „alle nicht-missionskritischen Bundeswehrsoldaten“ aus dem Nahen Osten abgezogen. Zuvor hatte die dekadente iranische Propaganda die Bundeswehr als „terroristische Vereinigung“ gebrandmarkt, was in Deutschland nicht alle so einschätzen.

Der Bundeskanzler evakuierte sich selbst und hat seine Antrittsbesuche in mehreren Golfstaaten am 6. Februar in Abu Dhabi beendet. So scheint der Bundeskanzler – auf den ersten Blick - nicht „politisch naiv“ und kein „widerwärtiger Charakter“ zu sein, wie der widerliche Außenminister des Irans Glauben machen wollte. (8)

Die arabischen Verbündeten der USA hoffen weiterhin auf eine friedliche Lösung. Mahjoub al Zuweiry von der Universität in Qatar verwies darauf, dass mehrere arabische Staaten durch die Konflikten der vergangenen Jahrzehnte äußerst fragil sind:

„Die Staaten der Region wollen einen anderen Weg einschlagen als den der ständigen Kriege. Es gibt Länder in der Region, die aufgrund der verschiedenen Konflikte geschwächt sind oder gescheitert. Daher besteht der Wunsch, militärische Handlungen so weit wie möglich zu begrenzen." (9)

Verhandlungen:

Beide Seiten hatten Anfang der Woche vereinbart, dass ab Freitag, den 6. Februar, Verhandlungen beginnen sollten. Als Verhandlungsort war Istanbul (Türkei) ausgemacht, die Golfstaaten sollten ebenfalls an den Gesprächen beteiligt werden. Die U.S. Regierung stellte drei Forderungen auf:
1. Einstellung der Uran-Anreicherung und Abgabe von 440 kg hochangereichertem Uran-235
2. Reichweitenbeschränkung der Boden-Boden-Raketen
3 Einstellung der iranischen Unterstützung für deren Proxies – die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gaza-Streifen.

Demgegenüber forderten die Iraner die Schließung der U.S. Militärstützpunkte im Nahen Osten und die Aufhebung der Sanktionen.

Verhandlungsführer ist auf amerikanische Seite der Sondergesandte Stephen Charles „Steve“ Witkoff, der schon die Ukraine-Verhandlungen leitet. Außerdem wird der amerikanische Nahost-Beauftragte Jared Corey Kushner an den Gesprächen teilnehmen. Beide sind keine Experten für militärische oder militärtechnische Fragen. US-Vizepräsident James David Vance und Außenminister Marco Antonio Rubio reisten lieber zu den Olympischen Winterspielen nach Mailand, da sind die Prioritäten klar gesetzt! Die iranische Regierung ist durch ihren Außenminister Abbas Araghtschi und die beiden Vizeaußenministern Madschid Tacht-Rawantschi und Kasem Gharibabadi vertreten. (10)

Am Mittwochabend, den 4. Februar, schien es zeitweise so, als würden die Gespräche noch vor Beginn scheitern. Die Iraner waren mit der Wahl des Verhandlungsortes und dem Format der Gespräche mit einem Male nicht mehr einverstanden. Nachdem mehrere arabische Staaten die USA gedrängt hatten, diesen Nebenforderungen der Iraner nachzugeben, erklärte sich die U.S. Seite einverstanden. So finden die Gespräche nun zum vereinbarten Zeitpunkt im Oman statt, die Golfstaaten sind nicht mehr zugelassen und das Schwerpunkthema ist das iranische Atomprojekt. Verhandlungen über eine Beschränkung ihres Raketenarsenal lehnen die Iranis ab. (11)

Die iranische Seite mag es bereits als ihren „Erfolg“ werten, dass die USA überhaupt mit ihnen verhandeln, obwohl sie doch das Regime lieber „changen“ wollen. So kann das iranische Terrorregime mit dem Beginn der Verhandlungen die ermatteten Proteste bis zur nächsten Krise erst einmal aussitzen. Dabei hatte Trump doch erst kürzlich bzgl. des iranischen „Revolutionsführers“ Ali Chamenei erklärt: „Dieser Mann ist krank. (…) Sein Land ist aufgrund seiner schlechten Führung der schlechteste Ort zum Leben weltweit". (12) Außerdem drohte Trump Chamenei erneut, dieser „sollte sehr besorgt sein, ja, das sollte er“. (13) Allerdings hat so mancher Iraner mittlerweile den Eindruck, dass Trump mental noch kränker ist als Chamenei.

So ist unklar, ob die U.S. Regierung - nach fast fünfzig Jahren der bilateralen Konfrontation - an dem Ziel eines iranischen Regime- oder zumindest Machtwechsels immer noch festhält oder lieber auf die „Stabilität“ eines repressiven Regimes setzt. Trump hatte die Protestbewegung mit seinen Unterstützungsversprechen erst angeheizt, und dann die Protestbewegung sang- und klanglos fallen gelassen. Dafür wurde er nun auch von dem früheren Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Robert Bolton, kritisiert: „Trump hat sie angestachelt und dann nichts unternommen.“ (14) Ein Grundproblem ist, dass die Einlassungen des amtierenden U.S. Präsidenten rational uneinschätzbar sind. Jedenfalls eines ist sicher: Eine Irankrise pro Jahr ist auf Dauer keine gute U.S. Außenpolitik.

Umgekehrt gibt es widersprüchliche Medienberichte dazu, inwieweit die Iraner zu Zugeständnissen bereit sind. So meinte Hans-Jacob Schindler vom International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) in Den Haag (Niederlande) dazu:

„Erst ändern sie den Ort von Istanbul in den Oman. Dann schlagen sie ein streng bilaterales Treffen ohne Vermittlung durch die Omanis vor. Und kündigen an, explizit nicht über ihr Raketenprogramm sprechen zu wollen. (…) Das Regime ist Meister darin, so zu verhandeln, dass es möglichst nie zum Ergebnis kommt.“ (15)

Dem stimmt auch der Nahostexperte Daniel Gerlach vom Magazin „zenith“ zu, der meint, der Iran versuche die USA über den Tisch zu ziehen, indem man einen Verhandlungsmarathon anstrebt. (16) Auch Dr. Andreas Böhm von der Universität in Sankt Gallen (Schweiz) sieht aufgrund des traditionellen Misstrauens zwischen beiden Kontrahenten keine konfliktvermeidende Perspektive, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete:

„Teheran gehe davon aus, dass das Scheitern der Gespräche und eine Eskalation durch US-Präsident Donald Trump bereits eingeplant sind, so Nahost-Experte Böhm gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Die Iraner nehmen an, die Verhandlungen seien nur ein Vorwand, um ein Scheitern zu provozieren und dann einen Angriff zu legitimieren.“ Genauso groß sei das Misstrauen aufseiten der Amerikaner. Die Trump-Regierung glaube, „dass der Iran nur auf Zeit spielen und die Verhandlungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag ausdehnen will“. (…)

Die Erwartungen gehen „grundlegend auseinander“, so Böhm. Der Iran will die Gespräche strikt auf das iranische Atomprogramm beschränken und ist laut dem Nahost-Experten auch nur gewillt, bei der Urananreicherung Kompromisse einzugehen. Und die USA? „Die Amerikaner wollen einen umfassenden Deal, insbesondere weil Israel auf der Raketenfrage besteht.“ (…)

Teheran soll nach Willen Washingtons sein Raketenprogramm begrenzen. Doch das sei für den Iran ein „No-Go“, betont Böhm: „Gerade die Raketen sind das letzte verbliebene Mittel der Abschreckung.“ In Reichweite der Kurz- und Mittelstreckenraketen Teherans liegen nicht nur alle Golfstaaten und Israel, sondern auch die Straße von Hormus, wo Unmengen an Erdöl global verschifft werden. Verzichtet der Iran darauf, verliert er ein entscheidendes globales Druckmittel.“ (…)

Einen Regimewechsel im Iran herbeizuführen, sei jedoch utopisch, ist sich Experte Böhm sicher: „Um einen Umsturz einzuleiten, müsste eine aufwändige, länger andauernde Mission durchgeführt werden, für die massive Ressourcen eingesetzt werden, was nicht in Trumps Kalkül passt und wofür es in den USA keine Unterstützung gäbe.“ Wahrscheinlicher sei eine beschränkte oder nur symbolische Militäraktion der USA. Dies würde zwar „Trumps hehre Worte unterfüttern“, aber keine nachhaltige Wirkung erzielen.“ (17)

Noch haben sich beide Seiten noch nicht einmal auf eine gemeinsame Tagesordnung oder einen Zeitrahmen für die Verhandlungen geeinigt. Ein zweites Gespräch wurde für nächste Woche vereinbart. Das Außenministerium Omans teilte am 6. Februar zum Ausgang der ersten Gesprächsrunde mit: „Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen." (18) Das heißt im Klartext, ersteinmal wurde erwartungsgemäß gar nichts erreicht, aber ein späterer „Erfolg“ ist nicht ausgeschlossen. Gut!

Ergänzend zu den Verhandlungen im Oman telefonierte der amerikanische Präsident am 4. Februar mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Er forderte, der Chinese solle mehr Druck auf Iran ausüben. Trump hatte im vergangenen Monat angekündigt, dass die USA jedes Land, das weiterhin mit dem Iran Geschäfte macht, mit einem Zoll von 25 Prozent belegen werden. China ist der größte und zuverlässigste Handelspartner des (Handelsvolumen im Jahr 2025: 32 Milliarden Dollar) den Iran. (19)

Anscheinend am 5. Februar kam das israelische Sicherheitskabinett (HaKabinet HaMedini-Bithoni) vorzeitig zu einer Sitzung zusammen, um über die aktuelle Irankrise zu beraten. (20)

Die USA haben am 5. Februar ihre allzu doofen Staatsbürger erneut aufgefordert, den Iran umgehend in Richtung Türkei oder Aserbaidschan zu verlassen:

„Actions to Take:
- Leave Iran now. Have a plan for departing Iran that does not rely on U.S. government help.
- Flight cancellations and disruptions are possible with little warning. Check directly with your airlines for updates.
- If you cannot leave, find a secure location within your residence or another safe building. Have a supply of food, water, medications, and other essential items.
- Avoid demonstrations, keep a low profile, and stay aware of your surroundings.
- Monitor local media for breaking news. Be prepared to adjust your plans.
- Keep your phone charged and maintain communication with family and friends to inform them of your status.
- Enroll in the Smart Traveler Enrollment Program (STEP) to receive the latest updates on security in Iran.

U.S.-Iranian dual nationals must exit Iran on Iranian passports. The Iranian government does not recognize dual nationality and will treat U.S.-Iranian dual nationals solely as Iranian citizens. U.S. nationals are at significant risk of questioning, arrest, and detention in Iran. Showing a U.S. passport or demonstrating connections to the United States can be reason enough for Iranian authorities to detain someone. U.S. citizens who do not have a valid U.S. passport in their possession should apply for one at the nearest U.S. embassy or consulate after departing Iran.” (21)

Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass Trump einen all-out-war gegen den Iran riskieren wird. Sein großkotziges Auftreten und seine martialischen Drohungen erinnern an die albernen Auftritte eines Benito Mussolini, allerdings gilt Trump eher als ein überkandidelter „Hasenfuß“. Die Amerikaner sprechen hier vom „wimp factor“. Nicht zuletzt befand der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus Hakeem Sekou Jeffries am 5. Februar 2026: „Donald Trump ist ein abscheulicher, gestörter und bösartiger Widerling.“ (22) Nicht gut!

Streit um Atomprogramm

Die derzeitige Krise ist durch die blöde Außenpolitik des doofen Trump und seine Großmannssucht erst ausgelöst worden, als der das Atomabkommen mit dem Iran unnötig und ohne einen alternativen Politikansatz aufkündigte:

Um das Jahr 2000 betrieb der Iran ein geheimes Programm zur Entwicklung und Herstellung einer nationalen Atomwaffe unter der Codebezeichnung PROJEKT AMAD. Als der iranischen Führung klar wurde, dass Israel und die USA niemals die Entwicklung einer solchen Bombe zulassen würde, änderte Teheran seine Politik. Fortan wurde die mögliche Entwicklung einer Atombombe lediglich als „bargaining ship“ in Verhandlungen eingesetzt, um von den Amerikanern oder Europäern Zugeständnisse zu erpressen. „Die Hürde für den Bau eines nuklearen Arsenals war nie technischer, sondern immer politischer Natur,“ befand Prof. Jeffrey Lewis vom „James Martin Center for Nonproliferation Studies“ (CNS) in Monterey.

So mutet das iranische Atomprogramm letztendlich ziemlich absurd an. Normalerweise dient ein solches Programm zivilen und/oder militärischen Zwecken. Im Falle des Irans ist beides nicht gegeben. Der alleinige Atomreaktor in Buschehr liefert nicht genügend Strom, um bei der zivilen Energieversorgung des Irans eine nennenswerte Rolle zu spielen. Die beiden vorhandenen Anreicherungsanlagen (Fordo und Natanz) tragen zwar zur Produktion von hochangereichertem Uran-235 bei, aber dieses hat nur eine Konzentration von 60 Prozent, während es zur Entwicklung einer Atombombe auf einen „waffenfähigen“ Anreicherungsgrad von mindestens 90 Prozent konzentriert werden müsste. So dient das Atomprogramm in der bestehenden Form ausschließlich kostspieligen „Forschungszwecken“ und politischen Interessen. Daher kann die iranische Regierung ihr Atomprogramm prinzipiell aufgeben, wenn sie dafür „angemessene“ Zusagen erhält.

Um das iranische Atomprogramm nachhaltig zu stoppen, wurde der Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) am 14. Juli 2015 ausgehandelt. Es handelte sich um ein Abkommen im Format „E3/EU+3“: USA, Russland, China und die drei EU-Staaten UK, Frankreich, BRD plus Iran. Aber der Vertrag war von der Obama-Regierung mangelhaft ausgearbeitet worden, erlaubte nur bedingt Onsight-Inspektionen durch die International Atomic Energy Agency (IAEA) und ermöglichte der Regierung in Teheran zugleich die Fortsetzung ihrer aggressiven Außenpolitik, wie der frühere Nationale Sicherheitsberater Generalleutnant Herbert Raymond McMaster in seinen Memoiren „At War With Ourselves – My Tour of Duty in the Trump White House“ 2024 feststellte (Seite 223):

"(T)he deal gave the regime a cash payment of $1.7 billion up front and a subsequent payout of approximately $100 billion (nach anderen Angaben bis zu 150 Mrd. Dollar, G. P.) in unfrozen assets. As cash flowed to the regime, Iran used the windfall to intensify its proxy wars and expand sectarian conflicts in the region. In the words of former CENTCOM commander Gen. Joseph Votel, Iran grew "more aggressvie in the days (after) the agreement.""

Obwohl die USA über keine Alternative zum Abkommen verfügten, beschloss Trump am 8. Mai 2018 aus dem Vertrag auszuscheiden. Dies hatte nur symbolische Bedeutung, da die anderen Signatarstaaten (Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der Iran) weiter an dem Wiener Abkommen festhielten.

Der damalige Verteidigungsminister James Norman Mattis ließ bereits seit Ende 2017 Contingency-Plans (CONPLANs) für einen (Luft-)Angriff auf Iran ausarbeiten. So griff Trump am 19. Mai 2019 auf klassische Drohpolitik zurück: „Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie die Vereinigten Staaten.“ Bald darauf griffen die Iraner sechs Tankschiffe an und schossen mehrere U.S.-Aufklärungsdrohnen (MQ-9 REAPER und RQ-4A GLOBAL HAWK) ab. Daraufhin befahl Trump für den 20. Juni 2019 einen Luftangriff auf zwei bis drei Ziele (Radarstationen und Raketenbatterien) an der iranischen Golfküste. Kurz vor Ausführung der Operation befahl Trump deren Abbruch: „Als ich gefragt habe, wie viele sterben werden. 150 Menschen, Sir, war die Antwort eines Generals. Zehn Minuten vor dem Schlag habe ich ihn gestoppt." So sagte Trump den Luftangriff kurzfristig ab. Stattdessen befand er: „Ich habe keine Eile (…) Der Iran kann NIE Atomwaffen haben.“

Am 22. Juni 2025 kam es dann doch zu einem Luftangriff - Operation MIDNIGHT HAMMER. Dabei wurden die Uranhexafluoridanlage in Isfahan und die beiden Anreicherungsanlage beschädigt, was aber nur vorübergehend zu einer Stilllegung der Produktion dieser Anlagen führte, wie die Defense Intelligence Agency (DIA) in ihrem einem „Bomb Damage Assessment“ (BDA) anschließend feststellen musste. Dies widersprach der Trumpschen Propaganda, wonach die Ziele „ausgelöscht“ worden waren. Angesichts dieser „Kritik“ feuerte Trump den DIA-Direktor Generalleutnant Jeffrey A. Kruse am 22. August 2025 und ersetzte ihn schließlich durch den Kommissarischen Leiter Generalmajor Constantin E. Nicolet.

Während das Regime in Teheran zu Zugeständnissen bei ihrem Atomprogramm bei entsprechendem Druck geneigt sein mag, lehnen die Mullahs jegliche fremden Auflagen bzgl. ihres Raketenarsenals ab, da der „Erzfeind“ Israel durch die militärgeographischen Gegebenheiten (Entfernung Teheran – Tel Aviv 1.583 km) nur durch Mittelstreckenraketen bekämpft werden kann. Zwar gelten Mittelstreckenraketen mit einem konventionellen Sprengkopf aufgrund ihrer Zielabweichung als nicht effizient, aber den Iranern fehlt die technische Alternative und daher spekulieren sie auf die „psychologische Wirkung“ explodierender Raketengefechtsköpfe. Überlegungen der USA, das Arsenal irgendwie zu neutralisieren (NORDIC THRUST, UNIFIED QUEST 03, etc.) scheiterten. So können die Israelis lediglich auf die Wirksamkeit ihres Raketenabwehrschirms IRON DOME vertrauen.

Zwischenfälle:

Am 31. Januar kam es zu mehreren Explosionen in verschiedenen iranischen Städten: Ahwas, Bandar Abbas, Karaj und Parand. Angeblich handelte es sich bloß um zivile Unfälle im Umgang mit Gasflaschen. (23)

Ein Marinemanöver, dass die Iraner mit den Russen und Chinesen am 1. und 2. Februar in der Straße von Hormus abhalten wollte, wurde abgesagt, um irgendwelche Zwischenfälle von vornherein zu vermeiden. Dennoch kam es zweimal zu einer begrenzten Konfrontation:

Am 3. Februar kam es zu einem Zwischenfall, als zwei bis sechs iranische Schnellboote und eine iranische Aufklärungs- oder Kampfdrohne vom Typ MOHAJER den zivilen, amerikanischen Tanker „Stena Imperativ“ in der Straße von Hormus entern wollten. (24) Der amerikanische Lenkwaffenzerstörer DDG 74 USS McFAUL kam dem Tanker zu Hilfe, der seine Fahrt in Richtung Golf von Oman fortsetzen konnte.

Am 3. oder 4. Februar flog eine iranische Aufklärungsdrohe vom Typ SHAHED-129 (Reichweite: 1.700 km, Nutzlast 400 kg, u. a. OGHAB-6 Elektro-optischer Sensor) auf den amerikanischen Flugzeugträger USS ABRAHAM LINCOLN zu. Die Iraner behaupteten später, sie hätten den Funkkontakt zu der ferngesteuerten Drohne verloren gehabt. Von Bord des Trägers stieg ein Alarmflugzeug F-35C LIGHTNING II auf und schoss die Drohne ab. (25) ICCT-Direktor Hans-Jakob Schindler meinte dazu: „Das hat schon ansatzweise suizidäre Züge. Oder anders: Man muss fragen, ob die noch alle Tassen im Schrank haben. (…) Mit einer Drohne so nah ranzufliegen, ist ganz eindeutig eine Provokation.“ (26)

Die „Revolutionsgarden“ beschlagnahmten am 5. Februar bei der Insel Farsi zwei zivile Öltanker und nahmen die 15 Mann der Schiffsbesatzungen gefangen. Sie hätten angeblich Öl geschmuggelt. (27)

Am 29. Januar wiederholten die Pasdaran ihre Vergeltungsdrohung gegen den jordanischen Fliegerhorst Muwaffaq Salti AB und am 3. Februar gegen die Luftstützpunkte Harir bei Erbil (Irak), Shaik Isa in Bahrain und al-Dhafra (VAE). (28)

Sonstiges:

Das kleptokratische Regime der Mullahs hat das iranische Volk fast fünfzig Jahre ausgeplündert. So verfügt Ajatollah Ali Chamenei über einen umfassenden Immobilienbesitz auch in Deutschland, insbesondere in Hessen, die er über die Organisation Setâd-e Ejrây-ye Farmân-e Emâm (Kurzname: Setad) durch seinen Sohn Mojtabe Chamenei verwalten lässt. So soll Ali Chamenei über den iranischen Bankier Ali Ansari von der Bank „Ayandeh“ Anteile an Objekten bekannter deutscher Hotelketten in Frankfurt und auf Mallorca erworben haben, was von dem Banker bestritten wird. Außerdem erwarb Ansari Anteile an einem Einkaufszentrum in Oberhausen. Die Finanzierung lief über Briefkastenfirmen in der Schweiz, Liechtenstein und den VAE. (29)

So haben die Mullahs ihre Schattenvermögen über staatliche Wirtschaftskonglomerate im Ausland angelegt. Dazu zählen die Kooperationsstiftung der iranischen Streitkräfte, die Bonyad-e Ta'avon-e Artesh unter dem Kommando von Brigadegeneral Mohammad Qasem Nazer, weiterhin die Stiftung der Revolutionsgarde (Bonyad-e Ta’avon-e Sepah) unter Leitung von General a. D. Mohammad Ali Dschafari und die Stiftung der Polizei und Sicherheitskräfte (Bonyad-e Ta’avon-e NAJA) unter der Leitung von Habil Darvish. „Um die Assets der Kooperationsstiftung zu schützen, übersende ich Ihnen eine Liste ausländischer Unternehmen, denen wir treuhändisch Geld überantwortet haben", schrieb Brigadegeneral Nazar am 4. Januar 2026 an den Leiter der Auslands- und Devisenabteilung der iranischen Zentralbank. Einige der Firmen seien aktiv und andere inaktiv. Das Vermögen der Unternehmen solle „eingewechselt und in Form von Kryptowährungen auf Konten transferiert werden, die unter Ihrer Kontrolle stehen“. Dies müsse „schnellstmöglich“ passieren, da sonst westliche Politiker und Behörden die Gelder einkassieren würden. (30)

Nach Angaben des U.S. Finanzministers Scott Kenneth Homer Bessent, verfrachten die Mullahs zur Zeit ihre mobilen Reichtümer ins Ausland. „Wir werden diese Assets aufspüren. Sie werden sie nicht behalten können," versprach Bessent. Demgemäß hat das US-Außenministerium eine Belohnung von bis zu 15 Millionen Dollar für Tipps zur Enthüllung des geheimen internationalen Firmennetzwerks der Revolutionsgarde ausgeschrieben. (31) „Die Ratten verlassen also das sinkende Schiff,“ erklärte Bessent vor einem Kongressausschuss. (32)

Parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz, wo sich die Polit- und Militärprominenz ein Stell-Dich-Ein gibt, hat die NGO „The Munich Circle“ unter Leitung von Farhid Habibi zu einer Großdemonstration gegen das Mullah-Regime am 14. Februar in München aufgerufen. Zu den Rednern zählt der Sohn des letzten Schah, Reza Pahlavi. Die Mobilisierung läuft europaweit. Die Veranstalter rechnen mit 100.000 Teilnehmern. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zahl tatsächlich erreicht wird. (33)

Derweil geht die Verhaftungswelle im Iran weiter. Mittlerweile sollen im Rahmen der iranischen Counterinsurgency über 50.000 Menschen eingeknastet worden sein. (34)

Durch die von der U.S. Regierung angekündigten Sanktionen gegen Länder, die mit dem Iran weiterhin Geschäfte machen, wird sich die Lage der iranischen Zivilbevölkerung nicht verbessern, sondern noch weiter verschlimmern. Derweil warten die Iraner weiterhin auf „Hilfe“.

Quellen:

(1) https://en.wikipedia.org/wiki/2nd_Brigade_Combat_Team,_10th_Mountain_
Division_(United_States)

(2) https://www.army.mil/article/290330/texas_guards_36th_infantry_division_
prepares_for_middle_east_deployment

(3) https://www.nytimes.com/2026/01/29/us/politics/trump-iran-us-military-maps.html

(4) https://www.zona-militar.com/en/2026/02/05/without-confirming-its-deployment-
destination-the-u-s-navy-destroyer-uss-truxtun-departed-from-naval-station-norfolk/

(5) https://x.com/MarioNawfal/status/2018528626900120001

(6) https://www.spiegel.de/politik/iran-usa-spannungen-bundeswehr-reduziert-
kraefte-im-nordirak-deutlich-a-07309e7c-8b03-443d-b352-0140c837b6f6

(7) https://augengeradeaus.net/2026/01/spannungen-um-iran-auch-bundeswehr-
zieht-soldaten-aus-luftwaffenstuetzpunkt-in-katar-ab7

(8) https://www.focus.de/politik/ausland/widerwaertiger-charakter-irans-aussen
minister-attackiert-kanzler-merz_969810fb-d3b1-415e-9cab-18445af2a5f2.html

(9) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-gespraeche-oman-ende-100.html

(10) https://www.fr.de/politik/iran-usa-konflikt-trumps-verhandlungen-mit-mullahs
-vor-dem-scheitern-zr-94155146.html

(11) https://de.euronews.com/2026/02/04/nukleargesprache-usa-iran-abgesagt

(12) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10111
5596/iran-gegen-usa-golfstaaten-fuerchten-flaechenbrand.html

(13) https://www.fr.de/politik/iran-und-usa-wollen-heute-neue-verhandlungen-
starten-zr-94157100.htm

(14) https://www.focusplus.de/politik/usa-iran-trump-hat-glaubwuerdigkeits
problem-zwei-optionen-9656?utm_source=fol_app&utm_medium=referral&utm_campaign=&utm_content=article

(15) https://www.fr.de/politik/dann-gibt-es-einen-militaerschlag-experte-nennt-
iran-aktion-suizidaer-nicht-alle-tassen-im-schrank-zr-94155323.html

(16) https://www.focus.de/politik/usa-und-iran-verhandeln-was-jetzt-auf-dem-
spiel-steht_fd09c843-0e08-43a0-abca-228465dacd4d.html

(17) https://www.fr.de/politik/experte-sieht-bei-usa-iran-verhandlungen-
nur-einen-hoffungsstreifen-zr-94158114.htm

(18) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-usa-verhandlungen-
oman-atomprogramm-gxe

(19) https://de.euronews.com/2026/02/05/xi-trump-iran-sanktionen

(20) https://www.spiegel.de/ausland/iran-eroeffnet-unterirdische-raketenstadt-in-
israel-tagt-das-sicherheitskabinett-a-856c6641-2ad6-4fc1-830c-e661b76123b8

(21) https://ir.usembassy.gov/security-alert-land-border-crossings-february-5-2026

(22) https://www.deutschlandfunk.de/tiefer-geht-es-nicht-trump-veroeffentlicht-
rassistisches-video-ueber-seinen-amtsvorgaenger-obama-100.html

(23) https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Iran_explosions

(24) https://www.longwarjournal.org/archives/2026/02/iranian-regime-escalates-
hostilities-with-us-hardens-negotiating-position.php

(25) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/usa-iran-drohne-abgeschossen-
arabisches-meer-nahost

(26) https://www.fr.de/politik/dann-gibt-es-einen-militaerschlag-experte-nennt-
iran-aktion-suizidaer-nicht-alle-tassen-im-schrank-zr-94155323.html

(27) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10110
5840/iran-news-bessent-geht-iran-fuehrung-scharf-an.html

(28) https://www.memri.org/jttm/irgc-threatens-strike-bases-housing-us-forces-
jordan-iraq-bahrain-and-uae-if-they-take-part-us#_edn2

(29) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/irans-ajatollah-khamenei-die-spur-
des-geldes-reicht-bis-nach-frankfurt-accg-110828917.html

(30) https://www.derstandard.de/story/3000000304609/schattenvermoegen-des-
mullah-regimes-im-ausland-geheime-firmenliste-fuehrt-auch-nach-oesterreich

(31) https://www.derstandard.de/story/3000000304609/schattenvermoegen-des-
mullah-regimes-im-ausland-geheime-firmenliste-fuehrt-auch-nach-oesterreich

(32) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10110
5840/iran-news-bessent-geht-iran-fuehrung-scharf-an.html

(33) https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-sicherheitskonferenz-
demo-iran-100-000-menschen-protest-li.3381358

(34) https://www.bild.de/politik/wegen-der-proteste-50-000-menschen-im-
iran-verhaftet-69834e33c9ddc2c8009c1df4

 

Update: 7. Februar 2026

Truppenaufmarsch

Am Persischen Golf ist „relative Ruhe“ eingekehrt, vielleicht die „Ruhe vor dem Sturm“. Die U.S. Regierung hatte angekündigt, sie wolle bis zum 31. Januar den Truppenaufmarsch abschließen, und so ist es auch gekommen. Es gab im Verlauf der letzten Woche kaum noch Truppenverstärkungen.

„Wikipedia“ hat mittlerweile eine eigene Webseite „2026 United States military buildup in the Middle East“ (7 Seiten) zusammengestellt: https://en.wikipedia.org/wiki/2026_United_States_military_buildup_in_the_
Middle_East

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Das 2nd Infantry Brigade Combat Team der 34th Infantry Division der Iowa National Guard, das an der Operation INHERENT RESOLVE beteiligt war, wird in die USA zurückgezogen.

Obwohl die U.S. Regierung angekündigt hatte, dass sie ihre Truppen aus Syrien und Irak abzieht, werden stattdessen rund 1.900 Soldaten der 2nd Mobile Brigade Combat Team (2MBCT) der 10th Mountain Division aus Fort Drum (U.S. Bundesstaat New York) in den Nahen Osten verlegt. (1)

Gleichfalls will die U.S. Regierung mehrere hundert Mann der 36rd Infantry Division der Texas Army National Guard ab März 2026 vom Camp Mabry an den Golf verlegen. Wie schon 2020 sollen sich die Soldaten an der Operation SPARTAN SHIELD (OSS) in Jordanien, Saudi-Arabien und Kuwait beteiligen. (2)

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die U.S. Luftwaffe ist jetzt vor Ort mit drei „Air Expeditionary Wings“ (AEWs) vertreten: 379th AEW (al Udein AB in Qatar), 380th AEW (Al Dhafra AB in den VAE) und der 386th AEW (Ali al-Salem AB in Kuwait) sowie weiteren Verbänden vertreten.

Mindestens drei Propellerflugzeuge MV-22 OSPREY wurden am 30. Januar 2026 auf dem Luftstützpunkt Dqum (Oman) stationiert. (3)

Abwehrraketenstellungen mit MIM-104 PATRIOT wurden mittlerweile in Jordanien, Saudi-Arabien, Irak (?), Kuwait, Qatar und VAE aufgestellt.

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Der amerikanische Flugzeugträger CVN 77 USS GEORGE BUSH setzt seine Composite Training Unit Exercise (COMPTUEX) zwecks Einsatzzertifizierung fort. Ob und wann der Träger in die Karibik oder ins Mittelmeer bzw. den Nahen Osten verlegt, ist noch nicht bekannt. Jedenfalls hat der Flugzeugträger CVN 78 USS FORD seinen Einsatz vor der Küste Venezuelas beendet und ist in seinen Heimathafen Norfolk zurückgekehrt.

Der Lenkwaffenzerstörer DDG 84 USS BULKELEY (ARLEIGH-BURKE-Klasse Flight II A) legte am 15. Januar 2026 in NAS Rota (Spanien) an und patrouilliert derzeit – zusammen mit der DDG 80 USS ROOSEVELT – im Mittelmeer.

Die USS DELBERT D. BLACK hat den israelischen Hafen Eilat verlassen und patrouilliert durch das Rote Meer.

Nach einer viermonatigen Werftzeit hat der Lenkwaffenzerstörer DDG 103 USS TRUXTUN (ARLEIGH-BURKE-Klasse) am 3. Februar seinen Heimathafen NS Norfolk verlassen. Noch ist nicht bekannt, ob er zum amerikanischen Flottenverband in der Karibik oder im Mittelmeer stoßen wird. (4)

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

Auf dem Fliegerhorst in Diego Garcia befanden sich am 4. Februar zwei Transportflugzeuge für die Special Forces MC-130J COMMANDO II und drei Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER. Mit der MC-130J werden Sonderkommandos hinter den feindlichen Linien abgesetzt oder aufgenommen. Jede Maschine kann über 70 Fallschirmjäger aufnehmen. (5)

Auf dem Fliegerhorst RAF Mildenhall Im Vereinigten Königreich warten zwei Schlachtflugzeuge AC-130J GHOSTRIDER auf ihre Verlegung an den Golf. Sollten die Maschinen dort starten, wäre dies ein möglicher Indikator dafür, dass ein paar Stunden später der Krieg beginnt.

Man darf erwarten, dass die U.S. Militärs aus dem Scheitern der Operation EAGLE CLAW der Delta Force zur Befreiung der Geiseln in der Teheraner U.S. Botschaft am 24./25. April 1980 die notwendigen Schlüsse gezogen haben.

Verbündete:

Da sich durch die iranischen Drohungen gegen amerikanische Militärstützpunkte im Nahen Osten eine „mittelbare Gefährdung“ ergibt, hat das Operative Führungskommando (OpFüKdoBw) der Bundeswehr unter dem Kommando von Generalleutnant Alexander Sollfrank in Schwielowsee (Henning-von-Treskow-Kaserne) angeordnet, einen Großteil seiner Soldaten aus der Region abgezogen: Bisher waren in Jordanien (Feldlager und Tankflugzeuge auf dem Fliegerhorst Al-Asraq) und Irak (Militärmission in Bagdad und „Kurdistan Training Coordination Center“ [KTCC] in Erbil) rund 300 Soldaten stationiert. Nur einzelne Militärberater sollen weiterhin in Bagdad verbleiben. (6)

Aus Qatar wurden am 14. Januar 2026 alle deutschen Soldaten abgezogen, die dort im Rahmen der Anti-Terror-Operation gegen die Gruppierung Daesh (Operation INHERENT RESOLVE) im Einsatz waren. Sie hatten bisher Lufteinsätze organisiert. (7) So werden „alle nicht-missionskritischen Bundeswehrsoldaten“ aus dem Nahen Osten abgezogen. Zuvor hatte die dekadente iranische Propaganda die Bundeswehr als „terroristische Vereinigung“ gebrandmarkt, was in Deutschland nicht alle so einschätzen.

Der Bundeskanzler evakuierte sich selbst und hat seine Antrittsbesuche in mehreren Golfstaaten am 6. Februar in Abu Dhabi beendet. So scheint der Bundeskanzler – auf den ersten Blick - nicht „politisch naiv“ und kein „widerwärtiger Charakter“ zu sein, wie der widerliche Außenminister des Irans Glauben machen wollte. (8)

Die arabischen Verbündeten der USA hoffen weiterhin auf eine friedliche Lösung. Mahjoub al Zuweiry von der Universität in Qatar verwies darauf, dass mehrere arabische Staaten durch die Konflikten der vergangenen Jahrzehnte äußerst fragil sind:

„Die Staaten der Region wollen einen anderen Weg einschlagen als den der ständigen Kriege. Es gibt Länder in der Region, die aufgrund der verschiedenen Konflikte geschwächt sind oder gescheitert. Daher besteht der Wunsch, militärische Handlungen so weit wie möglich zu begrenzen." (9)

Verhandlungen:

Beide Seiten hatten Anfang der Woche vereinbart, dass ab Freitag, den 6. Februar, Verhandlungen beginnen sollten. Als Verhandlungsort war Istanbul (Türkei) ausgemacht, die Golfstaaten sollten ebenfalls an den Gesprächen beteiligt werden. Die U.S. Regierung stellte drei Forderungen auf:
1. Einstellung der Uran-Anreicherung und Abgabe von 440 kg hochangereichertem Uran-235
2. Reichweitenbeschränkung der Boden-Boden-Raketen
3 Einstellung der iranischen Unterstützung für deren Proxies – die Hisbollah im Libanon und die Hamas im Gaza-Streifen.

Demgegenüber forderten die Iraner die Schließung der U.S. Militärstützpunkte im Nahen Osten und die Aufhebung der Sanktionen.

Verhandlungsführer ist auf amerikanische Seite der Sondergesandte Stephen Charles „Steve“ Witkoff, der schon die Ukraine-Verhandlungen leitet. Außerdem wird der amerikanische Nahost-Beauftragte Jared Corey Kushner an den Gesprächen teilnehmen. Beide sind keine Experten für militärische oder militärtechnische Fragen. US-Vizepräsident James David Vance und Außenminister Marco Antonio Rubio reisten lieber zu den Olympischen Winterspielen nach Mailand, da sind die Prioritäten klar gesetzt! Die iranische Regierung ist durch ihren Außenminister Abbas Araghtschi und die beiden Vizeaußenministern Madschid Tacht-Rawantschi und Kasem Gharibabadi vertreten. (10)

Am Mittwochabend, den 4. Februar, schien es zeitweise so, als würden die Gespräche noch vor Beginn scheitern. Die Iraner waren mit der Wahl des Verhandlungsortes und dem Format der Gespräche mit einem Male nicht mehr einverstanden. Nachdem mehrere arabische Staaten die USA gedrängt hatten, diesen Nebenforderungen der Iraner nachzugeben, erklärte sich die U.S. Seite einverstanden. So finden die Gespräche nun zum vereinbarten Zeitpunkt im Oman statt, die Golfstaaten sind nicht mehr zugelassen und das Schwerpunkthema ist das iranische Atomprojekt. Verhandlungen über eine Beschränkung ihres Raketenarsenal lehnen die Iranis ab. (11)

Die iranische Seite mag es bereits als ihren „Erfolg“ werten, dass die USA überhaupt mit ihnen verhandeln, obwohl sie doch das Regime lieber „changen“ wollen. So kann das iranische Terrorregime mit dem Beginn der Verhandlungen die ermatteten Proteste bis zur nächsten Krise erst einmal aussitzen. Dabei hatte Trump doch erst kürzlich bzgl. des iranischen „Revolutionsführers“ Ali Chamenei erklärt: „Dieser Mann ist krank. (…) Sein Land ist aufgrund seiner schlechten Führung der schlechteste Ort zum Leben weltweit". (12) Außerdem drohte Trump Chamenei erneut, dieser „sollte sehr besorgt sein, ja, das sollte er“. (13) Allerdings hat so mancher Iraner mittlerweile den Eindruck, dass Trump mental noch kränker ist als Chamenei.

So ist unklar, ob die U.S. Regierung - nach fast fünfzig Jahren der bilateralen Konfrontation - an dem Ziel eines iranischen Regime- oder zumindest Machtwechsels immer noch festhält oder lieber auf die „Stabilität“ eines repressiven Regimes setzt. Trump hatte die Protestbewegung mit seinen Unterstützungsversprechen erst angeheizt, und dann die Protestbewegung sang- und klanglos fallen gelassen. Dafür wurde er nun auch von dem früheren Nationalen Sicherheitsberater der USA, John Robert Bolton, kritisiert: „Trump hat sie angestachelt und dann nichts unternommen.“ (14) Ein Grundproblem ist, dass die Einlassungen des amtierenden U.S. Präsidenten rational uneinschätzbar sind. Jedenfalls eines ist sicher: Eine Irankrise pro Jahr ist auf Dauer keine gute U.S. Außenpolitik.

Umgekehrt gibt es widersprüchliche Medienberichte dazu, inwieweit die Iraner zu Zugeständnissen bereit sind. So meinte Hans-Jacob Schindler vom International Centre for Counter-Terrorism (ICCT) in Den Haag (Niederlande) dazu:

„Erst ändern sie den Ort von Istanbul in den Oman. Dann schlagen sie ein streng bilaterales Treffen ohne Vermittlung durch die Omanis vor. Und kündigen an, explizit nicht über ihr Raketenprogramm sprechen zu wollen. (…) Das Regime ist Meister darin, so zu verhandeln, dass es möglichst nie zum Ergebnis kommt.“ (15)

Dem stimmt auch der Nahostexperte Daniel Gerlach vom Magazin „zenith“ zu, der meint, der Iran versuche die USA über den Tisch zu ziehen, indem man einen Verhandlungsmarathon anstrebt. (16) Auch Dr. Andreas Böhm von der Universität in Sankt Gallen (Schweiz) sieht aufgrund des traditionellen Misstrauens zwischen beiden Kontrahenten keine konfliktvermeidende Perspektive, wie die „Frankfurter Rundschau“ berichtete:

„Teheran gehe davon aus, dass das Scheitern der Gespräche und eine Eskalation durch US-Präsident Donald Trump bereits eingeplant sind, so Nahost-Experte Böhm gegenüber der Frankfurter Rundschau: „Die Iraner nehmen an, die Verhandlungen seien nur ein Vorwand, um ein Scheitern zu provozieren und dann einen Angriff zu legitimieren.“ Genauso groß sei das Misstrauen aufseiten der Amerikaner. Die Trump-Regierung glaube, „dass der Iran nur auf Zeit spielen und die Verhandlungen bis zum Sankt-Nimmerleinstag ausdehnen will“. (…)

Die Erwartungen gehen „grundlegend auseinander“, so Böhm. Der Iran will die Gespräche strikt auf das iranische Atomprogramm beschränken und ist laut dem Nahost-Experten auch nur gewillt, bei der Urananreicherung Kompromisse einzugehen. Und die USA? „Die Amerikaner wollen einen umfassenden Deal, insbesondere weil Israel auf der Raketenfrage besteht.“ (…)

Teheran soll nach Willen Washingtons sein Raketenprogramm begrenzen. Doch das sei für den Iran ein „No-Go“, betont Böhm: „Gerade die Raketen sind das letzte verbliebene Mittel der Abschreckung.“ In Reichweite der Kurz- und Mittelstreckenraketen Teherans liegen nicht nur alle Golfstaaten und Israel, sondern auch die Straße von Hormus, wo Unmengen an Erdöl global verschifft werden. Verzichtet der Iran darauf, verliert er ein entscheidendes globales Druckmittel.“ (…)

Einen Regimewechsel im Iran herbeizuführen, sei jedoch utopisch, ist sich Experte Böhm sicher: „Um einen Umsturz einzuleiten, müsste eine aufwändige, länger andauernde Mission durchgeführt werden, für die massive Ressourcen eingesetzt werden, was nicht in Trumps Kalkül passt und wofür es in den USA keine Unterstützung gäbe.“ Wahrscheinlicher sei eine beschränkte oder nur symbolische Militäraktion der USA. Dies würde zwar „Trumps hehre Worte unterfüttern“, aber keine nachhaltige Wirkung erzielen.“ (17)

Noch haben sich beide Seiten noch nicht einmal auf eine gemeinsame Tagesordnung oder einen Zeitrahmen für die Verhandlungen geeinigt. Ein zweites Gespräch wurde für nächste Woche vereinbart. Das Außenministerium Omans teilte am 6. Februar zum Ausgang der ersten Gesprächsrunde mit: „Die Beratungen waren darauf fokussiert, angemessene Bedingungen für die Wiederaufnahme diplomatischer und technischer Verhandlungen zu schaffen." (18) Das heißt im Klartext, ersteinmal wurde erwartungsgemäß gar nichts erreicht, aber ein späterer „Erfolg“ ist nicht ausgeschlossen. Gut!

Ergänzend zu den Verhandlungen im Oman telefonierte der amerikanische Präsident am 4. Februar mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Er forderte, der Chinese solle mehr Druck auf Iran ausüben. Trump hatte im vergangenen Monat angekündigt, dass die USA jedes Land, das weiterhin mit dem Iran Geschäfte macht, mit einem Zoll von 25 Prozent belegen werden. China ist der größte und zuverlässigste Handelspartner des (Handelsvolumen im Jahr 2025: 32 Milliarden Dollar) den Iran. (19)

Anscheinend am 5. Februar kam das israelische Sicherheitskabinett (HaKabinet HaMedini-Bithoni) vorzeitig zu einer Sitzung zusammen, um über die aktuelle Irankrise zu beraten. (20)

Die USA haben am 5. Februar ihre allzu doofen Staatsbürger erneut aufgefordert, den Iran umgehend in Richtung Türkei oder Aserbaidschan zu verlassen:

„Actions to Take:
- Leave Iran now. Have a plan for departing Iran that does not rely on U.S. government help.
- Flight cancellations and disruptions are possible with little warning. Check directly with your airlines for updates.
- If you cannot leave, find a secure location within your residence or another safe building. Have a supply of food, water, medications, and other essential items.
- Avoid demonstrations, keep a low profile, and stay aware of your surroundings.
- Monitor local media for breaking news. Be prepared to adjust your plans.
- Keep your phone charged and maintain communication with family and friends to inform them of your status.
- Enroll in the Smart Traveler Enrollment Program (STEP) to receive the latest updates on security in Iran.

U.S.-Iranian dual nationals must exit Iran on Iranian passports. The Iranian government does not recognize dual nationality and will treat U.S.-Iranian dual nationals solely as Iranian citizens. U.S. nationals are at significant risk of questioning, arrest, and detention in Iran. Showing a U.S. passport or demonstrating connections to the United States can be reason enough for Iranian authorities to detain someone. U.S. citizens who do not have a valid U.S. passport in their possession should apply for one at the nearest U.S. embassy or consulate after departing Iran.” (21)

Es gilt als eher unwahrscheinlich, dass Trump einen all-out-war gegen den Iran riskieren wird. Sein großkotziges Auftreten und seine martialischen Drohungen erinnern an die albernen Auftritte eines Benito Mussolini, allerdings gilt Trump eher als ein überkandidelter „Hasenfuß“. Die Amerikaner sprechen hier vom „wimp factor“. Nicht zuletzt befand der Minderheitsführer der Demokraten im Repräsentantenhaus Hakeem Sekou Jeffries am 5. Februar 2026: „Donald Trump ist ein abscheulicher, gestörter und bösartiger Widerling.“ (22) Nicht gut!

Streit um Atomprogramm

Die derzeitige Krise ist durch die blöde Außenpolitik des doofen Trump und seine Großmannssucht erst ausgelöst worden, als der das Atomabkommen mit dem Iran unnötig und ohne einen alternativen Politikansatz aufkündigte:

Um das Jahr 2000 betrieb der Iran ein geheimes Programm zur Entwicklung und Herstellung einer nationalen Atomwaffe unter der Codebezeichnung PROJEKT AMAD. Als der iranischen Führung klar wurde, dass Israel und die USA niemals die Entwicklung einer solchen Bombe zulassen würde, änderte Teheran seine Politik. Fortan wurde die mögliche Entwicklung einer Atombombe lediglich als „bargaining ship“ in Verhandlungen eingesetzt, um von den Amerikanern oder Europäern Zugeständnisse zu erpressen. „Die Hürde für den Bau eines nuklearen Arsenals war nie technischer, sondern immer politischer Natur,“ befand Prof. Jeffrey Lewis vom „James Martin Center for Nonproliferation Studies“ (CNS) in Monterey.

So mutet das iranische Atomprogramm letztendlich ziemlich absurd an. Normalerweise dient ein solches Programm zivilen und/oder militärischen Zwecken. Im Falle des Irans ist beides nicht gegeben. Der alleinige Atomreaktor in Buschehr liefert nicht genügend Strom, um bei der zivilen Energieversorgung des Irans eine nennenswerte Rolle zu spielen. Die beiden vorhandenen Anreicherungsanlagen (Fordo und Natanz) tragen zwar zur Produktion von hochangereichertem Uran-235 bei, aber dieses hat nur eine Konzentration von 60 Prozent, während es zur Entwicklung einer Atombombe auf einen „waffenfähigen“ Anreicherungsgrad von mindestens 90 Prozent konzentriert werden müsste. So dient das Atomprogramm in der bestehenden Form ausschließlich kostspieligen „Forschungszwecken“ und politischen Interessen. Daher kann die iranische Regierung ihr Atomprogramm prinzipiell aufgeben, wenn sie dafür „angemessene“ Zusagen erhält.

Um das iranische Atomprogramm nachhaltig zu stoppen, wurde der Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA) am 14. Juli 2015 ausgehandelt. Es handelte sich um ein Abkommen im Format „E3/EU+3“: USA, Russland, China und die drei EU-Staaten UK, Frankreich, BRD plus Iran. Aber der Vertrag war von der Obama-Regierung mangelhaft ausgearbeitet worden, erlaubte nur bedingt Onsight-Inspektionen durch die International Atomic Energy Agency (IAEA) und ermöglichte der Regierung in Teheran zugleich die Fortsetzung ihrer aggressiven Außenpolitik, wie der frühere Nationale Sicherheitsberater Generalleutnant Herbert Raymond McMaster in seinen Memoiren „At War With Ourselves – My Tour of Duty in the Trump White House“ 2024 feststellte (Seite 223):

"(T)he deal gave the regime a cash payment of $1.7 billion up front and a subsequent payout of approximately $100 billion (nach anderen Angaben bis zu 150 Mrd. Dollar, G. P.) in unfrozen assets. As cash flowed to the regime, Iran used the windfall to intensify its proxy wars and expand sectarian conflicts in the region. In the words of former CENTCOM commander Gen. Joseph Votel, Iran grew "more aggressvie in the days (after) the agreement.""

Obwohl die USA über keine Alternative zum Abkommen verfügten, beschloss Trump am 8. Mai 2018 aus dem Vertrag auszuscheiden. Dies hatte nur symbolische Bedeutung, da die anderen Signatarstaaten (Russland, China, Deutschland, Frankreich und Großbritannien sowie der Iran) weiter an dem Wiener Abkommen festhielten.

Der damalige Verteidigungsminister James Norman Mattis ließ bereits seit Ende 2017 Contingency-Plans (CONPLANs) für einen (Luft-)Angriff auf Iran ausarbeiten. So griff Trump am 19. Mai 2019 auf klassische Drohpolitik zurück: „Wenn der Iran kämpfen will, wird das das offizielle Ende des Iran sein. Bedroht nie die Vereinigten Staaten.“ Bald darauf griffen die Iraner sechs Tankschiffe an und schossen mehrere U.S.-Aufklärungsdrohnen (MQ-9 REAPER und RQ-4A GLOBAL HAWK) ab. Daraufhin befahl Trump für den 20. Juni 2019 einen Luftangriff auf zwei bis drei Ziele (Radarstationen und Raketenbatterien) an der iranischen Golfküste. Kurz vor Ausführung der Operation befahl Trump deren Abbruch: „Als ich gefragt habe, wie viele sterben werden. 150 Menschen, Sir, war die Antwort eines Generals. Zehn Minuten vor dem Schlag habe ich ihn gestoppt." So sagte Trump den Luftangriff kurzfristig ab. Stattdessen befand er: „Ich habe keine Eile (…) Der Iran kann NIE Atomwaffen haben.“

Am 22. Juni 2025 kam es dann doch zu einem Luftangriff - Operation MIDNIGHT HAMMER. Dabei wurden die Uranhexafluoridanlage in Isfahan und die beiden Anreicherungsanlage beschädigt, was aber nur vorübergehend zu einer Stilllegung der Produktion dieser Anlagen führte, wie die Defense Intelligence Agency (DIA) in ihrem einem „Bomb Damage Assessment“ (BDA) anschließend feststellen musste. Dies widersprach der Trumpschen Propaganda, wonach die Ziele „ausgelöscht“ worden waren. Angesichts dieser „Kritik“ feuerte Trump den DIA-Direktor Generalleutnant Jeffrey A. Kruse am 22. August 2025 und ersetzte ihn schließlich durch den Kommissarischen Leiter Generalmajor Constantin E. Nicolet.

Während das Regime in Teheran zu Zugeständnissen bei ihrem Atomprogramm bei entsprechendem Druck geneigt sein mag, lehnen die Mullahs jegliche fremden Auflagen bzgl. ihres Raketenarsenals ab, da der „Erzfeind“ Israel durch die militärgeographischen Gegebenheiten (Entfernung Teheran – Tel Aviv 1.583 km) nur durch Mittelstreckenraketen bekämpft werden kann. Zwar gelten Mittelstreckenraketen mit einem konventionellen Sprengkopf aufgrund ihrer Zielabweichung als nicht effizient, aber den Iranern fehlt die technische Alternative und daher spekulieren sie auf die „psychologische Wirkung“ explodierender Raketengefechtsköpfe. Überlegungen der USA, das Arsenal irgendwie zu neutralisieren (NORDIC THRUST, UNIFIED QUEST 03, etc.) scheiterten. So können die Israelis lediglich auf die Wirksamkeit ihres Raketenabwehrschirms IRON DOME vertrauen.

Zwischenfälle:

Am 31. Januar kam es zu mehreren Explosionen in verschiedenen iranischen Städten: Ahwas, Bandar Abbas, Karaj und Parand. Angeblich handelte es sich bloß um zivile Unfälle im Umgang mit Gasflaschen. (23)

Ein Marinemanöver, dass die Iraner mit den Russen und Chinesen am 1. und 2. Februar in der Straße von Hormus abhalten wollte, wurde abgesagt, um irgendwelche Zwischenfälle von vornherein zu vermeiden. Dennoch kam es zweimal zu einer begrenzten Konfrontation:

Am 3. Februar kam es zu einem Zwischenfall, als zwei bis sechs iranische Schnellboote und eine iranische Aufklärungs- oder Kampfdrohne vom Typ MOHAJER den zivilen, amerikanischen Tanker „Stena Imperativ“ in der Straße von Hormus entern wollten. (24) Der amerikanische Lenkwaffenzerstörer DDG 74 USS McFAUL kam dem Tanker zu Hilfe, der seine Fahrt in Richtung Golf von Oman fortsetzen konnte.

Am 3. oder 4. Februar flog eine iranische Aufklärungsdrohe vom Typ SHAHED-129 (Reichweite: 1.700 km, Nutzlast 400 kg, u. a. OGHAB-6 Elektro-optischer Sensor) auf den amerikanischen Flugzeugträger USS ABRAHAM LINCOLN zu. Die Iraner behaupteten später, sie hätten den Funkkontakt zu der ferngesteuerten Drohne verloren gehabt. Von Bord des Trägers stieg ein Alarmflugzeug F-35C LIGHTNING II auf und schoss die Drohne ab. (25) ICCT-Direktor Hans-Jakob Schindler meinte dazu: „Das hat schon ansatzweise suizidäre Züge. Oder anders: Man muss fragen, ob die noch alle Tassen im Schrank haben. (…) Mit einer Drohne so nah ranzufliegen, ist ganz eindeutig eine Provokation.“ (26)

Die „Revolutionsgarden“ beschlagnahmten am 5. Februar bei der Insel Farsi zwei zivile Öltanker und nahmen die 15 Mann der Schiffsbesatzungen gefangen. Sie hätten angeblich Öl geschmuggelt. (27)

Am 29. Januar wiederholten die Pasdaran ihre Vergeltungsdrohung gegen den jordanischen Fliegerhorst Muwaffaq Salti AB und am 3. Februar gegen die Luftstützpunkte Harir bei Erbil (Irak), Shaik Isa in Bahrain und al-Dhafra (VAE). (28)

Sonstiges:

Das kleptokratische Regime der Mullahs hat das iranische Volk fast fünfzig Jahre ausgeplündert. So verfügt Ajatollah Ali Chamenei über einen umfassenden Immobilienbesitz auch in Deutschland, insbesondere in Hessen, die er über die Organisation Setâd-e Ejrây-ye Farmân-e Emâm (Kurzname: Setad) durch seinen Sohn Mojtabe Chamenei verwalten lässt. So soll Ali Chamenei über den iranischen Bankier Ali Ansari von der Bank „Ayandeh“ Anteile an Objekten bekannter deutscher Hotelketten in Frankfurt und auf Mallorca erworben haben, was von dem Banker bestritten wird. Außerdem erwarb Ansari Anteile an einem Einkaufszentrum in Oberhausen. Die Finanzierung lief über Briefkastenfirmen in der Schweiz, Liechtenstein und den VAE. (29)

So haben die Mullahs ihre Schattenvermögen über staatliche Wirtschaftskonglomerate im Ausland angelegt. Dazu zählen die Kooperationsstiftung der iranischen Streitkräfte, die Bonyad-e Ta'avon-e Artesh unter dem Kommando von Brigadegeneral Mohammad Qasem Nazer, weiterhin die Stiftung der Revolutionsgarde (Bonyad-e Ta’avon-e Sepah) unter Leitung von General a. D. Mohammad Ali Dschafari und die Stiftung der Polizei und Sicherheitskräfte (Bonyad-e Ta’avon-e NAJA) unter der Leitung von Habil Darvish. „Um die Assets der Kooperationsstiftung zu schützen, übersende ich Ihnen eine Liste ausländischer Unternehmen, denen wir treuhändisch Geld überantwortet haben", schrieb Brigadegeneral Nazar am 4. Januar 2026 an den Leiter der Auslands- und Devisenabteilung der iranischen Zentralbank. Einige der Firmen seien aktiv und andere inaktiv. Das Vermögen der Unternehmen solle „eingewechselt und in Form von Kryptowährungen auf Konten transferiert werden, die unter Ihrer Kontrolle stehen“. Dies müsse „schnellstmöglich“ passieren, da sonst westliche Politiker und Behörden die Gelder einkassieren würden. (30)

Nach Angaben des U.S. Finanzministers Scott Kenneth Homer Bessent, verfrachten die Mullahs zur Zeit ihre mobilen Reichtümer ins Ausland. „Wir werden diese Assets aufspüren. Sie werden sie nicht behalten können," versprach Bessent. Demgemäß hat das US-Außenministerium eine Belohnung von bis zu 15 Millionen Dollar für Tipps zur Enthüllung des geheimen internationalen Firmennetzwerks der Revolutionsgarde ausgeschrieben. (31) „Die Ratten verlassen also das sinkende Schiff,“ erklärte Bessent vor einem Kongressausschuss. (32)

Parallel zur Münchner Sicherheitskonferenz, wo sich die Polit- und Militärprominenz ein Stell-Dich-Ein gibt, hat die NGO „The Munich Circle“ unter Leitung von Farhid Habibi zu einer Großdemonstration gegen das Mullah-Regime am 14. Februar in München aufgerufen. Zu den Rednern zählt der Sohn des letzten Schah, Reza Pahlavi. Die Mobilisierung läuft europaweit. Die Veranstalter rechnen mit 100.000 Teilnehmern. Es bleibt abzuwarten, ob diese Zahl tatsächlich erreicht wird. (33)

Derweil geht die Verhaftungswelle im Iran weiter. Mittlerweile sollen im Rahmen der iranischen Counterinsurgency über 50.000 Menschen eingeknastet worden sein. (34)

Durch die von der U.S. Regierung angekündigten Sanktionen gegen Länder, die mit dem Iran weiterhin Geschäfte machen, wird sich die Lage der iranischen Zivilbevölkerung nicht verbessern, sondern noch weiter verschlimmern. Derweil warten die Iraner weiterhin auf „Hilfe“.

Quellen:

(1) https://en.wikipedia.org/wiki/2nd_Brigade_Combat_Team,_10th_Mountain_
Division_(United_States)

(2) https://www.army.mil/article/290330/texas_guards_36th_infantry_division_
prepares_for_middle_east_deployment

(3) https://www.nytimes.com/2026/01/29/us/politics/trump-iran-us-military-maps.html

(4) https://www.zona-militar.com/en/2026/02/05/without-confirming-its-deployment-
destination-the-u-s-navy-destroyer-uss-truxtun-departed-from-naval-station-norfolk/

(5) https://x.com/MarioNawfal/status/2018528626900120001

(6) https://www.spiegel.de/politik/iran-usa-spannungen-bundeswehr-reduziert-
kraefte-im-nordirak-deutlich-a-07309e7c-8b03-443d-b352-0140c837b6f6

(7) https://augengeradeaus.net/2026/01/spannungen-um-iran-auch-bundeswehr-
zieht-soldaten-aus-luftwaffenstuetzpunkt-in-katar-ab7

(8) https://www.focus.de/politik/ausland/widerwaertiger-charakter-irans-aussen
minister-attackiert-kanzler-merz_969810fb-d3b1-415e-9cab-18445af2a5f2.html

(9) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-gespraeche-oman-ende-100.html

(10) https://www.fr.de/politik/iran-usa-konflikt-trumps-verhandlungen-mit-mullahs
-vor-dem-scheitern-zr-94155146.html

(11) https://de.euronews.com/2026/02/04/nukleargesprache-usa-iran-abgesagt

(12) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10111
5596/iran-gegen-usa-golfstaaten-fuerchten-flaechenbrand.html

(13) https://www.fr.de/politik/iran-und-usa-wollen-heute-neue-verhandlungen-
starten-zr-94157100.htm

(14) https://www.focusplus.de/politik/usa-iran-trump-hat-glaubwuerdigkeits
problem-zwei-optionen-9656?utm_source=fol_app&utm_medium=referral&utm_campaign=&utm_content=article

(15) https://www.fr.de/politik/dann-gibt-es-einen-militaerschlag-experte-nennt-
iran-aktion-suizidaer-nicht-alle-tassen-im-schrank-zr-94155323.html

(16) https://www.focus.de/politik/usa-und-iran-verhandeln-was-jetzt-auf-dem-
spiel-steht_fd09c843-0e08-43a0-abca-228465dacd4d.html

(17) https://www.fr.de/politik/experte-sieht-bei-usa-iran-verhandlungen-
nur-einen-hoffungsstreifen-zr-94158114.htm

(18) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-usa-verhandlungen-
oman-atomprogramm-gxe

(19) https://de.euronews.com/2026/02/05/xi-trump-iran-sanktionen

(20) https://www.spiegel.de/ausland/iran-eroeffnet-unterirdische-raketenstadt-in-
israel-tagt-das-sicherheitskabinett-a-856c6641-2ad6-4fc1-830c-e661b76123b8

(21) https://ir.usembassy.gov/security-alert-land-border-crossings-february-5-2026

(22) https://www.deutschlandfunk.de/tiefer-geht-es-nicht-trump-veroeffentlicht-
rassistisches-video-ueber-seinen-amtsvorgaenger-obama-100.html

(23) https://en.wikipedia.org/wiki/2026_Iran_explosions

(24) https://www.longwarjournal.org/archives/2026/02/iranian-regime-escalates-
hostilities-with-us-hardens-negotiating-position.php

(25) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/usa-iran-drohne-abgeschossen-
arabisches-meer-nahost

(26) https://www.fr.de/politik/dann-gibt-es-einen-militaerschlag-experte-nennt-
iran-aktion-suizidaer-nicht-alle-tassen-im-schrank-zr-94155323.html

(27) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10110
5840/iran-news-bessent-geht-iran-fuehrung-scharf-an.html

(28) https://www.memri.org/jttm/irgc-threatens-strike-bases-housing-us-forces-
jordan-iraq-bahrain-and-uae-if-they-take-part-us#_edn2

(29) https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/irans-ajatollah-khamenei-die-spur-
des-geldes-reicht-bis-nach-frankfurt-accg-110828917.html

(30) https://www.derstandard.de/story/3000000304609/schattenvermoegen-des-
mullah-regimes-im-ausland-geheime-firmenliste-fuehrt-auch-nach-oesterreich

(31) https://www.derstandard.de/story/3000000304609/schattenvermoegen-des-
mullah-regimes-im-ausland-geheime-firmenliste-fuehrt-auch-nach-oesterreich

(32) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_10110
5840/iran-news-bessent-geht-iran-fuehrung-scharf-an.html

(33) https://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen-sicherheitskonferenz-
demo-iran-100-000-menschen-protest-li.3381358

(34) https://www.bild.de/politik/wegen-der-proteste-50-000-menschen-im-
iran-verhaftet-69834e33c9ddc2c8009c1df4 


Update:15. Februar 2026

Truppenaufmarsch

Nach der Entsendung des Flugzeugträger USS ABRAHAM LINCOLN und der Mobilisierung der USS GERALD R. FORD als zweiten Träger, der voraussichtlich ab dem 21 Februar im Einsatzgebiet ankommen wird, kündigte U.S. Präsident Donald John Trump weitere Verstärkungen an. Am 13. Februar sprach er in Fort Liberty (North Carolina) von der Entsendung einer „very big force“. In der saloppen Art, in der dieser Militärbanause über Kriegsmöglichkeiten spricht, als hätte er mit seinen eigenen Entscheidungen und Befehlen nichts zu tun, führte er weiter aus: “Well, in case we don't make a deal, we'll need it. (...) If we have a deal, we could cut it short. (…) And if they're not, it's going to be a bad day for Iran — very bad.” (1)

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die U.S. Army hat ihre syrische Basis al-Tanf im Dreiländereck Syrien-Irak-Jordanien, die U.S. Truppen zur Bekämpfung des „Islamischen Staates“ beherbergte, geschlossen. Die Truppen wurden nach Jordanien verlegt. Zur Zeit unterhalten die USA noch den Stützpunkt Qasrak in Hasakeh (Syrien). (2)

Die U.S. Heeresflieger wollen Kampfhubschrauber vom Typ AH-64 APACHE, die mit Feldraketen M230 HYDRA ausgerüstet sind, in den Nahen Osten verlegen. (3)

Derweil setzen die U.S. Streitkräfte die Evakuierung ihres nicht benötigten Zivilpersonals (Non-combatant Evacuation Operation – NEO) im Nahen Osten fort. Ein Teil der Zivilbevölkerung an den U.S. Basen wurde nach Italien verbracht.

Für einen „längeren“ Krieg fehlt es – nach wie vor – an Bodentruppen: Im Irakkrieg hatten die USA 160.000 Soldate aufgeboten, im Afghanistankrieg 100.000 Mann.

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die Zahl der in der Region stationierten Flugzeuge hat sich nach Angaben der „BBC“ weiter erhöht:
- C-17 GLOBEMASTER III: ungefähr 110 Transportflüge
- C-5M SUPER GALAXY: mindestens 5 Transportflüge
- C-130J/H SUPER HERCULES: zahlreiche Transportflüge
- KC-46 PEGASUS und KC-135 STRATOTANKER: bis zu 20 Maschinen, vor allem in al - Udeid (Qatar) und Diego Garcia
- HC-130J Combat King II: die Zahl der Rettungsflugzeuge wurde auf 4 Maschinen erhöht. - Sie sind auf der Muwaffaq al-Salti Air Base (Jordanien) und in Diego Garcia stationiert
- E-11A Battlefield Airborne Communications Node (BACN): Die Zahl dieser Relaisflugzeuge wurde auf 3 erhöht: 2 auf der Prince Sultan AB (Saudi-Arabien) und 1 in Chania (Griechenland)
- RC-135 RIVET JOINT: 1 Flugzeug in al Udeid AB
- WC-135R CONSTANT PHOENIX: 1 Spezialflugzeug in Bereitschaft auf der RAF Mildenhall  (UK)
- F-35A LIGHTNING II: 6 Maschinen zur Verstärkung auf der NAS in Rota (Südspanien)
- EA-18G GROWLER: 4 Maschinen in Muwaffaq al-Salti AB (Jordanien), 2 weitere Maschinen in Bereitschaft in Morón de la Frontera (Südspanien)
- F-15E STRIKE EAGLE: ca. 35 bis 36 Maschinen in der Region, so in Muwaffaq al-Salti AB (Jordanien)
- A-10C THUNDERBOLT II: ca. 9 alte Flugzeuge zur Unterstützung von Bodentruppen oder Bekämpfung von Erdzielen in Muwaffaq al-Salti AB (Jordanien)
- Drohnen
- Raketenabwehrsysteme PATRIOT und THAAD: u. a. al Udeid (Qatar), Prince Sultan (Saudi-Arabien), Ali Al Salem (Kuwait), Isa Air Base (Bahrain) und Muwaffaq al-Salti (Jordanien). (4)

Ein Detachment mit U-2 DRAGON LADY ist routinemäßig in Akrotiri (Zypern) disloziert, ob sich derzeit tatsächlich ein Aufklärer dort befindet, ist hier nicht bekannt. (5)

Auch eine E-3G SENTRY AWACS (Airborne Warning and Control System) wurde am 5. Februar an den Golf verlegt. (6)

Mindestens ein bis zwei Relaisflugzeuge E-11A sind seit dem Januar 2026 auf der Prince Sultan AB (Saudi-Arabien) stationiert.

Über die Whiteman Air Force Base (WAFB) in Missouri, wo die strategischen Bomber vom Typ B-2A SPIRIT des 509th Bomb Wing (509th BW) stationiert sind, drang bisher nichts an die Öffentlichkeit. Es handelt sich um 19 bis 20 einsatzbereite Maschinen. Seit Anfang des Jahres befinden sich die Bomber in einem erhöhten Alarmzustand (elevated alert). (7) Auf der Basis ist die 509th Security Forces Squadron mit ihrem Base Response Team (BRT), insgesamt 105 Wachsoldaten, für die Sicherheit zuständig.

Am 9. Februar verlegten sechs F-35 LIGHTNING II des 158th Fighter Wing (158th FW) der Vermont National Guard (VANG) von der Burlington ANG Base nach RAF Lakenheath (UK). Nach dieser Zwischenlandung flogen die Maschinen am 11. Februar weiter zur Muwaffaq Salti AB in Jordanien. (8) Begleitet wurden die Maschinen von drei Tankflugzeugen KC-135 STRATOTANKER von der Bangor ANG Base (Maine), die vorrübergehend in RAF Mildenhall stationiert waren. (9)

Weitere sechs F-35 LIGHTNING II der Vermont National Guard verlegten Ende Januar von Puerto Rico nach Morón de la Frontera (Spanien) Die Kampfflugzeuge legten in Lajes Field auf den Azoren eine Zwischenlandung ein. Wann sie weiterfliegen ist unklar. (10) Weitere 6 F-35 flogen am 6. Februar von RAF Marham (UK) nach Akrotiri (Zypern).

Die Erdkampfunterstützungsflugzeuge A -10C THUNDERBOLT II auf der Muwaffaq Salti AB in Jordanien stammen von der 75th Fighter Squadron „Tiger Sharks“ der 23rd Fighter Group auf der Moody AFB in Valdosta (Georgia). Sie sind seit Dezember 2025 in Jordanien im Rahmen der Operation HAWKEYE STRIKE zur Bekämpfung des „Islamischen Staates“ stationiert. (11)

Am 31. Januar 2026 wurden mehrere Rettungshubschrauber HH-60W JOLLY GREEN II eingeflogen. (12)

Es wurden weit über 100 Transportflüge mit C-17A / C-5M in den Nahen Osten registriert. Zu den umfangreichen Transportflügen wurde folgende Statistik veröffentlicht:
Abflughäfen: Fort Hood (36x), Fort Bliss (8x) und Kadena AB (6x)
Zielhäfen: Muffaraq al-Salti AB (17x), Prince Sultan AB (8x), Ali al Salem AB (8x), al Udeid (3x) und Isa AB (3x). Die Zahl der Abflughäfen und der Zielhäfen stimmt nicht überein, dennoch liefert diese Tabelle einen ersten Überblick, woher das Kriegsmaterial kam und wohin es gebracht wurde.
(13)

Zur Ladekapazität dieses Flugzeugtyps (77.519 kg) heißt es:

“In context, this means the airlifter can transport a single 69-tonne M1 Abrams main battle tank (stripped down); up to three M3 Bradley infantry fighting vehicles; up to ten armoured Humvees; three medium lift helicopters or one heavy-lift rotorcraft; and it is also designed to airdrop 102 paratroopers with accompanying equipment.” (14)

Die Krise im Nahen Osten hinterlässt auch in Deutschland ihre Spuren. So sind die amerikanischen Luftstützpunkte in der BRD, Ramstein und Spangdahlem, „around-the-clock“ in Betrieb. In Ramstein, wo das 86th Airlift Wing (86th AW) disloziert ist, haben Spotter Mitte Februar eine ungewöhnlich hohe Ansammlung von Frachtflugzeuge registriert: 1 C-5M SUPER GALAXY, 12 C-17A GLOBEMASTER III und 7 C-130J SUPER HERCULES. (15)

Die im Nahen Osten eingesetzten KC-46 PEGASUS gehören u. a. zur 77th Expeditionary Air Refueling Squadron (77th EARS) des 378th Air Expeditionary Wing (378th AEW). Die Tankerstaffel ist auf der Seymour Johnson Air Force Base (North Carolina) stationiert. (16)

Eine weitere KC-46 (Serial: 20-46073) hatte in Morón de la Frontera (Spanien) einen Landeunfall:

“A flight of Air Force F-35A stealth fighters, used in the raid to capture Maduro, is still stuck in Rota, Spain, according to online flight trackers. The jets, reportedly bound for Jordan, became marooned there after a KC-46 mishap at Moron Air Base, some 50 miles to the northeast, shut the runway for days. While the Moron runway has since been reopened, it remains unclear how many flights have been launched.” (17)

Die Kriegsplanung gegen den Iran hat mit einem schwerwiegenden Problem zu kämpfen – Munitionsmangel: Es geht um die Bunker-Buster-Guided Bomb Unit vom Typ GBU-57A/B MOP (Massive Ordnance Penetrator). Die Spezialbomben haben bei einer Länge von 6,2 m und einem Durchmesser von 0,8 m ein Eigengewicht von 13,6 Tonnen mit einer Sprengladung aus 2603 kg M6-Sprengstoff. Mit ihrer Spitze aus spezialgehärtetem Stahl können sie vor ihrer Detonation bis zu 61 m ins Erdreich eindringen und so jedwede Bunkeranlage beschädigen oder zerstören. Allerdings gibt es ein Problem: Die U.S. Air Force hat 2015 nur 20 Exemplare bestellt, davon wurden 14 bei der Operation MIDNIGHT HAMMER gegen die iranischen Atomanlagen im Juni 2025 „verbraucht“. (18) Da die Luftwaffe verpasst hat, rechtzeitig Nachschub zu bestellen, verfügt sie heute nur noch über sechs Bomben, mit denen ein bis sechs Ziele bekämpft werden können. Nun hat sie in einer Ausschreibung weitere Bomben mit höchster Dringlichkeit für 100 Millionen Dollar bestellt. Die Zahl der bestellten Exemplare wurde nicht genannt, aber der Stückpreis für die Bomben lag früher bei 3,5 Millionen Dollar. Da die Bomben aufgrund der geringen Anzahl quasi in Handarbeit hergestellt werden müssen, braucht es seine Zeit, bis die neuen Exemplare zur Verfügung stehen. (19) Alternativ muss die U.S. Air Force auf kleinere, weniger effektive Bunker-Buster wie die GBU-28B DEEP THROAT (Eindringtiefe 6,7 m durch Stahlbeton, 545 kg Tritonal, Produktion 33 Bomben) oder die GBU-37 GPS Guided Missile (GAM) (Eindringtiefe 6 m Stahlbeton oder 30 m Erdreich, Eigengewicht des Gefechtskopfes 2.041 kg), etc. zurückgreifen.

Auf dem Fliegerhorst al Udein (Qatar) wurden Anfang Februar die ortsfesten Abwehrraketen MIM-104 PATRIOT durch mobile MIM-104 PATRIOT ersetzt. Diese sind auf Schwerlast-Lkw M983 HEAVY EXPANDED MOBILITY TACTICAL TRUCK (HEMTT) montiert. (20)

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Der Flugzeugträger CVN 77 USS GEORGE H.W. BUSH ist mit seinem „Carrier Air Wing 7“ (CVW-7) am 3. Februar aus seinem Heimathafen Norfolk (Virginia) ausgelaufen. Weder gab es Angaben zu den Begleitschiffen seiner Carrier Strike Group (CSG) noch zu seinem zukünftigen Einsatzgebiet. (21) U.S. Präsident Trump erklärte am 10. oder 11. Februar: „Wir haben eine Flotte, die unterwegs ist, und eine weitere könnte folgen.“ (22) Nach Angaben von „The War Zone“ vom 11. Februar wird der Träger seine anstehenden Übungen in zwei Wochen beendet haben und sich dann auf den Weg in den Nahen Osten machen. Das Online-Magazin zitierte das “Wall Street Journal”: „One of the officials said the Pentagon was readying a carrier to deploy in two weeks, likely from the U.S. East Coast. (…) The aircraft carrier USS George H.W. Bush is completing a series of training exercises off the coast of Virginia, and it could potentially expedite those exercises.” (23) Danach soll das Schiff in den Nahen Osten verlegen, meldete die „Jüdische Allgemeine“ (24), gleiches vermeldeten auch „WION News“ (25) und die „Gulf News“. (26) Allerdings wird der Träger mit seinen Geleitschiffen nicht in Nahost zum Einsatz kommen, sondern vor der Küste Kubas.

So berichtete „Defense Europe Industry“, nicht die USS BUSH, sondern die USS GERALD R. FORD würde in den Nahen Osten entsandt. (27) Gleiches meldete auch der „Middle East Monitor“ (28) und „The Maritime Executive“, etc.. (29)

Die USS GERALD R. FORD ist das Typschiff und derzeit einzige Exemplar der FORD-Klasse. Es ist mit 337,1 m Länge, einer Breite des Flugdecks von 78 m und einer Wasserverdrängung von 100.000 t das größte und teuerste jemals gebaute „Waffensystem“ der Welt. Es verfügt erstmalig über ein modernes Startsystem (Electromagnetic aircraft launch system – EMALS).

Der Träger war während seines derzeit laufenden Einsatzes bereits im Juni 2025 in europäischen Gewässern stationiert und anschließend an dem U.S. Kampfeinsatz gegen Venezuela mittelbar beteiligt. Eigentlich sollen Einsatzzeiten in Friedenszeiten die Frist von sechs Monaten nicht übersteigen, und eigentlich müsste das Schiff längst für Wartungs- und Reparaturarbeiten auf die Werft. Stattdessen wird es nun erneut in den Nahen Osten verlegt. Damit könnte er einen neuen „Rekord“ bzgl. der Einsatzdauer aufstellen und Mitte April den alten „Rekord“ der CVA 41 USS MIDWAY vor der Küste Vietnams (1972/73) einstellen.

Es ist unklar, wer im Pentagon diese Entscheidung getroffen hat. Politisch verantwortlich sind Kriegsminister Peter Brian Hegseth und Oberbefehlshaber Donald Trump, der zum Einsatz der USS FORD erklärte: „We`ll need it if we don´t make a deal.“ Jedenfalls ist die U.S. Admiralität angesichts dieser militärischen Torheit nicht erbaut, sie befürchtet Schäden an ihrem größten Kriegsschiff. So warnte der amerikanische Marinechef, der Chief Naval Operations (CNO), Admiral Daryl Lane Caudle, bereits im Januar 2026:

“I think the Ford, from its capability perspective, would be an invaluable option for any military thing the president wants to do. (…) But if it requires an extension, it’s going to get some push back from the CNO. And I will see if there is something else I can do. (…)

I am a big non-fan of extensions, and because they do have significant impact. (…) Number one, I’m a sailors-first CNO. People want to have some type of certainty that they’re going to do a seven-month deployment. (…)

So now, when the ship comes back, we expected the ship to be in this level of state in which it was used during that seven-month deployment, when it goes eight, nine-plus months, those critical components that we weren’t expecting to repair are now on the table. (…) The work package grows, so that’s disruptive.” (30)

Das Schiff kann bis zu 90 Flugzeuge aufnehmen. Zur Zeit befindet sich das Carrier Air Wing EIGHT (CVW-8) (Leitwerkskennung: „AJ“ auf dem Höhenleitwerk der Flugzeuge) an Bord. Das Trägergeschwader hat folgende Gliederung:

- Strike Fighter Squadron VFA-31 „Tomcatters” mit F/A-18E SUPER HORNET
- Strike Fighter Squadron VFA-37 „Ragin´ Bulls” mit F/A-18E SUPER HORNET
- Strike Fighter Squadron VFA-87 „Golden Warriors” mit F/A-18E SUPER HORNET
- Strike Fighter Squadron VFA-213 „Black Lions” mit F/A-18F SUPER HORNET
- Electronic Attack Squadron VFA-213 „Black Lions” mit F/A-18F SUPER HORNET
- Electronic Attack Squadron VAQ-142 „Grey Wolves” mit EA-18G GROWLER
- Airborne Command and Control Squadron VAW-124 „Bear Aces” mit E-2C/D HAWKEYE
- Helicopter Maritime Strike Squadron HSM-70 „Spartans” mit MH-60R SEAHAWK
- Helicopter Sea Combat Squadron HSC-9 „Tridents” mit MH-60S SEAHAWK
- Detachment 1 oder Det. 2 der Fleet Logistic Support Squadron VRC-40 „Rawhides”                mit C-2A GREYHOUND.

Die USS GERALD R. FORD ist das Flaggschiff der „Carrier Strike Group 12“ (CSG-12), die im Dezember 2025 in der Karibik zuletzt aus folgenden Begleitschiffen des Trägers bestand:
- Lenkwaffenzerstörer DDG 72 USS MAHAN, ARLEIGH-BURKE-Klasse, Version Flight II
- Lenkwaffenzerstörer DDG 81 USS WINSTON S. CHURCHILL, ARLEIGH-BURKE-Klasse,     Version Flight IIA
- Lenkwaffenzerstörer DDG 96 USS BAINBRIDGE, ARLEIGH-BURKE-Klasse, Version              IIA
- Kampfunterstützungsschiff T-AOE-6 USNS SUPPLY (SUPPLY-Klasse)
- Versorger T-AKE 12 USS WILLIAM MCLEAN, LEWIS-AND-CLARK-Klasse mit einer   Länge von 210 m bei einer Breite von 32,3 m, Schiff zur Versorgung mit maximal           6.000 t Fracht und Munition. (31)

Zur Einsatztaktik eines Flugzeugträgers berichtete der „Focus“ am 6. Februar 2026 (S. 37):

„Der Flugzeugträgerverband bezieht Position vor der Küste, üblicherweise in einer Distanz von 220 bis 370 Kilometern (120 – 200 Seemeilen). (…)

Noch befindet sich der Verband klar außerhalb territorialer Gewässer und außerhalb der Reichweite feindlicher Kurzstreckenraketen. Verringert er seine Distanz zur Küste auf weniger als 165 Kilometer (100 Seemeilen), wird das auch vom Gegner als Signal interpretiert, dass sich der Flugzeugträger für den Angriff bereit macht.

Bevor die Kampfjets abheben, feuern die Zerstörer ihre Marschflugkörper auf feindliche Stellungen, um den Gegner zu schwächen und die Gefahr für die eigenen Piloten zu verringern. Danach heben die ersten Flugzeuge ab, die Radarsysteme des Gegners stören und ausschalten sollen. Ihnen folgen die Kampfjets. Angriffe werden üblicherweise in mehreren Wellen geflogen.

Während des Angriffs schützen die Zerstörer den Verband vor feindlichen Angriffen aus der Luft oder unter Wasser. Die Marine des Iran hat ihre U-Boot-Flotte in den vergangenen Jahren ausgebaut.“

Sonstige Schiffe: Das Küstenverteidigungsschiff LCS 32 USS BARBARA veranstaltete am 2. Februar im Arabischen Golf eine Übung, dabei gab ihr ein Erdkampfunterstützungsflugzeug vom Typ A-10C THUNDERBOLT II Luftunterstützung (Close Air Support – CAS). (32)

Am 2. Februar machte der zivile amerikanische Frachter „SLNC STAR“ (IMO: 9415325) (Frachtvolumen: 7.551 Tonnen) im Hafen von Diego Garcia fest. (33)

Der Luftraum über dem Persischen Golf wird rund-um-die-Uhr durch Aufklärungsflugzeuge (z. B. P-8 POSEIDON“ und Aufklärungsdrohnen (z. B. MQ-4C TRITON) überwacht. Die zwei P-8 stammen von der Naval Air Station Sigonella auf Sizilien (Italien). Sie sind jetzt in Diego Garcia untergebracht.

Mindestens zwei MQ-4C TRITONs (z. B. Seriennummer: 169804) sind seit Ende Januar auf der Al Dhafra AB (VAE) disloziert. Die genannte Maschine gehört eigentlich zur Unmanned Patrol Squadron 19 (VUP 19) „Big Red“ in Jacksonville (Florida). Außerdem stehen mindestens fünf MQ-9 REAPER bereit, eine Drohne auf der Ali Al Salem AB (Kuwait) und vier auf der Muwaffaq Salti AB (Jordanien).

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

Bereits seit dem 4. Januar 2026, also sehr kurz nach Beginn der aktuellen Iran-Krise, landeten zwei Schlachtflugzeuge AC-130J GHOSTRIDER auf dem Fliegerhorst RAF Mildenhall und sollen sich noch dort befinden.

Gleichzeitig landeten mehrere Transportflugzeuge C-17A GLOBEMASTER III (u. a. Seriennummer: 33126) des 305th AMW auf dem Luftstützpunkt RAF Fairford. Sie haben – nach verschiedenen Presseberichten - mehrere Kampfhubschrauber (2 MH-47G und 5 MH-60 L/M) des 160th Special Operations Aviation Regiment („Night Stalkers“) entladen.

In der Propaganda hieß es damals, die Spezialkräfte wären zum Abfangen des Öltankers „Bella 1“ bzw. „Marina“ nach UK verlegt worden. Allerdings braucht man für die Enterung eines Tankers keine AC-130J und auch nicht dieses Potential an Kampfhubschraubern! Möglicherweise dient UK nur zur vorgeschobenen Zwischenstationierung für die Spezialkräfte, die im Iran zum Einsatz kommen sollen, sobald der Truppenaufmarsch abgeschlossen und die Einsatzpläne fertiggestellt sind. In diesem Sinne macht der damalige Trump-Spruch, Hilfe sei unterwegs, durchaus Sinn. So hat der U.S. Präsident gerademal soviel verraten, wie erlaubt sein mag.

Bei einer der MC-130J COMMANDO II in Diego Garcia handelt es sich um das Flugzeug mit der Registriernummer 20-5939. (34)

In den „sozialen Medien“ häufen sich die Berichte über eine aktuelle Dislozierung der Delta Force und der Rangers im irakisch-iranischen Grenzgebiet. Allerdings enthalten diese allgemeinen Meldungen keine konkreten Informationen oder Quellenangaben und sind wohl reine Spekulationen. (35)

Verbündete:

Am 6. Februar 2ß26 verlegten sechs F-35B von der RAF Marham (UK) nach Akrotiri (Zypern). Während des Überführungsfluges wurden sie durch zwei Tankflugzeuge VOYAGER aus RAF Brize Norton (UK) aufgetankt. Die Flugzeuge sind mit Jagdraketen AIM-132 ASRAAM (Reichweite: offiziell 15 km) und/oder AIM-120 AMRAAM (Reichweite: je nach Version 55 bis 180 km) bewaffnet, um feindliche Drohnen abzuschießen.

Kriegsziele und Verhandlungen:

Während die Iraner nur ihr Atomprogramm teilweise zur Disposition stellen, will Trump vor allem über das Atom- und eventuell noch das Raketenprogramm verhandeln. Israel sieht in dem iranischen Atom- und Raketenprogramm die größte existenzielle Bedrohung, es strebt darüberhinaus eine Reduzierung bzw. Auflösung von Hisbollah und Hamas an. Außerdem wollen die Israelis unbedingt einen „regime change“ im Iran erzwingen, können dies aber selbst nicht durchsetzen. (36)

- USA

U.S. Präsident Donald Trump war sich am 6. Februar, dem Tag der Verhandlungen mit dem Iran, noch nicht darüber im Klaren, was er eigentlich in dem Konflikt erreichen will, in welche Richtung seine „politischen“ Kalkulationen gehen. Welchen „Deal“ könnte er mit den Mullahs machen, damit in seiner Kosten-Nutzen-Analyse um Geld und Öl bei diesem Geschacher etwas herausspringt, was ihm auch innenpolitisch nützt? Eigentlich meint Trump, wenn er die iranische Führung dazu bringt, auf ihr Atomprogramm zu verzichten, hätte er für den Bestand und die Sicherheit Israels schon genug erreicht. Dass die U.S.-Regierung eine demokratische Entwicklung im Iran unterstützen werden, können nur die erwarten, die nie erfahren haben oder vergessen wollten, dass die USA für Jahrzehnte das Terrorregime des Schah zur Unterdrückung der iranischen Bevölkerung an der Macht gehalten haben. Ein nur geschwächtes, schiitisches Mullah-Regime im Iran garantiert den U.S. Rüstungskonzernen zudem ihren Absatzmarkt im arabisch-sunnitischen Raum.

Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf „X“, dass die US-Regierung letztlich entscheiden müsse, „ob sie sich auf die nukleare Frage konzentriert oder Verhandlungen über alle Themen verlangt – in dem klaren Bewusstsein, dass es in diesem Fall sehr schwierig sein wird, zu einer Einigung zu gelangen“. (37)

Am 13. Februar sprach sich Donald Trump bei einer Rede in Fort Liberty für einen „regime change“ aus: „Das scheint das Beste zu sein, was passieren könnte.“ (38) Zwei Tage zuvor hatte er - nach einem Besuch des israelischen Regierungschefs Benjamin Netanjahu – noch amerikanisch-iranische Verhandlungen favorisiert, um genau diesen „regime change“ zu verhindern. (39) Während Trump so auf Verhandlungen setzt, betrachtet er die Verhandlungsaussichten zugleich skeptisch:

„Seit 47 Jahren reden und reden und reden sie. (…) Derweil haben wir viele Menschenleben verloren, während sie reden. Beine wurden weggerissen, Arme wurden weggerissen, Gesichter wurden weggerissen. Wir machen das schon seit langer Zeit, also warten wir ab, was passiert.“ (40)

Das Pentagon lehnte eine Stellungnahme zu dem trumpistischen Chaos im Weißen Haus ab und bereitet sich auf eine längere Luftkampagne vor. Dazu berichtete „n-tv“:

„Die derzeitigen Planungen sind Insidern zufolge komplexer als bei früheren Einsätzen. Im Juni vergangenen Jahres hatte das US-Militär bei der Operation "Midnight Hammer" mit Tarnkappenbombern iranische Atomanlagen angegriffen. Bei einem länger anhaltenden Einsatz könnten nun auch staatliche und sicherheitsrelevante Einrichtungen des Iran getroffen werden, nicht nur die nukleare Infrastruktur, sagte einer der Insider. Die USA rechneten fest mit einer Vergeltung durch den Iran, was zu gegenseitigen Schlägen über einen längeren Zeitraum führen könne.“ (41)

Zur Orientierungslosigkeit der U.S. Politik berichtete die „Frankfurter Rundschau“:

„Chaos vor den Iran-Verhandlungen Donald Trump hat seine Ziele für mögliche Militäraktionen gegen den Iran offenbar noch nicht klar definiert. Das erklärten zwei US-Beamte gegenüber NBC News. Wenige Stunden vor den heute geplanten Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Maskat herrsche weiterhin Unklarheit darüber, ob der US-Präsident einen Regimewechsel anstrebt oder andere Ziele verfolgt. Den Angaben zufolge gebe es keinen Fahrplan. Um 10:00 Uhr wollen die USA und der Iran in Omar über eine Beilegung des Konflikts verhandeln.“ (42)

So ließ Donald Trump seinen Vizepräsidenten verkünden, ein „regime change“ sei ausschließlich eine Angelegenheit des iranischen Volkes, als wollten sich die Amerikaner vornehm nicht in die „inneren Angelegenheiten“ des Irans einmischen: „Wenn das iranische Volk das Regime stürzen will, ist das Sache des iranischen Volkes“, konstatierte Vance am 11. Februar 2026 in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku. (43)

Der „Verzicht“ auf einen Regimewechsel kann nur funktionieren, wenn sich durch die Aufhebung der amerikanischen Sanktionen die Versorgungslage im Iran entscheidend bessert, sonst gibt es in ein paar Monaten erneut Unruhen, die wahrscheinlich noch blutiger wären, und den U.S. Präsidenten als Idioten dastehen lassen würden, was für niemanden eine allzu große Überraschung wäre.

In seiner Entscheidungsfindung muss der amerikanische Präsident potentielle Kriegsfolgen einkalkulieren, wie dies auch bei den Kriegen im Irak und Afghanistan der Fall war. Dies gilt insbesondere dann, wenn er die amerikanische „Eskalationsdominanz“ und damit die Kontrolle über die Kriegsführung und den Kriegsverlauf verliert. Dann ist mit einer Vielzahl von Problemen mit globaler Ausdehnung zu rechnen, wie der „Focus“ am 6. Februar berichtete (S 34f):

„Wollten die USA die lebenswichtige Infrastruktur des Iran bedrohen, würde die Straße von Hormus geschlossen, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels verläuft. In der Folge würden die Energiepreise steigen. Lieferketten wären unterbrochen. Die Drohung eines iranischen Parlamentariers, sein Land werde dadurch eine globale Wirtschaftskrise auslösen, mag überzogen sein. Aber spürbar wären die Vergeltungsmaßnahmen auch in Europa und in den USA.

Sollte das Mullah-Regime im Zuge der Kampfhandlungen stürzen, wäre Amerikas Militär vermutlich über Jahre im Nahen Osten gebunden – mit ungewissem Ausgang. (…) Sollten die Revolutionsgarden das Machtvakuum füllen, wäre die Situation vermutlich noch schwerer zu kontrollieren als heute schon.“

Derweil setzt Trump weiterhin auf Sanktionen und drohte erneut damit, iranische Öltanker zu kidnappen. (44) Die Preise für Rohöl haben bereits angezogen, (45) dennoch kann noch nicht von einer neuen „Ölkrise“ gesprochen werden.

In einer aktuellen Meinungsumfrage des Instituts „Yougov“ begrüßen nur 33 Prozent der U.S.-Bürger einen Militärschlag, 49 Prozent lehnen ihn ab. Nur bei Trumps Republikaner überwiegt die Zahl der Bellizisten: 62 Prozent.

Die U.S. Regierung hat angekündigt, dass die Verhandlungen am 17. Februar 2026 in Genf (Schweiz) fortgesetzt werden. (46)

- Iran

Der Iran besitzt rund 440 kg Uran-235, dass zu ca. 60 Prozent angereichert ist. Dieser Materialvorrat macht eigentlich keinen Sinn, da für Brennstäbe in zivilen Atomreaktoren zur Stromerzeugung ein Anreicherungsgrad von 1 bis 3 Prozent ausreichend ist, man zum Bau einer Atombombe allerdings eine Reinheit des Materials von mindestens 90 Prozent braucht. In der bisherigen Form kostet das Atomprogramm viel Geld, bringt aber keinen praktischen Nutzen. Allerdings ist eine Anreicherung von 60-prozentigem Uran-235 auf 90-prozentiges Uran-235 natürlich wesentlich schneller möglich, als von 3-prozentigem Uran-235 auf 90-prozentigem Spaltmaterial. Diese Zeitersparnis ist aber nur dann von Vorteil, wenn der Iran bereits über einen fertig konstruierten Bombenkörper aus Metall, Elektronik und konventioneller Sprengladung verfügt, in den dann nur noch die waffenfähige Nuklearladung eingebaut werden muss.

Am 8. Februar, zwei Tage nach Beginn der Verhandlungen, betonte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bei einem Forum in Teheran, dass der Iran nicht auf seine Anreicherung von Uran-235 verzichten werde: „Warum bestehen wir so sehr auf der Anreicherung (von Uran) und weigern uns, darauf zu verzichten, selbst wenn uns ein Krieg aufgezwungen wird? Weil niemand das Recht hat, uns unser Verhalten vorzuschreiben." Für sein „friedliches Atomprogramm und seine Uran-Anreicherung“ habe der Iran schließlich „einen sehr hohen Preis bezahlt“. Und: „Das Verhängen neuer Sanktionen (gegen den Iran) und bestimmte militärische Maßnahmen lassen Zweifel an der Ernsthaftigkeit und Bereitschaft der anderen Seite aufkommen, echte Verhandlungen zu führen.“ Er wies darauf hin, dass sein Land „alle Signale bewerten und über die Fortsetzung der Verhandlungen entscheiden“ werde. (47)

Der iranischen Zivilgesellschaft kann der Anreicherungsgrad der eigenen Uranbestände völlig egal sein, dies hat auf die prekären Versorgungsprobleme im Alltag keinen Einfluss.

Hossein Daghighi, General der Pasdaran, gab zum Besten:

“Our main goal is to drive America out of the region; if the U.S. attacks Iran, we will strike Israel first and target all American bases. Washington returned to negotiations out of fear of the Iranian people’s capabilities.” (48)

Aus iranischer Perspektive erklärte der Parlamentsabgeordnete Manouchehr Mottaki, die Verhandlungen würden wahrscheinlich keine praktischen Ergebnisse bringen, aber sie würden die USA davon abhalten, einen Krieg zu beginnen. Mehr sollten die Iraner von den Gesprächen nicht erwarten. (49)

Der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, warnte die Amerikaner vor einer Einmischung des israelischen Ministerpräsidenten. Auf der Onlineplattform X erklärte er:

„Die Amerikaner müssen klug handeln und dürfen ihm nicht erlauben, vor seinem Abflug durch seine Haltung den Eindruck zu erwecken, "Ich möchte den Amerikanern den Rahmen der Atomverhandlungen erklären." Sie müssen weiterhin wachsam gegenüber der destruktiven Rolle der Zionisten sein." (50)

- Israel

Die amerikanischen und israelischen Nachrichtendienste sind in einem ständigen Austausch, um ihre Iranstrategie aufeinander abzustimmen und die neuesten Kenntnisse auszutauschen, sofern diese für die Militär- bzw. Zielplanung wichtig sind.

Die Israelis hatten 2015 mit ihren Angriffen auf Hisbollah und Hamas sowie den Zwölf-Tage-Krieg gegen das feindliche Militärarsenal den Iran erheblich geschwächt und seine Stellung als Regionalmacht zerschlagen. Nun würden die Israelis das iranische Regime gerne auch innenpolitisch so schwächen, dass es gestürzt wird.

Am 5. Februar trat der israelische Premier Benjamin Netanjahu bei einer Sitzung des Komitees für Außenpolitik und Verteidigung (hebr.: ve'adet hutz vebitchon) der Knesset auf. Dort sprach er sich für den baldigen Sturz des Mullah-Regimes aus: “there is a buildup of conditions toward a critical mass that could bring about the downfall of the Iranian regime” Allerdings war sich Netanjahu nicht sicher, ob die eingeleiteten Maßnahmen dafür ausreichen. Noch am Abend desselben Tages kam das israelische Sicherheitskabinett zu einer Sondersitzung zusammen. (51)

Ministerpräsident Netanjahu reiste am 11. Februar in Begleitung seines (designierten) Luftwaffenchefs, Brigadegeneral Omer Tishler, nach Washington. Hier sprach er zunächst mit den Unterhändlern Stephen Witkoff und Jared Kushner, bevor er mit US-Präsident Donald Trump zum siebten Mal innerhalb eines Jahres zusammentraf. Angesichts der erratischen Wendungen des amerikanischen Präsidenten, misstrauen die Israelis Trump und wollen ihn ermahnen, die Interessen Israels in den Verhandlungen mit den Iranern voll zu wahren. Ein anonym gebliebener Vertreter der israelischen Streitkräfte erklärte: “The worry is he might choose a few targets, declare success, and leave Israel to deal with the fallout, just like with the Houthis.” (52) So will Netanjahu sicherstellen, dass die Amerikaner nicht irgendwelche Zugeständnisse machen, um einen „Verhandlungserfolg“ präsentieren zu können, der am Ende keine nachhaltigen Ergebnisse bringt. Es wurde nicht bekannt, ob und wie sich die Beiden entschieden haben.

Im Anschluss an das Gespräch gab Trump auf „X“ eine Pressemitteilung heraus, in der er – wie üblich – so tat, als hätte er mit seinen präsidialen Entscheidungen eigentlich nichts zu tun:

„I have just finished meeting with Prime Minister Netanyahu, of Israel, and various of this Representatives. It was a very good meeting, the tremendous relationship between our two Countries continues. There was nothing definitive reached other than I insisted that negotiations with Iran continue to see whether or not a deal can be consummated. If it can, I let the Prime Minister know that will be a preference. If it cannot, we will just have to see what the outcome will be. Last time Iran decided that they were better off not making a Deal, and they were hit with Midnight Hammer That did not work well for them. Hopefully this time they will be more reasonable and responsible.” (53)

Der israelische Energieminister Eli Cohen erklärte:

„Ein Abkommen mit dem derzeitigen Regime hat keinen Wert – nur ein Regimewechsel im Iran. (…) Ein Regimewechsel in Teheran liegt im Interesse aller muslimischen Staaten, die den Iran umgeben. (…) Auch im Falle eines Abkommens gilt: Sollte sich eine Bedrohung gegen Israel entwickeln und wir dazu gezwungen sein, werden wir handeln.“ (54)

Nun drohen die Israelis, sie könnten die iranischen Nuklearanlagen und dessen Raketenarsenal erneut in einem Alleingang angreifen. Allerdings sind die militär-technischen Möglichkeiten zur Zerstörung dieses verbunkerten Arsenals – trotz der jahrzehntelangen Hochrüstung der Israelis – eher begrenzt.

Derweil setzen die israelischen Siedler mit Unterstützung durch die Zahal ihre Aggression gegen die Palästinenser auf der Westbank fort. Wie die Nachrichtenseiten „Ynet“ und „Haaretz“ unter Berufung auf Finanzminister Bezalel Smotrich und Verteidigungsminister Israel Katz meldeten, hat die israelische Regierung die Abschaffung jahrzehntealter Vorschriften beschlossen, die jüdischen Bürgern den Landkauf bisher untersagten. Außerdem dürfen israelische Behörden ihre Aufsicht auch auf Gebiete, die bisher der Verwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) unterlagen, ausdehnen. (55)

- Sonstige Gespräche

Am 8. Februar telefonierte der russischen Außenminister Sergei Wiktorowitsch Lawrow mit seinem omanischen Amtskollegen Sayyid Badr bin Hamad Al Busaidi, um sich über den Stand der amerikanisch-israelischen Verhandlungen aus erster Hand zu informieren. (56)

Iranisches Flugkörperarsenal

- Boden-Boden-Raketen

Über die Bedrohung durch das iranische Raketenpotential berichtete die „Jerusalem Post“:

“The ballistic missile issue, in some ways, is more dangerous now than it was in June 2025.

Yes, in June 2025, Israel destroyed around half of Iran’s 400 ballistic missile launchers – and at one point, Tehran was down to about half of its pre-war supply of ballistic missiles.

But unlike the nuclear program, which the Islamic Republic has made zero progress in repairing over seven months, it has revamped its ballistic missile program and is getting closer to its pre-war totals.

With help from China (according to foreign reports) and other countries, IDF Chief of Staff Lt.-Gen. Eyal Zamir has warned that Iran could increase its ballistic missile production to 300 per month, and within a few years dwarf its prior ballistic missile totals. At 6,000, 8,000, or even 10,000 missiles in 2027-2028, analysts worry that even Israel’s awesome multi-layered defense shield would find it hard to keep up.” (57)

Die Iraner verfügen u. a. über folgende Boden-Boden-Raketentypen (soweit verfügbar: Reichweite, Treffgenauigkeit als Circular Error Probable [CEP] und Sprengladung). Die technischen Angaben sind lückenhaft und widersprüchlich. Hierzu trägt die iranische Propaganda bei, die die Leistungsdaten mal übertreibt und mal verschweigt und manchmal einfach bloß Raketenattrappen durch Teheran fährt:
FAJR-3:
FAJR-5: Reichweite: 40 bis 130 km, Gefechtskopfgewicht 175 kg mit einer Ladung aus 90 kg   Sprengstoff
FAJR-5C: 40 bis 150 km, 50 bis 250 m
TONDAR-69 (iran. Variante der chinesischen CSS-8): 150 km, 50 bis 150 m
ZELZAL-1: 150 bis 160 km
ZELZAL-2 (and. Bez.: MUSHAJ-200 oder MAYSALOUN): 200 km, Gefechtskopfgewicht           600 kg
ZELZAL-3A: 210 bis 400 km, Gefechtskopfgewicht 900 kg
ZELZAL-3B: 250 km
Aṣ-Ṣamūd-2: 150 bis 183 km, 280 kg Splittergefechtskopf oder Bomblets KB-1
FATEH-110 (eine Variante zur Schiffsbekämpfung heißt KHALIJ FARS): 300 km, 100 m,            450 bis 500 kg
FATEH-110A:
KHALIJ FARS: 300km, 100 m, 450 bis 500 kg
HORMUS: 300 km, 100 m. 450 bis 500 kg
ŜAHĀB-1: (iranische Variante der sowjetischen SCUD B), 300 bis 350 km, 450 bis 500 m,        770 bis 1.000 kg
FATEH-313: 500 km, 10 bis 430 m, 350 bis 380 kg
RAAD-500: 500 km, 30 m
ŜAHĀB-2: (iranische Variante der sowjetischen SCUD C), 500 bis 750 km, 500 bis 700 m,        700 bis 750 kg
QIAM-1: 750 bis 800 km, 100 bis 500 m, 650 bis 750kg, mit Gefechtskopf GHADR-1, potentiell nuklear
QIAM-1 mod.:
ZOFAGHAR (eine Variante zur Schiffsbekämpfung ist die ZOFAGHAR BASIR): 700 bis             750 km, 10 bis 100 m, 450 bis 600 kg
DEZFUL: 1.000 km, 10 bis 30 m, 450 bis 600 kg
QASEM BASIR: 1.200 km, 500 kg
ŜAHĀB-3 (Nachbau der nordkoreanischen NODONG 1A/B): 1.200 bis 2.100 km,                       CEP 3.000 m, 750 bis 1.000 kg
(MARTYR-) HAJ QASEM: Feststoffrakete, 1.400 km, 500 kg
KHEIBAR SHEKAN (and. Schreibweise: KHEIBARSHEKAN): 1.450 bis 1.500 km, 450 kg
FATTAH-1: „hypersonische“ Rakete mit einer Reichweite von 1.400 km, 350 bis 450 kg,            Gefechtsköpfe einzeln steuerbar, potentiell nuklear
FATTAH-2: „hypersonische“ Rakete mit einer Reichweite von 1.500 km
GHADR-1: 1.600 km
ETEMAD: 1.700 km, 300 m, ca. 750 kg
GHADR-1 (and. Bez.: KAVOSHGAR): 2.000 km
GHADR-110 (and. Schreibweise: QADR-110, and. Bez: GHADR-101): mehrere Varianten         („F“, „H“, „S“), nach unterschiedlichen Angaben 1.350 bis 2.000 oder bis 3.000 km,        110 m
KHORRAMSHAR-1: 2.000 bis 3.000 km
KHORRAMSHAR-2: 2.000 bis 3.000 km
KHORRAMSHAR-4 (and. Bez.: BM-25, KHAlBAR, MUSUDAN): neue Rakete auf Basis der      sowjetischen U-Boot-Raketen R-27, deren Erprobung seit 2023 stattfindet, 2.000 bis    3.000 km, 30 m, Gefechtskopfgewicht 750 bis 2.000 kg
SEJJIL-1 (and. Schreibweise: SEJIL-1, and. Bez.: ASHURA): mobile Feststoffrakete mit einer   Reichweite von 2.200 bis 2.400 km
SEJIL-2 (?): 2.000 km
SEJIL-3: 4.000 km
EMAD-1 (verbesserte ŜAHĀB-3-Variante): 1.700 bis 2.000 km, nach unterschiedlichen Angaben 30 bis 500 m, ca. 750 kg
(https://en.wikipedia.org/wiki/Iran's_ballistic-missile_program,
https://www.iranwatch.org/our-publications/weapon-program-background-report/table
-irans-missile-arsenal,
https://irp.fas.org/threat/missile/bm-2020.pdf)

Der Iran verfügt – soweit bekannt – nicht über eine Rakete wie die frühere, irakische Al-Hijarra, deren Gefechtskopf das Containment eines Atomkraftwerkes zerschlagen könnte. In Planung ist eine Interkontinentalrakete, mit der die Iraner amerikanisches Territorium angreifen könnten. Ein solcher Raketentyp ist nur dann „sinnvoll“, wenn er mit einem nuklearen Sprengkopf ausgerüstet ist.

Hinzu kommen mehrere Trägerraketen für Satelliten: SAFIR, SIMORGH (auf Basis der SHAHAB-3), QASED, ZULJANAH und GHAEM-100 (and. Schreibweise: QAEM-100). Andere Satellitenträgerraketen (IRIS, TIR) wurden angekündigt, aber nie verwirklicht.

Hinzu kommen Raketen zur Schiffsbekämpfung, etc..

- Marschflugkörper

Darüberhinaus verfügt der Iran über mehrere Marschflugkörper zur Landzielbekämpfung:
SOUMAR: (iranische Variante der russischen Kh-55): 700 bis 2.000 km
YA ALI: 700 km
HOVEIZEH: 1.350 km, 1 m,
PAVEH (and. Bez.: QUDS oder „351“): 1.650 km
MESHKAT: 2.000 km
NASR-1:

- Drohnen

Hinzu kommt eine Vielzahl iranischer Drohnentypen aus landeseigener Produktion, die oft nur in geringer Stückzahl produziert wurden (in alphabetischer Reichenfolge):
ABABIL-1: Kampfdrohne, 40 kg
ABABIL-CH:
ABABIL-2B: Zieldrohne zu Übungszwecken, über 100 km, 40 kg
ABABEEL-2R: ?
ABABEEL-2S: Aufklärungsdrohne, über 100 km
ABABEEL-3 (and. Bez.: BASIR-1): Aufklärungsdrohne, über 100 km
ABABEEL-4: Aufklärungsdrohne, über 100 km
ABABEEL-5: Aufklärungsdrohne, über 100 km, 6 Panzerabwehrraketen ALMAS oder vier         Bomben QAEM-1 á 20 kg
ABABEEL-T (and.
Bez.: QASEF-1, MIRSAD-1): 100 bis 150 km
ARASH-1 (and. Bez.: KIAN-1): 1.000 bis 2.000 km
ARASH-2 (and. Bez.: KIAN-2?) : Kampfdrohne, 2.000 km, 150 kg
BAAZ:  
BAVAR 5: Kampfdrohne, 400 km (auch zur Schiffsbewaffnung)
CHABOKPAR:
FOTROS: Kampf- und Aufklärungsdrohne, 1.200 bis 2.000 km
H-110 SARI: Kampfdrohne, ca. 100 kg
HADAF-3000:
HADID-110 (and.
Bez.: DALAHU): Kamikazedrohne mit Stealth-Technologie, 350 km, 30 kg
ḤAMĀSEH: Kampf- und Aufklärungsdrohne, 200 km
HAZEM-1: Kampf- und Aufklärungsdrohne
HAZEM-2:
HAZEM-3:
KAMAN-12: 1.000 bis 2.000 km, 300 kg
KAMAN-19:
KAMAN-22: Kampfdrohne, 3.000 km,
KARRAR 1: Ziel- und Kampfdrohne, 1.000 km, Bomben (Mk-81, Mk-82), Lenkbomben BALABAN, Anti-Schiff-Raketen (KOWSAR oder NASR-1) oder Torpedo
KIAN-1: (s. o.)
KIAN-2: (s. o.)
MAINE-PAKH-E-FAZA-2:
MERAJ-521: 3 kg
MOHAJER-1: Aufklärungsdrohne
MOHAJER-2: Aufklärungsdrohne, 50 km
MOHAJER-2N: Aufklärungsdrohne
MOHAJER-3 (and. Bez.: DORNA): Aufklärungsdrohne, 100 km
MOHAJER-4 (and. Bez.: HODHOD): Aufklärungsdrohne, 150 km
MOHAJER-4B (and. Bez.: SADEGH-1, QOM-1): Aufklärungsdrohne, 200 km
MOHAJER-6A: Kampfdrohne, 200 bis 500 km, Raketen (ALMAS oder QAEM)
MOHAJER-6: Kampfdrohne, 200 bis 500 km, Raketen (ALMAS oder QAEM)
MOHAJER-8: Kampfdrohne
MOHAJER-10: Kampfdrohne, fast 2.000 km, Bomben (GHAEM), Lenkbomben   (DASTVAREH / ARMAN-1) oder Raketen ALMAS
NASEH:
QASEF 1 (and. Bez.: ABABEEL-T?): Kampfdrohne, 30 kg
QASEF 2K: Kampfdrohne, 30 kg
OGHAB-1: Aufklärungsdrohne, 2.000 km
RAAD 85 (and. Schreibweisen: R'AD 85 oder RA'AD 85): Kamikazedrohne, 100 km
SAMAD-1 (and. Bez.: SAMMAD-1): Aufklärungsdrohne , 500 km
SAMAD-2 (and. Bez.: UAV-X): Kampf- und Aufklärungsdrohne, 1.500 km
SAMAD-3: Kampfdrohne, 1.500 bis 1.800 km
SHAHED SAEGHEH-1: Kampfdrohne, 1.500 km, 2 Raketen Sadid-1
SHAHED SAEGHEH-2: Kampfdrohne, 1.500 km, 2 Raketen Sadid-1
SEJIL (and, Schreibweise: SEJJIL): ca. 2.000 km, derselbe Gefechtskopf wie GHADR-1
SHAHED 101: 600 bis 900 km, 8 bis 15 kg
SHAHED-107: Kamikazedrohne, nach unterschiedlichen Angaben 300 bis 1.500 km,     Gefechtskopf 8 bis 15 kg
SHAHED 129:
SHAHED 121:
SHAHED 123: Aufklärungsdrohne, 750 km
SHAHED 129: Kampf- und Aufklärungsdrohne, 1.700 bis 1.800 km, SAHID-1 oder 4      Lenkbomben
SHAHED 131:
SHAHED 133:
SHAHED 136: (russ. Bez.: GERAN-2): Kamikazedrohne, nach unterschiedlichen Angaben        1.300 bis 2.500 km, Gefechtskopf 40 bis 50 kg
SHAHED 139: (Eine solche Drohne flog kürzlich die USS ABRAHAM LINCOLN an                    und wurde abgeschossen.)
SHAHED 141:
SHAHED 147: Aufklärungsdrohne
SHAHED 149 GAZA: Aufklärungsdrohne, 1.000 bis 2.500 km
SHAHED 171 (and. Bez.: SIMORGH / SIMORQ / SIMURGH): Kampfdrohne, 1.500 km, 4         Raketen (auch als Satellitenträger für SAMAN-1)
SHAHED 191 (and. Bez.: SHAHED SAEQEH): (s. o.)
SHAHED 197:
SHAHED 238 (russ. Bez.: GERAN-3):
SHAHEEN 1: Kamikazedrohne (zur Schiffsbewaffnung)
TALLASH I: Zieldrohne zu Übungszwecken
TALLASH II: Zieldrohne zu Übungszwecken
TIZPAR: Übungsdrohne
YASIR (and. Bez: SAYED-2): Aufklärungsdrohne, ca. 100 km
(https://en.wikipedia.org/wiki/Unmanned_aerial_vehicles_in_the_Iranian_military,
https://jinsa.org/wp-content/uploads/2024/02/Iran-Drones-9-14-22.pdf,
https://www.warpoweriran.com/droneforce.php)

 

Die Marine der Pasdaran stellte 2025 die SHAHID BAHAN BAQERI in Dienst. Das Schiff ist als Drohnen- und Raketenträger konzipiert. (58)

Zur Zeit versuchen die Iraner, die Zielgenauigkeit ihrer Drohnen durch den Einbau von KI-Systemen zu verbessern. Dazu berichtete „Defence Network News“:

„Offizielle Pläne und Reden heben KI-fähige Drohnenschwärme und die Integration von Drohnen in eine umfassendere „kognitive Kriegsführung“ und C4ISR-Architektur hervor, nicht nur in eigenständige Loitering Munitions. Iranische Quellen beschreiben mehrere Kompetenzbereiche: Autopilot zu vorprogrammierten Wegpunkten, Zielerfassung per Computer Vision, Schwarmkoordination und KI-gestützte Datenfusion von Aufklärungs-UAVs zu Raketeneinheiten.

Mit der IRGC verbundene Medien haben „autonome Selbstmorddrohnen“ vorgestellt, darunter Konzepte, bei denen eine „Mutter“-Drohne untergeordnete Systeme anführt. Ababil-5 und Mohajer-6 sollen laut iranischen Medienberichten Munition mit KI-gestützter Zielerfassung und Kurskorrekturen während des Fluges transportieren, obwohl keine detaillierten technischen Spezifikationen öffentlich bekannt gegeben wurden.“ (59)

- Atomprogramm

Das Atomprogramm hat dem Iran bisher keinen Nutzen gebracht, aber viel gekostet. Karim Sadjadpour vom der „Carnegie Endowment for international Peace“ in Washington schätzt die Kosten auf mindestens 500 Milliarden Dollar. (60)

Derweil bemühen sich die Iraner, die Eingänge zu den Nuklearanlagen in Isfahan und Natanz wieder frei zu schaufeln bzw.  zuzuschütten, damit feindliche Spezialtruppen nicht eindringen können. Außerdem werden neue Gebäude errichtet. Außerdem ist – nach Angaben von Trump – eine neue Nuklearanlage geplant. Die „breakout-time“, die benötigt wird, um aus 60-prozentigem Uran-235 eine „kritische Masse“ aus 25 kg waffenfähigem Uran-235 (Anreicherungsgrad: mindestens 90 Prozent) zu machen, das „waffenfähig“ wäre, wird von Pessimisten mit ca. einer Woche angegeben! Dies macht aber nur Sinn, wenn ein metallischer Bombenkörper fertiggestellt ist, so dass nur noch die Nuklearladung eingebaut werden müsste.

Im Zusammenhang mit dem Atomprogramm ist seit 2025 von dem „Dasht-e Kavir Plan“ die Rede. Beim Kavir-Plan geht es um den Bau von nuklearen Sprengköpfen ab, die aufgrund ihrer Miniaturisierung auch auf Raketen mit einer Reichweite von über 3.000 Kilometern montiert werden können. Das Projekt wird unter dem Deckmantel ziviler Weltraum- und Satellitenträgerprogramme sowie einer angeblichen „Sicherung der Kavir-Wüste“ verborgen. Die Leitung des Projektes hat die „Organisation für defensive Innovation und Forschung“ (Sazman e Pazhouheshhaye Novin e Defa'i - SPND) in Teheran-Mojdeh (Noor-Gebäude). Wichtige Produktionsstätten in der Semnan-Provinz sind u. a. Ivanaki (Rangin-Kaman) Site (Herstellung von Komponenten für Kernwaffen), Shahroud Missile Site mit dem Imam Reza Training Center (Entwicklung von Sprengköpfen für Feststoffraketen GHAEM-100), Semnan Site (Sprengköpfe für Flüssigtreibstoffraketen SIMORGH) und Noor-al-Din Abad Garmsar (Radar- und Sicherheitsanlagen). (61)

 

- Frühere Raketen- und Drohnenangriffe

Der Iran hat sein Raketenarsenal bereits mehrfach gegen Israel und/oder die U.S. Stützpunkte in Nahost eingesetzt:

- Am 4. Januar 2020 tötete die U.S.-Air Force den Kommandeur der Quds-Einheit der iranischen Revolutionsgarden Pasdaran, General Qasem Soleimani, in Bagdad mit einer Drohne. Daraufhin griffen die Iraner zwei U.S.-Militärstützpunkte im Irak mit Boden-Boden-Raketen an.

- Am 1. April 2024 wurde der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, General Mohammad Reza Zahedi, durch einen Luftangriff zweier israelischer F-35 in Damaskus (Syrien) getötet. Als Vergeltung feuerten die Iraner in der Nacht vom 13. auf den 14. April 2024 150 Drohnen, 30 Marschflugkörper und 110 weitere ballistische Raketen auf Israel ab (Operation TRUE PROMISE I). Der Angriff forderte in Israel keine Toten und nur wenige Verletzte. Der Sprecher der israelischen Streitkräfte, Daniel Hagari, erklärte nachher, man habe 99 Prozent der gegnerischen Flugkörper in der Luft zerstört, trotzdem behauptete der Befehlshaber der iranischen Truppen, Generalmajor Mohammad Bagheri, der iranische Vergeltungsschlag sei ein „Erfolg“ gewesen.

In einer Gegenreaktion griffen die Israelis am 18. April 2024 das iranischen Luftabwehrsystem bei Isfahan an.

- Am 30. Juli 2024 töteten die Israelis bei Beirut Fuad Schukr, einen der Befehlshaber der libanesischen Hisbollah, und einen Tag später in Teheran Ismail Haniyya, den Leiter des Politbüros der Hamas. Am 27. September 2024 folgte die Ermordung von Hassan Nasrallah, den Generalsekretär der Hisbollah in seinem Bunker in 50 m Tiefe in Beirut.

Ab dem 1. Oktober 2024 gab es erneut Angriffe mit 180 bis 200 Flugkörpern auf Israel durch den Iran und seine Vasallen Hisbollah und Hamas (Operation TRUE PROMISE II). Dagegen boten die Israelis ihre Raketenabwehrsysteme auf: KIPAT BARZEL (engl.: IRON DOME), QELA DAWID (engl.: DAVID´S SLING) und CHETZ (eng.: ARROW 3/4). Das einzige Todesopfer in Israel war Samih Asali, ein palästinensischer Arbeiter aus dem Gaza-Streifen, der in der Nähe von Jericho durch herabfallende Trümmer einer abgeschossenen, iranischen Rakete erschlagen wurde.

- Im Nachhinein mutet der Zwölf-Tage-Krieg vom Juni 2025 wie eine Generalprobe an. Damals testeten die Israelis und Amerikaner die destruktiven Fähigkeiten des iranischen offensiven Raketenpotentials:

Am 12. Juni 2025 erklärt die Internationale Atomenergiekommission (IAEO) in Wien, der Iran habe erstmals gegen seine Auflagen aus dem Atomabkommen verstoßen. In der folgenden Nacht vom 13. auf den 14. Juni 2025 startete Israel einen ersten Angriff auf die iranischen Streitkräfte und Atomanlagen (Operation RISING LION). Es werden mehr als 900 Ziele in mehr als 40 Städten und Ortschaften attackiert. Zahlreiche hohe Militärs (Mohammad Hossein Bagheri, Ami Ali Hajizadeh, Saeed Izidi, Gholam-Ali Rashid, Hussein Salami, Ali Shadmani, etc.) und Geheimdienstoffiziere (Mohsen Bakri, Mohammad Kazemi, Gholam-Reza Marhabi, Mohammad Hassan Mohaqiq, Abu al-Fadi Nikouei) und elf führende Atomwissenschaftler (Fareydoun Abbasi, Saeed Barji. Isar Tabatabai-Qamsheh, Mohammad Mahdi Tehrantschi, etc.) wurden getötet. Die Luftangriffe richteten sich gegen Führungsstellen, Atomanlagen (Arak, Bonab, Fordow, Isfahan, Natanz, Partschin), usw. Flughäfen (Dezful, Fakkouri, Habibi, Hamedan, Kermanshah, Mashhad, Nojeh, Tabriz, Teheran, etc.), Luftverteidigungsanlagen, Raketenstellungen (Ahvaz, Isfahan, Kermanshah, Tabriz und Yazd) und Rüstungsfabriken (Khojir, Shahid Hemmat, Lavizan, Parchin, Teheran-Gisha, usw.). Durch die israelischen Luftangriffe wurden 200 Startvorrichtungen für Boden-Boden-Raketen, mehr als 80 Startrampen für FlaRak, 800 bis 1.000 Raketen und 15 Kampfflugzeuge beschädigt oder zerstört. Die Angriffe forderten auf iranischer Seite rund 1.000 Todesopfer. Gleichzeitig dauerten auch die Angriffe auf die Huthi-Rebellen im Jemen (Operation ROUGH RIDER) an. (62) Die Angriffe fordern 1.054 Tote und 4.476 Verletzte.

Zunächst bombardierte allein die israelische Luftwaffe Ziele im Iran, aber die Israelis hatten eine Luftoffensive begonnen, die sie nicht durchstehen konnten, dazu fehlte ihnen die notwendige Munition. So sprangen die USA ein: In der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 2025 bombardierten amerikanische Kampfflugzeuge die iranischen Atomanlagen in Fordo, Natans und Isfahan (Operation MIDNIGHT HAMMER). Dabei wurden „Bunker buster“-Bomben vom Typ Guided Bomb Unit GBU-57B eingesetzt. Sie können mit ihrem Bombenkörper aus Wolfram rund 61 m ins Erdreich eindringen, bevor sie detonieren und eignen sich daher zum Einsatz gegen „Hard and Deep Buried Targets” (HDBTs). Nach U.S.-Medienberichten warfen sechs Tarnkappenbomber vom Typ B-2A SPIRIT der 509th Bomb Wing (Whiteman AFB) insgesamt zwölf GBU-57B auf die Atomanlage Fordo; zwei weitere Bomben wurden von einer B-2 gegen die Atomanlage in Natanz eingesetzt. Unterstützt wurde der Luftangriff durch 32 Tankflugzeuge, die in Lajes Air Base (Azoren, Portugal), Morón (Spanien), Ramstein (BRD) und Rota (Spanien) stationiert wurden. Außerdem setzte die U.S.-Marine 30 Marschflugkörper „Tomahawk Land Attack Missile Block“ (TLAM) ein, die u. a. von dem Atom-U-Boot SSGN-729 „USS Georgia“ („OHIO“-Klasse) im Persischen Golf abgefeuert wurden. Auch zwei Flugzeugträgergruppen (CVN 68 „USS Nimitz“ und CVN 70 „USS Carl Vinson“) waren als Eingreifreserve vor Ort, wurden aber nicht eingesetzt.

Die Iraner setzten damals in ihren Vergeltungsschlägen mindestens ein Drittel ihres Potentials, nämlich – nach unterschiedlichen Angaben - 550 bis 591 Boden-Boden-Raketen und rund 1.100 Drohnen gegen Israel und die U.S. Militärbasen ein. Die „Flugzeit“ der Mittelstreckenraketen lag bei 10 bis 15 Minuten, in denen der Raketenstart registriert, lokalisiert, die Raketenflugbahn vermessen, der Einschlagsort bestimmt und eine passende Abwehrrakete bzw. Jagdflugzeug rechtzeitig alarmiert werden musste. Am Ende war die Bilanz des Raketenschlags ernüchternd: 33 tote Israelis, mehr als 3.300 Verletzte und mehr oder weniger erhebliche Sachschäden. Im Endeffekt erwies sich das gigantomanische Raketenarsenal als „Papiertiger“. Auch das defensive Luftverteidigungssystem der Iraner aus Radarstellungen, FlaRak und Flak gegen die gegnerischen Jagdbomber und Bomber erwies sich als völlig wirkungslos.

Kaum hatte Trump seinen Luftangriff durchgeführt, verkündete er: „Jetzt ist die Zeit für Frieden.“ Dazu forderte Trump am 18. Juni 2025 auf „Truth Social“ vom Iran „unconditional surrender“. (63) So drohte Trump mit weiteren Angriffen, die bis heute ausblieben: „Wenn der Frieden nicht schnell kommt, werden wir die anderen Ziele mit Präzision, Schnelligkeit und Geschick angreifen, die meisten von ihnen können in wenigen Minuten ausgeschaltet werden.“ (64) Prinzipiell gibt es drei Möglichkeiten, das iranischen Arsenal zu neutralisieren. Vor Abschuss eines Flugkörpers kann dieser durch einen Luftangriff oder einen Sabotagetrupp am Boden zerstört werden, nach einem Abschuss kann der Flugkörper durch eine Abfangrakete in der Luft zerstört werden.

Die deutsch-iranische Journalistin Natalie Amiri zitierte den früheren Politiker und Gründer der Revolutionsgarde, Mohsen Sazegara, zu den militärpolitischen Konsequenzen der iranischen (Hoch-)Rüstung:

„Wenn man zurückblickt, sieht man: Alle drei Strategien des Überlebens der Islamischen Republik sind gescheitert. Das Atomwaffenprogramm stieß auf internationalen Widerstand, führte zu Sanktionen, hat dem Land Miliarden Dollar Schaden zugefügt, ohne Resultat.

Der Krieg mit Israel zeigte, dass Raketen die Luftwaffe nicht ersetzen können. Die iranische Raketenabwehr konnte die israelischen Angriffe nicht abfangen. Die Drohnen der Islamischen Republik erreichten nicht einmal israelisches Territorium – und die wenigen, die das taten, wurden mühelos abgeschossen.

Und was die Stellvertretergruppen betrifft: Nicht nur Hamas, Hisbollah und Assad hat der Iran ganz oder weitestgehend als Verbündete verloren. Auchh im Irak ziehen sich die schiitischen Milizen unter US-Druck und irakischer Regierungsangst zunehmend in staatliche Strukturen zurück, wird mit aus dem irakischen Staatsapparat noch während des „Zwölf-Teage-Kriegs“ mitgeteilt. (…)

Alle drei Strategien von Ayatollah Khamenei sind gescheitert, mit erheblichem Schaden, dem sie dem Land und den Menschen zugefügt haben und weiterhin zufügen werden.“ (65)

Aktuelle Iranische Kriegsplanung

Auf einer Hauswand in Teheran prangt ein riesiges Propagandabild: Eine Karte von Israel mit rot eingezeichneten Zielpunkten, davor Raketen und ein roter Knopf mit der Aufschrift „FIRE“. Das Wandbild verspricht einen „Raketenhagel“. Dazu der Spruch: „YOU START – WE FINISH IT!“. Vermutlich handelt es sich bei dem bunten Bild „nur“ um ein Produkt moderner Kunst, alles andere wäre militaristischer Unsinn. (66)

Trotz des völligen militärischen Versagens der Iraner in den vorangegangenen Auseinandersetzungen wollen die Iraner sich und allen anderen weißmachen, diesmal würde es anders werden. So erklärte Generalstabschef Generalmajor Abdolrahim Mousavi am 4. Februar:

„We are ready for any action by enemies. (…) After the 12-day war, we changed our military doctrine from defensive to offensive by adopting a policy of asymmetric warfare and a crushing response to enemies.” (67)

Die iranische Militärführung weiß, dass sie schwerwiegende Schäden im Falle eines Angriffes nicht vermeiden kann. Aber sie darauf, durch die Verbunkerung ihrer Führungsstellen und die redundante Auslegung ihrer Kommandoverbindungen die Kontrolle über die Führung ihrer Truppen behalten zu können. Sie plant Gegenangriffe mittels ihres umfangreichen Flugkörperarsenals, ihrer (angeschlagenen) Proxies (Hisbollah, Hamas, Houthies) und Cyberattacken, vermutlich auch Terroranschläge im Ausland. Darüber hinaus will sie im „Tankerkrieg“ die Straße von Hormus durch Schnellbootangriffe und Minen sperren. Dazu erklärte Hossein Shariatmadari: „We can impose restrictions against the United States, France, Britain and Germany in the Strait of Hormuz and not allow them to navigate.” (68)

Das Ziel der iranischen Kriegsführung ist laut dem britischen „Telegraph“:

“By threatening global energy supplies, imposing continuous attacks across multiple countries and potentially inflicting significant US casualties, Iran hopes to create an unsustainable multi-front situation.

Iranian planners believe the US has limited appetite for protracted wars after Afghanistan and Iraq.

Fighting simultaneously against entrenched proxies in Lebanon, Yemen, Iraq and potentially Syria, while defending Gulf allies and maintaining open shipping lanes, would strain even US military resources.

Iran views its strategy as one of asymmetric endurance. It cannot win militarily, but believes it can make victory too expensive for Washington to pursue.

This calculus depends on the US choosing to de-escalate rather than applying its full conventional capabilities, which could devastate Iranian infrastructure and military forces.

The ultimate question is political will rather than military capability.” (69)

Zwischenfälle:

Am 1. oder 2. Februar näherte sich zwei SIGINT-Spionageschiff der 48. Escort Task Group der chinesischen Marine dem amerikanischen Flugzeugträger ABRAHAM LINCOLN, um die Elektronik des Schiffs auszuforschen. Ein Schiff trägt die IMO-Registiernummer „8226961“. In der Ukraine gebaut, fuhr sie unter dem ukrainischen Namen „GEOLOG PYOTR ANTROPO“. Heute lautet ihr chinesischer Name mal mit „DA YANG YI HAO“. (70) Bei dem zweiten Spionageschiff handelt es sich um die „LIAOWANG-1“. (70) Es wird vermutet, dass die Schiffe den amerikanischen Flugzeugträger USS ABRAHAM LINCOLN ausspähten und Daten über dessen Position an die Iraner weitergaben.  Zu ihrem Schutz wurde die Spionageschiffe von zwei chinesischen Zerstörern (Typ 052D [KUNMING-Klasse oder nach NATO-Klassifizierung LUYANG-III-Klasse] und Typ 055 [RENHAI-Klasse]) begleitet. Bei dem Zerstörer vom Typ 052D handelt es sich vermutlich um die Nr. 122 TANGSHAN.

Das US-Verkehrsministerium warnt amerikanische Handelsschiffe vor Risiken bei Durchfahrten durch die Straße von Hormus und den Golf von Oman.

Sonstiges:

Das theokratische Mullah-Regime gilt seit der „Grünen Revolution“ (2009/2010) als nicht mehr reformierbar. Wiederholt kam es zu größeren Protestwellen (2026, 2019 und 2021) und zwischendurch zu einer größeren Zahl von kleineren Protestaktionen. Der Klerus hat zuletzt tausende Protestanten lebendig verbrannt oder erschossen. Exaltierte Schätzungen sprechen von 60.000 oder gar 100.000 Toten und rund 400.000 Verletzten. (71)

Der iranische Staatspräsident Massud Peseschkian konnte es sich nicht verkneifen, die Todesopfer der Unruhen zu verhöhnen. In seiner Rede zum Jahrestag der „islamischen Revolution“ erklärte er: „Wir schämen uns vor dem Volk und sind verpflichtet, allen Betroffenen dieser Vorfälle beizustehen. (…) Wir suchen keine Konfrontation mit dem Volk." (72)

Derweil setzt das Regime seine Repressalien fort. Nach Medienberichten wurden hunderte Gefangene erhängt. Anfang Februar ist die Regierung dazu übergegangen, Oppositionspolitiker gezielt zu verhaften:
- Ebrahim Asgharsadeh, ehemalige Parlamentsabgeordnete (auf Kaution wieder frei)
- Mohsen Aminsadeh, früherer Vize-Außenminister
Ghorban Behsadian-Nedschad
- Dschawad Emam, ex-Wahlkampfmanager von Mir Hussein Mussawi (auf Kaution wieder        frei)
- Hussein Karubi
- Narges Safie Mohammadi, Friedensnobelpreisträgerin (2023), wurde bereits am 12. Dezember 2025 festgenommen und mittlerweile erneut zu einer Haftstrafe von 7,5 Jahren verurteilt. Sie wurde im Gefängnis misshandelt.
Abdollah Momeni, Studentenführer
- Mehdi Mahmoudian, Drehbuchautor
- Asar Mansuri, Vorsitzende der Reformfront (wieder freigelassen)
- Vida Rabbani, Journalistin und Frauenrechtlerin
- Ali Schakuri Rad

Ihnen werden demnach insbesondere „Angriffe auf die nationale Einheit“, „Koordinierung feindlicher Propaganda“ und „Schaffung geheimer subversiver Mechanismen“ vorgeworfen. (73)

Ali Schakuri Rad warf den Sicherheitsbehörden vor, agent provocateur unter die Demonstranten geschickt zu haben, „um die Gewalt dann als Vorwand für Unterdrückung zu benutzen“:

„Eine der Methoden zur Niederschlagung von Unruhen ist das Erzeugen von Toten aus den eigenen Reihen. (…) All diese Dinge müssen passieren, damit man aus ihrer Sicht aus Protesten "Unruhen" macht und sie dann unterdrücken kann. Deshalb glaube ich überhaupt nicht, was sie sagen.“ (74)

Die Verarmung eines Großteils der Bevölkerung ist eine entscheidende Ursache für den Volksaufstand, aber zugleich auch eine weitere Methode der Unterdrückung zwecks Aufstandsbekämpfung. So berichtet die Journalistin Natalie Amiri:

„Die Armut in der Islamischen Republik ist inzwischen so hoch, dass selbst der Staat dies nicht mehr vertuschen kann. In einem in den Staatsmedien veröffentlichten Bericht von 2023 heißt es, dass inzwischen ein Drittel der iranischen Bevölkerung in extremer Armut lebt. Auch de Weltbankbericht über Armut bestätigt, dass ein Drittel der Menschen im Iran unter der Armutsgrenze leben. Das sind ungefähr 30 Millionen Menschen. Laut dem iranischen Innenministerium leben 60 Prozent der 84 Millionen Iraner unter der Armutsgrenze. 20 bis 30 „vegetieren“, so schreibt es das Ministerium, „gar in Armut“.

Im Jahr 2023 spreche ich mit Sharmin Meymandi Nejad, der 1999 mit Studentinnen und Studenten der Teheraner Eliteuniversität Sharif zusammen die größte iranische nichtstaatliche Wohltätigkeitsorganisation Imam Ali´s Popular Students Relief Society gründete. Es war die erste unpolitische studentische Hilfsorganisation.

„Die Armut im Iran ist zu 100 Prozent systemisch. Sie dehnen die Armut absichtlich in alle Regionen aus, eine nach der anderen, um die Menschen in finanzielle Not zu bringen. Zuerst zerstören sie ihre Lebensgrundlage durch Misswirtschaft und Korruption. Die Bevölkerung verliert dabei alles. Ihre Einnahmen über die Landwirtschaft, den Boden und das Wasser in der Region. So vernichtet das Regime Landwirtschaft und Viehzucht. Das führt dazu, dass Menschen sich in den Vororten der Städte niederlassen, ohne Einkommen, dann in die Illegalität getrieben werden, oft in die Drogensucht, als letzten Ausweg. Armut ist ein Kalkül für den Systemerhalt des Regimes,“ meint Meymandi Nejad.“ (75)

Anscheinend tobt hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen den verschiedenen Fraktionen der herrschenden Clique, zwischen „Reformern“ und den sogenannten „Prinzipalisten“ (iran.: Osul-Garrayan ), zwischen Regierungsapparat und dem Klerus im Niedergang. Immerhin wurden in den letzten Jahren bis zu 75.000 Moscheen geschlossen, rund 70 Prozent der Iraner definieren sich heute nicht mehr als „Muslime“. (76)

Hinterbliebene der Todesopfer des Aufstandes werden gezwungen zu unterschreiben, ihr getöteter Angehöriger sei ein Anhänger des schiitischen Mullah-Regimes, z. B. ein „Basidschi“, gewesen. Gleichzeitig behaupteten Vertreter des Regimes zwecks Schuldumkehr, amerikanische und israelische „Söldner“ seien für die Ausschreitungen verantwortlich gewesen.

Viele Verletzte lassen sich nur zu Hause behandeln, da sie ihre Verschleppung aus Krankenhäusern befürchten. Verstorbene werden aus Angst vor Repressalien heimlich zu Hause im Garten verscharrt. Hinterbliebene leiden unter der sogenannten „Überlebensschuld“, einer Variante der Post-traumatischen Belastungsstörung (PTBS).

Den U.S. Geheimdiensten gelang es seit Jahresanfang rund 6.000 bis 7,.000 Starlink-Terminals in das Land zu schmuggeln, so dass die Nutzer Zugang zum internationalen Internet bekommen konnten, über das sie sich informieren und organisieren können. Die Behörden suchen z. Zt. gezielt nach den flachen Starlink-Antennen in Gebäuden und Gärten. (77)

Derweil will der israelische Auslandsnachrichtendienst Mossad seine Agentennetze im Iran ausweiten. So forderte der Dienst über „X“ Oppositionelle im Iran auf, sich über die „Social Media“ an den Mossad zwecks einer „Zusammenarbeit“ zu wenden. (78)

Derweil verstärkt auch Russland seine Zusammenarbeit mit dem Iran in traditioneller Weise. So wurden erst kürzlich sechs Kampfhubschrauber vom Typ Mil-28NE geliefert und auf dem Luftstützpunkt Mehrabad bei Teheran stationiert. (79) Die Chinesen entsandten Ende januar 16 militärische Frachtflugzeuge in den Iran. (80)

In der BRD leben rund 300.000 Exil-Iraner, so dass hierzulande zahlreiche Protestdemonstrationen gegen das Mullah-Regime stattfinden. In München versammelten sich am 14. Februar – nach Polizei 200.000 bis 250.000 Demonstranten auf der Theresienwiese, um gegen das Terrorregime im Iran zu demonstrieren. Dabei forderte der Sohn des letzten Schah Reza Pahlavi die USA zur Militärintervention auf. (81)

Gefordert wurde auch, dass Christdemokraten und Sozialdemokraten ihre (Wirtschafts-)Politik gegenüber dem Iran ändern, und nicht nur an die Profite deutscher (Rüstungs-)Unternehmen denkt. Seit Jahrzehnten kritisieren das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Zollkriminalamt (ZKA) in ihren Jahresberichten die deutschen Rüstungsexporte in den Iran. Es ist schon erstaunlich, welches Interesse die deutschen Unternehmer daran haben, dass der Iran unbedingt zu einer Atommacht wird. Erstaunlich ist auch, dass die korrupte Politikerbrut in Berlin und ihre Justiz sich beharrlich weigern, den Forderungen ihrer eigenen Staatsschutzbehörden nachzukommen.

Schon vor zwanzig Jahren berichtete der „Stern“ unter Bezug auf das TV-Magazin „Report“:

„Rund 100 Tarnfirmen sind nach Schätzungen von Sicherheitsbehörden in Deutschland mit illegalem Rüstungsexport in den Iran beschäftigt. Entsprechend äußerten sich der baden-württembergische Verfassungsschutzchef Johannes Schmalzl und der Präsident des Zollkriminalamts Köln, Karl-Heinz Matthias, in der ARD-Sendung „Report Mainz“.

„Wir laufen der Entwicklung hinterher, sagte Schmalzl. „Wenn ich gesagt habe, 100 Tarnfirmen, dann können Sie sich vorstellen, wenn wir eine aufdecken und der Generalbundesanwalt klagt an, dann sind wir froh und klopfen uns auf die Schulter, aber 99 andere gehen weiter ihrem Geschäft nach“, beklagte der Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz in Stuttgart.

Matthias sagte, derzeit seien zehn Ermittlungsverfahren anhängig. In vier Fällen gehe es dabei um konventionelle Rüstungsgüter, in den anderen um Teile für Raketen- und Nukleartechnologie. Erst vor vier Wochen waren im Auftrag von Generalbundesanwalt Kay Nehm Objekte in Frankfurt am Main und elf weiteren Orten in vier Bundesländern durchsucht worden. Nach Erkenntnissen des Magazins standen sie ebenfalls in Zusammenhang mit der illegalen Beschaffung von Raketen- und Flugzeugteilen für den Iran.“ (82)

Im Jahr 2012 berichtete der „Spiegel“ über die Festnahme von vier Unternehmern, die Lieferungen für das iranische Atomprogramm getätigt hatten:

“Investigators showed up at around 9:30 a.m. on a sunny Wednesday in August. They wore bulletproof vests as they entered the driveway. Their superiors had ordered them to take protective measures.

The agents held up search and arrest warrants in front of the intercom camera and waited until the gate slowly opened at this residence in the upper-middle-class Hamburg district of Poppenbüttel. They had come to arrest the building's owner, a nondescript older man named Gholamali K., and his son Kianzad.

The two Iranian-Germans are suspected of working at the heart of a ring that allegedly supplied valves to Iran's controversial nuclear program. At the same time, investigators searched offices in a number of German cities -- in Oldenburg, Weimar and Halle -- and arrested two additional men.

The four arrests are the latest blow to suspected supporters of Iran's bid to become a nuclear power. Investigations show that Germany remains a hub for clandestine deliveries to Iran, despite wide-ranging sanctions.” (83

Dazu ergänzte „t-online“ 2018:

„Schon 2002 flog auf dem Frankfurter Flughafen der Export von 44 Halbleitermodulen nach Iran via Singapur auf. Zu verdanken war das der Aufmerksamkeit des Chefs einer hessischen Elektronikfirma und eines gerade 20-jährigen Zöllners. In den Jahren darauf versuchte Teheran, sich Teile für die Atomreaktoren in Busheer und Arak zu beschaffen – aber auch so genannte "Dual Use"-Produkte, die zivil wie militärisch nutzbar sind und genau so unter einem Exportverbot stehen: Turbinenteile, Drohnen-Motore und Hightech-Vakuum-Sinteröfen, in denen bei 3000 Grad feuerfeste Teile für Raketensteuerungen und Gefechtsköpfe produziert werden können.

2010 gingen Zollfahnder davon aus, dass in der Bundesrepublik rund 100 vor allem kleine Firmen aktiv waren, die nur einen Job hatten: Für Iran Produkte heimlich einzukaufen und die Teile über vorgetäuschte Abnehmer in Russland, Südafrika, Malaysia, China oder zuletzt Dubai in den Iran zu bringen. 2013 verurteilte das Oberlandesgericht Hamburg vier Geschäftsleute zu Haftstrafen, weil sie über Umwege wie diese Spezialventile zum Reaktorbau in den Iran lieferten.

Wieviel deutsche Materialien letztlich zum Aufbau des iranischen Atom- und Raketenprogramms eingesetzt wurden, ist aufgrund der Dunkelziffer illegaler Exporte kaum abzuschätzen.“ (84)

Und 2020 berichtete „Mena-watch“:

„Der Rüstungs- und Waffenschmuggel aus Deutschland in Krisenländer wie den Iran hat nach Angaben des Zollkriminalamtes im vergangenen Jahr zugenommen. Wie der „Focus“ berichtet, führen die Fahnder 136 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Außenwirtschaftsgesetz. Das seien 35 mehr als noch im Jahr zuvor.

Der Präsident des Zollkriminalamtes, Norbert Drude, zeigte sich besonders besorgt „über die aggressiven Beschaffungsbemühungen des Iran“. Drei Viertel der Fälle beträfen das Regime in Teheran. Der illegale Rüstungstransfer umfasse Schlüsseltechnik für die Produktion atomarer, biologischer, chemischer Waffen und Raketen als Trägersysteme. Andererseits beschafften iranische Tarnfirmen handelsübliche „Dual-Use-Güter“, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke einsetzbar sind.“ (85)

So beteiligen sich deutsche Konzerne an der Produktion der iranischen Boden-Boden-Raketen und Drohnen: So stammen die Werferfahrzeuge MERCEDES BENZ 2631 (6×6) für die Raketen vom Typ FAJR-5 von der „Mercedes Benz Group AG“ (heutiger Name). (86) Drohnen vom Typ SHAHED-136 sind mit Motoren „L-550“ ausgestattet, bei denen es sich um Nachbauten eines Produkts der „Limbach Flugmotoren GmbH“ handelt, die heute illegal vom iranischen Unternehmen „MADO“ hergestellt werden. (87)

So hat Deutschland durch seine aggressive Profitgier erst zur Entwicklung dieser dramatischen Lage beigetragen, wie sie jetzt im Nahen Osten entstanden ist. Es ist schon erstaunlich, dass sich die USA dieses feindselige Verhalten der deutschen Bundesregierung schon so lange gefallen lässt. Da Trump allen Handelspartnern des Mullah-Regimes mit Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent gedroht hat, ist die Bundesrepublik aufgrund ihrer antisemitischen Rüstungsexportpolitik ein prädestinierter Kandidat für solche Zwangsmaßnahmen. Aufgrund der vermaledeiten Wirtschaftsentwicklung muss der Bundeskanzler dann mit einer Lage rechnen, die komplexer als „komplex“ ist.

Der deutsche Bundestagsabgeordnete Oberst a. D. Roderich Kiesewetter (CDU) meinte: „Es wird sicherlich, wenn es dazu kommt, noch einige Zeit dauern, um eben diplomatisch in der Umgebung das Feld zu bereiten, für diesen Militärschlag, den ich für notwendig halte.“ Diese diplomatischen Vorarbeiten seien essentiell, „um nicht ein Pulverfass zum Brennen zu bringen“. Die regionalen Akteure müssten zunächst von der Notwendigkeit und den Grenzen eines möglichen militärischen Vorgehens überzeugt werden. „Die europäischen Staaten hätten wenig Einfluss auf US-Präsident Donald Trump und wir müssen hier sehr stark aufpassen, dass unsere Interessen wahrgenommen werden“. (88)

Das Personal der Deutschen Botschaft in Teheran wurde erheblich reduziert, die Visastelle geschlossen, auch um eine erneute Flüchtlingswelle soweit möglich zu verhindern. (89)

Der Künstler Omid Norouzi aus Gilan hinterließ – kurz bevor er im Alter von 35 Jahren ermordet wurde – eine Audiodatei: „Wenn ich nicht mehr da bin und nicht zurückkehre, falls der Iran frei wird, freut euch auch für mich.“ (90) Die Iraner im Iran warten weiterhin auf „Hilfe“.

Quellen:

(1) https://www.aa.com.tr/en/americas/trump-warns-of-very-big-force-if-talks-
with-iran-fail/3829529

(2) https://english.alarabiya.net/News/middle-east/2026/02/11/usled-forces-leave-
syria-s-altanf-base-for-jordan-sources-say

(3) https://safir.af/en/2026/02/12/us-army-prepares-apache-attack-helicopters-
for-middle-east/

(4) https://x.com/EGYOSINT/status/2018682859909685640

(5) https://theaviationist.com/2026/02/07/uk-reinforces-akrotiri-f35bs/

(6) https://www.bbc.com/news/live/c5y2nyz4n8dt

(7) https://www.facebook.com/Mcognizance/posts/-breaking-news-pentagon-
keeps-b-2-stealth-bombers-on-elevated-alert-as-trump-wei/1551124663687312/

(8) https://www.twz.com/news-features/second-carrier-strike-group-ordered-to-
spin-up-for-deployment-to-middle-east-report

(9) https://www.airandspaceforces.com/f-35s-deploy-middle-east-us-talks-iran/

(10) https://www.twz.com/news-features/f-35a-stealth-fighters-moving-closer-to
-middle-east-as-u-s-military-buildup-continues

(11) https://aerospaceglobalnews.com/news/what-has-trump-sent-middle-east/

(12) https://www.airandspaceforces.com/f-35s-deploy-middle-east-us-talks-iran/

(13) https://www.twz.com/news-features/middle-east-preparing-for-war-ahead-
of-u-s-iran-negotiations

(14) https://www.airforce-technology.com/features/us-monitor-persian-gulf-after-
considerable-military-build-up/

(15) https://www.airforce-technology.com/features/us-monitor-persian-gulf-after-
considerable-military-build-up/

(16) https://defence-industry.eu/u-s-air-force-deploys-kc-46a-tankers-to-central-
command-area-of-responsibility-marking-first-pegasus-mission-with-378th-aew/

(17) https://www.twz.com/news-features/middle-east-preparing-for-war-ahead-of-
u-s-iran-negotiations

(18) https://de.wikipedia.org/wiki/GBU-57_Massive_Ordnance_Penetrator

(19) https://www.berchtesgadener-anzeiger.de/startseite_artikel,-nach-angriffen-
im-iran-usa-bestellen-weitere-bunkerbrecher-_arid,981253.html

(20) https://unn.ua/en/news/us-moves-patriot-systems-in-qatar-to-mobile-platforms-
due-to-threat-from-iran

(21) https://news.usni.org/2026/02/09/usni-news-fleet-and-marine-tracker-feb-9-2026

(22) https://www.n-tv.de/politik/Trump-droht-Iran-mit-Entsendung-weiterer-
Flotte-id30349537.html

(23) https://www.twz.com/news-features/second-carrier-strike-group-ordered-to-
spin-up-for-deployment-to-middle-east-report

(24) https://www.juedische-allgemeine.de/politik/pentagon-erwaegt-verlegung-
eines-weiteren-us-flugzeugtraegers-in-den-nahen-osten

(25) https://www.wionews.com/photos/could-uss-george-hw-bush-carrier-join-
uss-abraham-lincoln-in-gulf-amid-us-iran-tensions-here-s-why-it-stands-out-
1770803083778/1770803083782

(26) https://gulfnews.com/world/americas/pentagon-prepares-second-carrier-
strike-group-for-middle-east-1.500440437

(27) https://defence-industry.eu/united-states-to-deploy-uss-gerald-r-ford-aircraft-
carrier-to-middle-east-as-tensions-with-iran-escalate-ap/

(28) https://www.middleeastmonitor.com/20260213-us-aircraft-carrier-uss-gerald-r-
ford-to-join-middle-east-naval-forces-report/

(29) https://maritime-executive.com/article/report-united-states-is-deploying-uss-
ford-csg-to-the-middle-east

(30) https://www.twz.com/sea/navys-top-admiral-previously-said-he-would-push-
back-against-extending-uss-gerald-r-fords-deployment

(31) https://www.milfors.de/Venezuela-_-Warten-auf-die-Gringos.htm

(32) https://www.centcom.mil/MEDIA/IMAGERY/igphoto/2003872174/

(33) https://www.misbar.com/en/editorial/2026/02/07/amid-rising-tensions-misbar-
tracks-us-military-buildup-diego-garcia-base

(34) https://x.com/MenchOsint/status/2018007717390995773

(35) https://www.facebook.com/inspiringyoungindian/posts/trump-is-seriously-
considering-attack-on-iran-in-response-to-the-iranian-regimes/1200270432269500/

(36) https://www.fr.de/politik/scheitern-iran-usa-konflikt-trumps-verhandlungen-mit-
mullahs-vor-dem-zr-94155146.html

(37) https://www.morgenpost.de/politik/article410897303/iran-usa-news-trump-
aktuell-reformpolitiker-festgenommen-narges-mohammadi.html

(38) https://www.fr.de/politik/scheitern-iran-usa-konflikt-trumps-verhandlungen-mit-
mullahs-vor-dem-zr-94155146.htm

(39) https://www.n-tv.de/politik/Trump-will-Deal-mit-dem-Iran-id30353630.htm

(40) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-foerdert-
irans-machtwechsel-neue-verhandlungen-starten-69902179f4d0b8d94ca1c14d

(41) https://www.n-tv.de/politik/Insider-US-Militaer-plant-laengeren-Iran-
Einsatz-id30362493.html

(42) https://www.fr.de/politik/scheitern-iran-usa-konflikt-trumps-verhandlungen-mit-
mullahs-vor-dem-zr-94155146.html

(43) https://www.tagesspiegel.de/internationales/iran-vance-sturz-der-fuhrung-in-
teheran-ist-sache-des-volkes-15242464.html

(44) https://www.focus.de/politik/ausland/globale-oelversorgung-in-gefahr-usa-er
waegen-beschlagnahmung-weiterer-iran-tanker_76bce5af-83dd-45d3-ad02-
107eab3d5cc7.html

(45) https://www.finanzen.net/nachricht/rohstoffe/politische-spannungen-oelpreise-im-aufwind-iran-konflikt-treibt-an-15480732

(46) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-foerdert-irans-
machtwechsel-neue-verhandlungen-starten-69902179f4d0b8d94ca1c14d

(47) https://www.n-tv.de/politik/Iran-will-auch-im-Kriegsfall-nicht-auf-Uran-
Anreicherung-verzichten-id30338182.html

(48) https://www.twz.com/news-features/middle-east-preparing-for-war-ahead-of-
u-s-iran-negotiations

(49) https://www.iranintl.com/en/202602047456

(50) https://web.de/magazine/politik/nahostkonflikt/netanjahu-reist-warnung-
trump-41888062

(51) https://www.timesofisrael.com/ahead-of-us-iran-talks-netanyahu-said-to-tout-
buildup-of-conditions-for-regimes-collapse/

(52) https://www.jpost.com/israel-news/defense-news/article-885948

(53) https://x.com/RapidResponse47/status/2021659510851744238

(54) https://www.juedische-allgemeine.de/israel/energieminister-cohen-moegliches-
iran-abkommen-ist-wertlos/

(55) https://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-abbas-warnt-vor-gefaehrlicher-ausweitung-israelischer-siedlungen/100136895.html

(56) https://www.aa.com.tr/en/world/russian-fm-discusses-iran-situation-with-
omani-counterpart/3824223

(57) https://www.jpost.com/middle-east/iran-news/article-885755

(58) https://de.wikipedia.org/wiki/Shahid_Bahman_Bagheri

(59) https://defence-network.com/iran-verbesserung-der-drohnenfaehigkeiten-ki/

(60) Amiri, Natalie: Der Nahost-Komplex, Von Menschen, Träumen und Zerstörung, München, 2025, S. 366

(61) https://www.ncr-iran.org/en/news/nuclear/irans-kavir-plan-uncovered-operational-
details-of-post-amad-nuclear-weapons-effort/

(62) Taghvaee, Babak: Crushing Iran´s nukes, Air International, Stamford, UK, August 2025, S. 32-39

(63) https://www.n-tv.de/politik/US-Angriffe-gegen-Iran-moeglich-Trump-buegelt-
eigene-Geheimdienste-ab-und-sagt-seiner-Basis-ein-Basta-article25840904.html

(64) https://www.spiegel.de/ausland/israel-iran-krieg-usa-greifen-drei-ziele-in-iran-
an-alles-wichtige-im-ueberblick-a-5efd7c64-45ee-46b4-81b5-fd91e6af5708

(65) Amiri, Natalie: Der Nahost-Komplex, Von Menschen, Träumen und Zerstörung, München, 2025, S. 361f

(66) https://www.juedische-allgemeine.de/israel/mullah-regime-droht-tel-
aviv-mit-raketenhagel/

(66) https://defence-network.com/chinesisches-forschungsschiff-abraham-lincoln

(67) https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/02/05/how-iran-plans-to-go-to-war-
with-us-and-win/

(68) https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/02/05/how-iran-plans-to-go-to-war-
with-us-and-win/

(69) https://www.telegraph.co.uk/world-news/2026/02/05/how-iran-plans-to-go-to-war-
with-us-and-win/

(70) https://www.telepolis.de/article/Wie-China-den-Iran-mit-Radar-Satelliten-und-
Geheimdiensten-aufruestet-11176574.htm/

(71) https://www.mena-watch.com/bericht-systematisches-massaker-im-iran/

(72) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-massud-peseschkian-
proteste-entschuldigung-sicherheitskraefte-gxe

(73) https://www.morgenpost.de/politik/article410897303/iran-usa-news-
trump-aktuell-reformpolitiker-festgenommen-narges-mohammadi.html

(74) https://web.de/magazine/politik/verhaftungswelle-reformpolitiker-iran-41883556

(75) Amiri, Natalie: Der Nahost-Komplex, Von Menschen, Träumen und Zerstörung, München, 2025, S. 371f

(76) Amiri, Natalie: Der Nahost-Komplex, Von Menschen, Träumen und Zerstörung, München, 2025, S. 377

(77) https://www.berliner-zeitung.de/news/us-geheimaktion-tausende-starlink-
terminals-in-den-iran-geschmuggelt-li.10018823

(78) https://www.tagesspiegel.de/internationales/liveblog/jetzt-auch-uss-gerald-
r-ford-usa-schicken-offenbar-weiteren-flugzeugtrager-nach-nahost-10586281.html

(79) https://aerobuzz.de/militar/der-iran-hat-russische-mi-28ne-kampfhubschrauber-erhalten/

(80) https://www.telepolis.de/article/Wie-China-den-Iran-mit-Radar-Satelliten-und-Geheimdiensten-aufruestet-11176574.htm/

(81) https://www.tagesschau.de/inland/muenchen-iran-demonstration-100.html

(82) https://www.stern.de/politik/deutschland/illegaler-ruestungsexport-iran-ruestet
-mit-deutschen-waffen-auf-3497986.html

(83) https://www.spiegel.de/international/world/nuclear-technology-for-iran-
german-investigators-uncover-illegal-exports-a-858893.html

(84) https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_83962478/-made-in-
germany-deutschland-ist-der-raketen-supermarkt-des-iran.html

(85) https://www.mena-watch.com/iraner-versuchen-sich-technik-fuer-
atomwaffen-in-deutschland-zu-besorgen/

(86) https://en.wikipedia.org/wiki/Fajr-5

(87) https://www.pravda.com.ua/eng/news/2023/04/28/7399810/

(88) https://www.fr.de/politik/nach-verhandlungen-zwischen-usa-und-dem-iran-
kiesewetter-haelt-militaerschlag-fuer-notwendig-zr-94162240.html

(89) https://www.morgenpost.de/politik/article411197618/repressionen-in-iran-
deutschland-ist-fuer-das-regime-das-boese-schlechthin.html

(90) https://www.mena-watch.com/bericht-systematisches-massaker-im-iran/


Update: 21. Februar 2026

Truppenaufmarsch und Kriegsgefahr

Zwar hatte die U.S. Regierung schon vor zwei Wochen gemeldet, ihr Truppenaufmarsch am Arabischen Golf sei abgeschlossen, dennoch werden immer weitere Luftwaffen- und Marineeinheiten in die Region verlegt. Nun soll es endlich soweit sein, meldet die „Bild-Online“ am 19. Februar erwartungsvoll, obwohl die USS FORD noch nicht ihre Gefechtsposition im östlichen Mittelmeer bezogen hat:

„Jetzt wird’s ernst! Laut Berichten der Sender CNN und CBS wurde der amerikanische Präsident Donald Trump (79) informiert, dass das Militär am Samstag bereit für einen potenziellen Angriff auf den Iran sei. Trump selbst habe laut Insidern noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, ob er angreifen werde. Dutzende US-Kampfjets haben allerdings in den vergangenen Tagen ihre Basen in den USA und Europa verlassen. Ziel: Naher Osten. Es handelt sich um die größte Luftstreitmacht seit dem Einmarsch in den Irak im Jahr 2003. (…) Mehr als 85 Tankflugzeuge und mehr als 170 Transportmaschinen sollen laut Mata bereits in Richtung Krisenregion unterwegs sein.“ (1)

Am 18. Februar kam Präsident Donald Trump mit seinen Sicherheitsberatern zusammen, um über die Lage im Nahen Osten zu diskutieren. Das Treffen fand in der verbunkerten Kommandozentrale unter dem Westflügel des Weißen Hauses statt, dem sogenannten White House Situation Room (WHSR). Der „Sit Room“ ist intern auch unter der Bezeichnung „Whizzer“ bekannt.

Am 19. Februar 2026 erklärte Trump, es fänden gerade gute Gespräche mit dem Iran statt. So kündigte er an: „Sie werden in zehn Tagen wissen, wie es weitergeht." (2) Allerdings nimmt das ständige Gequatsche kaum noch jemanden. Schon einmal, am 19. Juni 2025, hatte er dem Iran eine Frist von „zwei Wochen“ gesetzt, (3) tatsächlich griffen die USA schon drei Tage später an. Unklar ist, ob Trump seine Fristsetzung wegen seiner Demenz einfach vergessen oder ob er die Iraner gezielt belogen hatte. Nur die bürgerlichen Medienvertreter müssen aus ihrem Verständnis von „Professionalität“ heraus das präsidiale Gelaber immer noch ernst nehmen und ihre Zuhörer nötigen, dem präsidialen Gerede Aufmerksamkeit zu schenken, als wäre Trump kein Politpenner, sondern ein Politgenie.

Am 19. Februar setzte der amtierende Präsident dem Iran gleich zwei verschiedene Ultimaten. Zunächst erklärte Trump: „Maybe we’re going to make a deal. (…) You’re going to be finding out over the next probably 10 days.” Stunden später erklärte er an Bord seiner Präsidentenmaschine: “I would think that would be enough time – 10, 15 days, pretty much maximum.” Demnach läuft das Ultimatum am Montag, den 1. März, oder am Freitag, den 6. März 2026, ab. (4)

Ein anonymer Mitarbeiter aus dem Weißen Haus erklärte: „Der Chef hat langsam genug (engl.: „is getting fed up“).“ Zwar würden Personen um Trump versuchen, ihn von einem Angriff auf den Iran abzuhalten. Jedoch sehe er eine Chance von 90 Prozent, in den kommenden Wochen einen militärischen Schlag gegen das Regime zu sehen, so der Berater. (5)

Die alberne Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Claire Leavitt, gab am 18. Februar zum Besten:

„The president has always been very clear, though, with respect to Iran or any country around the world, diplomacy is always his first option, and Iran would be very wise to make a deal with President Trump and with this administration. (…)

He’s always thinking about what’s in the best interest of the United States of America, of our military, of the American people, and that’s how he makes decisions with respect to military action.” (6)

Es heißt, der Präsident wolle während der Wochenendruhe am 21./22. Februar den Konflikt überdenken und aus dem Set von Angriffs- und Defensivoptionen, die ihm die Joint Chiefs of Staff (JCS) vorlegt haben, seine Auswahl treffen. Die Militärführung muss dann die entsprechenden Befehle umsetzen – vor oder nach Ablauf der Ultimaten. Mal posaunt der Präsident aus, er werde den Iran heimsuchen und „sehr schlimme Dinge“ werden geschehen, mal lässt er seine Entourage verkünden, er plane zunächst nur einen „begrenzten Angriff“, bei dem z. B. „ausgewählte Individuen“ getötet werden könnten. Es bedarf schon eines seltsamen Feldherrngenies, wenn man dem Feind seinen Willen militärisch aufzwingen will, wenn einem selbst ein klarer Wille fehlt..

Generalmajor a. D. Amos Yadlin, ein ehemaliger Chef des israelischen Militärgeheimdienstes AMAN, glaubt, Trump könne einen Krieg gegen den Iran in „wenigen Tagen“ beginnen. (7) Eine Supermacht könne nicht einfach so einen Krieg beginnen: „There is a diplomatic path that must be exhausted.” (8)

Der Politologe Seyyed Vali Reza Nasr, Iran-Experte an der Johns Hopkins University in Baltimore, warnte:

“Diplomacy may give the U.S. more time to get its military ready, but it also gives Iran more time to plan its retaliation. (…) Ultimately, the president has to weigh the cost of attacking Iran. Ironically his approach has made those costs more likely.” (9)

Während der U.S. Angriff am 22. Juni 2025 nur knapp 30 Minuten dauerte, ist diesmal von einem wochenlangen Krieg die Rede. Dazu berichtete das amerikanische Nachrichtenportal „Axios“, die Masse der Amerikaner würden gegenwärtig die Dimension des drohenden Krieges gegen den Iran unterschätzen. (10)

Ein Blick auf den Truppenaufmarsch zeigt, dass ein Luftkrieg durch die U.S. Air Force und die U.S. Naval Aviation in Kombination mit Flugkörperangriffen (TOMAHAWK) der U.S. Navy geplant ist. Eigentlich lehrt die „Kriegskunst“, dass man einen Krieg nicht ausschließlich durch den Einsatz von Luftstreitkräften gewinnen kann. Eine Ausnahme bildete die NATO-Luftoffensive Operation ALLIED FORCE 1999 unter den besonderen Bedingungen im Jugoslawienkrieg. Allerdings kommt es darauf an, wie ein „Sieg“ definiert wird. Handelt es sich um eine komplette Besatzung und Unterwerfung eines Staates, oder geht es nur um die Zerstörung seiner militärischen Infrastruktur. Im letzteren Fall ist eine reine Luftoffensive hinreichend.

Der frühere U.S. Vizadmiral Robert Stiles „Bob“ Harward Jr., ehemaliger Stellvertretender Kommander des Joint Special Operations Command und Stellvertretender Kommandeur des Central Commands (CENTCOM), hat am Ausgang der Kampfhandlungen keinen Zweifel. „Wenn man die iranische Revolutionsgarde ins Visier nimmt und deren Hauptquartiere und Einrichtungen angreift, kann man das wahrscheinlich in nur wenigen Stunden erledigen. Das ist beispiellos.“ Früher hätten die USA täglich nur 40 bis 50 Ziele pro Tag aus der Luft treffen können. Das habe sich – unter anderem durch die Kriege im Irak und in Afghanistan – verändert. Mittlerweile hätten die USA die Fähigkeiten, um „täglich Hunderte Schläge durchzuführen“. Das verändere die strategische Ausgangslage grundlegend. Harward, der einst als Vizeadmiral in der US-Marine diente, geht davon aus, dass eine erste Angriffswelle auf strategische Raketeneinrichtungen zielen würde. In einem zweiten Schritt könnten dann Einheiten der Revolutionsgarde angegriffen werden, die für mögliche Vergeltungsschläge infrage kämen. „Ich glaube nicht, dass jemand das Ausmaß oder die Kapazität, über die wir verfügen, wirklich versteht, weil es noch nie jemand zuvor gesehen hat.“

Überflüssig zu erwähnen, dass das U.S.-Treiben bar jeder Legalität und Legitimation durch die UN-Charta ist. Außerdem verstößt Trumps selbstherrliche Machtanmaßung gegen die „war powers“ des U.S. Kongresses, der laut Verfassung und Bundesgesetzen einzig und allein über Krieg entscheiden darf. Die Abgeordneten Thomas Harold Massie (Republicans) und Rohit „Ro“ Khanna (Democrats) hatten bereits im Juni 2025 explizit eine Parlamentsresolution „No war with Iran“ eingebracht, um Trump an der Entfesselung eines neuen Krieges zu hindern. Dazu wollten sie nun eine Abstimmung ab dem 23. Februar 2026 erzwingen. Dieser Antrag wurde am 20. Februar 2026 durch die Parlamentarier Joshua B. „Josh“ Gottheimer (Democrats) und Michael Vincent „Mike“ Lawler (Republicans) zurückgewiesen, die ein „Bipartisan Statement on Iran War Powers Resolution“ einbrachten. In diesem Dokument, das der derzeitigen Selbstentmachtung des Kongresses entspricht, behaupten die beiden Parlamentarier heuchlerisch:

„We respect and defend Congress´s constitutional role in matters of war. Oversight and debate are absolutely vital. However, this resolution (gemeint ist die “Massie-Khanna War Powers Resolution“, G. P.) would restrict the flexibility needed to respond to real and evolving threats and risks signaling weakness at a dangerous moment.

Congress should be briefed on any planned military action in compliance with the War Powers Act. It is also essential that the appropriate committees are fully and promptly briefed. Congress must not limit our ability to protect Americans and our allies.”

Mit Ausnahme einiger kurzer Erklärungen, oftmals an Bord der Präsidentenmaschine „Air Force One“ oder am Rande seiner regulären Auftritte, unterlässt es Donald Trump, der amerikanischen Bevölkerung umfassend und ausführlich seine Motive für einen möglicherweise längeren andauernden Angriff auf das iranische Regime zu erklären. Vielmehr gibt er immer wieder wechselnde Begründungen für die Notwendigkeit einer Intervention an, so dass sich die verschiedenen Argumente wechselseitig aufheben.

Vielleicht ist es nicht die klügste Nahostpolitik nach Gaza, Westbank, Libanon, Syrien und Irak nun mit dem Iran das nächste Land in Asche zu bomben. Jedenfalls können sich die Araber nur wundern, was die ollen Ungläubigen unter „Demokratie“, „Gewaltenteilung“, „Menschenrechte“, „Frieden“ und „Hilfe“ verstehen.

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die U.S. Army setzt ihre Evakuierungsmaßnahmen fort. Am 18. Februar 2026 wurden die letzten 100 Soldaten der 661st Engineer Construction Company der Illinois Army National Guard aus Macomb (Illinois) in die USA zurückverlegt. Die Soldaten landeten auf dem Flugplatz in Springfield. Damit beendeten die Soldaten ihren Einsatz, der im August 2025 begonnen hatte. (11)

Weitere Soldaten wurden von den Basen in Bahrain, Al Udeid (Qatar) und aus den VAE abgezogen. Nach der Räumung der Basen al-Shaddadi und al-Tanf sind derzeit noch rund 1.000 U.S.-Soldaten in Syrien disloziert, die innerhalb der nächsten zwei Monate abgezogen werden sollen. (12) Auch im Irak wartet noch ein kleines Kontingent auf seine Heimreise.

Zwar wird in den „Talkshows“ der Massenmedien gerne über einen „regime change“ als politische Wunschvorstellung spekuliert, aber ein Blick auf den Truppenaufmarsch genügt, um zu sehen, dass dafür die Bodentruppen fehlen, die notwendig sind, um das Land zu besatzen und einen denkbaren Regimewechsel militärisch-praktisch durchzusetzen.

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Das Aufklärungsflugzeug RC-135V RIVET JOINT wurde aus Sicherheitsgründen von der Al Udeid AB (Qatar) abgezogen und nach Kreta (Griechenland) verlegt. Eine zweite Maschine desselben Typs wurde von Florida ebenfalls nach Kreta verlegt. (13)

Am 16. Februar 2026 verlegten bis zu 18 Stealth-Fighter F-35A LIGHTNING II der 495th Fighter Squadron “Valkyries" des 48th Fighter Wing („State of the Liberty Wing”) von der RAF Lakenheath (UK) in den Nahen Osten. Die Kampfflugzeuge trugen folgende Seriennummern: 20-5570, 20-5618, 19-5487, 19-5473, 20-5475, 19-5484, 19-5476, 19-5495, 20-5608, 20-5589, 20-5581, 20-5615, 20-5571, 20-5600, 20-5605, 20-5590, 20-5597, 19-5486 und 20-5582. Iran has responded militarily by conducting naval drills in the Strait of Hormuz on February 16 and deploying its Khorramshahr-4 long-range ballistic missile at an underground facility, with a reported range exceeding 1,240 miles and a 3,300-pound warhead.

Sie legten in Chania (Zypern) eine Zwischenlandung ein. (https://www.jfeed.com/news-world/f-35-mediterranean-deployment) Begleitet wurden die Kampfflugzeuge durch drei Tankflugzeuge KC-135R STRATOTANKER von der RAF Mildenhall (UK) (Seriennummern: 59-1475, 61-0315 und 62-3540) sowie drei KC-135T (u. a. 59-1464 und 59-1470), ebenfalls aus RAF Mildenhall.

Am 16. Februar verlegten 18 F-35A LIGHTNING II von der Lakenheath AB (UK) zur Muwaffaq Salti AB (Jordanien) mit Zwischenlandung in Chania (Griechenland). (14) Die Maschinen wurden begleitet durch Tankflugzeuge KC-135 R/T aus RAF Mildenhall. Ein Tanker landete auf der Ramstein AB (BRD). (15)

Vom 16. bis 18. Februar verlegten die U.S.-Streitkräfte mehr als 50 Kampfflugzeuge (F-22 RAPTOR, F-16 FIGHING FALCON und F-35 LIGHTNING II) innerhalb eines Tages in den Nahen Osten, meldete die „Jerusalem Post“. (16) Dazu präsentierte das Online-Magazin „The War Zone“ am 17. Februar eine genauere Übersicht:
- 2 weitere E-3 SENTRY (Airborne Warning and Control System - AWACS) wurden am 16. Februar von der Elmendorf AB (Alaska) zur RAF Mildenhall AB (UK) verlegt. Es handelt sich um Frühwarn- und Kommandoflugzeuge.
- 2 U-2 DRAGON LADY kamen anscheinend aus den USA, sie wurden auf der RAF Fairford (UK) disloziert (17)
- 1 weiteres Relaisflugzeug E-11A wurde am 16. Februar ebenfalls aus den USA herangeführt (18)
- 12 Tarnkappenjäger F-22 RAPTOR des 1st Fighter Wing (1st FW) von der Joint Base Langley-Eustis (Virginia) flogen in Begleitung einer KC-135R STRATOTANKER und drei KC-46 PEGASUS nach RAF Lakenheath (UK). Die ersten Sechs kamen am 17. Februar, der Rest am Folgetag. Die Maschinen waren zuvor an der Operation ABSOLUTE RESOLVE in Venezuela beteiligt gewesen.
- 12 F-16CJ FIGHTING FALCON (WILD WEASEL) kamen vom 52nd Fighter Wing (52nd FW) auf der Spangdahlem AB (BRD). Sie wurden von einer KC-135 begleitet. (19)
- 12 Luftüberlegenheitsjäger F-16C FIGHTING FALCON des 31st Fighter Wing (31st FW) kamen von der Aviano AB (Italien) in Begleitung einer KC-135R
- 12 F-16CJ FIGHTING FALCON (WILD WEASEL) kamen vom 169th Fighter Wing (169thFW) „Swamp Foxes“ der South Carolina Air National Guard, das auf der McEntire Joint National Guard Base (JNGB) disloziert ist. Die Flugzeuge wurden bei ihrem Transatlantikflug von eins bis drei KC-135R und einer KC-46 (Serial: 18-46044) aufgetankt. Die Kampfflugzeuge legten eine Zwischenlandung in Lajes Field auf der Azoren-Insel Terceira ein und landeten danach in Rota (Spanien). Auch die Tankflugzeuge landeten in Spanien. (20)

Bei den F-16CJ FIGHTING FALCON (WILD WEASEL) handelt es sich um Flugzeuge, deren Aufgabe als WILD WEASEL-Maschinen dazu dient, das gegnerische Luftverteidigungssystem zu stören oder zu zerstören (Suppression of Enemy Air Defenses – SEAD), damit die eigenen Bomber und Jagdbomber den gegnerischen Luftraum unbeschadet penetrieren und ihre Bombenziele attackieren können. Dafür sind die F-16CJ im Rahmen der Elektronischen Kampfführung (EloKa) mit Störsendern und Anti-Radar-Raketen (AGM-88 HIGH SPEED ANTI-RADIATION MISSILE - HARM) ausgestattet. Zumindest die F-16CJ aus den USA sind mit hochmodernen EloKa-Störsendern ALQ-167 ANGRY KITTEN ausgestattet.

Gemäß einer etwas anderen Auflistung der „Aerospace Global News“ wurden innerhalb von zwei Tagen sogar 125 Militärflugzeuge verlegt: 48 x F-16 FIGHTING FALCON, 12 x F-22 RAPTOR, 18 x F-35A LIGHTNING II, 6 x E-3G SENTRY, 1 x E-11A und 40 Tankflugzeuge KC-46A PEGASUS und KC-135 STRATOTANKER. Die E-11A (Seriennummer: 22-9046) legte auf dem Fliegerhorst in Ramstein eine Zwischenlandung ein, bevor sie zur Prince Sultan AB in Saudi-Arabien weiterflog, wo schon drei weitere Maschinen dieses Typs bereitstehen. Eine U-2 flog am 17. Februar von RAF Fairford in den Nahen Osten. Sie dient als Aufklärungs- oder Relaisflugzeug. (21)

Nach Angaben von Steffan Watkins von der „Military Air Tracking Alliance“ (MATA) wurden die sechs AWACS-Flugzeuge von Stützpunkten in Hawaii, Deutschland und Japan (961st Airborne Air Control Squadron, Kadena AB, Okinawa) zusammengezogen und nach Saudi-Arabien verlegt. Von der RAF Mildenhall (UK) starteten zwei Maschinen (1 E-3B mit der Seriennummer 75-0556 (?) und 1 E-3C 82-0007) starteten auf der RAF Mildenhall (UK), vier Maschinen sammelten sich zunächst in Ramstein (BRD): 2 E-3B (Serials: 76-1604 und 79-0001), 1 E-3C (Seriennummer: 81-0005) und 1 E-3B/G (Seriennummer 76-1605). Sie wurden am 19. Februar von in den Nahen Osten (vermutlich Prince Sultan AB oder Al Kharj [and. Bez.: Al Chardsch] in Saudi-Arabien) verlegt. (22)

Die Verlegung von strategischen Bombern B-2A SPIRIT nach Diego Garcia steht weiterhin aus. Trump hatte den britischen Premierminister Keir Rodney Starmer in den letzten Wochen mehrfach unprovoziert als Dummkopf vorgeführt, weil dieser das Chagos-Atoll mit der Insel Diego Garcia gegen Ende des Jahrhunderts an die Regierung der Malediven zurückgeben will, wenn die Malediven dann noch existieren. Dies will Trump unbedingt verhindern. (23) Aus Verärgerung über die U.S.-Einmischung in die britischen Angelegenheiten hat Starmer jetzt einen militärisch brisanten Schlussstrich gezogen: Am 19. Februar untersagte er der amerikanischen Luftwaffe die Nutzung Diegos Garcias als Bomberbasis im Krieg gegen den Iran. (24) Anscheinend bezieht sich dieses Nutzungsverbot auch auf den britischen Luftstützpunkt RAF Fairford, immerhin die einzige von den Amerikanern genutzte Bomberbasis in Europa. (25) Bei der außergewöhnlichen Entscheidung der britischen Regierung mag auch deren Verbitterung über die britische Verwicklung in die Epstein-Kinderschänder-Affäre eine Rolle gespielt haben. Jedenfalls müssen jetzt die Generalstäbler der Air Force ihre Luftkriegsplanung umschreiben. Das braucht Zeit! Zwar können die relativ langsamen Bomber vom Typ B-2A den Iran im Direktflug aus den USA attackieren, aber nach dem Angriff müssen die Piloten und Copiloten irgendwo landen, um ihre Unterhosen auszuleeren und sich auszuruhen.

Mindestens sechs Tankflugzeuge KC-135R/T wurden am 19. Februar auf dem Flughafen von Sofia (Bulgarien) stationiert. Sie gehören eigentlich zum 6th Air Refueling Wing auf der MacDill AFB (Florida). Hinzu kamen mehrere Frachtflugzeuge C-17 GLOBEMASTER III und C-130 HERCULES. Das bulgarische Verteidigungsministerium sprach in diesem Zusammenhang von „enhanced Vigilance Activities” (eVA). (26)

Derweil wird weiterhin Nachschub herangeführt. Am 19./20. Februar wurden dazu innerhalb von 24 Stunden 31 C-17s, 7 C-5 und 9 Tankflugzeuge KC-135 vom Air Mobility Command (AMC) der U.S. Air Force eingesetzt.

Auf dem jordanischen Fliegerhorst Muwaffaq al Salti drängeln sich mittlerweile 60 Militärflugzeuge.

Derweil haben die USA die Teilnahme ihrer F-35 LIGHTNING II am NATO-Manöver COLD RESPONSE in Norwegen abgesagt, die Maschinen würden andernorts benötigt.

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Über den Flottenaufmarsch berichteten die „Gulf News“:

“In a striking display of military might, approximately one-third of the US Navy's actively deployed fleet is now assembled in the Middle East, primed for potential operations against Iran, as per defence analysts.

The flotilla includes two aircraft carrier strike groups, 15 destroyers, and an unknown number of submarines. Heavy-lift aircraft and tankers just reportedly crossed the Mediterranean, en route to Mideast positions. (…)

This combat power could unleash over 600 Tomahawk land-attack missiles (TLAMs) in a single salvo, according to open-source intelligence (OSINT) analyst Ian Ellis.” (27)

Der Flugzeugträger USS ABRAHAM LINCOLN schipperte Mitte Februar im Golf von Oman, ca. 700 km von der iranischen Küste entfernt.

Derweil lässt die USS FORD weiter auf sich warten, wie die „BBC“ am 16. Februar berichtete: „The US has also reportedly sent the USS Gerald R. Ford, the world's largest warship, to the Middle East, which could arrive in the region within the next three weeks.” (28) Dieser Flugzeugträger wird prinzipiell von fünf Begleitschiffen eskortiert. (29) Dazu gehören u. a. die Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse DDG 72 USS MAHAN, DDG 81 USS WINSTON S. CHURCHILL und DDG 96 USS BAINBRIDGE. Die beiden anderen Lenkwaffenzerstörer DDG 106 USS STOCKDALE und DDG 116 USS THOMAS HUDNER befinden sich bereits im Arabischen Golf. (30) Zum Schiffsverband gehört mittlerweile auch das Versorgungsschiff T-AKE 12 USNS WILLIAM MCLEAN (LEWIS-AND-CLARK-Klasse). (31) Die USS FORD hat am Freitagmittag die Straße von Gibraltar passiert und durchquert jetzt das Mittelmeer. (32) Anfang nächster Woche wird der Verband Zypern erreichen und dort erst einmal Station machen, (33) nach einer anderen Meldung wird die Ankunft der USS FORD Ende des Monats im Einsatzgebiet erwartet. (34)

Unklar ist, ob auch noch ein dritter Flugzeugträger entsandt wird. Die USS George H. W. BUSH hat ihren Heimathafen Norfolk verlassen und schippert derzeit in der Sargossasee im Westatlantik. Zu ihren Begleitschiffen gehören drei Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse: DDG 66 GONZALEZ, DDG 71 ROSS und DDG 75 DONALD COOK. (35)

Außerdem verlegte die U.S. Navy einen siebten Lenkwaffenzerstörer an den Arabischen Golf. Es handelt sich um die DDG 91 USS PINCKNEY, der zur ARLEIGH-BURKE-Klasse (FLIGHT IIA) gehört. Zwei weitere Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse wurden aus der Karibik abgezogen und in den europäisch-afrikanischen Raum verlegt: DDG 116 USS THOMAS HUDNER und DDG 106 USS STOCKDALE. (36)

Derweil träumt Ajatollah Ali Sayed Chamenei davon, die Flugzeugträger zu versenken: „Gefährlicher als ein Flugzeugträger ist die Waffe, die ihn auf den Meeresgrund schicken kann“, erklärte der verschrobelte Militärdepp am 17. Februar 2016. Der letzte US-Flugzeugträger, der versenkt wurde, war der kleine Geleitflugzeugträger CVE 59 USS BISMARCK SEA, der vor achtzig Jahren, am 21. Februar 1945, vor Iwo Jima durch zwei japanische Kamikazeflieger angegriffen wurde. Theoretisch verfügen die Iraner über die technische Fähigkeit, einen amerikanischen Träger zu versenken, etwa durch die Marschflugkörper ABU MAHDI (Reichweite: über 1.000 km), HOVEYZEH (Reichweite: 1.350 km) und SOUMAR (Reichweite: max. 2.500 km), allesamt iranische Derivate des russischen KH-55 (NATO-Code: AS-15 KENT).

Zur amerikanischen Flotte vor Ort zählen mittlerweile auch das Tankschiff T-AO 187 USNS HENRY J. KAISER (HENRY J. KAISER-Klasse) und das Munitionsschiff T-AKE 7 USNS CARK BRASHEAR (LEWIS-AND-CLARK-Klasse). (37)

Es wurde nicht bekannt, in welchem Umfang der Handelshafen Khalifa Bin Salman Port (KBSP) in Bahrain in der Hidd Industrial Area von Muharraq (Bahrain) genutzt wird, um Munition und amerikanisches Militärmaterial anzuliefern. Der zivile Hafen grenzt an die Naval Support Facility Bahrain (NSFB). (38) Für den Weitertransport der Güter zu den Kriegsschiffen ist die Task Force 53 (TF 53) der 5th Fleet zuständig.

Die P-8 POSEIDON Patrouillenflugzeuge der Marineflieger sind in Awali (Bahrain) und Al Kharj (Saudi-Arabien) disloziert. (39)

Am 19. Februar verlegten zwei weitere Rettungsflugzeuge HC-130J COMBAT KING II von Neapel (Italien) nach al Udeid (Qatar). (40)

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

U.S.-Verbündete:

Die israelische Regierung soll bereits im Dezember 2025, also noch vor den Massakern in Iran, der U.S. Regierung mitgeteilt haben, dass man einen neuen Schlag gegen das iranische Raketenarsenal plane! (41)

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu drohte den Iranern am 19. Februar: „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet. (…) Eines ist sicher: Wenn die Ajatollahs einen Fehler machen und uns angreifen, werden sie eine Reaktion erleben, die sie sich nie hätten vorstellen können.“ (42)

Die israelischen Streitkräfte haben ihre Alarmbereitschaft noch einmal erhöht und bereiten sich konkret auf einen Krieg gegen den Iran vor. Sie sind dabei schneller einsatzbereit als die USA, wie „t-online“ am 18. Februar meldete:

„Die israelische Regierung bereitet sich derzeit wohl auf einen großangelegten Krieg gegen den Iran vor. Das berichtet das US-amerikanische Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf zwei nicht namentlich genannte Mitglieder der Regierung von Benjamin Netanjahu.

Demnach sollen die Vorbereitungen bereits in den nächsten zwei Tagen abgeschlossen sein. Israel plant für den größtmöglichen Konflikt, in dem die USA nicht nur iranische Raketenanlagen angreifen, sondern auch einen sogenannten Regime-Change anstreben.

Laut „Axios“ würden die USA vermutlich länger Zeit brauchen, um einen Großangriff vorzubereiten. Das Portal zitiert den republikanischen Senator Lindsey Graham, laut dem bis zu den ersten Attacken noch Wochen vergehen könnten.“ (43)

Nach den offiziellen Ankündigungen der saudischen Regierung ist es fraglich, ob die U.S. Streitkräfte den Luftraum von Saudi-Arabien nutzen dürfen, (44) aber mit Beginn der Kampfhandlungen ist damit zu rechnen.

Am 19. Februar trat im Auswärtigen Amt in Berlin der Krisenstab zu einer Sitzung zusammen. Angesicht der zunehmenden Spannungen hat die Bundeswehr beschlossen, weitere Soldaten aus Erbil (Irak) abzuziehen. Es handelt sich um mehrere Dutzend Soldaten. (45) Einen Tag später hat das AA die deutschen Zivilisten im Iran aufgefordert, das Land zu verlassen. (46) Allerdings erließ Außenminister Johann Wadephul (CDU) keine entsprechende Aufforderung an die deutschen Touristen in Israel. Sollen sie etwa ihrem Schicksal einfach überlassen werden oder teilt die Bundesregierung nicht die Ansichten der U.S. Regierung über die iranische Bedrohung?

Außerdem hat es die Bundeswirtschaftsministerin Katherina Weiche (CDU) wochenlang versäumt, die Gasspeicher aufzufüllen. Im Kriegsfall könnte dies angesichts der Marktentwicklung teuer werden.

Norwegen hat 60 Soldaten aus Sicherheitsgründen aus dem Irak und anderen Staaten des Nahen Ostens zurückgeholt.

Iranische Verbündete:

Am 16. Februar 2026 machte die russische Regierung einen ungewöhnlichen Schritt. Sie entsandte nach Teheran eine TU-214PU (PU = Punkt Uprawlenija) der Sonderflugstaffel „Spetsial'nyy lotnyy otryad „Rossiya““ der Präsidialverwaltung, die auf dem Flugplatz Moskau-Wnukowo (VKO), Terminal 2, disloziert ist. Bei der TU-214PU handelt es sich um einen sogenannten „fliegenden Kommandostand“, umgangssprachlich auch als „Weltuntergangsflugzeug“ bekannt. Das Flugzeug ist an seiner langen Rückenantenne eindeutig identifizierbar. Nur drei Exemplare wurden produziert. Die Verlegung dieses Flugzeugs bedeutet, dass eine hohe Militärdelegation nach Teheran entsandt wurde, die von Bord dieses Flugzeugs heraus die Kämpfe führen kann. (47)

Die iranische Regierung wird von Russland und der Volksrepublik politisch unterstützt. Beide Ländern liefern den Iraner ihre Aufklärungserkenntnisse über den amerikanischen Truppenaufmarsch und tragen durch Waffenlieferungen zur Stärkung der iranischen Streitkräfte bei. Hinzu kommen gemeinsame (Marine-)Manöver.

Im März 2021 schlossen der Iran und die VRC ein bilaterales Partnerschaftsabkommen über strategische Zusammenarbeit und militärische Sicherheit ab. Die Führung in Beijing spricht hier von der „active balancing strategy“ gegenüber den USA und unterstützt die Regierung in Teheran mit Aufklärungsdaten:

“China has recently been closely monitoring the level of US and Israeli intelligence penetration within Iran, particularly through the Israeli Mossad, especially after the strikes and operations that took place inside Iran between 2025 and early 2026. These operations revealed to China deep security vulnerabilities in sensitive Iranian facilities and databases. The most prominent aspect of China’s move in this regard, aimed at supporting Iran from within in the event of a potential military strike by Washington and Tel Aviv, is its support for Iran’s digital sovereignty. Beginning in January 2026, Beijing launched a strategy to protect the Iranian regime from Mossad and the American intelligence agency “CIA” infiltrations targeting any potential Iranian objectives and to close all security, defense, and military gaps in Iran. This strategy involves Beijing urging its ally Tehran to abandon American and Israeli software and replace it with closed, encrypted Chinese systems that are difficult to penetrate.

This highlights the role of the “Chinese Ninth Bureau,” affiliated with the Chinese Ministry of State Security (MSS). (Der chinesische Eigenname für das MSS lautet „Guójiā ānquán bù“. Warum der Autor hier das „Ninth Bureau“ nennt, ist nicht bekannt. Nach den hier vorliegenden Informationen ist das Neunte Büro für die Spionageabwehr innerhalb der VRC zuständig. Mit der Aufklärung der U.S. Aktivitäten ist hingegen das „18. Büro“ [chin.: „Dí shíbā bàngōngshì“] betraut. G. P.). This bureau functions as the Chinese intelligence service and has begun conducting actual intelligence operations within Tehran itself, countering Mossad activities in Iran and the region. Its focus is on protecting China’s strategic partners, such as Iran and Egypt, from external espionage by Mossad and the “CIA” against Chinese interests and objectives there. (…)

Therefore, China is adopting an “active balancing strategy” regarding the current US-Israeli escalation against Iran in February 2026. China seeks to protect its energy and geopolitical interests without becoming embroiled in a direct military confrontation. The practical Chinese stance against a military strike on Iran is characterized by China’s firm position on Mossad infiltration of Iranian institutions. China considers Israeli intelligence operations in Tehran a direct threat to its interests in the Belt and Road Initiative and a threat to the stability of its strategic Iranian partner. China has already taken several practical steps in response, including technological and security support for Iran. In January 2026, Beijing began implementing a strategy aimed at replacing Western technology in Iran with closed, “difficult-to-penetrate” Chinese systems and providing Tehran with advanced cybersecurity and artificial intelligence programs to uncover Mossad vulnerabilities. With China offering digital navigation alternatives to Iran by encouraging Iran to fully transition to the Chinese navigation system known as “BeiDou” as an alternative to the American and Western GPS system to reduce Iran’s reliance on technology that may be vulnerable to hacking or disruption. With China pursuing a policy of intelligence coordination with Iran, China, through the Shanghai Cooperation Organisation (SCO), is working to establish a “comprehensive security center” to enhance intelligence coordination with Tehran and neutralize external sabotage operations.

Regarding China’s stance in the event of a US strike on Iran, in the event of a US military attack, China’s position is expected to shift from “technical support” to “political condemnation and limited field action.”” (48)

Im Januar warnte Jemens stellvertretender Außenminister und Minister für Ausländerangelegenheiten, Abdulwahab Abu Ras, jede mögliche militärische Aggression der Vereinigten Staaten unter Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik Iran würde zum „unvermeidlichen Scheitern und Verlust“ führen. Er rekurrierte auf alte, abgedroschene Narrative, indem er sich gegen „westliche Arroganz, amerikanischen Imperialismus und die israelische Feindorganisation“ verwahrte: „Das westliche Herrschaftssystem will schwache und kraftlose arabische und islamische Kräfte als Werkzeuge zur Umsetzung seiner satanischen Agenda in der Region.“

Verhandlungen:

- Am 16. Februar 2026 kamen in Genf der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und der Chef der IAEO, Rafael Mariano Grossi, zu einem Gespräch über das iranische Atomprogramm zusammen. (49) Nach dem Gespräch gab sich Grossi vorsichtig optimistisch: „Wir haben Fortschritte gemacht, aber es gibt noch viel zu tun, und das Problem ist, dass wir nicht viel Zeit haben. (…) Es besteht die Möglichkeit eines Dialogs, der nun zum ersten Mal wirklich Gestalt annimmt.“ (50)

- Am Dienstag, den 17. Februar 2026 wurden die amerikanisch-iranischen Verhandlungen im omanischen Generalkonsulat in Genf (Chemin de Roilbot 3a) fortgesetzt. Allerdings kamen beide Delegationen wieder nicht zu direkten Gesprächen zusammen, vielmehr mussten die Omanis unter Leitung ihres Außenministers Badr al-Bussaldi erneut als Vermittler auftreten.

Der iranische Revolutionsführer Ali Chamenei behielt sich eine gewisse Beliebigkeit in der Verhandlungsführung vor: „Wenn es zu Verhandlungen kommen soll – obwohl es eigentlich keinen wirklichen Spielraum für Verhandlungen gibt – ist es ein Fehler und Wahnsinn, das Ergebnis der Verhandlungen im Voraus festzulegen.“ Trump wolle den Iran „dominieren“, es werde ihm aber nicht gelingen, das Land zu „zerstören“. (51)

Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi gab sich verbindlicher, meldete aber auch Bedenken an. Im Vorfeld des Gesprächs in Genf erklärte er, er sei mit „realen Ideen für eine faire und gerechte“ Einigung in die Schweiz gekommen. „Was nicht zur Debatte steht: Unterwerfung vor Drohungen.“ Nach den dreistündigen Gesprächsvermittlungen erklärte Araghtschi: „Der Weg zu einer Einigung hat begonnen, wir sind bereit. (…) Aber das bedeutet nicht, dass wir eine Einigung erzielt haben.“ Man habe sich lediglich auf „Leitprinzipien“ („guiding principels“) geeinigt:

“We have reached understandings on the guiding principles, but the drafting and writing phase of the agreement will be more difficult. (…) Right now we have a much clearer picture of what work needs to happen and what work needs to continue of course both sides still have work to do to get closer together but at least now we have a framework and a clearer path to go on.” (52)

Innerhalb oder in zwei Wochen wolle man Detailpläne bzgl. des zukünftigen Status und der Fortentwicklung ihres Atomprogramms vorlegen. (53) Sein Pressesprecher Ismail Baghai fügte hinzu: „Wir verhandeln unter Bedingungen vollständiger Skepsis und des Misstrauens. Wir haben frühere Erfahrungen, und es ist uns unter keinen Umständen erlaubt, diese Erfahrungen auch nur für einen Moment aus dem Blick zu verlieren.“ (54)

Trump will einen „Deal“, bei dem für ihn etwas herausspringt, und die Iraner locken ihn mit einem solchen toxischen „Deal“-Angebot:

„Vor der zweiten Verhandlungsrunde benannte Irans Vizeaußenminister Hamid Ghanbari überraschend mögliche Kooperationsfelder mit den USA. Ein Entwurf berücksichtige „gemeinsame Interessen in den Bereichen Öl und Gas“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Fars. Er sprach demnach auch von möglichen Bergbauinvestitionen und dem Kauf von Flugzeugen.

Der Minister erklärte, eine Kooperation müsse sich auf wirtschaftliche Bereiche mit möglichst geringer innenpolitischer Sensibilität konzentrieren. Seit der Revolution von 1979 gelten die USA als Erzfeind der islamischen Führung in Teheran. Seither wehrt sich die Regierung gegen westlichen Einfluss, insbesondere in Schlüsselindustrien.“ (55)

Demgegenüber meldete die „Washington Post“, die Gespräche endeten „without any breakthrough“. (56) U.S. Vizepräsident James David Vance, der an den Gesprächen nicht teilgenommen hatte, wies die positive Darstellung der Iraner zurück. Die Gespräche in Genf seien „in mancher Hinsicht“ gut verlaufen, aber die Iraner hätten die von Donald Trump diktierten „red lines“ nicht akzeptiert: „In anderer Hinsicht war es aber sehr deutlich, dass der Präsident einige rote Linien gezogen hat, die die Iraner noch nicht wirklich anerkennen und abarbeiten wollen. (…) Wir werden weiter daran arbeiten. (…) Wir hoffen, dass es nicht so weit kommt, aber wenn doch, dann liegt die Entscheidung beim Präsidenten.“ (57)

Nach Medienberichten hat sich die iranische Delegation in Genf strikt geweigert, über das ballistische Raketenprogramm oder eine Aussetzung der Urananreicherung zu verhandeln. So machen die Verhandlungen überhaupt keinen Sinn, da die Iraner anscheinend nur über die Aufhebung der U.S.-Sanktionen sprechen wollen. (58)

Nach den Erfahrungen der letzten 20, 25 Jahre stellte der frühere Brigadegeneral E. John „Dragon“ Teichert III, ehemaliger „Assistant Deputy Under Secretary of the Air Force, International Affairs“, Verhandlungen mit dem Iran prinzipiell in Frage:

“Iran has never negotiated in good faith. (…) Talk is cheap, especially coming from them. (…) We need verification, and we need irreversible steps before sanctions relief. (…) So they can’t just say they’re doing something, get the benefit of a deal, and then not do it.”

Ein Termin für ein drittes Gespräch wurde anscheinend erstmal nicht vereinbart.

- Am 28. Februar will der amerikanische Außenminister Marco Rubio nach Israel reisen, um mit der Regierung von Benjamin Netanjahu die Iran-Krise zu besprechen. (59) Die Terminplanung deutet an, dass sich der Kriegsbeginn noch etwas hinziehen könnte.

- Sonstiges: amerikanische Energieminister Chris Wright, der für den Bestand und die Modernisierung des amerikanischen Atomwaffenprogramm zuständig ist, betonte die Entschlossenheit der USA, die Entwicklung einer iranischen Atombombe zu verhindern, wie „t-online“ berichtete: „Sie machen keinen Hehl daraus, was sie mit Atomwaffen anstellen würden“, sagte Wright am Mittwoch am Rande eines Treffens der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Paris. Dies sei „rundum inakzeptabel“. Die USA würden Teherans „Marsch in Richtung Atomwaffe beenden und abschrecken – so oder so“ (60)

Zur Frage, Verhandlungen oder Krieg, berichtete die „Berliner Morgenpost“:

„Sollte Teheran nicht einlenken, stehen die Zeichen auf Eskalation. Indiz: Trump hat Netanjahu intern signalisiert, dass er israelische Angriffe auf das iranische Raketenprogramm unterstützen und militärisch flankieren würde (Luftbetankung für israelische Flugzeuge etc.), wenn keine Einigung zwischen Washington und Teheran erzielt werden kann. Das berichten US-Medien wie der Sender CBS. Das Weiße Haus hat bislang nicht dementiert.“ (61)

Unklar ist immer noch, wie das Kriegsziel der U.S. Regierung umrissen ist, ob ein „regime change“, auf den das iranische Volk mehrheitlich insistiert, weiterhin eine realistische Option ist oder nicht, und ob es dazu letztendlich keine Alternative gibt. Zweifellos ist der Iran ein „failed state“, aber die staatstragenden Kräfte sind weiterhin an der Macht. Hier stellt sich die Frage, was mit einem „regime change“ bzgl. einer gerontokratischen Theokratie gemeint ist: Der Titel eines obersten geistlichen Führers („Mardscha-e Taqlid“) wurde seit 1961 nicht mehr vergeben. Höchster theologischer Grad ist heute der Titel des „Großajatollahs“ („Ajatollah al-Ozma“), den – nach unterschiedlichen Angaben – 14 bis 60 Personen bekleiden, darunter rangieren 80 bis 5.000 Ajatollahs, die Gruppe der schätzungsweise 28.000 Hodschatoleslam und rund 180.000 „einfachen“ Geistlichen (Imam, Chatīb, etc.). (62)

Man mag sich fragen, genügt die Liquidierung der reinen Kleriker oder muss man nicht gerade die Theologen neutralisieren, die im Staat und seinen Sicherheitsorganen Führungsfunktionen innehaben und erst so staatliche Gewalt ausüben können. Und was ist mit den nicht-kirchlichen Institutionen, die eine staatstragende Funktion haben („Revolutionsgarden“, Geheimdienste, Milizen, und Richter), müssten nicht diese das Hauptziel darstellen? Ein Grund für das amerikanische Zögern ist der Mangel an nachrichtendienstlichen Erkenntnissen. Ein weiterer Grund ist, dass nach 45 Jahren Terrorherrschaft der Mullahs eine qualifizierte politische Opposition im Lande nicht mehr verfügbar ist und die rudimentäre Opposition überaus fragmentiert ist.

Außerdem müssen die Amerikaner bei ihren Angriffen auf die Institutionen des Staates darauf achten, dass sie das rebellische Volk schonen und „collateral damage“ vermeiden. Möglichweise haben die USA den günstigsten Zeitpunkt für einen „regime change“ bereits verpasst. So berichtete „CNN“ am 17. Februar:

“The administration still does not appear to have a clear understanding of what would come next if it took action and removed the Iranian regime, according to two sources familiar with the matter. Secretary of State Marco Rubio echoed this during a congressional hearing late last month, telling lawmakers that “no one knows” who would take over if the regime fell.

The likely alternatives could be even more problematic for the US and its allies, sources said. In the short term, the hard-line Islamic Revolutionary Guard Corps would likely fill any leadership void, the US intelligence community believes, according to sources.

The IRGC “is definitely prominent and functions above the standard military bureaucracy, but it is hard to predict exactly what would happen in a regime collapse scenario,” said one source familiar with recent US intelligence reporting on the matter. (…)

Whereas US intelligence officials had a very good understanding of the power dynamics in Venezuela before the US captured then-President Nicolás Maduro last month, they lack the same insight into who, if anyone, would constitute a viable replacement for Iran’s supreme leader, sources said.

Multiple sources said there were legitimate reasons to consider kinetic action several weeks ago at the height of the Iranian protests. At that point, there was a small window of time when US strikes could have potentially tipped the balance in favor of the opposition, providing momentum for Iranians to overthrow their government organically.” (63)

Die Gegenseite hingegen hat ihre weitreichenden Ziele bereits abgesteckt. Für den Fall eines Krieges versprechen sie nicht weniger als ein Ende des U.S. Imperialismus. So tönte der iranische Generalstabschef Generalmajor Abdolrahim Mousavi am 15. Februar: „Trump should know that he would be entering a confrontation that gives harsh lessons, the outcome of which would ensure that he no longer bellows threats around the world.” (64)

Da kann man mit Nicholás Maduro Moro nur fordern: „Peace, peace, peace!“

Iranisches Flugkörperarsenal:

Bei den israelischen Angriffen im Juni 2025 wurde mehrere Produktionsstätten und Stellungen für Raketen und Drohnen zerstört, dabei sollen rund 200 Flugkörper vernichtet worden sein. Die Behebung der Schäden schreitet voran. Von rund ein Dutzend Anlagen hat der Iran die Hälfte wiederhergestellt. So wurde die Produktionsanlage für Feststoffraketen im Schahroud Space Center wieder funktionsfähig gemacht:

„Priorität lag für Teheran dabei offenbar auf der Raketentest-Station in Schahrud. Satellitenbilder zeigen, dass die zerstörten Gebäude wieder aufgebaut wurden. Die Analysten beobachteten außerdem beim Vergleichen der Aufnahmen an verschiedenen Tagen im Januar, dass die Zufahrtsstraßen nach Schneefall umgehend geräumt wurden und der Schnee auf den Dächern schneller schmolz als auf dem Boden, was auf einen Betrieb der Anlage hindeutet.“ (65)

Die bei den Luftangriffen im Juni 2025 zerstören Fk-Stellungen wurden z. T. wieder aufgebaut und gegen weitere Angriffe zusätzlich gehärtet. Die betrifft u. a. die Raketenbases in Khorramad („Imam Ali“), Tabriz und Hamadan. (66)

Es ist nicht bekannt, in welchem Umfang die U.S. Streitkräfte Laserkanonen oder Mikrowellenwaffen zur Drohnen- und Raketenabwehr einsetzen können. Verschiedene Typen (HELIOS, LEONIDAS, METEOR, ODIN) befinden sich in der Entwicklung bzw. Einführung. (67) So wurden mindestens sechs Lenkwaffenzerstörer der ARLEIGH-BURKE-Klasse (DDG 100, DDG 104, DDG 105, DDG 106, DDG 111 und DDG 113) bereits mit der Laser-Kanone „Optical Dazzling Interdictor, Navy“ (ODIN) ausgerüstet, die DDG 88 PREBLE verfügt über das System METEOR. (68) Somit sind von den Schiffen vor der Küste des Irans nur die DDG 106 USS STOCKDALE und die DDG 111 USS SPRUANCE mit dem ODIN-System ausgestattet.

Iranisches Atomprogramm:

Im Rahmen des Verarbeitungsprozess wird natürliches Uranerz, das nur zu etwa 0,4 Prozent tatsächlich Uran-Isotope (Uran235 und Uran238) enthält, in Uranoxid (U3O8), das sogenannte „Yellowcake“, oxidiert. Dieses wiederum wird in gasförmiges Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt, um es danach in den Zentrifugen der Anreicherungsanlagen konzentrieren zu können.

Nachdem die Amerikaner die Uranhexafluorid-Anlage in Isfahan und die beiden vorhandenen Uran-Anreicherungsanlagen in Fordo und Natanz – nach eigenen Angaben - am 22. Juni 2025 zerstört haben, dürfte das einzige konkrete und aktuelle Problem darin bestehen, wo die rund 440 kg an angereichertem Uran abgeblieben sind. Ist diese Frage ein hinreichender Kriegsgrund? Stattdessen stellte der amerikanische Brigadegeneral a. D. John Teichert fest:

„The centrifuges were destroyed. The enriched uranium was largely destroyed. The know-how, the scientists, were likely killed or destroyed. (…) All of the parts of the chain of capability were destroyed such that there was no viable short-term path. (…) Just because we see some superficial activity on top of these sites doesn’t mean they’re able to recover enriched uranium underneath.”

Die Iraner haben Schwierigkeiten, die alten Nuklearanalagen, die bei den amerikanischen Angriffen vom 22. Juni 2025 beschädigt wurden, wieder betriebsbereit zu machen. So wurden in Isfahan und in Natanz wurden einzelne Gebäude wieder hochgezogen, wie Satellitenaufnahmen zeigen. Aber die Uranhexafluorid-Anlage in Isfahan und die Uran-Anreicherungsanlagen in Fordo und Natanz sind – nach Angaben des Institute for Science and International Security (ISIS) in Washington - weiterhin außer Betrieb, was sicherlich Rückwirkungen auf die amerikanisch-iranischen Nuklearverhandlungen hat.

So berichtete die „Jüdische Allgemeine“ am 16. Februar:

„Im Gegensatz dazu zeigen die Aufnahmen an den wichtigsten iranischen Urananreicherungsanlagen in Isfahan, Natans und Fordo nur begrenzte Fortschritte. Einige zerstörte Gebäude wurden mit neuen Dächern abgedeckt, was Beobachtern zufolge auch dazu dienen könnte, Aktivitäten vor Satelliten zu verbergen. Westliche und israelische Stellen sehen bislang kaum Hinweise darauf, dass Teheran seine Fähigkeit zur Urananreicherung oder zur Entwicklung eines nuklearen Sprengkopfes umfassend wiederhergestellt hat. (…)

Neue Aktivitäten wurden auch am Militärkomplex Parchin südöstlich von Teheran festgestellt, wo Tests mit Hochsprengstoffen durchgeführt werden, die für Nuklearwaffen relevant sein können. Dort scheint eine große zylindrische Anlage errichtet worden zu sein, deren Zweck unklar ist, die jedoch auf eine strategische Bedeutung des Standorts hindeutet. (69)

Die drei Eingänge zu dem unterirdischen Teil der Anlage in Isfahan („7th Tir“-Anlage zur Herstellung von Komponenten für Anreicherungsanlagen) und die Eingänge zur Anlage Taleqan-2 bei Parchin (Versuchsanlage für die Konstruktion der konventionellen Sprengladung in Nuklearsprengkörpern) wurden zugeschüttet, um durch diese einfache Maßnahme die Anlagen gegenüber Angriffen zu „härten“. (70) Daneben geht der Aufbau neuer Anlagen seit dem letzten Angriff im Juni 2025 voran. In einer Entfernung von eineinhalb Kilometer zur alten Anlage wurde in Parchin ein neues Objekt errichtet. In Natanz wurde zwei Kilometer von der Altanlage ein neuer Komplex im Berg Kūh-e Kolang Gaz Lā (US-Bez.: „Pickaxe Mountain“) errichtet. (71) In Parchin wurde eine zylindrische (Sprengstoff-)Kammer errichtet, betoniert und zugeschüttet. (72)

Der russische Außenminister und Kriegsverbrecher Sergei Wiktorowitsch Lawrow warnte am 18. Februar vor Angriffen auf die Anlagen des iranischen Atomprogramms: „Nach unserer Einschätzung gibt es dabei reale Risiken eines nuklearen Zwischenfalls. (…) Jeder versteht, dass dies ein Spiel mit dem Feuer ist." (73)

Bei einem Angriff auf Nuklearanlagen ist mit einem lokalen Fallout zu rechnen. Außerdem verschießen die amerikanischen Erdkampfunterstützungsflugzeug vom Typ A-10C THUNDERBOLT II mit ihrer Gatling-Kanone GAU-8/A Uran-gehärtete 30 mm-Artilleriegranaten, die beim Aufprall z. T. verbrennen.

Da sich die aggressiven Israelis weiterhin nachhaltig weigern, ihr Atomarsenal zu verschrotten, setzen auch die Türkei und Saudi-Arabien auf die Entwicklung bzw. den Kauf von Atomwaffen. Zur Zeit baut die Türkei mit russischer Hilfe ihr erstes Atomkraftwerk in Akkuyu. (75) Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat bereits am 4. September 2019 in Sivas erklärt: „Einige Länder haben Raketen mit nuklearen Sprengköpfen, aber uns sagt man, wir dürften sie nicht haben. (…) Das akzeptiere ich nicht.“ (76)

Iranische Luftverteidigung:

Die iranische Regierung hat am 3. August 2025 einen „Verteidigungsrat“ beim „Obersten Nationalen Sicherheitsrat“ gebildet, der im Kriegsfall die Führung der Landesverteidigung übernehmen soll. Zum Sekretär des Rates wurde der frühere Verteidigungsminister (1997 - 2005) Konteradmiral Ali Schamchani von den Revolutionsgarden ernannt. (77) Der Verteidigungsrat hat folgende Personalzusammensetzung:

„Den Vorsitz im Verteidigungsrat soll der Staatspräsident führen, aktuell also Masoud Peseschkian; dem Rat selbst die Spitzen der Justiz und des Parlaments, zwei vom Obersten Geistlichen Führer ernannte Mitglieder, der Geheimdienstminister und der Generalstabschef angehören, dazu noch die Befehlshaber des Militärs, der Revolutionsgarde und der Behörde, die für die Planung und operative Koordination der iranischen Streitkräfte sowie für deren operativen Einsatz zuständig ist.“ (78)

Die israelisch-amerikanischen Luftangriffe im Juni 2025 haben gezeigt, dass das iranische Luftverteidigungssystem aus Frühwarn- und Zielverfolgungsradaranlagen, FlaRak und Flak technisch völlig überholt ist. Kein einziger Angreifer konnte abgeschossen. Nun versucht die iranische Führung in Teheran ihr System zu modernisieren, aber dieser landesweite Prozess braucht Zeit.

Iraner verstärken ihre Luftverteidigung durch Aufklärungsradargeräte vom chinesischen Typ YLC-8B, die auch Stealth-Flugzeuge entdecken können. Das Radar kann Flugzeuge bis in eine Entfernung von 500 km auffassen und begleiten sowie ballistische Raketen bis in eine Entfernung von 700 km verfolgen. Das Radar kann folgenden FlaRak-Systemen gekoppelt werden: den russischen S-300PMU-2 FAVORIT-S (NATO-Code: SA-20B GARGOYLE), (Reichweite: ca. 200 km,) dessen chinesischem Nachbau HÓNG QI-9 (HQ-9B) (Reichweite: 250 bis 300 km), der erst im Juli 2025 eingeführt wurde, und dem iranischen FlaRak BAVAR-373 (Reichweite: 200 km). Außerdem haben die Iraner das Flugkörper-Abwehrsystem 15. KHORDAD (Reichweite: 120 km) entwickelt. (79) Vermutlich wurden auch schon erste Exemplare des russischen Luftverteidigungssystems S-400 TRIUMF (NATO-Code: SA-21 GROWLER) geliefert. (80)

Manöver:

- Am 16. Februar holte die Marine der Revolutionsgarde unter dem Kommando von Konteradmiral Alireza Tangsiri ihr vor einer Woche abgesagtes Manöver mit dem schönen Titel „Intelligente Kontrolle der Straße von Hormus“ nach. Dabei führte sie amphibischen Landungsoperationen auf drei iranischen Inseln (Abu Musa, Kleine Tunb-Insel, Große Tunb-Insel) durch, die auch von der VAE beansprucht werden. Auch die Gewässer um die Insel Kish gehörten zum Manövergebiet. (81) Die Küstenverteidigung kam zum Einsatz. Beteiligt waren die iranische Fregatte ALVAND und die iranische Korvette SHAHID SAYYAD SHIRAZI. Außerdem probte man den Einsatz von Anti-Schiffs-Waffen durch Schnellboote und Catamarane der SHAHID SOLEIMANI-Klasse gegen Zielschiffe. Nicht zuletzt übte man eine Blockade der Straße von Hormus, dazu wurde die Seeenge, die an ihrer schmalsten Stelle nur 55 km breit ist, für mehrere Stunden (aus Sicherheitsgründen) für den Schiffsverkehr gesperrt. (82)

Zum Abschluss der Übung versprach Tangsiri: „Die Waffen, die am Tag des Krieges auf das Feld kommen, sind nicht unbedingt dieselben wie die Ausrüstung, die in Übungen verwendet wird.“ (83) Da kann man nur hoffen, dass die iranischen Matrosen mit den „anderen“ Waffen genauso gut umgehen können, wie mit den Waffen, deren Einsatz sie geprobt haben. Allerdings stellt sich die Frage, warum übt man den Einsatz von alten Waffen, die man gar nicht einsetzen will.

An dem Manöver nahmen auch namentlich nicht genannte Kriegsschiffe aus Russland und der VR China teil. (84)

- Am 18./19. Februar stürzte bei einer Luftübung ein iranisches Kampfflugzeug in der Provinz Hamadan ab. Einer der Piloten konnte gerettet werden, der andere verstarb. (85)

- Am 19. Februar begann ein weiteres, iranisch-russisches Marinemanöver im Golf von Oman, um die „maritime Sicherheit zu stärken“. An dem Manöver nahm u. a. die russische Korvette STOIKY (takt. Nr.“545“) der STEREGUSCHTSCHI-Klasse teil. (86) Die Rede ist von „Anti-Terror- und Schiffschutzoperationen“.

Geleitet wird die russische Militärdelegation durch den Kapitän ersten Ranges Alexey Sergeev. Dieser erklärte: „Das Niveau der bestehenden Interaktionen und der Zusammenarbeit zeigt, dass wir viele maritime und küstennahe Probleme gemeinsam bewältigen und lösen können.“ (87)

- Für den 19. Februar hatte der Iran mehrere Raketenstarts angekündigt.

Angesichts der vom Iran angekündigten Manöver warnte die U.S. Regierung diesen, alle „Provokationen“ zu unterlassen. (88)

Sonstiges:

Bei den Protesten im Januar kamen nach Angaben von Donald Trump vom 20. Februar 32.000 Menschen ums Leben: “You know, the people of Iran are a lot different than the leaders of Iran. And it's very, very very sad situation. But 32,000 people were killed over a relatively short period of time.” (89)

Damals wurden landesweit fast 100 theologische Bildungseinrichtungen und Hunderte Moscheen gestürmt oder in Brand gesetzt. Das war der Eigenanteil des iranischen Volkes zu seinem „regime change“.

Vierzig Tage nach den großen Massakern kam es wurde – nach islamistischer Landestradition – der Toten gedacht, dabei kam es in verschiedenen Städten (Abdanan) zu neuen Protestaktionen gegen das Mullah-Regime.

Nun haben die Iraner eine neue Form des Protestes entdeckt: Essen und Trinken! Eigentlich begann am 19. Februar der islamisch Fastenmonat „Ramadan“. Während dieser Zeit ist es den gläubigen Muslimen prinzipiell verboten, tagsüber zu essen oder zu trinken (Ausnahme: Kinder, Kranke und Reisende). Aus Protest gegen das terroristische Mullah-Regime haben sich viele Iraner entschlossen, gegen das religiöse Gebot bewusst zu verstoßen, um ihre völlige Ablehnung der Mullah-Herrschaft deutlich zu machen. (90)

Nach den Erkenntnissen des Bundesverteidigungsministers Boris Pistorius (SPD), birgt der Iran-Konflikt „erhebliches Spannungspotenzial“. Allerdings habe der Konflikt auf die Sicherheitslage in Deutschland „keine Auswirkung“, glaubt der Obergefreiter d. Res.. (91)

Die Bundesregierung hält an ihrer reaktionären Haltung gegenüber dem Mullah-Regime fest. So berichtete die „Welt“:

„Der Iran steht vor einem möglichen Umbruch, doch Deutschland zaudert. So beklagt der Politiker Danial Ilkhanipour (seit 2015 SPD-Abgeordneter in der Hamburger Bürgerschaft, G. P.), dass Berlin die Chance auf Einfluss, Stabilität und wirtschaftliche Partnerschaft verspielt. Dabei wäre ein freier Iran ein moralischer, geopolitischer und ökonomischer Gewinn für Europa.

Während sich im Land seiner Eltern, im Iran, Tag für Tag etliche Menschen gegen das Mullah-Regime aufbäumen, halten sich Deutschland und Europa zurück – für den Politiker Danial Ilkhanipour ist das ein schwerer Fehler. Insbesondere die Bundesrepublik „müsste sich jetzt an die Spitze der Bewegung stellen“, sagt der Sozialdemokrat im Gespräch mit WELT. Denn: „Fakt ist, es wird kein Zurück mehr geben – das Regime im Iran wird fallen. Nur leider wird das in Deutschland und Europa sehr langsam begriffen.“ (...)

Als besonders dramatisch bezeichnet der Politiker den Zustand für Deutschland. Demnach seien die Deutschen bei den Iranern stets beliebt gewesen, diese Zuneigung habe in den vergangenen Jahren allerdings spürbar nachgelassen. „Die mangelnde Konsequenz gegenüber dem Regime wird zunehmend als Grund für die Stabilisierung der Mullahs wahrgenommen, womit sie de facto recht haben.“

Ilkhanipour weiter: „Das Handeln beziehungsweise Nichthandeln Deutschlands wird umso weniger nachvollziehbarer, wenn man bedenkt, dass durch die Sanktionen gegen den Iran – ob direkt oder mittelbar – der Handel mit dem Iran größtenteils eingebrochen ist.““ (92)

Währenddessen setzt das iranische Mullah-Regime seine Repressionspolitik fort, indem es jeden Tag Menschen hinrichtet, darunter auch Minderjährige. Verantwortlich dafür sind u. a. der Justizminister Amin Hossein Rahimi und der Justizchef und Hodschatoleslam Gholamhossein Mohseni-Esche'i:

„Am Dienstag, dem 17. Februar, wurden 12 Gefangene gehängt: Ahmad Shahbazi in Sirjan, Safar Farhan in Rasht, Ghasem Amraei in Ilam, Ali Ghashghaei in Borazjan, Mojtaba Dehghan in Jiroft, Mohammad Bagher Jamshidi in Ahvaz, Hamid Mardanpour in Bam, Naser Jaberi sowie zwei weitere Gefangene in Yazd, Jafar Fatemi in Khaf und Nurollah Tabari in Birjand.

Am Montag, dem 16. Februar, wurden 15 Gefangene, darunter eine Frau, hingerichtet: Mina Nasirpour und Sadegh Manafi in Tabriz, Reza Karami in Dorud, Vahid Barati in Saveh, Sajjad Meshkini in Zanjan, ein Gefangener namens Beigi in Dorud, Mola Sheikhi in Neyshabur, Mohammad Rudbari in Qaemshahr, Khosrow Rafiei in Quchan, Ali Mousavi sowie zwei weitere Gefangene in Isfahan, Reza Hatamzadeh in Kashan, Kourosh Azizi in Kerman und Jamal Hosseini in Gorgan.

Am Sonntag, dem 15. Februar, fielen 15 Gefangene, darunter eine Frau, der Hinrichtungsmaschinerie Khameneis zum Opfer: Sasan Pazouki in Semnan, Farzad Fazli und Davood Ghafouri in Qom, Reza Karami in Dorud, Mostafa Cheshmi in Qazvin, Hassan Dousti in Tabriz, Foroud Khalili sowie ein weiterer Gefangener in Arak, Ali Nouri in Nain, Ali-Ashraf Rahmati in Borujerd, Esmat Najafi in Qom, Sohrab Daei in Ardabil, Amirhossein Khanmohammadi in Bandar Abbas, Sirous Alizadeh in Nowshahr und Asghar Esmaili in Shiraz. (…)“ (93)

Derweil warten die Iraner weiter auf Hilfe.

Quellen:

(1) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-erhoeht-druck-auf-iran-
groesste-luftstreitmacht-der-usa-seit-irak-krieg-im-anmarsch-6996a2414a95124d2
5565b5a

(2) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-bundeswehr-
zieht-soldaten-aus-dem-irak-ab.html

(3) https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/trump-nahost-frist-100.html

(4) https://www.scmp.com/news/world/middle-east/article/3344049/trump-appears-
set-iran-10-day-deadline-us-deploys-vast-middle-east-force

(5) https://www.op-online.de/politik/angriff-auf-iran-militaerische-aktion-scheint-
naeher-zu-ruecken-trump-usa-zr-94176516.html

(6) https://www.nytimes.com/2026/02/18/us/politics/us-military-iran.html

(7) https://www.merkur.de/politik/trump-schickt-kampfjet-geschwader-um-
die-tuer-einzutreten-im-iran-zr-94176816.html

(8) https://www.ndtvprofit.com/world/us-israel-led-strikes-on-iran-imminent-trump-
getting-fed-up-says-his-advisor-11055222

(9) https://www.nytimes.com/2026/02/18/us/politics/us-military-iran.html

(10) https://www.fr.de/politik/angriff-auf-iran-militaerische-aktion-scheint-naeher-
zu-ruecken-trump-usa-zr-94176516.html

(11) https://www.dvidshub.net/news/558197/macomb-based-army-national-guard-
engineer-unit-completes-mission-middle-east-returns-illinois

(12) https://www.aljazeera.com/news/2026/2/18/us-is-withdrawing-all-1000-troops-
from-syria-wsj-report

(13) https://www.airandspaceforces.com/us-amasses-more-airpower-middle-east-iran/

(14) https://www.twz.com/news-features/final-pieces-moving-into-place-for-poten
tial-attack-on-iran

(15) https://www.armyrecognition.com/news/aerospace-news/2026/us-sends-18-
more-f-35a-fighter-jets-from-uk-to-middle-east-as-iran-nuclear-talks-begin

(16) https://www.jpost.com/middle-east/iran-news/article-886998

(17) https://theaviationist.com/2026/02/17/six-f22-raptors-arrive-raf-lakenheath/

(18) https://theaviationist.com/2026/02/17/six-f22-raptors-arrive-raf-lakenheath/

(19) https://esut.de/2026/02/meldungen/68117/iran-konflikt-verhandlungen-im-
schatten-neuer-grossmanoever/

(20) https://www.twz.com/news-features/final-pieces-moving-into-place-for-poten
tial-attack-on-iran

(21) https://aerospaceglobalnews.com/news/us-military-aircraft-middle-east-iran/

(22) https://x.com/steffanwatkins/status/2024080554958667948

(23) https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-wirft-keir-starmer-im-streit-uebr-
diego-garcia-riesenfehler-vor-a-d01c0cc0-7dd6-4cc1-8bd4-ffc131184499

(24) https://www.theguardian.com/world/2026/feb/19/donald-trump-turns-against-uk-
chagos-islands-plan-iran

(25) https://www.timesofisrael.com/starmer-said-unwilling-to-grant-us-permission-
to-use-uk-military-bases-in-iran-strike/

(26) https://airlive.net/military/2026/02/20/a-large-group-of-us-military-heavy-aircraft-
was-spotted-today-on-tarmac-at-sofia-airport-bulgaria/?srsltid=AfmBOorRSDK8tce9s
QActtrTILh4RQym5gzvWSw7vxw13EfmDGrgrZoq

(27) https://gulfnews.com/world/mena/us-navy-makes-staggering-mideast-force-
buildup-one-third-of-deployed-fleet-now-aimed-at-iran-1.500445245

(28) https://www.bbc.com/news/articles/c1d64p3q2d0o

(29) https://www.israelhayom.com/2026/02/18/report-90-chance-of-us-kinetic-action-on-iran/

(30) https://www.businessinsider.com/us-navy-gathering-warships-middle-east-
buildup-2026-2

(31) https://www.cbc.ca/news/world/us-iran-military-buildup-iran-9.7097884

(32) https://www.bbc.com/news/live/c0rj5dwjx2pt

(33) https://www.focus.de/politik/ausland/krieg-gegen-iran-experte-haelt-trump-
angriff-fuer-voellig-offen_19907f91-bc6d-4538-95b5-4334c7debb73.html

(34) https://www.eurasiantimes.com/uss-gerald-r-ford-iran-not-ready/

(35) https://www.indiatoday.in/world/story/after-thaad-and-patriot-will-a-second-
aircraft-carrier-head-to-mideast-2867416-2026-02-12

(36) https://www.businessinsider.com/us-navy-gathering-warships-middle-east-
buildup-2026-2

(37) https://www.newsweek.com/iran-war-trump-us-military-armada-middle-
east-weapons-11540655

(38) https://en.wikipedia.org/wiki/Naval_Support_Activity_Bahrain#:~:text=Naval%20
Support%20Activity%20Bahrain%20(or,and%20United%20States%20Fifth%20Fleet.

(39) https://edition.cnn.com/2026/02/16/politics/us-iran-military-buildup-pressure

(40) https://www.bbc.com/news/live/crl4d3l3232t

(41) https://www.nbcnews.com/world/iran/us-military-pushes-weaponry-middle-
east-possible-strikes-iran-rcna259632

(42) https://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-trump-will-in-10-15-
tagen-deal-mit-iran/100136895.html

(43) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-israel-
bereitet-sich-auf-krieg-vor-in-den-naechsten-zwei-tagen.html

(44) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/trump-erhoeht-druck-auf-
iran-groesste-luftstreitmacht-der-usa-seit-irak-krieg-im-anmarsch-6996a2414a
95124d25565b5a

(45) https://www.deutschlandfunk.de/bundeswehr-zieht-soldaten-aus-dem-
nordirak-ab-102.html

(46) https://www.boerse.de/nachrichten/Auswaertiges-Amt-Deutsche-sollen-Iran-verlassen/381482931

(47) https://defence-network.com/russland-schickt-weltuntergangsflugzeug/

(48) https://moderndiplomacy.eu/2026/02/10/how-iran-gained-the-ability-to-
track-stealth-aircraft-china-deal-and-the-ylc-8b-system/

(49) https://www.stern.de/news/neue-atomgespraeche-mit-den-usa--iranischer-aussen
minister-trifft-iaea-chef-grossi-37139714.html

(50) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-briti
sches-ehepaar-zu-zehn-jahren-haft-verurteilt.html

(51) https://www.fr.de/politik/angriff-auf-iran-militaerische-aktion-scheint-naeher-
zu-ruecken-trump-usa-zr-94176516.html

(52) https://edition.cnn.com/2026/02/16/politics/us-iran-military-buildup-pressure

(53) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-israel-
bereitet-sich-auf-krieg-vor-in-den-naechsten-zwei-tagen.html

(54) https://www.fr.de/politik/verhandlungen-zwischen-usa-und-iran-teheran-zieht-
rote-atom-linie-gespraeche-in-genf-zr-94173116.html

(55) https://taz.de/Gespraeche-zwischen-Iran-und-USA/!6155294/

(56) https://www.washingtonpost.com/world/2026/02/17/iran-talks-geneva-
nuclear-trump/

(57) https://www.focus.de/panorama/welt/vance-zum-atomstreit-iran-erkennt-
von-trump-gezogene-rote-linien-nicht-an_812793ff-d038-425f-bfce-18a78c959d57.htm/

(58) https://esut.de/2026/02/meldungen/68117/iran-konflikt-verhandlungen-im-schatten-
neuer-grossmanoever/

(59) https://www.nbcnews.com/world/iran/us-military-pushes-weaponry-middle-east-
possible-strikes-iran-rcna259632

(60) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-israel-be
reitet-sich-auf-krieg-vor-in-den-naechsten-zwei-tagen.html

(61) https://www.morgenpost.de/politik/article411238376/eskaliert-trump-im-iran-israel-
erteilt-er-eine-entscheidende-erlaubnis.html

(62) https://de.wikipedia.org/wiki/Mullah

(63) https://edition.cnn.com/2026/02/16/politics/us-iran-military-buildup-pressure

(64) https://edition.cnn.com/2026/02/16/politics/us-iran-military-buildup-pressure

(65) https://www.welt.de/politik/ausland/article69932b796e842744e5c57541/iran-zugeschuettete-eingaenge-neue-daecher-geheime-vorbereitungen-auf-einen-
us-angriff.htm

(66) https://edition.cnn.com/2026/02/19/world/iran-us-military-strike-prep-latam-intl-vis

(67) https://gulfnews.com/world/americas/are-kamikaze-drones-from-iran-the-
ultimate-threat-to-us-aircraft-carriers-1.500442013

(68) https://en.wikipedia.org/wiki/Arleigh_Burke-class_destroyer

(69) https://www.juedische-allgemeine.de/politik/analyse-iran-repariert-raketen
anlagen-schneller-als-nuklearzentren/

(70) https://isis-online.org/isis-reports/imagery-update-all-entrances-to-esfahan-
tunnel-complex-are-now-completely-buried

(71) https://www.bbc.com/news/articles/cwygxz81330o

(72) https://www.nytimes.com/2026/02/06/world/middleeast/iran-missile-
nuclear-repairs.html?smid=nytcore-ios-share

73) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/russland-warnt-
usa-vor-angriff-auf-iran-spiel-mit-dem-feuer-.html (74)

(75) https://www.tagesspiegel.de/internationales/wegen-trump-und-iran-die-turkei-
liebaugelt-mit-der-atombombe-15261320.html

(76) https://www.fr.de/politik/die-tuerkei-droht-wegen-des-iran-mit-einem-
nuklearen-wettruesten-94178517.html

(77) https://de.wikipedia.org/wiki/Ali_Schamchani

(78) https://www.mena-watch.com/iran-verteidigungsrat/

(79) https://defencesecurityasia.com/en/china-ylc-8b-radar-iran-anti-stealth-
middle-east-air-defense

(80) https://defence-network.com/russland-china-staerken-irans-luftverteidigung/

(81) https://www.bbc.com/news/live/cddny45zppet

(82) https://www.spiegel.de/ausland/waehrend-us-atomgespraechen-iran-feuert-
raketen-auf-meeresenge-von-hormus-a-9e594371-44be-47da-aee1-b883695af9f8

(83) https://esut.de/2026/02/meldungen/68117/iran-konflikt-verhandlungen-im-
schatten-neuer-grossmanoever/

(84) https://www.middleeastmonitor.com/20260217-russia-china-iran-deploy-
ships-for-joint-exercises-in-strait-of-hormuz/

(85) https://www.trtworld.com/article/a72cdb71b472

(86) https://www.themoscowtimes.com/2026/02/18/iran-and-russia-to-hold-joint-
navy-drills-as-us-pressures-tehran-on-nuclear-program-a91990

(87) https://www.merkur.de/politik/russland-schliesst-sich-iran-bei-marinema
noevern-nahe-us-traegergruppe-an-zr-94176717.html

(88) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-usa-spannungen-100.html

(89) https://x.com/Acyn/status/2024927336823750656

(90) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-ramadan-102.html

(91) https://www.welt.de/politik/ausland/article69944450cb2e61df38756e0b/iran-
sperrt-strasse-von-hormus-teilweise-pistorius-sieht-erhebliches-spannungspotenzial.html

(92) https://www.welt.de/regionales/hamburg/article69944ceef1c55d28ade6af64/
das-regime-wird-fallen-die-unterschaetzte-zeitenwende-im-iran-und-deutsch
lands-zoegerliche-antwort.html

(93) https://de.ncr-iran.org/erklaerung-menschenrechte/iran-hinrichtung-von-min
destens-58-gefangenen-zwischen-samstag-und-dienstag-darunter-zwei-frauen

 

Update 7: 28. Februar 2026

 

„Wenn es dem internationalen Finanzjudentum in und außerhalb
Europas gelingen sollte, die Völker noch einmal in einen Welt-
krieg zu stürzen, dann wird das Ergebnis nicht die Bolschewisierung
der Erde und damit der Sieg des Judentums sein, sondern die
Vernichtung der jüdischen Rasse in Europa.“

Adolf Hitler, 30. Januar 1939

 

Am Freitag, den 27. Februar 2026, reiste der omanische Außenminister Sayyid Badr bin Hamad bin Hamoud al-Busaidi noch voller Optimismus nach Washington. Man habe einen Durchbruch bei den Verhandlungen erzielt, da die Iraner nunmehr darauf verzichten wollten, die Urananreicherung fortzusetzen. Vielmehr sollten auch die vorhandenen Bestände an hochangereichertem Uran abgebaut werden: „There would be zero accumulation, zero stockpiling, and full verification.“ (https://www.cbsnews.com/news/us-iran-deal-
within-our-reach-oman-mediator-says/) Dennoch erklärte der psychisch gestörte U.S. Präsident Donald John Trump, er sei mit dem Zwischenergebnis der Verhandlungen vom Vortag unzufrieden: „We’re not exactly happy with the way they [Iran] negotiated.
They cannot have nuclear weapons, and we’re not thrilled with the way they’re negotiating. (…) It’d be wonderful if they negotiated in … good faith and conscience but they are not getting there so far.” (https://www.theguardian.com/world/2026/feb/27/us-urges-citizens-
leave-israel-threat-strike-iran) Außerdem erklärte er einen Tag vor Kriegsbeginn zur Kriegswahrscheinlichkeit: „Nobody knows.
There might be, and there might not be. [It would be] nice if we could do it without but sometimes you have to do it.” Am Samstagmorgen griffen die amerikanisch-israelischen Streitkräfte den Iran mit ihren Bomben und Raketen an. In der iranischen Hauptstadt Teheran gab es mehrere Explosionen. Die Aggressoren lügen und sprechen von einem „Präventivschlag“. Die Israelis nennen es Operation LION´S ROAR, die Amerikaner EPIC FURY. Trump erzählte an das angegriffene Volk gerichtet: „Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen. (…) Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung." (https://www.tagesschau.de/eilmeldung/israel-angriffe-iran-100.htm) So hat es Trump innerhalb von sieben Wochen geschafft, aus dem Kampf des iranischen Volkes um Demokratie und Freiheit ein neues zionistisches Abenteuer zu machen. Es ist Zeit für einen „regime change“ in den USA.

Truppenaufmarsch

Zur Einschätzung der akuten Kriegsgefahr präsentierte die iranische Nachrichtenagentur „West Asia News Agency“ (WANA) am 21. Februar folgende Indikatorenliste:

“The setting of deadlines, the presentation of unacceptable demands, ambiguity surrounding the course of negotiations, and the simultaneous emphasis on the military option in the positions of Donald Trump’s administration in the United States all point to a real increase in the risk of conflict.

Under these circumstances, examining the signs and placing political and on-the-ground realities side by side is essential to understanding the level of threat and its potential consequences. The following fourteen points are an attempt to present a clear picture of this situation and the logic governing it.

1. The likelihood of a military attack on Iran has increased.
2. Trump has set a 15-day deadline for reaching an agreement, but this timeframe is not definitive.
3.Trump may extend the deadline, or he may launch a surprise attack before it expires.
4. Trump’s stated objective is a military strike aimed at forcing Iran into an agreement.
5. The threat that has emerged is serious and requires full national-level attention in Iran.
6. The United States has put forward unacceptable demands regarding uranium enrichment.
7. The United States has not presented any concrete proposals on sanctions relief.
8. Messages conveyed by the United States through regional intermediaries are vague and contradictory.
9. No new date has been set for the next round of negotiations.
10. The course of the talks resembles the period preceding the 12-day war.
11. The U.S. government is conducting intense psychological operations to influence the drafting of Iran’s nuclear plan.
12. The probability of a military confrontation is high if negotiations reach a deadlock.
13. Reports indicate growing hesitation on Trump’s part regarding an attack on Iran.
14. Pressure from the Israeli lobby to draw the United States into a war with Iran has reached its peak.”
(1)

So ein durchgeknallter Popanz wie Donald Trump, dem in seinem Amt als U.S. Präsident jede Selbstkontrolle fehlt, der sich stattdessen mal als König, mal als Papst, mal als Jedi-Ritter inszeniert, hat den Iranern ein Ultimatum gestellt. Sie sollten ihr Programm zur Urananreicherung einfach einstellen. Nach Angaben des U.S. Präsidentenberater Stephen „Steve“ Witkoff kann Trump gar nicht verstehen, warum die Iraner so ungezogen sind und seine Forderung nicht erfüllen. Das kann Onkel Donald wirklich nicht verstehen, dass die Iraner so böse sind. So stellte “Steve” Witkoff am 22. Februar auf „Fox News“ fest:

"I don't want to use the word 'frustrated,' because he understands he has plenty of alternatives, but he's curious as to why they haven't (...) I don't want to use the word 'capitulated,' but why they haven't capitulated. (…)

Why, under this pressure, with the amount of sea power and naval power over there, why haven't they come to us and said: 'We profess we don't want a weapon, so here's what we're prepared to do'? And yet it's sort of hard to get them to that place. (…)

They've been enriching well beyond the number that you need for civil nuclear [purposes]," said Witkoff, claiming Tehran was enriching uranium "up to 60%" fissile purity.

They're probably a week away from having industrial, industrial-grade bomb-making material, and that's really dangerous." (2)

Kritiker wenden ein, dass Trumps „Iran-Strategie“ mal wieder nicht aufgeht:

„Donald Trump erwägt gezielte Militärschläge gegen den Iran, um Teheran zu einem neuen Atomabkommen zu zwingen. Doch Angriffe auf iranische Atomanlagen und Militärziele könnten die Verhandlungen torpedieren, die regionale Sicherheit im Nahen Osten gefährden und einen neuen, destabilisierenden Konflikt auslösen. (…)

Unklar bleibt, welche konkreten Bedingungen Washington tatsächlich an ein neues Abkommen mit Teheran knüpft. Trump und Vertreter seiner Regierung äußerten sich wiederholt widersprüchlich über Umfang und Inhalte eines möglichen Deals. Iran-Experten warnen, dass Bombardierungen während laufender Verhandlungen ein Abkommen faktisch unmöglich machen könnten.

Ein ranghoher Regierungsvertreter aus der Region erklärte, Teheran würde Gespräche vermutlich sofort aussetzen, sollte es zu einem US-Angriff kommen.“ (3)

Außerdem hat Trump das Problem, je mehr Truppen er an den Golf verlegt, desto größer ist zwar seine Schlagkraft, aber umso mehr verwundbare Einheiten müsste er schützen.

Der frühere Nahost-Gesandte Dennis B. Ross analysiert, beide Seiten spielten auf Zeit. Der Iran signalisiere die Bereitschaft zu einem langen Konflikt – in dem Wissen, dass Trump genau das vermeiden wolle. Gleichzeitig mache Trump deutlich, dass das Regime einen bislang unbekannten Preis zahlen werde. Ross fasst die Lage ebenso nüchtern wie optimistisch zusammen: „Keine Seite will einen Krieg.“ (4)

U.S. Army Forces Central Command (ARCENT) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Die Task Force Skorpion Strike (TFSS), die erste Einheit der U.S. Army mit Kamikaze-Drohnen LUCAS (= Low-Cost Unmanned Combat Attack System), ist seit dem 27. Februar voll einsatzbereit.

U.S. Air Forces Central (CENTAF) (HQ Shaw AFB, South Carolina):

Auf die Gefahr hin, dass hier Informationen wiederholt werden, hier noch mal eine zahlenmäßige Aufzählung der U.S. Militärflugzeuge im Nahen Osten. D, die von der iranischen Nachrichtenagentur WANA stammt:

“- 31 serial refueling aircraft (tankers) in the U.S. Central Command (CENTCOM) area
- 57 additional tankers positioned along the likely bomber routes, similar to the 12-day “Midnight Hammer” war, via the Atlantic and the Mediterranean
- 19 more tankers in the UK and Germany that can be redeployed to increase capacity if needed
- An unspecified number of other tankers (such as KC-130J, MC-130, HC-130) used to support helicopters and combat search and rescue (CSAR) operations
- 30 F-35A Lightning II fighters in Jordan (18 from RAF Lakenheath, 12 from Vermont)
- 12 A-10C Thunderbolt II ground-attack aircraft in Jordan (from Moody AFB)
 -36 F-15E Strike Eagle fighters in Jordan (24 from Lakenheath, 12 from Seymour Johnson)
 -6 EA-18G Growler electronic warfare aircraft in Jordan, plus 10–12 more aboard two aircraft carriers (CVNs)
- Other carrier air wing assets: 10–12 F-35C, 70–84 F/A-18E/F Super Hornets, and 8–10 E-2D Advanced Hawkeye early-warning aircraft
- 12 F-22A Raptor fighters at RAF Lakenheath, reportedly set to move to the front lines tomorrow
- 48 F-16C/CJ Fighting Falcons, likely spread across 2–3 bases in the Middle East (including 24 from Aviano, 12 from McEntire, and 12 from Spangdahlem)
- 6 E-3G Sentry airborne early-warning aircraft, all in Saudi Arabia
- 5 E-11A BACN aircraft (Battlefield Airborne Communications Node, explained in a previous post), also in Saudi Arabia
- At least 3 MQ-4C Triton maritime surveillance drones
- A number of P-8A Poseidon maritime patrol aircraft monitoring the waterways around Iran
- 1 RC-135V Rivet Joint signals-intelligence aircraft
- Reports of U-2S Dragon Lady reconnaissance flights into the region several times this week from another base
- 2 RQ-4B Global Hawk reconnaissance drones in the Mediterranean, which could be redirected toward Iran if needed” (5)

Nach Angaben von Joachim Weber vom Cassis Strategiezentrum der Universität Bonn sind über 600 Militärflugzeuge - aus dem Stand - einsatzbereit:

„Im Kern handelt es sich um zwei Flugzeugträger-Kampfgruppen. Jeder dieser Flugzeugträger trägt 80 bis 90 Flugzeuge an Bord, also zusammen mindestens 160 Kampfflugzeuge. Hinzu kommen mindestens weitere 150 Kampfjets, die auf US-Basen rund um den Persischen Golf verlegt wurden. Auch das israelische Potenzial mit über 300 Kampfflugzeugen ist einzurechnen. Insgesamt ist das eine gewaltige Streitmacht.

Ein Angriff könnte fast schon aus dem Stand erfolgen. Die zweite Flugzeugträger-Kampfgruppe liegt derzeit im östlichen Mittelmeer, östlich von Kreta. Von dort aus könnte sie innert etwa 24 Stunden durch den Suezkanal näher zum Persischen Golf verlegt werden. Die Restvorlaufzeit ist also sehr kurz.“ (6)

Ein SIGINT-Aufklärungsflugzeug vom Typ RC-135W RIVET JOINT (Serial: 62-4130) wurde von der Kadena AB (Japan) nach RAF Mildenhall (UK) verlegt. (7)

Mehrere F-16CM des 35th Fighter Wing wurden von der Misawa AFB (Japan) nach Diego Garcia verlegt. Außerdem sind dort derzeit 1 C-5M, 1 C-17 und 1 P-8 stationiert. (8)

Ein Dutzend Begleitjäger vom Typ F-22 RAPTOR, die eigentlich von Fliegerhorst Langley (USA) stammen, wurden am 24. Februar vom Fliegerhorst RAF Lakenheath auf den Luftstützpunkt Ovda, ca. vierzig Kilomater nördlich von Eilat (Israel) verlegt. Die Maschinen hatten folgende Serials, die auf dem Seitenleitwerk abgebildet sind. Serials: 05-4104, 08-4152, 08-4154, 08-4158, 08-4168, 08-4171, 09-4173, 09-4175, 09-4177, 09-4187 und 10-4194. Eine zwölfte RAPTOR (Serial: 05-4099) schied wegen technischer Probleme unterwegs aus. Die Jagdmaschinen wurden durch ein bis vier KC-46 PEGASUS (Seriennummer: 21-46095) und vier KC-135 (57-1440, 62-3559, 62-3577 und 63-8021) in der Luft aufgetankt. (9)

Entgegen der Ankündigung der britischen Regierung, können die amerikanischen Streitkräfte im Falle eines Krieges gegen den Iran, die britischen Stützpunkte nutzen. Dies betrifft neben Diego Garcia, RAF Fairford, RAF Lakenheath und RAF Mildenhall, da dies in früheren Verträgen so vereinbart wurde. Außerdem heißt es, dass die Amerikaner den früheren schottischen Fliegerhorst RAF Prestwick bei Glasgow nutzen können, der früher als „transatlantic hub“ diente. Dieser tauchte bisher in den Meldungen zum amerikanischen Truppenaufmarsch nicht auf, nun heißt es, er sei „a key transatlantic fuelling station for deployments towards the Middle East“. (10)

Auf dem Internationalen Flughafen von Chania im Nordwesten Kretas (Griechenland) waren am 20. Februar 2 Aufklärer RC-135, 1 F-35 und 11 Tankflugzeuge KC-135 geparkt. (11)

Auf dem Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv (Israel) wurden vier Tankflugzeuge KC-135 STRATOTANKER des 452nd Air Mobility Wing von der March Air Reserve Base (Kalifornien) stationiert. (12) Darüber hinaus sollen hier sechs Tankflugzeuge vom Typ KC-46 disloziert werden. Fünf Maschinen kommen vom Portsmouth International Airport in New Hampshire, die sechste Maschine von der Seymour Johnson Air Force Base (North Carolina). (13)

U.S. Naval Forces Central Command (NAVCENT) (HQ Manama, Bahrain):

Am 23. Februar hat der Flugzeugträger USS GERALD R. FORD in der Souda Bay auf Kreta (Griechenland) einen Zwischenstopp eingelegt, um Vorräte aufzunehmen. (14) Ein paar moskauhörige Deppen von der Kommunistischen Partei nutzten dies für eine Selbstdarstellung mittels einer „pazifistischen“ Demonstration. Am Mittag des 26. Februar hat der Träger seine Fahrt fortgesetzt und hat am 27. Februar in Haifa (Israel) angelegt. Er könnte nun durch den Suez-Kanal fahren und den Arabischen Golf innerhalb von 24 Stunden erreichen. (15)

Derweil machen Berichte über die Zustände an Bord des Trägers mit seinen rund 4.600 Soldaten und Soldatinnen an Bord internationale Schlagzeilen. Viele der 650 Toiletten an Bord fallen immer wieder aus, weil das Unterdrucksystem zum Transport der militärischen Fäkalien, das schöne „Vacuum Collection, Holding and Transfer“-System (VCHT), nicht mehr einwandfrei funktioniert. Bei dem System handelt es sich um eine Fehlkonstruktion mit zu schmalen Röhren. Um Kalkablagerungen in den allzu engen Rohren zu lösen, muss die Marine eine spezielle Säurereinigung durchführen, das kostet pro Reinigungsvorgang 400.000 Dollar. (16) Außerdem würden die Matrosen und Matrosinnen immer wieder Dinge in die Toiletten werfen, die da nicht hineingehören. Die Folge ist, dass die Toiletten andauernd verstoppt sind. Dies führt dazu zu, dass sich vor den funktionierenden Toiletten Menschenschlangen mit längerer Wartezeit bilden. (17) Ein verantwortlicher Sanitärtechniker erklärte: „Mein Team arbeitet derzeit 19 Stunden am Tag, um mit der Nachfrage Schritt zu halten.“

Zusätzlich stellt sich die Frage, ob noch alle Flugzeuge an Bord einsatzbereit sind. Konteradmiral a. D. Mark Montgomery kritisierte: „Nach acht Monaten auf See beginnt die Ausrüstung zu brechen, und lange geplante Wartungsarbeiten müssen verschoben werden.“ (18)

Die extrem langwierigen Einsatzzeiträume machen eine Familienplanung unmöglich. Daher überlegt ein Teil der Besatzung der USS FORD, ihren Dienst bei der U.S. Navy zum nächsten vertragsgemäßen Termin zu kündigen.

Seit dem 17. Februar ist klar, dass es sich bei dem strategischen Atom-U-Boot der GEORGIA-Klasse im Arabischen Golf tatsächlich um das Typschiff USS GEORGIA mit 154 Marschflugkörpern TOMAHAWK handelt. (19)

U.S. Marine Forces Central Command (MARCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

Die Leathernecks des U.S. Marine Corps stellen für alle U.S. Botschaften, dies gilt auch für die arabischen Staaten, jeweils eine Schutztruppe ab. Im Durchschnitt handelt es sich um eine zehnköpfiges Detachment der U.S. Marine Corps Embassy Security Group (MCESG), das für die Bewachung entsprechend ausgebildet und ausgerüstet ist.

Für die Bewachung und Terrorabwehr der Naval Support Activity in Manama (Bahrain) ist ein Fleet Anti-terrorism Security Teams (FAST) zuständig. Im vorliegenden Fall handelt es sich um die Fast Company Central des Marine Corps Security Force Regiment. Eine solche „Kompanie“ umfasst rund 500 Marines.

U.S. Special Operations Command Central (SOCCENT) (HQ MacDill AFB, Florida):

-

Verbündete:

- U.S. Verbündete:

Die „Koalition der Willigen“, die sich an einem Feldzug gegen den Iran beteiligen, ist auf Zwei geschrumpft: USA und Israel. Sie war nie größer als dieses Minimum.

Bei ihren Transatlantikflügen mit mehreren Luftbetankungsmanövern sind die U.S. Piloten darauf angewiesen, zu ihrer Erholung eine Zwischenlandung auf dem Fliegerhorst „Base Aérea No. 4“ (BA 4) auf der Azoren-Insel Terceira, die zu Portugal gehört, einzulegen. (20) So waren am 18. Februar vorübergehend 12 F-16 FIGHTING FALCON, 1 C-5M SUPER GALAXY, 1 C-17 GLOBEMASTER III und 11 Tankflugzeuge KC-46 PEGASUS auf dem Fliegerhorst geparkt. Der portugiesische Verteidigungsminister Nuno Melo von der konservativen Centro Democrático e Social– Partido Popular (DCS-PP) verwies auf den bilateralen Stationierungsvertrag von 1995 und erklärte: „Ich denke, es ist heute klar, dass es ein Protokoll zwischen Portugal und den Vereinigten Staaten von Amerika über die Nutzung des Lajes-Stützpunktes gibt und dass die nationale Verteidigung die Nutzung des Lajes-Stützpunktes nicht extra genehmigen muss, (…).“ Auch der portugiesische Außenminister Paulo Artur dos Santos Castro de Campos Rangel von der Partido Social Democrata (PSD) weigerte sich, zu dieser Frage konkret Stellung zu beziehen. Demgegenüber stößt die Nutzung der Basis für einen amerikanischen Angriff auf den Protest der politischen Opposition und der Anwohner. Die pro-russische Partido Comunista Português (PCP) und die Partido Socialista (PS) forderten mehr „Transparenz“. (21)

Angesichts des Streits über die Nutzung des Luftstützpunktes Diego Garcia, ist das Verhältnis zwischen den USA und dem United Kingdom nachhaltig gestört:

“Starmer’s hesitation over the use of Diego Garcia and Fairford reflects fear in British ruling circles over direct legal and military entanglement in a war crime. The BBC noted that under international law there is “no distinction between a state carrying out the attack and those which have supported that state, if the latter has ‘knowledge of the circumstances of the internationally wrongful act’”.

But London has made repeated statements endorsing US threats against Iran, while stating its preferred outcome is the US disarming Iran via a negotiated settlement.

The Guardian reported that Starmer’s government is doing all it can to repair the damage to US relations, saying, “The hope in No 10 is that Trump will again change his mind. The bill setting out the Chagos agreement is due to return to the House of Lords soon.” (…)

On Friday, Foreign Minister Yvette Cooper met US Secretary of State Marco Rubio in Washington to discuss the crisis.” (22)

Am 25. Februar hieß es, dass sich die britische Regierung aus politischen und juristischen Gründen nicht an einem Feldzug gegen den Iran beteiligen würde, dass man aber eine Nutzung der britischen Militärbasen durch die USA doch erlauben würde.

Eigentlich waren auf dem Fliegerhorst auf Diego Garcia für Februar 2026 Sanierungsarbeiten an der Landebahn vorgesehen. Da diese jetzt unbedingt gebraucht wird, wurde der Beginn der Arbeiten auf den 2. April 2026 verschoben. Die Sanierung wird voraussichtlich 80 Tage dauern. (23)

Saudi-Arabien bereitet sich Insidern zufolge mit einer höheren Ölförderung und gesteigerten Exporten auf einen möglichen US-Militärschlag gegen den Iran vor. Der Plan ähnelt dem Vorgehen aus dem Jahr 2025. Damals hatte das Königreich seine Ölexporte erhöht, als die USA iranische Atomanlagen angriffen. (24)

Norwegen, Schweden, Deutschland, Polen, Serbien, GriechenlaIndien, Südkorea und Australien haben ihre Landsleute aufgefordert, den Iran umgehend zu verlassen. Die Bundesregierung warnt mittlerweile auch vor Reisen in andere arabische Staaten und nach Israel. (25)

Am Sonntag, den 22. Februar, soll das israelische Sicherheitskabinett zu einer weiteren Sitzung zusammengekommen sein. Vermutlich hat Regierungschef Benjamin Netanjahu über seinen Besuch in Washington Bericht erstattet.

- Iranische Verbündete:

Mitte Februar haben die Regierung in Teheran und Moskau einen Vertrag über Rüstungslieferungen im Wert von 500 Millionen Euro unterzeichnet. Geliefert werden sollen u.a. 500 geschulterte Raketenwerfer vom Typ WERBA und 2.500 dazu passende Flugabwehrraketen vom Typ 9M336. Dabei handelt es sich um „Man-Portable Air-Defense Systems“ (MANPADS). Der Vertrag zementiert zwar die iranisch-russische „Freundschaft“, hat aber auf den akuten Konflikt keine Auswirkungen, da die Waffen erst ab 2027 geliefert werden sollen. (26)

In gleicher Manier versucht die iranische Führung seit einem halben Jahr bei der Regierung in Peking Überschall-Marschflugkörper zur Schiffsbekämpfung vom Typ CM-302 (Reichweite: 280 km), eine Exportversion der YĪNGJĪ-12, zu erwerben. Die Verkaufsgespräche sollen kurz vor dem Abschluss stehen.

Verhandlungen:

- Am 20. Februar führte Kazem Gharibabadi, Deputy Foreign Minister for Legal and International Affairs, ein Gespräch mit dem russischen und dem chinesischen Botschafter in Teheran über nukleare Fragen. (27)

- Am 21. Februar führte der iranischen Außenminister Abbas Araghchi ein Telefonat mit dem Premierminister und Außenminister von Qatar Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani, um sich über die regionalen und internationalen Entwicklungen auszutauschen. (28)

- Am 24. Februar hat die U.S. Regierung, vertreten durch den Außenminister Rubio die „Gang of Eight“ von den Kriegsplänen vertraulich in Kenntnis gesetzt. Bei der „Gang of Eight“ handelt es sich um einen paritätisch besetzten Sonderausschuss des U.S. Kongresses, der sich aus vier Demokraten und vier Republikanern zusammensetzt, um besonders sensitive Fragen zu erläutern. Zu diesem Gremium gehören die Speaker der beiden großen Parteien im Repräsentantenhaus und im Senat, sowie die Vorsitzenden beider Parteien in den Geheimdienstausschüssen beider Kammern („House Permanent Select Committee on Intelligence“ [HPSCI] und „Senate Select Committee on Intelligence“ [SSCI]). Nach der Iran-Sitzung erklärte James Andrew “Jim” Himes (Democrats) vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses; “I´m very concerned: Wars in the Middle East don´t go well for presidents, for the country, and we have not heard articulated a single good reason for why now is the moment to launch yet another war.” Die Unterrichtung soll die Partizipation des Kongresses an den politischen Entscheidungsfindungsprozessen sicherstellen. (29)

- Am 24. Februar kündigte die U.S. Regierung an, für den Fall, dass der Iran innerhalb von 48 Stunden – also bei der dritten Verhandlungsrunde in Genf - ein Kompromisspapier zu seinem Atomprojekt vorlegen würde, wären die USA bereit, am 27. Februar in Genf eine vierte Verhandlungsrunde durchzuführen. Damit wurde von vornherein unterstellt, dass die bevorstehende dritte Verhandlungsrunde kein nachhaltiges Ergebnis liefern würde. Ein hochrangiger U.S. Diplomat erklärte: „Wenn Iran einen Vorschlagsentwurf vorlegt, sind die USA bereit für ein Treffen am Freitag in Genf, um detaillierte Verhandlungen aufzunehmen und zu sehen, ob wir ein Atomabkommen erreichen können.“ (30)

Der iranische Vize-Außenminister Madschid Tacht-Rawanchi erklärte am 24. Februar, die Regierung in Teheran sei willens, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, um ein Abkommen zu erzielen. (31)

Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde hat ein Vertreter des Irans den Entwurf für ein neues Atomabkommen den omanischen Vermittlern in Genf übergeben. (32)

- Am 26. Februar fand in Genf die dritte Runde der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran statt. Zusätzlich zu den beiden Verhandlungsparteien nahm auch der IAEO-Direktor Rafael Grossi an den Vermittlungen teil. Unklar ist, ob die USA weiterhin auf ein umfassendes Anreicherungsverbot („Zero-Enrichment“) bestehen, oder ob sie ein Atomprogramm zur nuklearmedizinischen Nutzung erlauben wollen, wie es der IAEO-Direktor Rafael Grossi als Kompromiss vorgeschlagen hat.

Wohl nur um Zeit zu gewinnen, unterbreiteten die Iraner ein toxisches Lockangebot:

„Der Iran hat einem Insider zufolge signalisiert, in den Atom-Gesprächen mit den USA zu Zugeständnissen bereit zu sein. Im Gegenzug müssten aber die Sanktionen aufgehoben und Irans Recht auf Urananreicherung anerkannt werden, sagte ein hochrangiger iranischer Beamter der Nachrichtenagentur Reuters. So biete der Iran US-Unternehmen die Möglichkeit, als Auftragnehmer an den großen Öl- und Gasindustrien des Iran teilzuhaben. „Im Rahmen des derzeit verhandelten Wirtschaftspakets wurden den Vereinigten Staaten auch Möglichkeiten für ernsthafte Investitionen und konkrete wirtschaftliche Interessen in der iranischen Ölindustrie angeboten“, so der Insider.

Der Iran würde auch ernsthaft eine Kombination aus der Ausfuhr der Hälfte seines hochangereicherten Urans ins Ausland, der Verdünnung des restlichen Urans und der Beteiligung an der Gründung eines regionalen Anreicherungskonsortiums erwägen, sagte der Insider. Die Regierung in Teheran biete dies im Gegenzug für die Anerkennung seines Rechts auf „friedliche Urananreicherung“ durch die USA im Rahmen eines Abkommens, das auch die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen beinhalte.“ (33)

- Am 27. Februar reiste der omanische Außenminister nach Washington, um u. a. mit dem Vizepräsidenten James David Vance Gespräche zu führen.

- März 2026: Die für den 27. Februar anvisierten „technischen Gespräche“ wurden abgesagt bzw. auf die Woche vom 2. bis 8. März 2026 vertagt. Sie sollen bei der IAEO in Wien stattfinden.

Es stellt sich die Frage, warum nach rund zwanzigjährigen Atomverhandlungen mit dem Iran ausgerechnet am letzten, angesetzten Termin ein nachhaltiger Durchbruch erzielt werden sollte. Verhandlungen über das Atomprogramm unter Ausschluss der Raketenfrage mögen zwar der nationale Sicherheit Israels dienen, aber sie schließen die Entwicklung einer iranischen Interkontinentalrakete nicht aus und nützen daher nicht der nationalen Sicherheit der USA. Immerhin sind die politischen und militärischen Risiken, die mit einem Kriegsbeginn verbunden wären, das beste Argument für eine friedliche Lösung, wie sie mancher Experte empfiehlt. Dann könnten die Piloten ihre Flugzeuge einfach besteigen, und einer nach dem anderen würde nach Hause fliegen, als wäre nichts geschehen. Es sei denn, die U.S. Regierung belässt ihre in den Nahen Osten verlegten Truppen dort, was aber auf Dauer mit dem Familienleben der Soldaten nicht vereinbar wäre.

Laut „Axios“ bezeichnen US-Beamte die diplomatischen Bemühungen als „letzte Chance“, die Trump dem Iran gewährt, bevor es zu einem großangelegten Angriff kommt. (34) Der Vermittler des Omans, Außenminister Badr Al-Bussaidi, meinte nach den Gesprächen am 26. Februar, die Gesprächspartner seien „entschlossen“ und die Stimmung sei „konstruktiv“ gewesen. Der omanische Vermittler erklärte: „Wir haben heute in Genf kreative und positive Ideen ausgetauscht.“ (35)

Außenminister Marco Antonio Rubio warf dem Iran bei einem Besuch in Basseterre, der Hauptstadt St. Kitts und Nevis, vor, an der Entwicklung von Interkontinentalraketen zu arbeiten, die eines Tages die USA erreichen könnten. „Das ist eine untragbare Bedrohung.“ Es bleibt aus amerikanischer Sicht ein zentrales Problem, dass die Iraner sich weigern, ihre ballistischen Raketenprogramme in die Verhandlungen einzubeziehen. „Das ist ein großes Problem“, erklärte Rubio. So seien die Verhandlungsrunden nur eine „nächste Gelegenheit zum Gespräch“. (36)

Am 28. Februar wollte der U.S. Außenminister Marco Rubio eigentlich zu politischen Gesprächen über den Irankonflikt nach Israel reisen. Die Reise wurde abgesagt. Unklar blieb, ob die Reise nur verschoben wurde oder ob sie vollständig abgesagt wurde, weil sie durch die militärpolitischen Ereignisse bis dato überflüssig geworden wäre.

Kriegsplanung

- USA

-- Der Oberbefehlshaber und seine Generäle

Für Trump ist die Kriegsplanung ein Problem, da er keine Ahnung von militärischen Fragen hat und seiner Generalität misstraut. So besuchte Trump während seiner ersten Amtszeit als Präsident und Commander-in-Chief am 20. Juli 2017 das National Military Command Center (NMCC) der Joint Chiefs of Staff (JCS) im Pentagon. Die Generäle versuchten Trump das globale U.S.-Stützpunktsystem und die diesem zugrunde liegende Geopolitik zu erklären, scheiterten aber, wie Maggie Haberman berichtete:

„Trump schien nicht zu begreifen, wozu der Luftstützpunkt in Saudi-Arabien diente und warum es einen Marinestützpunkt in Bahrain gab. Den führenden Militärs warf er übermäßige Vorsicht vor, weil sei so viel teure Ausrüstung besaßen, obwohl er wiederholt forderte, sie sollten mehr kaufen. Die Generäle nannte er „Idioten“ und erklärte ihnen. „Ihr seid Verlierer und Babys“, und dass er mit keinem von ihnen in den Krieg ziehen würde. (…)

Er beharrte darauf, die Vereinigten Staaten hätten sich mit ihrem weltweiten Einsatz überfordert: Ohne diese Basen „wird es uns gut gehen“, behauptete Trump.

Trump war schlichtweg wütend, und das auf so gut wie alle Menschen weltweit. Er wollte keine Kosten für überseeische Verteidigung übernehmen. Er war bereit, gegen verschiedene Länder Zölle zu verhängen. Alle Bemühungen der Gruppe, ihm die Zusammenhänge zwischen nationaler, militärischer und wirtschaftlicher Sicherheit verständlich zu machen – dass es sich nicht um drei getrennte Säulen handelte, sondern nur um eine -, erwiesen sich als vergeblich.

Cohn versuchte es erneut, indem er die Zusammenhänge für Trump zu einer Kosten-Nutzen-Analyse umformulierte. Was wäre nötig, um dem Pazifik so viel Stabilität zu verleihen, dass er nachts gut schlafen könne? „ich schlafe nachts wie ein verdammtes Baby“, antwortete Trump. „Ich brauche da draußen nichts!“

Nach dem 90-minütigen Treffen versuchten Trumps Berater, sich einen Reim darauf zu machen. Tillersons Fazit war eindeutig: „Er ist ein verdammter Schwachkopf.“ (…)

Trump wusste, dass ihm etwas gesagt wurde, was er nicht zur Gänze erfasste, und statt dies zu akzeptieren, brüllte er seine Lehrmeister nieder.“ (37)

Damals wollte Außenminister Rex Wayne Tillerson sogar von seinem Amt zurücktreten. Tillerson hat den Vorfall später dementiert: „Mit solchen Kleinigkeiten beschäftige ich mich nicht.“ (38) Ein Jahr später entließ Trump Tillerson.

Mit der Zeit nahmen Trumps Sympathien für die Generalität noch weiter ab, wie der frühere Generalleutnant Herbert Raymond McMaster, ehemaliger Nationaler Sicherheitsberater berichtete.

"In 2018, when Trump began to mock unnamed generals with "sir, yessir," to insinuate that the senior military were unthinking automatons incapable of grasping his unconventional approach to foreign and defense policy, I knew that my time with him had almost run its course." (39)

So beklagte Donald Trump, die U.S.-Generäle seien „woke“ (dt.: „schwach“, „überempfindlich“, „dogmatisch“) und „ineffektive Führer“. (40) Über den damaligen Generalstabschef General Mark Alexander Milley (Amtszeit: 1. Oktober 2019 bis 29 September 2023) urteilte er:

„Der ist im Grunde genommen dumm. (…) Ich muss Ihnen sagen, dass es zwei Mark Milleys gibt. (…) Für mich war Milley okay. Er war kein Genie, aber er war okay. Er hat es verbockt. (…) Vergesst den Kerl. Der ist ein Weichei.“ (41)

Gegenüber seinem früheren Stabschef, General John Francis Kelly, erklärte Trump, er brauche „deutsche Generäle“, „die Art von Generälen, die Hitler hatte“, obwohl diese für den Mordversuch auf Hitler am 20. Juli 1944 verantwortlich waren. Diese Äußerung wurde von Trumps Wahlkampfsprecher Steven Cheung dementiert. (42) Bisher hat Trump fast zwei Dutzend Generäle und Admiräle vorzeitig – aus politischen Gründen – gefeuert. Gemäß den Planungen von Verteidigungsminister Peter Hegseth will die U.S. Regierung mittelfristig die Kommandostrukturen verschlanken und rund 20 Prozent der Generäle/Admiräle entlassen, das wären immerhin ca. 160 Dienstposten. (43)

Für die Führung der U.S. Streitkräfte weltweit sind die Joint Chiefs of Staff (JCS) mit ihrem Joint Staff (JS) im Pentagon zuständig. Den Vorsitz der Vereinigten Generalstabschefs hat der Chairman Joint Chiefs of Staff (CJCS), Luftwaffengeneral John Daniel „Dan“ Caine. Seine Aufklärungsabteilung (J2) wird z. Zt. von Vizeadmiral Thomas M. Henderschedt geleitet, die Führung der Operationsabteilung (J3) liegt bei Generalleutnant David L. Odom, sein Stellvertreter ist Generalmajor Sean M. Coquette.

Im Rahmen der akuten Irankrise traf sich General Caine Anfang Februar mit dem Generalsekretär der NATO sowie den Verteidigungsministern des Libanon und Qatars.

-- Präsidiale Briefings

Am Mittwochvormittag, den 18. Februar, erläuterte Trump mit seiner Entourage im White House Situation Room die von den Joint Chiefs of Staff ausgearbeiteten Kriegspläne. Anwesend waren Vizepräsident Vance, Verteidigungsminister Major d. Res. Peter Brian „Pete“ Hegseth, Außenminister Marco Antonio Rubio, Generalstabschef General John Daniel „Dan“ Caine, CIA-Direktor John Lee Ratcliffe, die WH-Stabschefin Susan „Susie“ Wiles und der Stellvertretende Stabschef im Weißen Haus, Stephen Miller. (44)

Anscheinend ist es in der Debatte hoch her gegangen. Vizepräsident Vance erklärte am 26. Februar gegenüber der „Washington Post“, dass er nicht wisse, was Trump genau gegen den Iran plane. „Die Vorstellung, dass wir jahrelang in einem Krieg im Nahen Osten ohne Ende in Sicht sein werden – es gibt keine Chance, dass das passiert“, sagte er. Der US-Vize gab sogar zu, dass er für die Kriegsgründe der Vereinigten Staaten im Iran belogen worden sein soll. Er sehe sich selbst weiterhin als „Skeptiker gegenüber ausländischen militärischen Interventionen“. (45https://www.derwesten.de/politik/trump-iran-angriff-krieg-usa-newsblog-id301994833.htm)

General Caine warnte bei einem Besuch im Weißen Haus am 18. Februar vor folgenden möglichen Folgen bei einem längeren Krieg, wie sie von interessierter Seite an die Medien „durchgestochen“ wurden:
- Zahlreiche Tote unter den U.S. Soldaten und auf dem Gebiet der Verbündeten,
- überlastete Streitkräfte (durch amerikanische Hybris),
- überlastete Luftabwehrverbände und Erschöpfung der Bestände an Anti-Raketen-Raketen (PATRIOT, THAAD, SM-3),
- der Munitionsverbrauch könnte die amerikanischen Vorräte soweit dezimieren, dass anschließend nicht mehr genug Munition zur Verfügung stehen würde, um bei einem Krieg gegen die VRC in den kommenden Jahren, bis zu 1.400 Millionen Chinesen platt zu machen.  – der einzige Verbündete, der die USA im Kriegsfall aktiv unterstützen würde, wäre Israel. (46)

Offenbar sind die U.S. Streitkräfte und ihre arabischen Verbündeten nicht in der Lage, die begrenzte Zahl amerikanischer Militärbasen durch Anti-Raketen-Raketen in hinreichendem Maße zu schützen. In diesem Zusammenhang nicht genannt wurde ein mangelnder Schutz für Israel, aber man kann davon ausgehen, dass es auch hier Defizite gibt.

So berichteten Tara Copp und John Hudson von der „Washington Post“:

„Munition für die Verteidigung der US-Truppen gegen iranische Raketen – darunter THAAD- und Patriot-Abwehrraketen – wurde zuletzt massiv im Nahen Osten eingesetzt. Patriot-Raketen sind ebenfalls ein begehrtes Gut für die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland.

Doch die USA produzieren jedes Jahr nur einige hundert Einheiten beider Systeme, bei weitem weniger, als für einen langwierigen Krieg nötig wäre, erklärt Ryan Brobst vom Center on Military and Political Power der Foundation for Defense of Democracies.

Auch die Marine verfügt nur über begrenzte Bestände an Standardmissiles, die in der aktuellen Lage unerlässlich wären – doch SM-2-, SM-3- und SM-6-Flugkörper wurden schnell verbraucht, etwa zum Schutz von Schiffen im Roten Meer gegen iranische Milizen aus dem Jemen und zur Verteidigung Israels gegen ballistische Raketen.

Nach Einschätzung der Expertin Mackenzie Eaglen vom American Enterprise Institute kann die Herstellung einzelner Lenkwaffen wegen ihrer Komplexität und beschränkten Produktionskapazitäten mehr als zwei Jahre dauern: „Für dieses Problem gibt es keine schnelle Lösung.“

Die global bewirtschafteten Bestände werden je nach Bedarf den Kommandos weltweit zugeteilt – niemand hat alles, was er braucht, sagte ein US-Beamter der Post.“ (47)

Caines Büro erklärte in einer Stellungnahme, der Vorsitzende der Vereinigten Stabschefs liefere als wichtigster militärischer Berater des Präsidenten „eine Auswahl militärischer Optionen sowie Begleitfaktoren zu Auswirkungen und Risiken“ für die zivilen Entscheidungsträger in Fragen der US-Sicherheit. Zudem werden diese Optionen „vertraulich bereitgestellt“. (48)

Während es einerseits heißt, dass die U.S. Generalität auf einen Kriegsbeginn drängt, weil sie nicht immer wieder zehntausende von Soldaten irgendwo (Karibik, Nahost, etc.) hinschicken kann, nur um sie anschließend wieder heimzufliegen, heißt es andererseits, dass der CJCS, General Caine, Trump ausdrücklich auf die Gefahr(en) einer „Verstrickung in einen langwierigen Konflikt“ hingewiesen hat. Dazu berichtete „n-tv“:

„Eine andere mit Caines Überlegungen vertraute Quelle habe mitgeteilt, dass dieser nicht grundsätzlich skeptisch gegenüber einer Militärkampagne sei, sondern die Erfolgsaussichten sowie die möglichen Folgen nach Beginn eines Krieges "mit klarem Blick und Realismus" betrachte. Ein hochrangiger Regierungsvertreter bestritt, dass Caine überhaupt Skepsis geäußert habe.

Auch bei Vizepräsident JD Vance soll es Bedenken geben, aber keine grundlegende Ablehnung. Er habe intern Fragen zu Risiken und Komplexität einer Operation gestellt, hieß es in dem Bericht.“ (49)

Die Kritikpunkte Caines erzielten nachhaltigen Eindruck in der U.S. Öffentlichkeit, so dass sich Präsident zu einer Klarstellung genötigt sah. Es sei „zu 100 Prozent falsch“, dass Caine „dagegen ist, dass wir in den Krieg mit dem Iran ziehen“, erklärte Trump.

„General Caine möchte, wie wir alle, keinen Krieg sehen, aber wenn die Entscheidung getroffen wird, den Iran auf militärischer Ebene anzugreifen, ist es seine Auffassung, dass dies etwas sein wird, das leicht zu gewinnen ist. (…) Er weiß nur eines: wie man gewinnt, und wenn man ihm das aufträgt, wird er die Führung übernehmen. (…) Ich würde lieber ein Abkommen haben als keines, aber wenn wir kein Abkommen schließen, wird es ein sehr schlimmer Tag für dieses Land und leider auch für seine Bürger.“ (50)

Dazu berichtete der Berliner „Tagesspiegel“:

„Trump betonte in seinem Post, dass Caine genau wie andere US-Vertreter keinen Krieg wolle. Falls allerdings eine Entscheidung für ein militärisches Vorgehen gegen den Iran getroffen werde, sei der Generalstabschef der Meinung, dass es ein Leichtes sein werde, zu gewinnen.

Der US-Präsident hob auch hervor, dass er allein derjenige sei, der die Entscheidungen treffe. Er bekräftigte dabei seine bekannte Darstellung, dass er einen Deal mit dem Iran zwar bevorzugen würde, schob dann aber nach: „Wenn wir keinen Deal machen, wird es ein sehr schlechter Tag für dieses Land.““ (51)

Am Freitag, den 26. Februar, wurde Trump noch einmal von seiner Militärspitze über die laufende Kriegsplanung informiert. An dem Briefing nahm erneut der CJCS General John Daniel „Dan“ Caine (Amtszeit: seit 11. April 2025) teil. Außerdem war der Admiral Charles Bradford „Brad“ Cooper II, der Kommandeur des Central Command (CENTCOM) (Amtszeit: seit August 2025). (52) Als Coopers Stellvertreter amtiert z. Zt. Generalmajor Kevin C. Leahy, sein Stabschef ist Generalmajor Richard A. Harrison. (53)

-- Kriegswahrscheinlichkeit

Trump stellt Ultimaten und droht, gibt sich aber bzgl. eines U.S. Angriffs ausdrücklich klandestin: „Das Einzige, was ich dazu sagen kann, ist, dass ich es erwäge." (54) Politische Beobachter gehen davon aus, dass Trump nach der Epstein-Affäre, seinem Versagen in den Ukraine-Friedensverhandlungen, seinem Grönland-Debakel, dem ICE-Skandal und der Zoll-Pleite auf der Suche nach irgendeinen „Erfolg“ ist.

Am Dienstagabend, den 24. Februar, hielt U.S. Präsident Donald Trump seinen langatmigen „Bericht zur Lage der Nation“ (engl.: „State of the Union Address“ - SOTU) vor dem versammelten U.S. Kongress. Er wiederholte seine bekannte Position, dass er eine Verhandlungslösung vorziehen würde, aber zum Krieg bereit sei: „Ich werde niemals zulassen, dass der weltweit größte Förderer des Terrors, der sie bei Weitem sind, eine Atomwaffe besitzt. Das kann ich nicht zulassen. (…) Wir befinden uns in Verhandlungen mit ihnen. Sie wollen einen Deal machen.“ (55)

Zu den politischen Befürwortern eines U.S. Angriffs gehört der einflussreiche, republikanische Senator Lindsey Olin Graham:

6Aber ein Autorenteam der „New York Times“ stellte am 26. Februar die drei von der U.S. Regierung genannten Gründe für einen Angriff in Frage:

“As they made their public case this week for another American military campaign against Iran, President Trump and his aides asserted that Iran has restarted its nuclear program, has enough available nuclear material to build a bomb within days, and is developing long-range missiles that will soon be capable of hitting the United States.

All three of these claims are either false or unproven.

American and European government officials, international weapons monitoring groups and reports from American intelligence agencies give a far different picture of the urgency of the Iran threat than the one the White House has presented in recent days.” (57)

Über die aktuelle Krise wusste der frühere CIA-Agent John Kiriakou (Dienstzeit: 1990 bis 2004), der in der Terrorbekämpfung tätig war, zu berichten, die „Falken“ hätten sich gegenüber den „Tauben“ innerhalb der U.S. Regierung am letzten Februarwochenende durchgesetzt:

„Im Gespräch mit dem Podcaster Julian Dorey erklärte Kiriakou, eine seiner Quellen im Weißen Haus habe ihm gesagt, die Attacke solle "am Montag oder Dienstag" erfolgen.

Nach Kiriakous Darstellung gebe es innerhalb von Trumps Regierung zwei Fraktionen. Vizepräsident JD Vance und Tulsi Gabbard, die Chefaufseherin der US-Geheimdienste, hätten sich gegen einen Angriff ausgesprochen. Ihnen gegenüber stehen demnach Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Hegseth sowie die Joint Chiefs of Staff – ein Gremium, das den US-Präsidenten und seinen Verteidigungsminister in militärischen Fragen berät.

Insbesondere die Joint Chiefs of Staff seien dabei entscheidend, sagt Kiriakou. Diese seien oft die letzte Instanz, die sich gegen einen neuen Krieg ausspreche. Da das Gremium allerdings von Trump mit Militärs besetzt worden sei, die politisch mit ihm auf Linie stünden, sei dieser Widerstand nun weitgehend ausgeräumt.“ (568

Offenbar wurde Kiriakou falsch informiert.

Die Zahl der zu erwartenden Opfer – Tote und Verletzte – wäre normalerweise das Haupthindernis für die Entfesselung eines Krieges. Für psychisch gestörte Politiker wie Donald Trump oder Wladimir Putin gilt dies nicht. Für Trump, der sich als Sohn reicher Eltern vor dem Militärdienst trotz Allgemeiner Wehrpflicht drücken konnte, sind Soldaten, die im Kriegsfall fallen, nur dumme Versager.

Nach Medienberichten planen die USA zunächst einen „kleineren“ Angriff auf die Infrastruktur des Atom- und Raketenprogramms. Danach erfolgt ein Schlag gegen die politische Führungsspitze des Landes, explizit genannt werden Ajatollah Ali Chamenei und sein zweitgeborener Sohn, der klerikale Hodschatoleslam Modschtaba Hosseini Chamenei. Er gilt als konservativ und regimetreu und unterhält „gute Beziehungen“ zu den iranischen Sicherheitskräften. (59) Anschließend würde in einer dritten Phase ein umfassender Militärangriff erfolgen.

In einem Artikel für das „Jewish News Syndicate“ (JNS) in San Diego (USA) stellte Shimon Sherman die U.S. Kriegsplanung folgendermaßen dar:

“According to recent leaks as well as public statements by officials, the U.S. administration is actively weighing three distinct operational courses of action.

- The first option focuses on a sustained weeks-long campaign designed to precipitate the collapse of the Iranian regime by targeting its internal grip on power. (…)

Targets for this option include the Tharallah Headquarters on Tehran’s Niayesh Highway, the IRGC’s “operational headquarters,” and the state-run media (IRIB) towers. This contingency would likely come with an attempt to “decapitate the regime” by simultaneously targeting broad swaths of the political and military leadership.  (…)

- The second option is an intense aerial strike focusing on the degradation of military-industrial capabilities, building on the precedent of 2025 to neutralize the technical heart of the Islamic Republic’s nuclear and ballistic missile programs.

Reports from the Critical Threats Project indicate that Israel has requested that the U.S. strike Iran’s ballistic missile production infrastructure, specifically the Parchin and Shahroud complexes, where satellite imagery shows the attempted reconstruction of buildings housing solid-fuel planetary mixers. (…)

- A third option represents an asymmetric “stranglehold” using military and economic pressure to force a collapse of the regime or to soften Iran’s negotiating position.

During a recent meeting between Trump and Prime Minister Benjamin Netanyahu, the two sides reportedly agreed to wind up pressure on Iranian oil experts and to target Iran’s “shadow fleet,” which has been used to smuggle sanctioned oil out of the country. This move is designed to maximize the economic distress of a nation already reeling from 60% inflation and 72% food inflation. (…)

Tehran’s kinetic retaliation plan relies on a reconstituted arsenal of over 3,000 ballistic missiles capable of striking U.S. bases and allied territory across the region.” (60)

In den Medien wurde folgende Vorgehensweise kolportiert:

„Trumps Plan soll demnach zunächst eine erste, begrenzte Angriffswelle umfassen. Mögliche Ziele seien Stützpunkte der Revolutionsgarden, Nuklearanlagen sowie Abschuss- und Fertigungsstätten des iranischen Raketenprogramms. Dieser Schritt soll Stärke demonstrieren und dem Iran als warnendes Beispiel für weitere Konsequenzen dienen.

Sollte der Iran im Anschluss nicht einlenken, soll Trump laut der "New York Times" einen größeren Militärschlag in Erwägung ziehen, um den Obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei zu stürzen und einen Regimewechsel herbeizuführen

Allerdings wird in der Regierung bezweifelt, ob dies allein mit Luftschlägen möglich ist. Wie die "New York Times" berichtet, hat das US-Militär aber Pläne, Spezialeinsatzkräfte vor Ort einzusetzen, um Atomanlagen zu zerstören, vorerst verworfen. Der Einsatz wäre gefährlich und würde deutlich länger dauern als die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro.“ (61)

Anthony „Tony“ Shaffer, ehemaliger Oberstleutnant des Military Intelligence Corps der U.S. Army, erklärte, auf der U.S. Zielliste stehen achtzig Führungsobjekte:

„We believe, and this is where I ought to be a little bit careful, there are about 80 targets that we're looking at relating to what I think is popularly said, 'decapitation.' (…) What we say is essentially disrupting the chain of command to take out those people within the IRGC and the ruling mullahs (…). So we want to do both: help the Iranian people who want to be free, at the same time, don't destroy things that would disadvantage those people once they take power." (62)

Hier ist anzumerken, dass die Zahl der im Nahen Osten zusammengezogenen Jagdbomber in keinem Verhältnis steht zu den „bloß“ achtzig Zielen. Allerdings bemerkte dazu der deutsche Politologe Christian Mölling vom European Policy Center (Brüssel): „Wahrscheinlich gehen den Amerikanern nach vier oder fünf Tagen die Ziele aus.“ Dann stellt sich die Frage, wie der (langwierige) Krieg weitergehen soll. (63)

So halten einige US-Beamte schon einen „begrenzten“ Schlag für riskant, da er eine unkontrollierbare Eskalationsspirale auslösen könnte. Käme es zu einem umfassenden Krieg, würde der Zielumfang auf tausende Standorte ausgeweitet: Kommandozentralen, Sicherheitsdienste, Schlüsselgebäude. Solch eine Kampagne könnte Wochen oder Monate dauern, weit mehr Munition erfordern und die US-Truppen starkem Gegenfeuer aussetzen. (64) Dann ist mit einer vierstelligen Zahl von Angriffsflügen zu rechnen.

Es ist schon erbärmlich, dass die USA mit ihren über zwei Millionen Soldaten (1.328.000 GIs im aktiven Dienst und 799.500 in der Reserve), die im laufenden Haushaltsjahr 920.000.000.000 Dollar für ihre Streitkräfte ausgeben und damit für 37 Prozent der weltweiten Militärausgaben verantwortlich zeichnen, kaum über genügend Munition zur Niederschlagung eines relativ kleinen Landes der „Dritten Welt“ verfügen. Die U.S. Generalität erweist sich als eine schmarotzende Blase am Arsch der Menschheit. Dabei kostet diese Vergeudung von Ressourcen jedes Jahr Millionen Menschen das Leben, seit die Trump-Regierung Anfang 2025 die Gelder der U.S. Agency for International Development (USAID) für Hilfsprojekte in Lateinamerika, Afrika und Südasien gegen Null gekürzt hat. Stattdessen werden die Gelder nun ausgegeben, um irgendwelchen sozialschwachen Soldaten, die nach einem Aufstieg in der amerikanischen Gesellschaft streben, die Möglichkeit zu geben, auf einem Flugzeugträger zu kacken.

Die U.S. Regierung hofft insgeheim, dass Israel – wie im Juni 2025 – zuerst zuschlägt, die Iraner einen Gegenangriff gegen Israel und die U.S. Basen im Nahen Osten starten, so dass anschließend die U.S. Streitkräfte in einem Akt von „Notwehr“ zurückschlagen könnten. Dies wäre – nach Meinung der Experten in der amerikanischen Regierung – für die USA die völkerrechtlich „sauberste“ und politische zweckmäßigste Vorgehensweise. So erklärte ein anonymer Regierungsvertreter: „Es gibt die Überlegung, dass es politisch deutlich besser wäre, wenn die Israelis zuerst und allein zuschlagen und Iran anschließend gegen uns zurückschlägt – und wir damit mehr Gründe hätten zu handeln.“ So könnte die Regierung dem Umstand Rechnung tragen, dass die Amerikaner – und insbesondere Republikaner – zwar einen Regimewechsel in Iran befürworten, zugleich aber nicht bereit sind, US-Verluste dafür in Kauf zu nehmen. (65) Für die Israelis dürfte es kein Problem darstellen, als Erste zuzuschlagen. Die betreiben seit hundert Jahren „Selbstverteidigung“.

- Israel

Bei der Operation RISING LION (isr.: „Am KeLavi“) im Juni 2025 lag die Hauptlast der Angriffe auf den Iran bei den israelischen Streitkräften. Auch diesmal ist die israelische Regierung des Kriegsverbrechers Benjamin Netanjahu die protagonistischste Kraft für einen Angriff auf den Iran. Allerdings wird die israelische Luftwaffe diesmal nur eine zweitrangige Rolle spielen. Dennoch wählt Netanjahu auch diesmal den martialischen Auftritt. Am 23. Februar äußerte er sich in einer Sondersitzung der Knesseth in Jerusalem-Gi´vat Ram zum aktuellen Konflikt. Dazu berichtete die TV-Sendung „Focus Jerusalem“:

„Ein Angriff auf Israel wäre der „schwerste Fehler ihrer Geschichte“, erklärte er. Israel werde in einem solchen Fall mit einer „Kraft antworten, die sie sich nicht einmal vorstellen können“. Der Premierminister betonte, Israel sei heute stärker denn je. Besonders hob er die strategische Allianz mit den Vereinigten Staaten hervor und sprach von einem historischen Höhepunkt in den bilateralen Beziehungen. Zugleich appellierte er an die nationale Geschlossenheit: „Wir leben in komplexen Zeiten und sind auf jedes Szenario vorbereitet. Das ist nicht die Zeit für Debatten.“ Mit Blick auf das bevorstehende Purim-Fest zog Netanjahu einen historischen Vergleich: Wie einst vor der Rettung des jüdischen Volkes müsse man auch heute „die Reihen schließen und Schulter an Schulter stehen“. Besonders auffällig war dabei sein religiöser Bezug. „Ich vertraue auf unsere Stärke und unsere Kämpfer, denn gemeinsam erreichen wir Großes. Wir werden zusammenstehen – und mit Gottes Hilfe die Ewigkeit Israels sichern“, erklärte er.“ (66)

Zwar mag Netanjahu die Existenz Israels für die Ewigkeit sichern, aber auch er musste in der Knesseth einräumen: „Keiner weiß, was die Zukunft bringt.“ (67)

Man sollte unterstellen, dass Netanjahu „nur“ an einen konventionellen Gegenschlag denkt. Allerdings kannte man das von der ollen Golda Meir (Ministerpräsidentin vom 17. März 1969 bis 3. Juni 1974) und ihrem General Moshe Dajan (Verteidigungsminister vom 1. Juni 1967 bis 3. Juni 1974) auch schonmal anders.

Derweil fährt Israel seinen Zivilschutz hoch. „Wir erhöhen die Bereitschaft, ohne den Alarmzustand zu erhöhen“, sagt Moshe Bar Siman Tov, Generaldirektor im Gesundheitsministerium. (68)

- Iran

Zentraler Akteur auf iranischer Seite ist der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates Ali Laridschani, der einer reichen Familie aus dem persischen Establishment entsprang. Er war schon eine Führungsfiguren bei der Niederschlagung des Aufstandsversuches im Januar. Nun soll er die militärische Landesverteidigung organisieren und für den Zusammenhalt und gegebenenfalls die Nachfolge innerhalb des Regimes sorgen. Dazu lässt er z. Zt. verschiedene Notfallpläne ausarbeiten. Laridschani erklärte zur aktuellen Krise:

„Wir sind in unserem Land bereit. (…) Wir sind definitiv mächtiger als zuvor. Wir haben uns in den letzten sieben, acht Monaten vorbereitet. Wir haben unsere Schwächen gefunden und behoben. Wir suchen keinen Krieg und wir werden keinen Krieg beginnen. Aber wenn sie uns dazu zwingen, werden wir reagieren.“ (69)

Zwar versucht der Iran seine Kriegsplanungen voranzutreiben, aber innerhalb der iranischen Führungsriege laufen gleichzeitig Machtkämpfe bzgl. einer Nachfolgeregelung ab. So soll Laridschani den amtierenden Regierungschef Massud Peseschkian de facto bereits entmachtet haben. Für eine Nachfolge Chameneis werden insbesondere folgende Kandidaten genannt, sofern sie nicht vorher bei einem U.S. Angriff getötet werden:
- Ali Laridschani, der Leiter des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans,         
- Mohammad Bagher Ghalibaf, Präsident des Parlamentes,         
- Hassan Rouhani, ex-Präsident,     
- (…). (70)

Gleichzeitig bereiten die Behörden Maßnahmen vor, um interne Instabilität zu verhindern, darunter die Stationierung von Sicherheitskräften und der Basidsch-Miliz in den Großstädten. Diese Truppe, die etwa 10 Millionen Menschen zählt, untersteht zur Islamischen „Revolutionsgarde“.

Die iranische Seite hat angekündigt, sie werde auch bei einem „kleineren“ U.S. Angriff mit voller Gewalt zurückschlagen. Dazu erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums Esmail Bakaei am Montag: „So etwas wie einen begrenzten Angriff gibt es meines Erachtens nicht", sagte Bakaei. „Ein Angriff ist ein Angriff.“ (71)

Dabei können die iranischen Streitkräfte in ihrer Zielplanung neben den Aufklärungsergebnisse ihrer NOOR-Satelliten auch auf die Daten der chinesischen Erderkundungssatelliten JILIN-1 zurückgreifen. Diese haben auf Auflösungsvermögen von <1 m. Außerdem sind die Satellitendaten quasi in Echtzeit abrufbar:

„Die Daten von Jilin-1 steigern die Wirksamkeit der ballistischen Raketen des Iran erheblich. Hochauflösende Bilder (unter einem Meter) und häufige Wiederholungsaufnahmen der Konstellation ermöglichen eine präzise Zielortung, Identifizierung und Kampfschadensbewertung für Systeme wie Qasem Basir oder Khorramshahr-4. Dies unterstützt „Kill Chain”-Operationen, bei denen Satelliteninformationen mit Angriffen der IRGC auf Israel oder US-Vermögenswerte integriert werden.“ (72)

Für die iranische Kriegsführung sind zwei Aspekte von Bedeutung: die Vernichtung der amerikanischen Luftstützpunkte in den arabischen Nachbarstaaten und die Versenkung der amerikanischen Flotte im Arabischen Golf.

An Anti-Schiffs-Waffen verfügt der Iran über weitreichende Raketen, Marschflugkörper und Torpedos:
GHADIR (Reichweite: 330 km),
KHAJIL FARS (300 km),
QADER-380 (300 km),
RAAD (350 km),
ZOLFAGHAR BASIR (700 km),
Marschflugkörper (ABU MAHDI (1.000 km),
JASK-2 (35 km),
JASK-3 (? Km),
NASR-1 (35 km) oder
Torpedos (HOOT (15 km) und
VALFAJR (11 bis 15 km).

Neben Kampfflugzeugen und Überwasserschiffen verfügt der Iran auch über zahlreiche Diesel-U-Boote verschiedener Klassen:
1 x BESAT,
2 bis 4 x FATEH,
22 bis 23 x GHADIR,
3 x TAREQ (= Exportversion de russ. KILO-Klasse) und
1 x NAHANG.

 Bei den Booten handelt es sich z. T. um Mini-U-Boote, die auch in den flachen Gewässern des Persischen Golfes operieren können. Hauptstützpunkt der iranischen U-Boot-Flotte ist der Hafen Bandar Abbas. (73)

Neben den Kasernen und Schiffen der Amerikaner könnten die Iraner die Öltanker im Persischen Golf („Tankerkrieg“), die Ölförderanlagen und Pipelines ebenso wie Israel angreifen.

Die iranische Regierung wird im Kriegsfall auch ihre Proxies, insbesondere die Hisbollah im Libanon, zum Einsatz bringen. So erfassten die israelischen Nachrichtendienste verstärkte Aktivitäten auf der anderen Seite der Grenze. Dort wurden zahlreiche (Feld-)Raketenwerfer in Stellung gebracht. Laut dem Sender „Al Arabiya“ werden die Vorbereitungen der schiitischen Hisbollah direkt von Offizieren der iranischen Revolutionsgarde geleitet. Der neue Generalsekretär der Hisbollah, Naim Qassem, erklärte, seine Truppen ständen bereit, um das Territorium des Libanon zu verteidigen. Seine Miliz stehen für jeden Kampf bereit – „entweder Sieg oder Märtyrer“. Der libanesische Außenminister Youssef Raggi warnte, im Kriegsfall könnten die Israelis den Flughafen von Beirut und weitere Infrastrukturziele unter Beschuss nehmen. (74) Demgegenüber hat ein anonymer Sprecher der Hisbollah am 20. Februar erklärt: „Im Fall von begrenzten US-Angriffen im Iran wird es die Position der Hisbollah sein, nicht militärisch zu intervenieren.“ Erst wenn Washington das Ziel verfolge, „den Sturz der iranischen Regierung auszulösen oder den geistlichen Führer ins Visier zu nehmen, wird die Hisbollah eingreifen“. (75)

Die amerikanischen Sicherheitsbehörden rechnen im Kriegsfall mit iranischen Terroranschlägen in Westeuropa. Nach Angaben der „New York Times“ gibt es Hinweise auf Planung und Koordination, aber keine konkreten Anschlagspläne. (76) Man darf vermuten, dass in der BRD besonders die Führungszentren der U.S. Streitkräfte (Ramstein, Stuttgart und Wiesbaden) sowie die Luftstützpunkte (Ramstein und Spangdahlem) auf der Zielliste stehen.

Derweil hat der Iran damit begonnen, seine Ölterminals leer zu pumpen und das Rohöl auf Tanker umzuleiten. Innerhalb von nur fünf Tagen wurden so 20 Millionen Barrel verladen, die dreifache Menge der üblichen Menge. (77)

Iranisches Flugkörperarsenal

Die iranische Raketenproduktion begann Ende der siebziger Jahre. Damals arbeiteten die Perser noch in dem „Project Flower“ mit den Israelis zusammen. Verantwortlich ist die „Defense Industries Organisation“ (DIO) (iran.: Sâzmân-e Sanâye'-e Defâ'-e Jomhuri-ye Eslâmi-ye Iran) mit ihrem „Department 140“.

Die „Aerospace Force“ der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC-ASF) (iran. Bez.: Niru-ye havâfazây-e sepâh-e pâsdârân-e enghelâb-e eslâmi) hat einen Personalbestand von 15.000 bis 20.000 Mann. Ihre Kommandozentrale ist das Al-Ghadir Raketenkommando; ein Gefechtsstand befindet sich in Dastvare Bas bei Teheran.

Zu seinen Verbänden zählen folgende Verbände:
- 5. Raad Brigade mit SHAHAB-3 und SHAHAB-4 in Sajjad bei Karaj,
- 7. Al-Hadid-Brigade mit Raketen SHAHAB-1 und SHAHAB-2 im Stützpunkt Al-Mahdi bei Karaj,
- 15. Ghaem Brigade mit FAJR,
- 16. Qaem-Brigade,
- 19. Zulfiqar Brigade
- 23. Al-Towhid-Brigade
(78)

 

Die Flugkörper sind z. T. in den sogenannten „Raketenstädten“ (iran.: „sheharehaye mooshki“) verborgen, dabei handelt es sich um verbunkerte Raketenbasen in den Bergen. Stationierungsorte sind u. a.:

Chabahar (an der Küste)
Dezful (Bunker für Drohnen und Raketen)
Fars
Hajiabad (Raketensilos)
Kenesht Tal bei Kermanshah
Khaji Abad bei Homozgan
Khorasan (Alborz Bergregion)
Khorgu bei Homozgan
Khorramabad
Panj Pelleh Bunkeranlage bei Kermanshah
Qom
Shahrud Komplex für QASED in der Provinz Semnan

 

Zu den Produktionsanlagen für Flugkörper gehören:
7. Taktische Basis in Schiraz (Drohnen),
Abdol Fath,
Falagh,
„Imam Jawad Werk“ (Drohnen)
Khojir Raketenkomplex bei Teheran
Parand,
„Missile Industrial Group“ in Parchin
„Saman Industries Group“ in Lavizan
Semnan Weltraumzentrum
Shahid Karimi (Testanlage für Drohnen) bei Kashan
Shahid Modarres Komplex
Shaid Ghadiri
Shahrud
(79)

 

Im Januar 2026 machte der Prototyp einer iranischen Interkontinentalrakete seinen Erstflug. Der Abschuss erfolgte vom „Imam Khomeni Raketenkomplex“ in Semnan. Über den Zielort und die telemetrische Überwachung des Raketenfluges wurde nichts mitgeteilt. Bei der Rakete handelt es sich um die MAZIO, die eine Reichweite von ca. 10.000 km erzielt und damit die Großstädte an der U.S.-Ostküste bedroht. „Das ist eine untragbare Bedrohung,“ eine U.S. Außenminister Marco Rubio im Februar bei einem Besuch in Basseterre, der Hauptstadt der karibischen Inselrepublik St. Kitts und Navis. Nach einer Einschätzung der Defense Intelligence Agency (DIA) kann der Iran innerhalb von zehn Jahren (bis 2035) ein Arsenal von 60 Raketen dieses Typs beschaffen. Dabei erinnerte der Geheimdienst daran, dass der Idiot Donald Trump während seiner ersten Amtszeit die Entwicklung einer nordkoreanischen Interkontinentalrakete nicht verhindert hat:

“Missile threats to the US homeland will expand in scale and sophistication in the coming decade,” the report said. “North Korea has successfully tested ballistic missiles with sufficient range to reach the entire Homeland, and Iran has space launch vehicles it could use to develop a militarily viable ICBM by 2035 should Tehran decide to pursue the capability.” (80)

Nach der Entwicklung der Mittelstreckenraketen SHAHAB-4/5 begann vor fünfzehn Jahren die Entwicklung dieses Raketentyps. Verantwortlich war General Hassan Therani-Moqaddam, der am 12. November 2011 bei einem „Unfall“ auf dem Raketentestgelände von Modarres bei Bigdaneh ums Leben kam. Vermutlich handelte es sich dabei um einen Mordanschlag des israelischen Mossad, dem insgesamt 17 iranische Raketenexperten zum Opfer fielen. In den Jahren danach (August 2019, Juni 2020, Oktober 2024, Juni 2025) gab es immer wieder Sabotageaktionen bzw. militärische Angriffe gegen das iranische Flugkörperprogramm.

Schon 2004 erklärte der iranische Militärstratege Hassan Abbasi von den „Revolutionsgarden“, Ziel sei der Bau von 29 Raketen, mit denen Flächenziele in den USA und Westeuropa (insbesondere UK) hätten vernichtet werden können. (81) Allerdings stießen die Überlegungen der „Revolutionsgarden“ auf den Widerstand der iranischen Regierung von Mohammad Chatami (Amtszeit: 23. Mai 1997 bis August 2005).

Am 17. August 2025 erklärte Hayat Moqaddam, ehemaliger Offizier der IRGC-Raketentruppen und Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates, in einem Interview:

„We can strike America from Sea. The IRGC Aerospace Force has been working on this for 20 years so that it can, using Iranian carriers and ships, strike America from the sea – and we may already have arrived at that technology.

America is about 10.000 kilometers away from us, and we can bring our ships to within about 2.000 kilometers of it and from there launch missiles that will hit Washington, New York, and other American cities.82In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die NATO schon seit Jahren am Aufbau eines Raketenabwehrschirm gegen iranische Mittelstreckenraketen arbeitet.

Was die nukleare Bedrohung New York durch Schiffe anbetrifft, sei an den „Palermo Senator“-Alarm am 6. September 2002 erinnert. Dieses Containerschiff, das damals unter liberianischer Flagge für die „Deutsche Seereederei Rostock Senator Lines Holding GmbH“ unterwegs war, hatte in Valencia (Spanien) Tonfliesen und Keramiken geladen, die eine erhöhte natürliche Radioaktivität (Americium241, Radium226, etc.) aufwiesen. Die Strahlung wurde durch der amerikanischen „Coast Guard“ (USCG) festgestellt, der daraufhin vermutete, an Bord könnte sich eine „dirty bomb“ befinden, um New York City zu zerstören. Daraufhin wurde das Schiff bei seiner Anfahrt auf den Hafen Newark abgefangen, auf hohe See umgeleitet und am 11. September durch das Nuclear Emergency Search Team (NEST) untersucht, das schließlich Entwarnung gab.

Welchen Einfluss die Entwicklung der iranischen Interkontinentalrakete bis zur Testreife auf die gegenwärtige Kriegsbereitschaft der USA hat, sei dahingestellt. Vermutlich betrachtet man einen Militärschlag - zumindest im Pentagon - für „alternativlos“.

- Atomprogramm

Trump verlangt, dass die Iraner erklären, dass sie keine Atombombe anstreben. Dies aber behaupten die Iraner schon seit über zwanzig Jahren und haben sich im Prinzip daran gehalten. Aber während für zivile Brennstäbe nur angereichertes Uran in einer Konzentration von ein bis drei Prozent benötigt wird, haben die Iraner ihr Uran auf mindestens 60 Prozent angereichert. Solches Kernmaterial kommt bei weiterer Anreicherung nur für den Bau von Atomwaffen in Frage. Außerdem kann man dieses hochangereicherte Material für Forschungszwecke verwenden, dann aber nur im Grammbereich. Die Vorräte des Irans an High Enriched Uranium (HEU) haben in den letzten Jahren enorm zugenommen. Ende 2024 erreichten sie nicht einmal 200 kg, heute betragen sie bereits 440 kg. (83) So verschlingt das absurd anmutende Atomprogramm des Iran enorme Gelder, hat aber keinerlei praktischen Nutzen. So mutet die Position der Iraner absurd an, es sei denn, die Iraner sind völlig verlogen.

Es gibt lediglich eine Option, unter der das Atomprogramm Sinn macht: Die Iraner reichern ihr Uran an und „parken“ es bei 60 Prozent, um keinen Anreiz für einen gegnerischen Angriff zu bieten. Erst wenn die in Entwicklung befindliche Interkontinentalrakete irgendwann ab 2026/27 die Produktionsreife erreicht, stellt man die Synchronität zwischen beiden technologischen Großprojekte her, produziert die Trägerraketen, reichert das Uran auf 90 Prozent an und beginnt mit dem Bau der nuklearen Raketengefechtsköpfe. Sobald der Iran über drei, vier Interkontinentalraketen verfügt, die Boston, New York City, Norfolk oder Miami vernichten könnten, sind Regime und Land quasi sakrosankt. Anschließend könnten die Iraner mit der Produktion atomarer Mittelstreckenraketen beginnen, mit denen sie die Israelis abschrecken und bedrohen.

Aber auch die Position der Amerikaner ist nicht frei von Widersprüchen: Während es einerseits heißt, die beiden Anlagen zur Anreicherung von Uran seien beim U.S. Angriff im Juni 2025 zerstört worden, behauptet der U.S. Unterhändler Steve Witkoff weiterhin, die Iraner seien bei der Produktion von waffenfähigen Uran235 „wahrscheinlich eine Woche davon entfernt“, über „industrietaugliches bombenfähiges Material“ zu verfügen. Er fügte hinzu: „Das ist wirklich gefährlich.“ Demgegenüber berichtete die „Frankfurter Rundschau“ am 23. Februar: „Zudem schätzten Experten, dass Irans Atomprogramm um ein bis zwei Jahre zurückgeworfen worden sei.“ (84) Für die Unterschiedlichkeit dieser temporären Einschätzungen fehlt jedwede Erklärung.

Manöver

Bei dem jüngsten Marinemanöver in der Straße von Hormus präsentierte die Marine der Revolutionsgarde ihre neue maritime Flugabwehrrakete SAYYAD 3-G (Reichweite: 150 km). Mit jeweils sechs Raketen ist jedes Schiff der SHAHID SOLEIMANI-Klasse ausgerüstet. (85)

Zwischenfälle:

- Wie erst jetzt bekannt wurde, gab es während der Unruhen Anfang Januar 2026, einen Putschversuch in Teheran:

„Laut einem Bericht der französischen Zeitung Le Figaro unter Berufung auf entsprechende Quellen versuchte der ehemalige Staatschef Hassan Rohani (2013–2021) gemeinsam mit seinem Ex-Außenminister Dschawad Sarif (ebenfalls 2021–2023), die Macht von Chamenei während der Proteste zu entreißen. Sie hätten versucht, Chamenei aus den Entscheidungsprozessen im Iran zu verdrängen.

Dabei wurden sie laut dem Bericht von prominenten Klerikern aus der Stadt Ghom, die für schiitische Muslime als eine heilige Stätte gilt, unterstützt. Rückendeckung erhielt die Gruppe um das Duo aus Rohani und Sarif wohl auch von Personen aus der Revolutionsgarde.

Vereitelt wurde der Plan nur durch Ali Laridschani, dem Top-Berater von Chamenei und seit August 2025 auch Chef des Nationalen Sicherheitsrats des Iran. Er soll sich gegen das Vorhaben gestellt und die Entmachtung des religiösen Oberhaupts verhindert haben. In der Folge wurden laut Le Figaro sowohl Rohani als auch Sarif für einige Tage unter Hausarrest gestellt, während beteiligte Personen vorübergehend festgenommen worden seien. Präsident Massud Peseschkian wurde von der Sache ferngehalten, um ein Durchsickern an die Bevölkerung und Medien zu verhindern.“ (86)

- In der Stadt Parand südwestlich von Teheran befindet sich eine Kaserne und Fabrikanlage der „Aerospace Forces“ der „Revolutionsgarden“ (IRGC-ASF). Die unterirdische Anlage dient dem Bau von ballistischen Raketen. In der Nähe der Kaserne kam es in letzten Tagen, zuletzt am Sonntag, den 22. Februar, zu mehreren Explosionen. Eine dunkle Qualmwolke stieg auf:

„In der iranischen Stadt Parand, etwa 50 Kilometer von Teheran entfernt, soll es am Mittag mehrere Explosionen gegeben haben. Auf Videos, die über soziale Medien geteilt wurden, sind mehrere Rauchsäulen zu sehen.

Augenzeugenberichte in lokalen Telegramkanälen geben keine eindeutigen Hinweise auf den Ursprung der Rauchsäulen. Einige Nutzer schreiben, sie hätten mehrere Explosionen in kurzer Abfolge gehört, anschließend seien Feuer in unterirdischen Anlagen vor den Toren der Stadt ausgebrochen. Andere Nutzer erklären, die Rauchsäulen hätten einen natürlichen Ursprung: Böschungen am Straßenrand hätten Feuer gefangen.“ (87)

- Am 23. Februar haben 250 Volksmudschahedin der Mojahedi-e Khalq (MEK) die Shahid-Motahari-Moschee in der Nähe des Baharestan-Platzes in Teheran, in der die führenden Mullahs verkehren, angegriffen. Dabei kamen 100 Volksmudschahedin ums Leben. Wieviele Tote der Angriff innerhalb der Moschee forderte, wurde nicht bekannt. (80)

Sonstiges:

Die „taz“ in Berlin berichtete, dass die U.S. Regierung die Versorgungskrise im Iran durch ihre Sanktions- und Währungspolitik gezielt herbeigeführt habe, was dann im Januar 2026 zu den Unruhen und den grausamen Repressionsmaßnahmen der Teheraner Regierung geführt habe:

„So erklärte Finanzminister Scott Bessent, Washington habe absichtlich diese Dollarknappheit in Iran herbeigeführt, um so Proteste auszulösen.

Ausländische Währungen, allen voran US-Dollar, kamen bisher durch Exporte, vor allem von Erdöl, ins Land. Etwa 80 Prozent dieses Öls gingen bislang nach China. Gekauft hatten es vor allem chinesische Firmen, laut der Nachrichtenagentur Reuters nicht aber Staatskonzerne. Gegen drei solcher Firmen hatte Trump etwa Sanktionen verhängt.

Daten der iranischen Zentralbank zeigen: Der Ertrag aus den Ölverkäufen hat deutlich abgenommen, bereits seit dem Amtsantritt des US-Präsidenten 2025. Und an das verbliebene Geld aus dem Handel kommt Iran immer schlechter ran“ (89)

In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass die U.S. Regierung bereits am 10. Dezember 2025 den Öltanker „MT Skipper“ gekidnappt hat, der 1,8 Millionen Barrel Rohöl von Venezuela in den Iran transportieren wollte. Dann folgte am 7. Januar 2026 die Beschlagnahme des Öltankers „Bella 1/Marinera“. (90) So betrachtet wäre die U.S. Operation SOUTHERN SPEAR gegen Venezuela ein Vorspiel für die U.S. Bedrohung des Iran. In diesem Zusammenhang sei auch daran erinnert, dass die Israelis bereits im Dezember den Iran erneut angreifen wollten. Hier besteht wohl weiterer Aufklärungsbedarf.

Das U.S. State Department hat am 23. Februar angeordnet, dass nicht benötigtes Personal der U.S. Botschaft in Beirut (Libanon) mit ihren Familienangehörigen evakuiert wird. (91) Am 27. Februar wurde das Personal in Tel Aviv aufgefordert, noch „heute“ das Land zu verlassen. (92)

Mit dem verspäteten Beginn des neuen Semesters sind an den Universitäten in Isfahan, Maschhad und Teheran (Alsahra-Universität, Sharif-Universität für Technologie, TU Amirkabir) die Proteste gegen das Mullah-Regime wieder aufgeflammt. Die Studenten skandierten: „Tod der Islamischen Republik!“ Und: „Wir haben unser Leben nicht gegeben, um Kompromisse einzugehen. Wir werden keinen mörderischen Führer loben.“ (93) Irans Generalstaatsanwalt Mohammad Mohebi Azad forderte ein hartes Vorgehen gegen die Demonstrierenden. Verantwortliche Stellen müssten die Beteiligten rasch identifizieren und „entschlossene rechtliche Maßnahmen“ ergreifen. In Teheran kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Studierenden und Mitgliedern der regimetreuen Basidsch-Miliz.

Es bleibt abzuwarten, welche mittelbaren Auswirkungen ein Angriff der USA auf den Iran für die internationalen Märkte für Rohöl und Erdgas hat, daher hat Saudi-Arabien seine Ölproduktion präventiv hochgefahren. Es heißt, die „Wall Street“ habe den Irankrieg schon „eingepreist“.

Im Irak fürchten Schiiten und Sunniten im Kriegsfall eine Destabilisierung der fragilen Machtverhältnisse, zumal mehrere Guerillagruppen bisher die U.S. Besatzungstruppen bekämpft haben.

Derweil warten die Iraner auf „Hilfe“.

Quelle

(1) https://wanaen.com/the-likelihood-of-a-military-attack-on-iran

(2) https://www.dw.com/en/iran-trump-curious-as-to-why-tehran-hasnt-capitulated/
a-76079769

(3) https://finanzmarktwelt.de/iran-deal-in-gefahr-trumps-strategie-droht-zu-scheitern-380571/

(4) https://finanzmarktwelt.de/iran-deal-in-gefahr-trumps-strategie-droht-zu-scheitern-380571/

(5) https://wanaen.com/an-important-update-on-the-u-s-military-buildup-for-up
coming-operations/

(6) https://www.srf.ch/news/international/militaeraufmarsch-der-usa-ein-angriff-auf-
den-iran-koennte-fast-aus-dem-stand-erfolge

(7) https://www.twz.com/news-features/iran-signals-possible-fast-deal-to-be-made-in
nuclear-talks-as-u-s-military-build-up-grinds-on

(8) https://www.twz.com/news-features/f-16s-arrive-to-protect-diego-garcia-f-22s-
forward-deploy-to-israel

(9) https://aerospaceglobalnews.com/news/us-f22-raptors-israel-ford-middle-east/

(10) https://www.wsws.org/en/articles/2026/02/22/adkd-f22.html

(11) https://www.misbar.com/amp/en/editorial/2026/02/23/swarm-us-military-
aircraft-masses-chania-international-airport

(12) https://www.twz.com/news-features/iran-signals-possible-fast-deal-to-be-
made-in-nuclear-talks-as-u-s-military-build-up-grinds-on

(13) https://www.aa.com.tr/en/middle-east/6-additional-us-refueling-aircraft-heading-
to-israel-amid-tensions-with-iran-media/3841392

(14) https://www.spiegel.de/ausland/zeichen-an-den-iran-us-flugzeugtraeger-legt-
auf-kreta-an-a-b9b12e4c-aecf-4bfe-9b9b-936207b884f8

(15) https://www.welt.de/politik/ausland/article69a050d42cfe24517f7c9f6e/usa-
und-iran-verhandeln-in-genf-us-flugzeugtraeger-verlaesst-kreta-richtung-nahost.html

(16) https://www.focus.de/politik/ausland/iran-droht-zorn-der-usa-doch-5000-us-
seeleute-kaempfen-mit-kaputten-toiletten_f9ae89bd-c858-48ea-b943-674343
384861.html

(17) https://www.zdfheute.de/politik/ausland/usa-gerald-r-ford-toiletten-problem-
propaganda-iran-100.html

(18) https://www.focus.de/politik/ausland/iran-droht-zorn-der-usa-doch-5000-us-
seeleute-kaempfen-mit-kaputten-toiletten_f9ae89bd-c858-48ea-b943-674343
384861.html

(19) https://defence-network.com/uss-georgia-iran-kueste-washington-drohkulisse/

(20) https://de.wikipedia.org/wiki/Base_A%C3%A9rea_das_Lajes

(21) https://de.euronews.com/2026/02/23/zweifel-portugal-nutzung-azoren-stutz
punkt-iran-angriff-usa

(22) https://www.wsws.org/en/articles/2026/02/22/adkd-f22.html

(23) https://www.twz.com/news-features/iran-signals-possible-fast-deal-to-be-
made-in-nuclear-talks-as-u-s-military-build-up-grinds-on

(24) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-usa-
stationieren-tankflugzeuge-in-israel.html

(25) https://www.aljazeera.com/news/2026/2/25/which-countries-are-urging-citizens-
to-leave-iran-amid-us-threat-of-force

(26) https://www.merkur.de/politik/brisanter-geheim-deal-iran-kauft-fuer-500-
millionen-euro-raketen-von-russland-zr-94182660.html

(27) https://wanaen.com/nuclear-negotiations-at-the-center-of-tehrans-consul
tations-with-moscow-and-beijing/

(28) https://wanaen.com/iran-and-qatar-foreign-ministers-hold-phone-talks-2/

(29) https://www.twz.com/news-features/f-16s-arrive-to-protect-diego-garcia-f-22s-
forward-deploy-to-israel

(30) https://www.merkur.de/politik/unter-einer-bedingung-trumps-letzte-chance-fuer-
den-iran-usa-bieten-neue-gespraeche-an-94181692.html

(31) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-usa-
stationieren-tankflugzeuge-in-israel.html

(32) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-usa-verhandlungen-
genf-atomabkommen-oman-atomwaffen-gxe

(33) https://www.n-tv.de/politik/Bericht-Iran-bietet-den-USA-neue-Oel-Deals-
und-Uran-id30392504.html

(34) https://www.merkur.de/politik/einer-bedingung-trumps-letzte-chance-fuer-
den-iran-usa-bieten-neue-gespraeche-an-unter-94181692.html

(35) https://www.n-tv.de/politik/Groesster-US-Flugzeugtraeger-nimmt-Kurs-auf-
Nahost-id30408563.htm

(36) https://www.fr.de/politik/rubio-warnt-vor-irans-raketenplaenen-untragbare-bedrohung-
zr-94187272.html

(37) Haberman, Maggie: Täuschung - Der Aufstieg Donald Trumps und der Untergang Amerikas, München, 2022, S. 444ff

(38) https://www.nbcnews.com/politics/white-house/tillerson-s-fury-trump-
required-intervention-pence-n806451

(39) McMaster, H. R.: At War With Ourselves – My Tour of Duty in the Trump White House, New York, USA, 2024, S. 68

(40) https://politik.watson.de/politik/usa/918988492-usa-geheime-gespraeche-
des-pentagon-gegen-donald-trumps-militaer-plaene-enthuellt

(41) Zit. n.: Haberman, Maggie: Täuschung - Der Aufstieg Donald Trumps und der Untergang Amerikas, München, 2022, S. 715f

(42) https://de.euronews.com/2024/10/24/trump-ich-brauche-generale-wie-hitler-
sie-hatte

(43) https://www.washingtonpost.com/national-security/2025/09/28/trump-
hegseth-speech-generals-quantico-security/

(44) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101142234/trump-plant-
offenbar-angriff-in-zwei-stufen-gegen-den-iran.html

(45) https://www.derwesten.de/politik/trump-iran-angriff-krieg-usa-newsblog-
id301994833.htm

(46) https://www.welt.de/politik/ausland/article699cb941d2efdf1bd0d30215/
moeglicher-militaerschlag-us-generalstabschef-warnt-trump-vor-risiken-eines-
angriffs-auf-den-iran.html

(47) https://www.merkur.de/politik/aufgebraucht-ranghoechster-us-general-warnt-
trump-vor-iran-angriff-munition-fast-zr-94183839.html

(48) https://www.merkur.de/politik/aufgebraucht-ranghoechster-us-general-warnt-
trump-vor-iran-angriff-munition-fast-zr-94183839.html

(49) https://www.n-tv.de/politik/Iran-Angriff-Top-General-soll-Trump-gewarnt-
haben-id30396823.html

(50) https://www.welt.de/politik/ausland/article699cfc91ee35d0f0647c547f/moegliche-
hohe-verluste-verstrickung-in-einen-langwierigen-konflikt-us-generalstabschef-
warnt-vor-angriff-auf-den-iran.html

(51) https://www.tagesspiegel.de/internationales/trump-nennt-berichte-zu-100-prozent-
falsch-us-generalstabschef-warnt-offenbar-vor-risiken-eines-angriffs-auf-den-iran-
15285083.html

(52) https://www.juedische-allgemeine.de/politik/us-militaer-legt-trump-
optionen-fuer-vorgehen-gegen-iran-vor/

(53) https://www.centcom.mil/ABOUT-US/LEADERSHIP/

(54) https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-02/iran-usa-donald-trump-
drohung-militaerschlag

(55) https://www.spiegel.de/ausland/donald-trump-was-er-in-seiner-rede-zur-lage-
der-nation-gesagt-hat-der-ueberblick-a-49e76bf6-c548-44ee-ae2a-40c8485a5ff4

(56) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-berichte-
ueber-explosionen-in-der-stadt-parand.htm/

(57) https://www.nytimes.com/2026/02/26/us/politics/trump-iran-claims-
nuclear-weapons.htm

(58) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-berichte-
ueber-explosionen-in-der-stadt-parand.html

(59) https://de.wikipedia.org/wiki/Modschtaba_Chamenei

(60) https://www.jns.org/explainer-us-military-buildup-and-scenarios-for-war-with-iran/

(61) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101142234/trump-plant-
offenbar-angriff-in-zwei-stufen-gegen-den-iran.html

(62) https://www.newsmax.com/newsmax-tv/shaffer-iran-military/2026/02/21/
id/1246933/

(63) https://www.merkur.de/politik/trump-vor-us-angriff-auf-den-iran-experte-moelling-
warnt-94189667.html

(64) https://www.merkur.de/politik/aufgebraucht-ranghoechster-us-general-
warnt-trump-vor-iran-angriff-munition-fast-zr-94183839.html

(65) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/krieg-gegen-iran-team-
von-donald-trump-will-dass-israel-zuerst-angreift-699fe970753c96d2522440a5

(66) https://www.fokus-jerusalem.tv/2026/02/24/netanjahu-warnt-iran-vor-unvor
stellbarer-kraft-waehrend-moskau-teherans-luftabwehr-staerkt/

(67) https://www.ynetnews.com/article/b100logcuzl

(68) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/israel-krankenhaeuser-
bereiten-sich-auf-iran-krieg-vor-reportage-von-constantin-schreiber-
69a075414b8f567f12fcb6c6

(69) https://www.op-online.de/politik/iran-stellt-kriegsplaene-auf-chameneis-top-
berater-mit-spezieller-rolle-zr-94184674.html

(70) https://fakti.bg/world/1036766-the-new-york-times-tehran-sees-us-attack-as-
inevitable-picks-man-for-iran-s-delcy

(71) https://www.stern.de/news/neue-atomgespraeche-zwischen-teheran-und-
washington-trotz-verschaerfter-spannungen-37162356.html

(72) https://defence-network.com/weltraum-allianz-iran-chinesische-satelliten/

(73) https://www.presstv.ir/Detail/2026/02/22/764528/iran-layered-arsenal-
primed-deter-decimate-us-warships-persian-gulf

(74) https://www.moneycontrol.com/europe/?url=https://www.moneycontrol.com/
world/us-iran-war-news-live-updates-donald-trump-ali-khamenei-tehran-attack-
feb-23-liveblog-13839733.html

(75) https://www.n-tv.de/politik/Hisbollah-will-sich-bei-US-Angriff-auf-Iran-heraus
halten-bis-zu-einem-Punkt-id30405382.html

(76) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-gefahr-fuer-
angriffe-auf-us-standorte-in-europa-steigt-offenbar.html

(77) https://www.bloomberg.com/news/articles/2026-02-26/iran-steigert-olverla
dungen-deutlich-angesichts-moglicher-us-angriffe

(78) https://grokipedia.com/page/Islamic_Revolutionary_Guard_Corps_
Aerospace_Force

(79) Siehe auch: https://www.globalsecurity.org/wmd/world/iran/dio.htm

(80) https://www.algemeiner.com/2026/01/23/iran-claims-long-range-missile-pro
gress-as-us-boosts-military-presence-amid-deadliest-crackdown-since-1979

(81) https://www.memri.org/reports/re-release-israel-has-thwarted-iranian-icbm-
threat-us-several-times-beginning-2011-two

(82) https://www.memri.org/reports/re-release-israel-has-thwarted-iranian-icbm-
threat-us-several-times-beginning-2011-two#_edn22

(83) https://x.com/ProfessorPape/status/2025215483562123604

(84) https://www.fr.de/politik/witkoff-sagt-iran-stehe-kurz-davor-material-fuer-
atombomben-herzustellen-trotz-us-angriffs-im-juni-zr-94182576.html

(85) https://wanaen.com/iran-deploys-long-range-air-defense-sayyad-3-g-at-sea/

(86) https://www.merkur.de/politik/rohani-wollte-chamenei-entmachten-berater-
vereitelt-putschversuch-von-ex-praesident-im-iran-94183741.html

(87) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-berichte-
ueber-explosionen-in-der-stadt-parand.html

(88) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/iran-vereitelt-angriff-
auf-hauptquartier-der-mullahs-kaempfe-mit-volksmudschahedin-699
eae9d27a5c574357663d2

(89) https://taz.de/Kommt-der-Showdown-zwischen-USA-und-Iran/!6157393/

(90) https://en.wikipedia.org/wiki/United_States_oil_blockade_during_Operation_
Southern_Spear#cite_note-NYT10Dec-11

(91) https://www.bild.de/politik/ausland-und-internationales/wachsende-iran-span
nungen-usa-ziehen-diplomaten-aus-libanon-ab-699c617ebf293b0308821223

(92) https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/id_101131950/iran-news-be-er-
scheva-oeffnet-bunker-sorge-vor-angriff.html

(93) https://www.tagesschau.de/ausland/asien/iran-proteste-304.html